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NewsEpic Games: Fortnite kommt für Linux, Easy Anti-Cheat wird überarbeitet
Gefriert die Hölle gerade zum zweiten Mal zu?
Bin zwar absolut kein Fan von Fortnite, aber Holy, was passiert denn hier?
Erst EA, jetzt Epic Games. Wer zieht nach, Riot Games?
War mir auch irgendwie klar, dann sie sich auf Secure Boot, Remote Attestation, signierten Kernel + Kernelmodule usw. verlassen. Ehrlich gesagt hätte es mich doch auch sehr überrascht, wenn Epic Games Fortnite auf Linux bringt und EAC dabei nur im Userland läuft, wobei das ja absolut kein Problem darstellen würde, aber man will wohl auf Nummer sicher gehen. Soweit traut man den Linuxern dann wohl doch nicht.
Yes. Viele Service Units werden zwar mit root ausgeführt und besitzen daher von Grund auf schon weitreichende Rechte, verbleiben aber trotzdem im Userland.
Ich dachte das Durchschnittsalter bei den Fortnite-Spielern liegt bei 15 Jahren. Das eines Linux-Users so zwischen 30 und 35. Linux kann nicht gerade die größte Zielgruppe sein.
Naja, Linux gewinnt ja durchaus im Verlauf der Zeit neue Nutzer aus verschiedensten Altersgruppen (ich weiß, kein besonders rasanter Prozess, aber langsam ernährt sich das Eichhörnchen). Die 15-Jährigen sind vielleicht genau deshalb unter den Linux-Nutzern unterrepräsentiert, weil ihre Lieblingsspiele unter Linux ausgesperrt worden sind. Wenn sich das nun ändert, dann sinkt vielleicht auch das Durchschnittsalter eines Linux-Nutzers.
CS2 hat VAC und das soll laut Are We Anti-Cheat Yet? auch unter Linux funktionieren. Wenn man aber auf Community-Servern unterwegs ist, die FACEIT, ESEA oder ESL Wire als Anti-Cheat nutzen, dann funktioniert das nicht unter Linux. Das sind Drittanbieter Anti-Cheats außerhalb von VAC, die mWn idR genutzt werden, um restriktiver und stärker gegen Bots und Cheater vorzugehen. Ich meine mal gehört zu haben, dass Competitive CS2 eher mit FACEIT und Co. als mit VAC gespielt wird.
Mir würde schon der Game Pass reichen. Aber das ist vermutlich noch unwahrscheinlicher. Das ist momentan das einzige, was mich von einem Wechsel auf Linux abhält.
League gehörte ja zu den Spielen die als erstes gut mit Linux liefen. Damals sogar noch per Wine über OpenGL. Dann haben die ihr super-tolles Kernel-Level AntiCheat eingeführt und vorbei wars. Witzigerweise kommt es unter MacOS ohne den aus^^ Ich fürchte aber sie machen sich keinen Aufwand das für Linux zu porten. Damals hieß es noch, dass lediglich 800 Nutzer unter Linux unterwegs waren...
Manch ein Linux-User sollte vielleicht mal seine Ideologie ein wenig ablegen und in der Realität ankommen.
Kaum ein User wählt aus ideologischen Gründen seine Software nach dem Betriebssystem, sondern das Betriebssystem nach der verfügbaren Software (oder das, was er gewohnt ist).
Da heißt es dann: Mein Lieblingsspiel Furznite läuft auf Linux nicht? Dann bleib ich bei Windows.
... es ist für die Verbreitung von Linux-basierten Betriebssystemen auf PCs und Notebooks von Endanwendern nur förderlich, wenn auch populäre Spiele unter Linux lauffähig werden.
Niemand zwingt euch, die dafür nötigen Anpassungen an eurem Betriebssystem vorzunehmen oder entsprechende Distributionen zu nutzen. Das ist ja das Tolle: Es ist für jeden was dabei...
Hab das auch erst komisch gefunden, habe mich dann aber mal schlau gemacht, weil ich das auch mal wissen wollte und es scheint wohl so zu sein, dass das Vanguard in den Client von LoL eingearbeitet ist (das ganze wird von Riot "Embedded Vanguard (mVG)" genannt) und sich auf die Sicherheitsmechanismen von macOS wie der System Integrity Protection verlässt. Deaktiviert man diese, um bspw. dem root User wieder seine einstigen Rechte wiederzugeben, der durch die SIP eingeschränkt wird, erkennt das dieses eingebettete Vanguard und verweigert den Start.
Eieiei, da steigst du aber spät ein. Das kam 2009, da ist vorher schon einiges passiert. Von den diversen Software-Erzeugnissen der Doom, Quake und UT Reihe, die teilweise gleich den Linux Port mitbrachten, liefen schon Spiele auf Half-Life Basis ganz annehmbar und dann natürlich Warcraft 3 und später DIE treibende Kraft für Wine schlechthin: WoW. Und das war noch alles vor LoL. Also ja, es war insgesamt recht früh, aber eines der ersten? nee. Reicht nichtmal zum Pionier.
Naja... nicht viel später kam schon Steam für Linux, ca. 2012/2013 herum. Damit kamen dann auch alle Valve Ports (insb. auch Dota2, TF2, CS:GO) und in der Vor-Proton Zeit vor allem viele indi-Titel, sowas wie don't starve usw. im Angebot. Und auch vereinzelte größere Titel, City Skylines, oder wie z.B. Witcher 2, was damals schon etwas angeprotont war, weil es nicht so richtig geportet war, sondern intern auf Wine setzte. Ein weiterer populärer Dota Clone mit Linux Port von Anfang an war Heroes of Newerth. Oder auch diverse Ports von Aspyr oder Feral, Kotor 2 z.B. Also dein lange Nichts sind 2-3 Jahre. Als MMO Spiel mit größerer Spielerzahl, was auch früh mit Linux gespielt wurde, könnte man noch Eve Online nennen, oder Guild Wars. Und natürlich Minecraft, da Java-basiert, direkt spielbar von Anfang an
Kaum ein User wählt aus ideologischen Gründen seine Software nach dem Betriebssystem, sondern das Betriebssystem nach der verfügbaren Software (oder das, was er gewohnt ist).
Da ich mich nicht in den rabbit hole von competitiven online spielen aufhalte, könnt ihr mit kurz erklären, warum ein signierter und geschützter Kernel gegen Cheating hilft?
Wollt ich grad schon sagen, da täuscht man sich vielleicht. In meinem engeren Kreis haben mehrere Personen (u.a. auch ich) aus ideologischen Gründen das OS gewechselt seit letztem Jahr.
Eigentlich wollt ich mir das gar nicht mehr antun in meinem Alter, nach Jahrzehnten Microsoft Nutzung. Aber es gibt Grenzen. Zum einen hat diese Grenzen das Windows 11 OS selbst überschritten, bzw. besser gesagt meine roten Linien. Mag ja sein, dass anderen das alles egal war/ist. Mir jedenfalls nicht.
Aber auch der Konzern selbst, wenn man devot und stiefelleckerisch zig Millionen für Trumps famosen Ballsaal diesem spendet, um sich bei ihm und seiner faschistoiden Regierung einzuschleimen.
Will die Liste der ganzen red flags gar nicht hier alles Widerkäuen. Seit dem letzten CCC auch auf mehreren DI.Day Info Veranstaltungen vom lokalen CCC gewesen, denn bei der Abkehr von Microsoft soll es nicht bleiben. Das war für mich erst der Anfang.
Ja wenn du "nur" dem Agenten dein Zeug gibst und sagst "He Portier den Schrott mal nach Linux" und dann rödelt es wie in ner Mikrowelle bis es Ping fertig ist dann ist das schon ne feine Sache 🤣
Ähm, nö? Ist doch jedem selbst überlassen, warum er ein OS benutzt.
Und ich glaube, dass viele auch einfach von Windows genervt sind/waren und pragmatisch Linux benutzen.
iGameKudan schrieb:
Kaum ein User wählt aus ideologischen Gründen seine Software nach dem Betriebssystem, sondern das Betriebssystem nach der verfügbaren Software (oder das, was er gewohnt ist).
Nochmal nein. Nicht wenige setzen sich nach dem Wechsel erst mit den vorhandenen Alternativen auseinander und sehen dann, ob es funktioniert oder nicht.
iGameKudan schrieb:
Das ist ja das Tolle: Es ist für jeden was dabei...
Sehr schön, dann werde ich das letzte Windows im Haus bald los.
Auf dem Rechner meiner jüngeren Tochter ist tatsächlich nur wegen Fortnite Windows installiert
UEFI mit SecureBoot und TPM 2.0 sind Pflicht.
IOMMU zwingend, kein Passthrough.
Kein Kexec.
Nur signierte Kernel und Kernel Module.
Measured Boot.
Kernel Lockdown Integrity Mode.
Linux Security Module BPF