News EU-Urheberrechtsreform: VG Media fordert 1,24 Milliarden Euro von Google

Nebula123

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dsxiadndxe

Ensign
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In anderen Branchen investieren Unternehmen, um bei google zu erscheinen und die Verlage wollen dafür auch noch Geld. Die haben echt nicht verstanden, wie man im Internet Geld verdient.
Die Antwort ist schlicht gar nicht. Die Konkurrenz von kostenfreien "Alternativen" ist zu groß und der Kampf gegen content aggregator ist schon lange verloren.
 

Axxid

Admiral
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Es sind vermutlich eher 95% der Laufkundschaft :D
Das ist ja der Witz. Es geht gar nicht darum, möglichst viele Leser anzusprechen, sondern möglichst viele exklusiv hinter die Paywall zu bekommen. Den dadurch lässt sich die meiste Kohle generieren.
Der Burda-Verlag hatte als das Ziel des Axel-Springer-Verlags vermutet, "Informationen zu monopolisieren, die hinter der Paywall von Bildplus veröffentlicht wurden, um sie besser vermarkten zu können".
QUELLE
Das ganze System hinter diesen Newscrawlern ist denen ein Dorn im Auge. Auf einmal steht man im direkten Wettbewerb um Leser. Die Lesen dann auch nur noch den einen Artikel, den sie interessiert, ohne den Rest des Boulevardblatts zu kaufen.
Die Folgen sind Paywalls (wenn ich schon für Bildplus zahle, warum sollte ich noch woanders lesen?) und Clickbait (wer die Überschriften bei Google oder MSN-News überfliegt sollte wissen was ich meine).

Ich erinnere mich noch, das Bild damit geworben hat, die "meistzitierte Zeitung" zu sein. Heute meint man, sie würden jeden verklagen, der so etwas tut.
 

xpac

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Wenn man einen Trog aufstellt kommen die Schweine!

Konnte wieder keiner mit Rechnen das dies passieren würde....
 

TNM

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Jetzt muss man schon Google verteidigen gegen diese Mitesser der Gesellschaft...argh! Naja, wenigstens könne die es ausfechten, Geld haben sie genug, somit hab ich wenig Mitleid.
Treffen wirds die Kleinen, wir sehen ja welche Vorstellungen die VG Media so hat, was deren Lizenzen kosten sollen.

Die haben echt keine Scham, wollen "RÜCKWIRKEND" Geld, und schonmal preventiv für ein Gesetz das es noch nicht gibt. Dreistigkeit ist halt die rechte Hand von Gier.

Ach, nur damit wir das nicht vergessen, die Verlage haben ürigends Google kartellrechtlich verklagt, sie seien ein Monopol, und dürften nicht einfach NICHT auf sie verlinken. Bin nicht auf dem Laufenden wie das endgültig ausgegangen ist, aber einmal wurde das abgeschmettert, was rechtlich ja noch nicht endgültig so sein muss.

Blöd sind sie nicht, die Geier. Um es nochmal in Worte zu fassen:
"Google muss auf uns verlinken, weil sie ein Monopol sind, und das müssen sie uns auch noch bezahlen".
 
Zuletzt bearbeitet:

konkretor

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Können die Verlage keine Robot.txt auf ihrem Webserver konfigurieren? Dann erscheinen sie auch nicht in der Google Suche
 

Kacha

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Gibt es Zahlen wiei vel Geld Google und den Zeitungen dadurch jeweils entgangen ist? Würde mich mal interessieren welche Seite mehr profitiert.

So in's Blaue geraten würde ich mal sagen dass die Verlage Google mehr brauchen als Google die Verlage.
Google verdient mit Google News kein direktes Geld. Dort ist keine Werbung verlinkt. Sie verdienen hoechstens indirekt ueber erhobene Daten oder ueber das Werbenetzwerk, das auf der verlinkten Seite aktiv ist. Aber wenn selbst die tagesschau beim Artikel zum europaeischen Leistungsschutzrecht das falsch wiedergibt ist das anscheinend nicht allgemein bekannt.

Dazu alle Seiten, die zu VG Wort gehören aus der Google Suche auslisten und alle Einträge aus dem Google DNS entfernen.
Die Wiederaufnahme kann als 5 Jahreslizenz für 1,24 Mrd. € eingekauft werden...

;)
Dann wuerde Vg Wort sofort klagen, dass Google seine Monopolstellung ausnutzt. Das hatten wir schon. Im Endeffekt geht es gerade nur darum wieviel darf Google zeigen ohne zu zahlen und wieviel muss Google zeigen ohne sein Monopol zu missbrauchen. Ich bezweifle stark, dass Google jemals igendetwas fuer die Indexierung zahlt. Davor wird Google News wohl eher abgeschalten da es nicht genug Gewinn generiert.

Aehnlich wird es mit Youtube. Ich wuerde ja lachen, wenn Google einfach den urheberrechtlich geschuetzten Inhalt von Verwertungsgesellschaften fuer europaeische Nutzer blockt und Nutzergenerierten Content ueber eine direkte Lizenzvereinbarung mit dem Ersteller erlaubt. Dann haetten die Verwertungsgesellschaften sich nicht nur ins Bein sondern gleich ins Gesicht geschossen. Und das Amerikaner sich in ihrer Meinungs- und Ausdrucksfreiheit beschraenken lassen von so ein paar europaeischen Hanseln glauben die Gesellschaften doch selber nicht.

Edit:
@TNM Dadurch, dass es eben noch kein Gesetz gibt kann Google einfach mal warten und nichts tun. Die Gesellschaften haben aber Angst, dass es nach hinten losgeht. Die anstehenden Verfahren scheinen nicht so gut zu laufen.

@konkretor Das wollen die Verlage doch gar nicht. Die wollen Google dazu verpflichten sie zu verlinken und dafuer soll Google zahlen. Das ist ja das absurde.
 

craxity

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@dsxiadndxe: Ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass die sich besonders angestrengt hätten. Die hängen am jahrzehntealten Abo-Modell und liefern immer schlechtere Inhalte.
 

BeBur

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schonmal preventiv für ein Gesetz das es noch nicht gibt.
Naja, die werden sich wohl auf das deutsche Leistungsschutzrecht beziehen, das vergleichbar wegen der EU-Reform EU-weit umgesetzt werden muss, aber in Deutschland ja schon rechtskräftig ist. Deswegen wollen sie auch Geld bis zurück August 2013, wo eben jene Gesetz in Kraft getreten ist. Das wurde im Artikel verzerrend dargestellt.
 

tobimobi

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Seit Jahren kriegen wir fast nur 1zu1 Abschriften von der DPA als "News" und für was wollen die jetzt Geld?
Dafür, dass Google ihnen Visits bringt?

Ich abonniere und zahle gerne für regionale Neuigkeiten, die sonst nicht auftauchen würden. Aber für den Großteil des Mülls? Ernsthaft...
 

BeBur

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Jetzt wo ich darüber nachdenke fände ich es ziemlich cool wenn Google mir zukünftig Deutschland-relevante Nachrichten aus internationalen Quellen anzeigen würde. Wo tobimobi das mit der DPA grad erwähnt, wo ich ganz deiner Meinung bin. Da wo nicht 1:1 übernommen wird wird ja fast immer nur abgeschrieben und paraphrasiert.
 

Zespire

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War doch sicherlich schon lange geplant und mit ordentlicher lobbyismus Arbeit in Sachen EU Reform vorangetrieben worden.

Im Übrigen hat der Leiter der Urheberrechts Abteilung der Vg Media früher ein Büro der CDU/CSU im Bundestag geleitet.... :evillol:
 

Hylou

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Die tun sich damit keinen Gefallen.
Die spanische Verlagen heulen momentan alle weil ihre Einnahmen flöten gehen seitdem es dort kein Google news mehr gibt.

Aber anstatt zu lernen und es besser zu machen, nein. Man macht es auf die denkbar dümmste Weise die einem einfällt.
 

eRacoon

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Um zukünftige Rechtsstreitigkeiten somit auszuschließen, schlagen die Verwerter Google einen Lizenzvertrag mit einer ersten Laufzeit von fünf Jahren vor, der das Unternehmen zur europaweiten Nutzung digitaler Presseerzeugnisse auf den Domains „google.com“ sowie den jeweiligen Länderdomains berechtigt. Dafür soll Google Zahlungen zwischen 3,44 Milliarden Euro (2019) bis hin zu 8,5 Milliarden Euro (2024) leisten.
Und hier sehen wir schön was in 2 Jahren mit dem neuem EU Gesetz auf uns zukommt... wer ernsthaft glaubt Google würde solche Summen zahlen statt Uploadfilter einzusetzen der hat den Knall nicht gehört... :schluck:
 
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