Eine Videodatei besteht mehr oder weniger aus zwei Komponenten: einmal der Dateicontainer, das ist z.B. .avi .mov .mp4 .mpg, ...
In diesen Dateicontainern ist ein Videostream (plus Audio) drin, und dieser Videostream ist mit einem bestimmten Codec komprimiert, also h.264, mpeg2, ProRes, DnxHD, ... , oder er ist unkomprimiert.
Die Größe deines Videos kommt jetzt darauf an, welche Datenrate (oder auch Bitrate genannt) dein Videostream hat. Ein FullHD Stream von Youtube ist z.B. ein h.264 Video mit ca. 2Mbit/s. Das ist relativ wenig, sieht man auch an der Qualität.
Eine BluRay ist auch h.264 aber mit bis zu 35Mbit/s, das ist dann schon 4,3 Megabyte pro Sekunde für das Video.
Intermediate-Formate, mit denen man in Schnittprogrammen ziemlich verlustfrei arbeiten kann, wie ProRes oder DnxHD, haben gerne mal 100-200Mbit/s, also 12,5 bis 25 Megabyte pro Sekunde.
Unkomprimiertes HD Video in 8bit (4:2:2) hat dagegen schon 187 Megabyte pro Sekunde - das kannst du schon auf keiner normalen Festplatte mehr aufnehmen oder abspielen.
Unkomprimiertes HD Video stellt dich also vor ganz andere Herausforderungen an die Hardware. Man muss entweder mit SSDs arbeiten, aber die sind nicht groß genug, also braucht man echt professionelle Festplatten-RAIDs mit schneller Anbindung, also z.B. per Thunderbolt. So ein normales NAS bringt dir da gar nichts mehr.
Normale Camcorder und Kameras zeichnen aber in komprimierten Formaten mit 15-30Mbit/s auf (professionelle Kameras bis 100MBit/s) das ist also kein Problem für eine normale Festplatte.
Wie viel Platz man für das Video braucht, kann man ja immer an der Bitrate errechnen. Hat das Video 28Mbit/s, dann sind das 28 : 8 = 3,5 Megabyte pro Sekunde, also 12,3 Gigabyte pro Stunde.
Welche Datenrate das Video hat, kann man immer über die Eigenschaften der Datei herausfinden. Sollte Windows bei einer Datei keine Datenrate anzeigen, dann kann man sie in VLC öffnen und Strg+I drücken, da findet man die Datenrate ebenfalls.