Flutschaden am PC! Was tun?

Die Hausrat hilft aber nur, wenn sie Flutschäden abdeckt, sonst nicht. Normalerweise deckt sie keine Flutschäden ab.


@GrenzGaengAir
Mein Vater hatte es mal geschafft, seine Kamera in einer Schlammpfütze zu versenken. Er hat sie dann mir in die Hand gedrückt.
Ich habe dann die Abdeckungen entfernt und, das Ding gesäubert und über Nacht auf die Heizung gestellt. Am nächsten Tag lief sie wieder.

Den PC kannst du im Prinzip genauso behandeln. Also schön sauber machen, besonders um Ecken, Kanten (da bleibt gerne was kleben und bekommt es nur mit etwas Aufwand weg) und Kontakte (könnten korrodieren) herum.
Mechanische Komponenten wie Lüfter, Festplatte und optische Laufwerke wirst du wohl wegwerfen dürfen. Bei optischen Laufwerken hast du zwar noch theoretisch eine Chance sie nach reichlich Reinigung der Mechanik zu retten, aber bei Lüftern und Festplatten (außer SSDs) ist vermutlich Hopfen und Malz verloren. Da kommt man nicht an das Innere, ohne alle kaputt zu machen.

Waren die Daten auf der Festplatte sehr wichtig, sind sie jetzt vermutlich ein Fall für die Dattenrettung, die manche Firmen anbieten. Sie zerlegen die Festplatte und lesen mit speziellen Geräten alle Daten direkt von der Platteroberfläche ab. Dadurch können sie selbst dann noch Daten retten, wenn der PC monatelang unter Wasser stand.

Vielleicht interessant:
http://www.krollontrack.de/datenrettung-hochwasser/
http://www.com-magazin.de/news/hardware/ueberschwemmte-festplatten-im-labor-retten-157239.html
Falls du bzw. dein Freund Daten von der Platte retten will, dann musst du sie feucht halten und möglichst schnell zum Spezialisten schicken.
 
keldana schrieb:
Ich frage mich, was für eine Antwort Du jetzt erwartest. Du hast das Ding gereinigt, jetzt kannst Du es nur noch zusammen bauen und testen ob es funktioniert. Nullmethode anwenden (also erst mal ohne Laufwerke) und dann immer das nächste Teil dazu. Fertig !

Er erwartet sich Tipps, wie er das am bestne anstellt.

Karre schrieb:
omg ..
das zauberwort heist HAUSRATVERSICHERUNG

wenn er eine hat lass die finger von dem pc -.- und lass ihn ersetzen

Die Hausrat zahlt ja auch Elementarschäden...


@ TE:

Da der PC sowieso voller Wasser war macht noch mehr Wasser jetzt auch nichts mehr.

Ich vermute, dass das Wasser kein großes Problem ist (da ja kein Strom auf dme PC war).

Dramatisch ist eher der Dreck im Wasser.

Den musst du entfernen.

Dazu würde ich destilliertes Wasser nehmen und gründlich spülen.
Bau soviele Teile ab, wie möglich.


Mach das lieber einmal zu oft, als zu wenig.

Danach ausgiebig trocknen und erst dann (wenn alles trocken ist), den PC zusammenbauen und starten.

Ich denke, dass man Case, Kühler, CPU, RAM, Grafikkarte, Netzteil und Mainboard mit etwas Göück retten kann.

Bei SSD, HDD und Laufwerk habe ich Bedenken. Eventuell solltest du die auseinanderbauen.


Teile, wie nur schwer trocknen kannst du auch in ein T-Shirt einwickeln, auf einen Teller legen und rohen Reis drüber kippen. Der saugt die Feuchtigkeit raus.

Viel Glück!
 
Wenn du den Rechner irgendwann einschalten solltest, probiere bitte zuvor alle Lüfter manuell mal anzudrehen um zu testen, das diese nicht "festsitzen" oder sich nur schwer drehen lassen. Nicht das du dir wegen Überhitzung was zerschießt.
 
Ehrlich gesagt geschieht alles auf eigene Verantwortung ,aber entweder funzt es oder nicht.Schlimmer als jetzt alles wegschmeissen kanns nicht werden.
Wenn die Festplatten oberhalb der Wasserlinie waren (klingt wie bei meinen Modellschiffen :D )würde ich Sie an einen nichtgefluteten rechner stecken und mal die daten Klonen.Beim Rest : Probieren

Auf jeden Fall möchte ich mal allen Flutgeschädigten hier mein Mitgefühl ausdrücken
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange auf den Elektrogeräten kein Strom ist, sollte Wasser eigentlich kein Problem sein. Bei PC's ist allerdings immer ein bisschen Spannung da (durch die Bios-Batterie im MoBo). Ich hab aber nicht genug Ahnung von Elektrik, und weiß daher nicht, ob das z.B. zu Kurzschlüssen führen kann.

Ich würde an deiner Stelle den PC trocknen (Tipps dazu gab's hier ja schon ein paar) und danach einfach mal sehen, ob er wieder anspringt. Tut er das nicht, sind zumindest ein paar Teile schrottreif - da kann man dann leider nichts machen.

Wenn ich von solchen Tragödien lese, bin Ich richtig froh, dass in meiner Stadt Hochwasser echt selten ist, und es mich sogar im ernstfall in meiner Wohnung (1OG) nicht erreichen würde, bevor der Pegel NN + ca. 120m erreicht.
Würde ich in einer gefähredeten Region und Paterre wohnen, würde mein PC spätestens ab jetzt nicht mehr auf dem Boden stehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Eisbrecher99

So sieht es aus. Habe mal in BW in der Nähe der Donau gewohnt. Der Landstrich dort wurde auch alle paar Jahre unter Wasser gelegt. Nix wirklich Welt bewegendes. Aber für die Risiko Kalkulation zu hoch. Habe einen Bekannten dort unten, der schon eine große Nummer bei einer Versicherung ist. Auch das über Vitamin B mit allen Tricks. No Chance!

Kommt halt immer aufs Wohngebiet an.
 
Zuletzt bearbeitet:
probieren geht über studierne. Ich kann nur empfehlen lieber länger als zu kurz trocken. Erst sauber machen und dann wirklich mehrere Tage trocknen lassen, vorallem wenn das Haus oder die Gegend noch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit haben...
 
JamesFunk schrieb:
Ich denke, dass man Case, Kühler, CPU, RAM, Grafikkarte, Netzteil und Mainboard mit etwas Göück retten kann.

Bei SSD, HDD und Laufwerk habe ich Bedenken. Eventuell solltest du die auseinanderbauen.

bei SSD's brauchst man genauso wenig/viel bedenken haben wir bei Ram ;)
 
crazy_tomcat schrieb:
Auf jeden Fall möchte ich mal allen Flutgeschädigten hier mein Mitgefühl ausdrücken

Das habe ich oben vorhin vergessen, wollte es aber auch schreiben.

Als ich die Bilder gesehen habem war ich wirklich sparachlos. Mir tut das so leid für die Leute, die dadurch alles verlieren, was sie haben.

sparvar schrieb:
bei SSD's brauchst man genauso wenig/viel bedenken haben wir bei Ram ;)

SSDs sind aber in einem Gehäuse. Zwischen Gehäuse und Platine bleibt Wasser und Dreck.
Eine SSD sieht also eventuell trocken aus, innen ist sie aber noch nass.

Ich habe da auch Bedenken, dass man alles ausgespült bekommt. Am besten wirds sein, die SSD auseinanderzubauen.

Beim RAM (ohne Heatspreader) sehe ich die Gefahr nicht.
 
Allen schon einmal vielen Dank.

Ich werde mich heute bei Conrad mal mit Kontakt-Reinigungsmittel eindecken und euch auf dem laufenden halten.

Noch einmal zu meiner Frage!
Kann ich beim Test der Einzelkomponenten an meinem Rechner etwas Zerstören?
 
Destilliertes Wasser kannst du komplett vergessen, nimm lieber Isopropanol.
 
Hallo,

Alkohol, v.a. Spiritus wüde ich nur in gewissem Maße anwenden, da Kunstoffbestandteile davon angegriffen werden können. Somit vorher ausprobieren und nicht gleich die PC-Teile in einem Spiritusbad versenken.

Viele Grüße,
Orpho
 
Hmm, für mich liest sich dein erster Post so. Das dein guter Bekannter, dir in der Not mit helfen wollte und beim heraustragen des Rechners diesen ausversehen ins Wasser hat fallen lassen (aus den Fingern geglitscht). Natürlich hat dein Bekannter eine Versicherung die für diesen Schaden einspringt, das hast du vorher geklärt, sonst hättest du Ihn nie darum gebeten mit an zu packen.
 
wenn der untere teil des pc's im wasser war, rechne damit, das auch die mainboard-batterie im wasser stand -diese tauschen da sie wegen dauer-kurzschluss wohl leer sein dürfte.
alles was man irgendwie abstecken kann, cpu, ram, usw, rausziehen und so gut es geht die kontakte mit pressluft ausblasen.
wenn ihr einen umluft-ofen habt, mit leicht geöffneter klappe und niederer temp alles teil für teil nach der säuberungsaktion trocknen.
dabei darauf achten ob da plastikteile dabei sind, die keine 50° ab können(ein entsprechendes thermometer mit in den ofen wenn man mit halb geöffnetem ofen und somit niedrigerer temp plastikteile trocknet)
dann kann man langsam, teil für teil sehen was noch geht -angefangen beim mainborad, nach dem bat.-tausch...
ich würde erstmal keine teile in einem anderen rechner testen sondern sehen was im wasser-pc noch läuft :-)
und dabei auch zb diagnose-led's die einige boards haben nutzen.
so würde ich vorgehen

mfg
robert
 
Ganz Ehrlich? Zumindest das geflutete Netzteil würde ich nicht mehr in Betrieb setzen. Mit 230V ist nicht zu spaßen. Die anderen Komponenten gut reinigen (Kontaktreiniger für die Steckverbindungen ist eine gute Idee) und trocknen lassen. Mit etwas Glück geht das ganze noch, wobei ich zumindest bei der HDD Zweifel hab. Aber probieren kann man es zumindest mal, außer es sind extrem wichtige Daten ohne Backup drauf (wobei ja Daten ohne Backup per Definition unwichtig sind...), dann gleich ab zum Datenretter, aber das ist nicht grad billig.
 
GrenzGaengAir schrieb:
Zur Sache mit versicherung, das ist nicht gaaaanz so einfach, da es eine Firmenwohnung ist.

Und d.h.? Besteht hierfür gar keine Versicherung? Deckt seine private Hausratversicherung bzw. deren Außenversicherung auch Elementarschäden?

Neck schrieb:
Hmm, für mich liest sich dein erster Post so. Das dein guter Bekannter, dir in der Not mit helfen wollte und beim heraustragen des Rechners diesen ausversehen ins Wasser hat fallen lassen (aus den Fingern geglitscht). Natürlich hat dein Bekannter eine Versicherung die für diesen Schaden einspringt, das hast du vorher geklärt, sonst hättest du Ihn nie darum gebeten mit an zu packen.

Gefälligkeitsschäden sind in den allermeisten Privathaftpfichtversicherungen ausgeschlossen.
 
teste die komponenten einfach einzeln nach einander.
anhand des Beepcode kannst ja erkennen ob das richtige Beept....


die Gefahr deinen Rechner zu schrotten würde ich nicht eingehen.
 
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