Ich habe ursprünglich einen Framework der ersten Generation mit Intel gekauft. In den Jahren seitdem habe ich ein AMD (AI 300) Mainboard nachgekauft, RAM erweitert und einmal die Scharniere und den Akku ersetzt. Auch das ursprüngliche 60hz Display habe ich ausgetauscht gegen eines mit 120hz, auch getauscht habe ich den Wifi Adapter auf Wifi7.
Das originale Intel Mainboard lief zuerst in einem 3D gedruckten Gehäuse weiter als erster Rechner meines Kindes und den alten Monitor konnte ich problemlos weiterverkaufen. Sämtliche Ersatzteile, wie z.B. die erwähnten Scharniere kann ich ohne langes Gesuche direkt über Framework nachkaufen.
Da ich den Rechner viel unterwegs an wechselnden Standorten einsetze, habe ich außerdem für alle Eventualitäten Module dabei, so dass ich diese dort platzieren kann, wo ich sie gerade benötige.
Die hier oft angebrachte Preisdiskussion greift imho viel zu kurz, vergleichbare Geräte anderer Hersteller kosten aktuell auch nicht bedeutend weniger und das Gerät schlecht zu reden, weil es nicht zum eigenen Nutzungsszenario passt ist auch mal sowas von kurzsichtig. Was soll der Vergleich zu einem Laptop, den man vor 2 Jahren mal für 999€ gekauft hat? Ich hab für meinen Intel Framework als Barebone damals 600irgenwas € bezahlt. Das hat genau mal gar nichts mit den aktuellen Preisen zu tun. Auch Einsteiger Thinkpads der T Serie, die man im Hinterkopf noch mit den 800€ abgespeichert hat, für die man sie vllt vor 3 Jahren bekam, kratzen heute an der 2K Grenze.
Alles ist zugänglich und leicht tauschbar, es gibt Ersatzteile und ich kann - ohne Geräteneukauf - neuere Komponenten verbauen. Für mich funktioniert das Konzept sehr gut. Insbesondere im Bereich RAM, wirklich eine Seuche, dass man fast nur noch verlötet bekommt.
Für meine Nutzung sehe ich hier kaum Nachteile und bin gerne bereit die, wenn überhaupt 10 bis 20% Aufpreis und Gewichtsaufschlag für diese Flexibilität aufzubringen. Zumal ich mir gar nicht sicher bin, dass ich durch das Aufrüsten auf längere Zeit eventuell sogar unter den Kosten landete, die ein Neukauf alle 3 bis 4 Jahre mit sich gebracht hätte.
Bonus: Da mein Kind für die Schule nun einen Laptop benötigte, habe ich einfach ein leeres Chassis bei Framework nachbestellt und das original Intel Board, dass es ja schon als Rechner für Schularbeiten stationär genutzt hat, wieder mobil gemacht, ohne dass hier etwas neu eingerichtet werden musste.
Diese Flexibilität schätze ich sehr.