hallo7 schrieb:
Ich wusste gar nicht, dass vor der Mauer schon klar war, dass Dany alles niederbrennt?
Es gibt ja online recht viele Leute, die davon überrascht waren. Auf den YouTube Reactions gibt es z.B. bei "The Normies" ja auch diese eine SJW-Tante, die der Meinung war, Dany ist die perfekte Herrscherin, Jon Snow soll jetzt nur vorgezogen werden, weil er ein Mann ist (worauf in der Serie in der Diskussion zwischen Tyrion und Varys ja kurz angespielt wird) usw.
Ich kann das ehrlich gesagt
gar nicht verstehen. Ja, die Serie war bis Ende Staffel 6 perfekt und dann wurde die Handlung immer schneller. Bei dem Erfolg, den die Serie genießt, weiß ich auch gar nicht warum. Man hätte imho problemlos 9-10 Staffeln machen können und die Serie in bisherigem Tempo ordentlich zu Ende erzählen.
However.
Daenerys war nie eine gute Wahl als Königin, Jon war schon immer die bessere Option und es wurde seit Staffel 2 geteasert, dass Daenerys nichts weiter ist als eine freundliche Version von Cersei mit anderen Motiven (anstatt aus Machtgier tötet sie halt wenn sie Ausraster bekommt - was
häufig passiert. Sie
ist emotional instabil).
Niyu schrieb:
Das Ganze hat mit Charakterkonsistenz und -kohärenz rein GARNICHTS zu tun. Die echte Danaerys in den GRRM Büchern hätte das NIE NIE NIE gemacht. Nicht einmal im Ansatz.
Genau das liest man wirklich oft online ist doch aber Quark.
In
A Dance with Dragons:
Mother of dragons, Daenerys thought. Mother of monsters. What have I unleashed upon the world? A queen I am, but my throne is made of burned bones, and it rests on quicksand. Without dragons, how could she hope to hold Meeren, much less win back Westeros? I am the blood of the dragon, she thought. If they are monsters, so am I.
Im Buch macht Daenerys nicht mal einen Unterschied zwischen Robert Baratheon und Eddard Stark. Die Kinder von Rhaegar und Elia Martell, Aegon und Rhaenys lässt Robert ja töten, weil es "Dragonspawn" sind, Ned war aber stark dagegen, sagte das es nur Kinder sind und es war weitläufig bekannt, dass Haus Stark sehr stark dagegen war. Und nur weil Ned damals selbst nichts gegen Robert unternommen hat, macht Daenerys ihn genauso verantwortlich wie Robert. Solche Momente gibt es viele in den Büchern, Daenerys ist extrem rachsüchtig - keine gute Eigenschaft für einen Herrscher und das genaue Gegenteil von Jon.
D.h. sie verurteilt Leute teilweise willkürlich, emotional. In der Serie z.B. hat sie ja auch einfach "den Sohn für die Sünden des Vaters büßen lassen", als sie Dickon Tarly abgefackelt hat, der nichts anderes tat als seinem Vater nachzulaufen und alle schon vorher sich ergeben hatten. So viel zu ihrer Gnade. Jon hat viel schlimmere Sünden vergeben und wäre bei so was barmherzig gewesen.
Selbst der loyale Tyrion hat da ja mit Daenerys gesprochen und zum x-ten Mal gesagt, sie neige zu Überreaktion. Was noch ziemlich freundlich ausgedrückt ist.
In Slavor's Bay gab es auch genug Adlige, die gegen die Sklaverei waren. Daenerys aber hat ja gar keinen angehört und sie reihenweise ermorden lassen. Ihre Einstellung dazu war ja:
I will crucify the masters (...) I will kill every last one of their soldiers and return their cities to the dirt. That’s my plan."
Daenerys selbst sagt auch, dass sie nur darauf wartet Armeen und ausgewachsene Drachen zu haben:
we will take back what was stolen from me and destroy those who have wronged me. We will lay waste to armies and burn cities to the ground.
Und wie häufig musste Jorah, Tyrion, Varys, Jon, ... sie nochmal besänftigen? Ständig. Jedes Mal wenn sie irgendwas als Unrecht auffaste, ist sie emotional geworden und grausam geworden. Es war nie Daenerys selbst, sondern immer ihre Berater, Freunde, ... die das schlimmste verhindert und sie wieder in die richtige Bahn gelenkt haben.
Daenerys hat auch in den Büchern ganz klar selbst mit Massenmord kein Problem.