generell max. 130km/h auf Autobahnen. Wie seht ihr das?

Wärt ihr generell für ein Tempolimit?

  • Ja

    Stimmen: 100 35,1%
  • Nein

    Stimmen: 185 64,9%

  • Umfrageteilnehmer
    285
Status
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Ich hab hier mal nen Artikel aus dem focus aus 2014 beispielhaft verlinkt. In diesem geht es um die Richtgeschwindigkeit und das erhebliche Überschreiten dieser.

Spannend an diesem Fall ist zum einen, dass der Unfallverursacher schon "ziemlich grob" gehandelt hat. Direkt von der Einfädelspur, also von der Auffahrt aus gleich auf die linke Spur gewechselt.
Das von hinten mit rund 200km/h kommende Fahrzeug konnte nicht mehr bremsen. Es kam zum Unfall. Trotz der eigentlich klaren Schuldlage des Spurwechselnden musste der andere Fahrer 40% der Schadenssumme tragen. Eben weil er sich nicht an die Richtgeschwindigkeit gehalten hat. Schmeißt mal Eure Suchmaschinen an. Da gibt es haufenweise Urteile zu.

Es gibt also kein Recht auf deutschen BAB's so schnell fahren zu dürfen wie man will. Weil man immer mit einem Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer rechnen muss. Solange es bei reinen Sachschäden bleibt- so what!!!
Aber was ist wenn es bei einem solchen Unfall zu Verletzungen mit Langzeitfolgen kommt oder gar Tod eines in den Unfall verwickelten?
Wie will man da dann die Schuld "aufteilen"?

Weiter stellt sich noch die Frage nach dem Versicherungsschutz. Ich hatte vor ein paar Tagen ein Telefonat mit meiner KFZ- Versicherung aus anderene Gründen. Ich habe meinen Versicherungsvertreter gefragt aus reiner Neugier wie es mit dem Versicherungsschutz aussieht in so einem Fall, wie dem oben genannten. Die Versicherung würde den Schaden ersteinmal, wie gefordert decken. Kein Thema. Aber im Anschluss würde die Versicherung überprüfen ob sie den Versicherungsnehmer in Regress nehmen kann. Begründung: Es ist zu überprüfen, ob der Fahrer bei Einhaltung der Richtgeschwindigkeit den Unfall hätte vermeiden können. Die Richtgeschwindigkeit kurzzeitig in einem gewissen Rahmen zu übertreten sei nicht das Thema. Aber eine Überschreitung der Richtgeschwindigkeit im Bereich von 70 km/h liesse doch sehr wahrscheinlich daruaf schliessen, dass der Unfall u.U. hätte vermieden werden können. Die Wahrscheinlichkeit, das der Versicherungsnehmer dann einen gewissen Prozentsatz der Schadensumme aus eigener Tasche abdecken müsse sei sehr wahrscheinlich.
Und auch hier wieder, wenn es um einen reinen Sachschaden bei PKW geht- so what??? Ist nach ein paar Jahren spätestens gegessen. Wenn dann aber ein bleibender Personenschaden oder gar Tod hinzu kommt.... ???

Zum Thema Müdigkeit. Ich fahre die Strecke München Osnabrück alle vier Wochen. Ganz oft habe ich vor der Fahrt schon meherere Stunden Dienst im Krankenhaus hinter mir. Ich kenne die Strecke wie meine Westentasche. Ich war beim letzten Mal ganz erschrocken. Da war bei Nürnberg doch echt ein Kieselstein mit dem ich noch nicht "auf Du" war.
Neben genügend Schlaf vorher gibt es noch ein ganz tolles Mittel. Ich nehme immer Leute über z.B. blablacar mit. Nette und kurzweilige Unterhaltungen halten den Geist ganz prima wach. Man schont nebenbei auch noch Umwelt und Geldbeutel.
 
@nik
Kann ich so nicht bestätigen, Geist und Körper nehmen sich die Zeit, um zu regenerieren erst dann,
wenn quasi eine bequeme Umgebung wahrgenommen wird.
Topic
Leider müssen wir miterleben, das schreckliche Unfälle durch Lkws passieren, die ungebremst in ein
Stauende fahren. Auch da kann man vermuten, das Unaufmerksamkeit oder verminderte Reaktionsfähigkeit
auf ein monotones Umfeld, sprich gleichmäßige Geschwindigkeit, ein Cockpit das zwangsweise dem
heimischen Wohnzimmer angepasst ist und ähnliche Umstände zu Sekundenschlaf führen.
Wie man das verhindern kann, wird der Stand der Technik beweisen, etwa durch Abstandsmessung, die
bei Unterschreitung eine Bremsung einleitet.
Wann bei einem Menschen der Faktor "Übermüdet, Gestresst, Überfordert" eintritt ist sicherlich schwer
zu definieren.
Geist und Körper gönnen sich anscheinend schon mal eine "Auszeit", auch wenn die Umstände es
eigentlich verbieten würden, das Umfeld aber so empfunden wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
zum thema sekundenschlaf kann ich (leider) aus dem nähkästchen plaudern: war in jungen jahren mal so leichtsinnig, mich nach einer lan-party noch auf den weg nach hause zu machen. der weg führte über eine sehr lange, sehr breite und sehr grade landstraße. anfänglich war noch alles in ordnung, aber dann hatte ich echt mit der müdigkeit zu kämpfen und mitten im nirgendwo kams dann mehr als einmal zum sekundenschlaf. (das war mir dann auch eine lehre, den leichtsinn wiederhole ich nicht noch einmal).
besser wurde es dann tatsächlich als ich in die stadt kam wo verkehr, kurven und ampeln meine aufmerksamkeit erfordert haben. ab dem zeitpunkt war das problem bis zu meiner haustüre gelöst.
ich halte es daher tatsächlich für plausibel, dass schnelles fahren und die damit einhergehende notwendige erhöhte aufmerksamkeit den sekundenschlaf verhindern. dennoch ist es absolut fahrlässig und leichtsinnig im zustand starker ermüdung auf der autobahn zu fahren.
 
^^
schnelles fahren allein machts auch nicht. das sehe ich bei der arbeit beim hochgeschwindigkeitsfahren, fährste längere zeit 300+ wirst auch müde , weils anstregend und auch wieder langweilig ist.
 
naja auf der autobahn schnellfahren bedeutet ja auch deutlich höhere konzentration weil man ständig damit rechnen muss, dass dir einer von rechts in die spur zieht... wenn ich auf die überholspur wechsel, dann ist bei mir immer erhöhte aufmerksamkeit und bremsbereitschaft gegeben. wenn ich mich dann mal auf die rechte spur einfach nur ranhänge, dann is das imho deutlich entspannter. einfach dem tempo des vordermanns anpassen und genügend abstand halten, dann kann mans ja ganz bequem rollen lassen.
ich für meinen teil sehe da schon deutliche unterschiede. könnte man vllt spass vs. entspannung zusammenfassen.
 
Lübke schrieb:
naja auf der autobahn schnellfahren bedeutet ja auch deutlich höhere konzentration weil man ständig damit rechnen muss, dass dir einer von rechts in die spur zieht...
Genau sowas passiert vor allem, wenn der Links Fahrende Links fährt obwohl rechts frei ist.

Aus meiner Sicht ist es exakt um 180° gedreht. Je schneller man auf der BAB fährt, desto entspannter. Nicht wegen Müdigkeit oder sonstwas. Sondern einzig darum, das man mit schwimmt, keine Reaktion mehr zeigen muss, den Rückwärtigen Verkehr (fast) ignorieren kann. Dem Gegenüber muss der, der Rechts fährt und NICHT mit LKW Speed unterwegs ist stetig hin und her wechseln, acht geben, bremsen, warten. Manchmal sind die Deutschen schon sehr eigenartig.

Wie wärs mit 120 (gilt in D doch eh an den Strecken mit Blitzern), dafür min. 1 zusätzliche Spur?
 
Wenn man sich anschaut, was Autofahrer so alles ganz gerne vergessen, dann kann man eigentlich nur regelmäßige Nachprüfungen fordern ... eigentlich müssten die Anforderungen bei der anzunehmenden Fahrerfahrung auch um einiges höher sein, als bei der "Erstprüfung".

Aber wer soll/will das schon bezahlen?
 
Zuletzt bearbeitet:
"überholspur!"

Auf der ich den LKW der eigentlich 100 fahren darf aber 110 fährt selbstverständlich mit 120 und meinem VW UP mit 60 PS überholen darf.

Ohne mich von einem zum Start des Überholvorgangs noch nicht zu sehenden 280KM/h schnelle 100.00 Euro Auto auf 1M Abstand nötigen lassen zu müssen weil dieser meint er hätte das alleinige Anrecht auf die linke Spur und wenn er ankommt müssen alle demütigst nach rechts fahren selbst wenn der Überholvorgang der LKWs nicht abgeschlossen ist.
 
Was hindert dich daran die Sache "cool" zu nehmen und den Idioten an der rückwärtigen Stoßstange zu ignorieren?
Ist zwar sehr schwer, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, aber wenn du selber nicht schneller voran kommst, ists halt eben so.
 
Ben bei solchen Typen, ganz einfach nach der 1. Lichthupe im Zweifel Stich Höchst- bzw Richtgeschwindigkeit und dann den Rückspiegel so lang ignorieren, bis man wieder nach rechts kann.
Einzige Gefahr: Beim nach rechts ziehn darauf achten, dass da kein Voll***** dich rechts überholt - ja das hatte ich schonmal und dein, ich war nicht viel mehr als diese Wagenlänge die der andere braucht vor den den ich überholt hatte und ich war sogar deutlich schneller als 130
 
@flode
Lkw dürfen keine 100 fahren, sondern 80. Tun sie meist nicht, in der Regel sind aber alle neueren Lkw bei 90 km/h abgeregelt oder können technisch bedingt nicht schneller. Überland dürfen sie übrigens nur 60 fahren, nur so nebenbei erwähnt.

Und was Drängler angeht: ignorieren. Was wollen sie denn machen? Lass sie drängeln und mach deinen Überholvorgang fertig. Es gibt nichts, was gegen Drängler hilft. Das einzige, was du tun kannst - und zwar für dich selbst - ist die Kontrolle zu behalten und dich nicht stressen zu lassen.
 
@flode
Umgekehrt könnte man aber argumentieren, wenn du mit deinem UP eh nur knappe 100 fährst (LKW normal unmöglich schneller als 90) und dann z.B. _rechtzeitig_ (sprich noch vor erreichen des zu Überholenden) von hinten einen anfliegen siehst, könntest du natürlich den Überholvorgang auch unterbrechen, da du sicherlich schneller um 20 km/h verzögerst (reicht wohl schon einfach vom Gas zu gehen) als das teuerste Auto von >250 auf ~80
Außerdem sollte die Zahl der aus dem nichts auftauchenden > 250 Fahrer eher recht überschaubar sein,
wenn natürlich schon neben dem LKW bist einfach weiterfahren und dann zügig wieder nach Rechts verkrümeln, mehr verlangt ja vermutlich niemand

Man sollte vielleicht nicht immer darauf beharren das nur einem selbst die linke Spur gehört, da unterscheiden sich offensichtlich Raser und Schleicher in keinster Weise
Als eher ersterer, muss ich sagen ich versuche durchaus nicht zu nah aufzuschnließen, aber ich möchte wenn möglich doch meinen Schwung mitzunehmen was dann schon mal in einer zarten Unterschreitung des gesetzlichen Mindestabstands münden kann wenn der Vorausfahrende deutlich länger als erwartet die Spur sein eigen zu nennen gedenkt
 
Der 250er Fahrer ist wirklich selten. Dem mit 120 Überholenden dürfte links eher eine Schlange von 140er im Weg sein. Wenn er nicht irgendwann rüber zieht kann er exakt die Ruhezeiten des voraus fahrenden LKW beobachten. Oder links ist gar eine Schlange von 110 Fahrenden, d.h. der Rechts fahrende könnte sich locker einreihen. Ist nur eben kein Platz. Und ja wenn er per Brechstange reinfährt, muss links gebremst werden. Sicherheitsabstände gibts ja nicht.
 
flode schrieb:
"überholspur!"

Auf der ich den LKW der eigentlich 100 fahren darf aber 110 fährt selbstverständlich mit 120 und meinem VW UP mit 60 PS überholen darf.

Ohne mich von einem zum Start des Überholvorgangs noch nicht zu sehenden 280KM/h schnelle 100.00 Euro Auto auf 1M Abstand nötigen lassen zu müssen weil dieser meint er hätte das alleinige Anrecht auf die linke Spur und wenn er ankommt müssen alle demütigst nach rechts fahren selbst wenn der Überholvorgang der LKWs nicht abgeschlossen ist.

Ist das "Erlebnis" nicht ein wenig zu abstrakt konstruiert ?
LKWs sind idR mit deutlich unter 90km/h unterwegs, ein Überholvorgang mit einem 60PS UP (der aus eigener Erfahrung doch recht flott ist) ist also keine Sache die man wochenlang mit einem Einsatzteam am Reißbrett planen muss. Wenn zu dem Zeitpunkt des Überholvorgangs noch Niemand bis zum Horizont im Rückspiegel zu sehen ist und man am Ende des Überholvorgangs eines einzelnes LKWs auf die rechte Spur "genötigt" wird sollte man evtl. doch mal überlegen ob der Überholvorgang per Definition ein Überholvorgang oder nur ein Nebenherfahren war.
 
flode schrieb:
"überholspur!"

Auf der ich den LKW der eigentlich 100 fahren darf aber 110 fährt selbstverständlich mit 120 und meinem VW UP mit 60 PS überholen darf.

Ohne mich von einem zum Start des Überholvorgangs noch nicht zu sehenden 280KM/h schnelle 100.00 Euro Auto auf 1M Abstand nötigen lassen zu müssen weil dieser meint er hätte das alleinige Anrecht auf die linke Spur und wenn er ankommt müssen alle demütigst nach rechts fahren selbst wenn der Überholvorgang der LKWs nicht abgeschlossen ist.

Oder alternativ die in der Fahrschule beigebrachte Geschwindigkeit von 130 mal fahren, dann kommt man auch an LKWs schnell vorbei und verhungert nicht auf der linken Spur mit seiner Tupperdose. Was hier manche für Probleme haben, unglaublich. Das ständige Links, Rechts, Bremsen, Gas beim Rumschleichen geht doch viel mehr auf den Sack, als mit 200-260 einfach vorbeifliegen. Ich bin heute 150km Bahn gefahren und bis auf eine Außnahme durchgehend 260 gefahren. Null Probleme. Manche hier erinnern an Senioren mit dem Hut auf der Ablage. LKW fährt 90 und selber fährt man 95, aber wenn man aufläuft muss man sofoet raus und überholen. Dann schleicht hinterm LKW weiter und fertig.

Gerade auf langen Strecken ist es besser etappenweise zwischen 130 und 260+ zu fahren. Stundenlang strich 100 und die Konzentration ist ruckzuck dahin.
 
Auf der ich den LKW der eigentlich 100 fahren darf aber 110 fährt selbstverständlich mit 120 und meinem VW UP mit 60 PS überholen darf.
dir ist schon klar, dass du selbst von gesetzeswegen mit einer höheren geschwindigkeit überholen musst? du darfst eben nicht mutwillig die überholspur nach lust und laune blockieren. 10 kmh sind da schon grenzwertig. und auf die 60 ps brauchst dus nicht zu schieben. der up kann bauartbedingt deutlich schneller fahren als ein lkw.
wesentlich höhere Geschwindigkeit als das überholte Fahrzeug (siehe auch Elefantenrennen bei LKW). Dauert etwa der Überholvorgang eines LKW mit einer Differenzgeschwindigkeit von weniger als 10 km/h auf einer zweispurigen Autobahn mehr als 45 Sekunden, handelt es sich um ein ordnungswidriges Verkehrsmanöver (§ 5 Abs. 2 Satz 2, § 49 Abs. 1 Nr. 5 StVO), wenn dadurch der Verkehrsfluss unangemessen behindert wird.
 
ist also der 60ps up das neue synonym für ne wanderdüne?
hmm ok wenn man das gaspedal nur streichelt und nsich nicht traut mal in richtung vollgas zu gehen mag das stimmen, dann sollte man aber auch nicht überhohlen wollen.
überhohlen ist laut stvo eben mit deutlich höherer geschwindigkeit und das sind sicher keine 5-10 kmh.
 
Viele glauben leider, der Motor explodiert, wenn die Drehzahl über 3.000 geht... Dann sind 60PS natürlich zu wenig, um gescheit vom Fleck zu kommen. :rolleyes:

Dass man jeden Motor, sobald warmgefahren, gefahrlos und durchaus oft ohne Risiko auch mal in den oberen Drehzahlbereich bringen kann, in dem die Leistung überhaupt vorhanden ist (beim Up mit 60 PS bei 5.000rpm), will irgendwie keiner glaube. Auch interessant immer die entsetzten Gesichter meiner Beifahrer, wenn ich den Motor mal dafür benutze, wofür er im Auto ist... :freak:
 
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