Grub nach BIOS Update nichtmehr erkannt

hansdampf84

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Hallo zusammen,

Ich bin mir nicht sicher ob es das richtige Unterforum ist, da ich nicht nachvollziehen kann woher das Problem kommt.
Und zwar hatte ich eine kurze Zeit lang ein Dualboot von Manjaro und Win10 am laufen.
Gebootet wurde über GRUB auf der Linux SDD, Windows ist auf einer M2 NVME, also komplett getrennte Laufwerke.

Jetzt gab es vor einiger das Update für mein Mainboard (B450 Tomahawk MAX) auf das aktuelle Agesav2 1.2.
Nach diesem Update konnte ich die Linux Platte nicht mehr zum booten einstellen. Sie wird im BIOS/Windows erkannt, aber nicht als bootbar.
Über einen Linux Stick konnte ich die Installation aber wieder aufrufen.

Ich bin Linux Laie und weiß deshalt nicht mehr weiter, wie ich ohne Neuinstallation wieder eine Bootbare Platte bekomme.
 
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Überprüf mal, ob Secure Boot wieder aktiv ist. Das solltest du ausstellen. Gibt nur wenige Distributionen, die ihren Bootloader haben signieren lassen, und afaik gehört Manjaro nicht dazu.
 
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Secure Boot ist ein guter Tipp! Ansonsten... kann es sein, dass im UEFI durch das Update die für Linux nötigen EFI-Variablen gelöscht wurden. Das sind ein paar Parameter, die im NVRAM des Boards gespeichert werden, und die dem UEFI sagen, wo genau Grub auf der Platte zu finden ist. Unter Linux kann man diese Infos per efibootmgr auslesen und setzen.

Windows bootet auch nach dem Löschen dieser Parameter, weil es sich an einem Default-Plätzchen breitmacht, ganz so wie man es von Microsoft kennt. ;)

Es lässt sich relativ einfach beheben, entweder

a) indem Du vom Linux-Recovery-USB-Stick bootest und den Grub neu installierst (dann werden auch die EFI-Variablen neu geschrieben): https://wiki.manjaro.org/index.php/GRUB/Restore_the_GRUB_Bootloader

ODER
b) Du startest im BIOS/UEFI die UEFI Shell und startest Grub von der Platte manuell.
1. "map" zum Anzeigen der erkannten Laufwerke
2. Das Bootlaufwerk auswählen per "FS0:" oder ähnlich (siehe Ausgabe von "map")
3. In das Verzeichnis gehen, in dem Grub liegt: "cd ..." (mit "ls" nachschauen, was geht)
4. Grub starten per "grubx64.efi" o.ä. (wieder siehe "ls")
5. In Linux dann Grub neu installieren, damit man Schritte 1-4 nicht ständig beim Booten machen muss. :)

Letzteres ist vermutlich für ohne vorherigen Kontakt mit dem Kram etwas kompliziert...
 
GrumpyCat schrieb:
b) Du startest im BIOS/UEFI die UEFI Shell und startest Grub von der Platte manuell.

neben manuell starten kann auch in der UEFI Shell die Bootmenü-Einträge verändert werden - via
Code:
bcfg
 
Irgendwann wirst du merken, das nur der Manjaro Loader weg ist, nach einem BiosUpdate. Ich habe noch den Ubuntu Loader, der bleibt bisher immer da.

Habe nun das selbe Problem 2x gehabt, nach 2 Bios Updates.
Habe es hier im Forum auch schon 2x gefragt.

Irgendwas ist am Manjaro anders als z.b bei Ubuntu. Der eben da ist und nur der Manjaro verschwindet.
Ist auch kein Zufall, irgendeine Erklärung muss es dafür ja geben.

Die Antworten oben erklären dir ja, wie du den Grub wieder hinkriegst.
 
Burki73 schrieb:
Irgendwann wirst du merken, das nur der Manjaro Loader weg ist, nach einem BiosUpdate. Ich habe noch den Ubuntu Loader, der bleibt bisher immer da.
Der Loader (= das Grub-Executable in der EFI-Partition) ist durchaus noch da, nur fehlt der Eintrag im NVRAM, ohne den das UEFI den Loader nunmal nicht anzeigt, SOFERN er nicht in /EFI/Boot liegt (was Fallback ist).

Ubuntu packt sich (vermutlich nur, falls Windows dort noch nicht sitzt) nach /EFI/Boot (zusätzlich zu /EFI/ubuntu).

Debian z.B. lässt /EFI/Boot unangetastet, Manjaro dann vermutlich auch.

Warum UEFI nicht einfach im Fall, dass keine EFIVars gesetzt sind, alle Verzeichnisse auf den EFI-Partitionen durchgeht und die startbaren Bootloader anzeigt, wird vermutlich für immer Intels Geheimnis bleiben.

Die Grub-Doku dazu ist leider ziemlich mies. Insgesamt kann man ja schon froh sein, wenn die auffindbare Doku zum Thema nicht noch auf Stand MBR ist. :/
 
Danke, dann werd ich mal versuchen GRUB neu zu installieren.
 
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