Gutmannmethode

Eddi0406

Ensign
Registriert
März 2006
Beiträge
234
Hallo Community,

ich habe vor kurzem bemerkt, dass O&O SafeErase meine Daten mit der Gutmanmethode wesentlich schneller löscht als z. B. der Steganos Shredder oder der TuneUp Shredder.

Hat jemand eine Ahnung woran das liegen könnte? Benutzt SafeErase möglicherweise einen anderen, kürzeren Algorythmus? Sollte das so sein, verringert sich dadurch doch auch die Sicherheit, oder?

Mit freundlichen Grüßen
Eddi
 
Danke für die Antwort.

Aber komisch, dass der Unterschied teilweise so extrem ausfällt...

Wenn ich z. B. meine komplette Festplatte mit der Gutmann-Methode löschen will, dauert das mit dem Steganos Shredder ungefähr eine Woche und mit SafeErase nur einen Tag. :freak:
 
Zuletzt bearbeitet:
Blancco oder Eraser benötigen ca. 7Std für ca. 50GB freien Speicherplatz mit Gutmann.

Gruß Hr.Rossi
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du die Zeit selber gemessen oder lediglich die vls. Zeit als Vergleichswert benutzt?
Unterschiede bis zum 6fachen sind durchaus üblich,was in deinem fall ja stimmen könnte. Allerdings gehören Eraser und Steganos eher zu den schnelleren shreddern.
 
Mich interessiert was für Daten man benötigt, die den Aufwand der Gutmann-Methode zur Löschung rechtfertigen. Ich kann nur hoffen, dass der Rest des Systems den gleichen Sicherheitsanforderungen genügt wie die Löschmethode. Wenn du mit dem System im Internet bist, erübrigt sich eh jede Diskussion.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich habe es selber gemessen.

Naja ich hab mir gedacht, dass wenn ich meine Festplatte schonmal formatiere das ja auch gleich gründlich machen kann. Sollte ich sie irgendwann mal verkaufen muss der Käufer ja nicht unbedingt Zugriff auf meine privaten Daten haben =)
 
Dafür reicht siebenmaliges Überschreiben aus. Bei dieser Datenmenge würde es auch reichen DoD E mit 3maligem Überschreiben anzuwenden.
DoD ECE (7maliges Überschreiben) ist allerdings die für dich beste Methode. Die Daten von dieser Platte wiederherzustellen ist zwar nicht unmöglich, aber die Chance tendiert gegen 0.
 
@abulafia

Ich habe eine HD viermal z.B. mit DOD 5220.22-M überschrieben, aber trotzdem hat PC Inspector immernoch eine Fülle von Daten gefunden inkl. Fotos.

Erst nach Gutmann waren diese Dateien nicht mehr zu lesen. Und der PC Inspector ist ein stinknormales tool.

Du kannst es ja mal selbst ausprobieren......

Gruß Hr.Rossi
 
Ja, Blödsinn. Selbst überschreiben mit Nullen reicht aus, um alle Datenrettungstools ins leere greifen zu lassen. Probier einfach mal DBAN, da gibts auch die Möglichkeit einfach nur Nullen zu schreiben und einmal zu überprüfen, ob korrekt geschrieben wurde. Die Low-Level Formatools der Herstreller reichen aber auch aus.

Entweder war die Platte defekt, dass nicht mehr korrekt geschrieben wurde, oder es war ein Anwenderfehler.

Die Festplatten geben die Daten binär quantisiert aus. Ohne den Festplattencontroller zu modifizieren oder die Platte auseinander zu nehmen geht da nichts mehr, da die Wiederherstellung dann auf den Restmagnetisierungsmustern der Pattern beruht. Dazu brauchst du eine empfindlichere Analysemethoden. Das geht im besten Fall nur mit Modifizierungen an der Platte und der Leseköpfe. Normal macht man das aber im Reinraum mit einem Magnetic Force Microscop o.ä. aufwendigen Methoden. Theoretisch geht viel, ist aber unrealistisch.

Du musst wichtige Daten haben, wenn du glaubst, dass die irgendwem einen Fünftstelligen Betrag wert sind. Allein die Wiederherstellung bei defekter Elektronik kostet schon knapp 1000 Euro. Und dann war nichts gelöscht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
:rolleyes: Nö,....die Platte war nicht defekt, einen Knopf im Shedder-tool kann ich auch drücken und möchte halt nicht das Dokumente und Fotos und sein es nur Urlaubsbilder in andere Hände gelangen.....
Mag sein das die angebotenen Tools nicht so gründlich sind.

PC Inspector File Recovery hat mir jedenfalls eine Menge Sachen gezeigt, von denen ich dachte das sie schon lange im Nirvana sind.

Überschreib doch mal deinen freien Speicherplatz mit 0en und suche dann mit PC Inspector. Vielleicht ist die eine oder andere Überraschung dabei.....

Gruß Hr.Rossi
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verstehe, was passiert ist. Du hast nur den freien Speicherplatz bzw. Datenbereich gelöscht, wo die Datei war.

Je nachdem, welches Tool du dazu genutzt hast. Die Tools löschen tatsächlich den freien Speicherplatz bzw. den Datenbereich der zu löschenden Datei, allerdings kann es sein, dass alte Einträge in der MFT oder andere Metadaten nicht überschrieben werden. Das kann zum Teil auch von Windows verhindert werden. Das hängt dann nur davon ab, wie gut das Löschtool ist und ob du es richtig verwendest.

Diese Reste werden dann von den Rettungstools erkannt und die Datei wird noch angezeigt, evtl. auch als widerherstellbar.

Wenn nur der freie Datenbereich gelöscht wird, dann werden die Dateinamen noch von Rettungstools angezeigt, auch die Attribute. Der Inhalt sollte aber nicht wiederherstellbar sein. Beim TuneUp Shredder glaube ich auch, dass er nur die Daten löscht. Das ist aber sicher, die Inhalte sind dann zuverlässig gelöscht. Allerdings bleibet nachweisbar, dass die Datei bei dir vorhanden war.

Es liegt nicht an der Löschmethode, mit Nullen zu überschreiben ist, solange man nicht Osama heißt, genauso endgültig wie die Gutmannmethode, sondern an der Gründlichkeit, wie die Tools auch die Metadaten löschen. Wenn die Tools richtig arbeiten, sollten zumindest die Inhalte nicht mehr da sein.
Kleine Dateien können auch direkt im MFT gespeichert werden. Die bleiben dann sogar komplett erhalten. Das ist aber ein sicherer Hinweis, dass die benutzten Tools unabhängig von der Löschmethode nichts taugen.

Du kannst mal eine Platte komplett löschen. Wenn du denn einen Diskeditor den Inhalt Sektorweise anzeigen kannst, solltest du nur noch Nullen sehen, sonst war die Löschung nicht korrekt. Das Gleiche bekommen dann auch die Widerherstellungstools zu sehen. Nullen.

Wenn du die ganze Platte vom ersten bis zum letzten Sektor löscht, tritt das Problem nicht mehr auf.

Benutz lieber mal bessere Tools. Kannst mal R-Wipe & Clean ausprobieren.

Hier wird deutlich, dass ein sicherer Algorithmus wie Nullen oder MoD-Short keine Aussagekraft besitzt, solange das Programm als solches nicht sauber damit arbeitet. Das gilt genauso für alle Verschlüsselungstools, die mit AES oder Twofish bekannt sichere Algorithmen verwenden. Das bedeutet ja nicht, dass das Tool selbst damit korrekt arbeitet und meine Daten damit sicher sind. Ist halt Marketing. Dass man sich am Ende nur noch mit der Gutmannmethode sicher fühlt kann ich nachvollziehen, ist aber ein Trugschluss.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Yo.....das ist doch mal eine Aussage.
Es war auch daselbe tool (blancco) mit zwei verschiedenen Methoden. Es kann natürlich sein, das das letzte Überschreiben ansich den Daten den Rest gegeben hat und es nicht unbedingt die Gutmannmethode hätte sein müssen.
Jedenfalls sollte man ruhig noch mal nachgucken, ob noch was wiederherstellbar ist, bevor man seine Platte aus den Händen gibt.

Gruß Hr.Rossi
 
Gutmann eignet sich gut zum Wipen von Dateien nachdem man das Original verschlüsselt hat.
Die elektromagnetische Signatur des Originals ist so schwach, dass sich nichts mehr rekonstruieren lässt.
 
Zurück
Oben