Ich verstehe, was passiert ist. Du hast nur den freien Speicherplatz bzw. Datenbereich gelöscht, wo die Datei war.
Je nachdem, welches Tool du dazu genutzt hast. Die Tools löschen tatsächlich den freien Speicherplatz bzw. den Datenbereich der zu löschenden Datei, allerdings kann es sein, dass alte Einträge in der MFT oder andere Metadaten nicht überschrieben werden. Das kann zum Teil auch von Windows verhindert werden. Das hängt dann nur davon ab, wie gut das Löschtool ist und ob du es richtig verwendest.
Diese Reste werden dann von den Rettungstools erkannt und die Datei wird noch angezeigt, evtl. auch als widerherstellbar.
Wenn nur der freie Datenbereich gelöscht wird, dann werden die Dateinamen noch von Rettungstools angezeigt, auch die Attribute. Der Inhalt sollte aber nicht wiederherstellbar sein. Beim TuneUp Shredder glaube ich auch, dass er nur die Daten löscht. Das ist aber sicher, die Inhalte sind dann zuverlässig gelöscht. Allerdings bleibet nachweisbar, dass die Datei bei dir vorhanden war.
Es liegt nicht an der Löschmethode, mit Nullen zu überschreiben ist, solange man nicht Osama heißt, genauso endgültig wie die Gutmannmethode, sondern an der Gründlichkeit, wie die Tools auch die Metadaten löschen. Wenn die Tools richtig arbeiten, sollten zumindest die Inhalte nicht mehr da sein.
Kleine Dateien können auch direkt im MFT gespeichert werden. Die bleiben dann sogar komplett erhalten. Das ist aber ein sicherer Hinweis, dass die benutzten Tools unabhängig von der Löschmethode nichts taugen.
Du kannst mal eine Platte komplett löschen. Wenn du denn einen Diskeditor den Inhalt Sektorweise anzeigen kannst, solltest du nur noch Nullen sehen, sonst war die Löschung nicht korrekt. Das Gleiche bekommen dann auch die Widerherstellungstools zu sehen. Nullen.
Wenn du die ganze Platte vom ersten bis zum letzten Sektor löscht, tritt das Problem nicht mehr auf.
Benutz lieber mal bessere Tools. Kannst mal R-Wipe & Clean ausprobieren.
Hier wird deutlich, dass ein sicherer Algorithmus wie Nullen oder MoD-Short keine Aussagekraft besitzt, solange das Programm als solches nicht sauber damit arbeitet. Das gilt genauso für alle Verschlüsselungstools, die mit AES oder Twofish bekannt sichere Algorithmen verwenden. Das bedeutet ja nicht, dass das Tool selbst damit korrekt arbeitet und meine Daten damit sicher sind. Ist halt Marketing. Dass man sich am Ende nur noch mit der Gutmannmethode sicher fühlt kann ich nachvollziehen, ist aber ein Trugschluss.