News Huawei-Aus für 5G-Netze: Umrüsten würde deutsche Netzbetreiber Milliarden kosten

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Fakechaser schrieb:
Es sollte per Gesetz geregelt werden, dass auf europäischem Boden in jeder kritischen Infrastruktur nur europäische Produkte eingesetzt werden dürfen.
Das würde die europäischen Unternehmen in jeder Form unterstützen und deren Forschungen befeuern.
Europa muss einfach lernen egoistischer und selbstsicherer zu werden.
Alleine schon aus humanistischer Sicht würde ich eine Weltordnung unter europäischer Führung jederzeit bevorzugen. Zu starke Amerikaner, Russen, Chinesen, Inder und fundamentalistische Nahost-Staaten sind eine Gefahr für die ganze Welt.
Das ist eine rein objektive Betrachtungsweise der aktuellen weltpolitischen Situation und keine Verheimlichung europäischer Probleme. Wenn ich mir jedoch unsere Probleme so anschaue, dann sehe ich viele im Zusammenhang mit eben diesen Schurkenstaaten oder im Vergleich als eher lächerlich an.

Anno 2023 würde ich also behaupten:
Der Welt würden europäische Prinzipien und Errungenschaften der letzten 100 Jahre eher helfen als die anderer großer Industriestaaten.
Lass mich mal raten: Jeder der es nicht so sieht wie Du, hat dann ein subjektive Betrachtungsweise, da deine Betrachtungsweise natürlich rein objektiv ist 🙄
 
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Da kann die USA dann Deutschland Chips verkaufen.
 
Das Wirtschaftsministerium hat Bedenken wegen der hohen Kosten für die Netzbetreiber wenn man Huawei Technik austauschen muss.

Lustig das selbe Ministerium zwingt die Bürger hunderte Milliarden in Dämmungen / Modernisierungen und WP zu stecken.
 
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Europa entwickelt sich immer mehr zurück. Kein Wunder.
 
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Dass das ein großes Problem werden könnte war schon vor mehreren Jahren bekannt. Es gibt seit Jahren etliche Warnungen davor. Was wurde gemacht? Es wurde ignoriert und einfach weiter gemacht. Billig ist ja geil, die Aktienkurse dankes einem, Ethik egal...

Wie bei den Gaspipelines und der Idee auf Russland als Hauptversorger zu setzen. Auf einmal waren die Gesichter lang als der Ukraine Krieg kam. Jetzt kostet alles auf Alternativen umzustellen viel mehr als wenn man damit vor Jahren konsequent begonnen hätte.
Mal schauen wie lange die Gesichter werden, sollte es (und das ist sehr realistisch) zum Taiwan Krieg kommen und dann diese Technologie gegen einen verwendet wird. Unvorstellbar der Preis das ad hoc umzustellen. Aber hey, ist doch auf den ersten Blick billig...

Lieber lass ich mich von den USA abhören als von Despotenstaaten / Diktaturstaaten denen alles was es an menschlicher Ethik noch gibt völlig egal ist.
 
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Früher wurde propagiert, dass die freie Wirtschaft allen Menschen zugutekommt. Tatsächlich profitierten jedoch nur die Industriestaaten davon. Jetzt, wo andere Länder die Vorteile des freien Handels nutzen und die Industriestaaten an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, versuchen sie, das zu tun, wofür sie andere Staaten kritisiert haben: nämlich ihren eigenen Markt abzuschotten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Es ist auch interessant, dass ein so exportorientiertes Land wie Deutschland über Unabhängigkeit spricht. Wenn jedes Land Autarkie anstrebt, kann Deutschland einpacken...
 
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Ist das jetzt die nächste „Zeitenwende“? :D

So wenig weit- und umsichtig man bei der Erstbeschaffung und dem Aufbau der 5G-Infrastruktur vorgegangen ist, so sprunghaft folgt man jetzt der USA im Wirtschaftskrieg mit China.

Am Ende zahlt eh der Steuerzahler und/oder der Endkunde. Die armen Netzbetreiber müssen einem da nicht Leid tun.
 
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Ich finde das völlig Bescheuert.
1. Ich finde schon bescheuert, Huawei ohne jeden Beweis böses zu unterstellen (Da werden wesentlich weniger Lücken bekannt als z.B. bei Cisco.)
2. Ich finde es bescheuert, die Provider erst fleißig ihre neuen 5G-Netze mit Huawei-Technik aufbauen zu lassen und dann 2-3 Jahre später den Austausch zu verlangen
3. Ich finde es bescheuert, dass man Xi anlastet, was Putin tut.

Klar ist es sinnvoll, kritische Abhängigkeiten abzubauen bzw. Zu diversifizieren. So ist man aber praktisch den dümmstmöglichen Weg gegangen.
 
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Es dürfen uns nur die Amis ausspionieren, also werden deren Teile eingebaut. :D
 
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Einfach das Netzwerk in C5G umbenennen fertig.
Ist nicht 5G, also ist alles konform.
 
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Nikon71 schrieb:
Wie war das nochmal mit Nokia,
Erstmal Millionen an BRD-EU-Subventionen einkassiert, dann den Laden dichtgemacht und die Leute auf die Straße geworfen.
Und aus "unüberlegter Rache" hat der Verbraucher dann mit einer ganz typischen Reaktion, nämlich keine Nokia Produkte mehr zu wollen, dem lokalen Einzelhandel einen Bärendienst erwiesen.

Für die Geräte, die im Laden verfügbar waren, haben die Angestellten in den Nokia Werken, wie Bochum, nämlich noch ihren verdienten Lohn bekommen.

Was Nokia gemacht hat, war natürlich nicht fair, aber scheinbar doch mit damaligem EU Recht konform.

Celinna schrieb:
oh wie wurde damals Trump dafür fertig gemacht und ausgelacht...jetzt Jahre später will mans genauso machen welch Ironie ^^
Wird - meiner persönlichen Meinung nach - an der Person Trump und auch seiner Art etwas...vermitteln...zu wollen, gelegen haben.

Soweit ich gehört habe, wurden beispielsweise die Weichen in der Huawei Sache noch vor ihm, sprich unter Obama, gestellt. Nur die Art und Weise wäre unter einem anderen Präsidenten anders verlaufen.

Ich bin kein Hellseher, aber die Art und Weise entsprach eben dem polterigen, lauten Getöse, welches Trump gerne erzeugte.

Inwieweit die jetzt hier genannte Richtung der Bundesregierung mit Empfehlungen anderer Regierungen / Regierungskreise zu tun hat, wird man wohl nur erfahren, wenn es ein berühmt-berüchtigtes Leck gibt oder eine offizielle Stellungnahme dazu heraus kommt.
 
piccolo85 schrieb:
Bei Komponenten aus China vermutet man mit hoher Wahrscheinlichkeit Spionage, bei solchen aus den USA kann man sich sicher sein. Die EU braucht die Möglichkeit kritische Infrastruktur mit eigenen Bauteilen aufbauen zu können.
Nicht nur Spionage. Kritische Infrastruktur in Hand diktatorischer Mächte zu haben ist nie gut.
 
Sollten die Pläne der Bundesregierung umgesetzt werden, drohen vor allem den deutschen Mobilfunkkunden besonders hohe Kosten. Toll für ein bischen mehr gefühlte Sicherheit. Wenn das umgesetzt wird haben wir auch in 5 Jahren noch sündhaft teure Volumentarife.
 
karamba schrieb:
Zum Glück haben wir mittlerweile eine Regierung, die solche Entscheidungen trifft und nicht vollkommen blauäugig und ahnungslos vor sich hin hantiert.

Leider haben in der Vergangenheit so wohl Kanzler als auch Wirtschaftsminister mehr als einmal deutlich gezeigt, dass sie von so einigen Themen wirklich gar keine Ahnung haben. Und das sind dabei Themen, die direkt ihre Ressorts betreffen. Traurig aber wahr - das Land wird aktuell sehendes Auges vor die Wand gefahren.
 
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Für kritische Infrastruktur, vielleicht sogar generell für allgemeine Daten/Netz-Infrastruktur, sollten vielleicht nur Komponente aus der EU verwendet werden. Also kein "China-Verbot", sondern alles verbieten, was von ausserhalb der EU kommt. Denn bei Komponenten aus der USA sind ja höchstwahrscheinlich auch Hintertüren drin. Somit würde man auch Technologieunternehmen im heimischen Markt stärken.
Noch besser wäre es natürlich, wenn man die internationale Marktwirtschaft beibehalten könnte aber irgendwie die Regierungen dazu bringen kann, keine Hintertüren einzubauen, und dies auch überwachen/"beweisen" kann - ist aber natürlich sehr schwer.
 
Bestimmt auf Druck der Amerikaner und nicht weil man stichhaltige Beweise gefunden hat...
 
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Pat schrieb:
Für kritische Infrastruktur, vielleicht sogar generell für allgemeine Daten/Netz-Infrastruktur, sollten vielleicht nur Komponente aus der EU verwendet werden. Also kein "China-Verbot", sondern alles verbieten, was von ausserhalb der EU kommt. Denn bei Komponenten aus der USA sind ja höchstwahrscheinlich auch Hintertüren drin. Somit würde man auch Technologieunternehmen im heimischen Markt stärken.
Noch besser wäre es natürlich, wenn man die internationale Marktwirtschaft beibehalten könnte aber irgendwie die Regierungen dazu bringen kann, keine Hintertüren einzubauen, und dies auch überwachen/"beweisen" kann - ist aber natürlich sehr schwer.
Nach dieser Logik dürfte Deutschland auch nichts mehr, was zur kritischen Infrastruktur gehört, in Nicht-EU-Länder exportieren. Das wäre jedoch keine gute Idee für ein Exportland...
 
Schade, dass wir als Kunden es nachher bezahlen, aber mein Mitleid mit DTAG, VF und O2 hält sich jetzt wirklich in Grenzen.
Es kann mir niemand erzählen, dass die Leute, die da entscheiden, nicht spätestens ab dem Zeitpunkt als es die Verbote in USA und GB gab, auch ein potzentielles Verbot im Rest von Europa auf dem Schirm hatten.
Die haben halt drauf gesetzt, dass es schon gut gehen wird.
Und jetzt wird die Lobby aktiviert damit es bleiben kann.

Klingt vielleicht blöd, aber im Zweifelsfall nach Asien oder Afrika verbimmeln und hier Nokia aufbauen, gerade VF sollte doch genug Netze in Regionen haben in denen kein Verbot zu erwarten ist (Indien alleine braucht doch vermutlich noch mehr Sendemasten als die hier je mit 5G aufgebaut haben), Telefonica sollte den kram ebenfalls verwursten können (Südamerika / Mexiko).
 
Sturm im Wasserglas ?

Als Gefahr wird den Informationen zufolge weniger ein möglicher Datenabfluss gesehen, sondern vielmehr die möglichen Folgen der aktuellen extremen Marktmacht chinesischer Anbieter.

Das steht zumindest in dem Link "Tagesschau" drin.

Also sollte es eigentlich nicht um einen Ausbau bereits bezahlter Komponenten gehen - sondern um künftige Einkäufe ?
 
DischargeHammer schrieb:
Anstatt immer schön billig aus China hätte man auch einfach aus Europa kaufen können. Nokia und Ericson werden andernorts weltweit eingesetzt und schlechter als in Deutschland ist das Netz dort auch nicht (eher besser).
Liegt wohl eher an der Masse und der Akzeptanz der Funkzellen. In Deutschland gibts ja genug Alu-Hüte die sich gegen Funkmasten an bspw Dächern / Kirchtürmen etc stören.
Die Technik an sich ist bei Huawei schon eine Generation weiter was Übertragungsgeschwindigkeiten usw angeht.
 
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