Ist Dauerbetrieb schonender?

ViperOne

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Speziell geht es um eine Workstation (Consumer Komponenten, High End, 1x RTX 5090 + 1x RTX 4090) die über viele Wochen 24 Stunden pro Tag läuft und semi professionell benutzt wird, aber auch den normalen Alltag bestreitet.(Surfen, Gaming etc.).

Aktive Workloads (Rendering, Computing etc.) meistens über Nacht. Tagsüber wird die Maschine dann aktiv für das Arbeiten benutzt. Der Betrieb findet 24/7 statt, da die Maschine sofort wieder aktiv im Alltag benutzt wird, wenn die Maschine in den Idle fällt. So viel dazu.

Ob Dauerbetrieb oder ausschalten bei nicht benutzen schonender für die Lebensdauer ist, ist ja ein ewiges Streitthema, deshalb wäre ein kurzer Überblick sehr hilfreich, besonders auf alle Komponenten des PC bezogen. Die Mechanischen Komponenten außen vor gelassen, wie sieht es mit den Grafikkarten, dem Netzteil, dem Mainboard und RAM aus?

Die Temperaturen sind immer im grünen Bereich und verhältnismäßig kühl. Von der reinen Logik her wurde erwähnt, Dauerbetrieb wäre schonender weil die Temperaturschwankungen im Dauerbetrieb zwischen der kältesten und der höchsten Temperatur nicht zu weit abweichen.

Hat vielleicht jemand etwas mehr technisches Hintergrundwissen?
 
Wenn das Ding semi-professionell genutzt wird, hast Du doch sicher auch einen Wartungsvertrag, falls Dir mal etwas an dem PC ausfällt.
 
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Es macht keinen Unterschied, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Die Kühlung muss passen. Das bedeutet es darf, auch im Dauerbetrieb, keine grenzewertigen Hotspots geben. Auch nicht an Stellen die nicht gemessen werden.

Aber heute haben eh alle Kisten, eher zuviel Gehäuselüfter als zuwenig. Also da passiert nichts. Früher in Kisten mit dicker Geräuschdämmung und nur einem Quirl, war eher Hitzestau im Programm.

Staubfilter so weit vorhanden regelmäßig reinigen und alle 6 Monate mal reinschauen. Ob alles frei ist ob sich alles noch dreht. Alles gut
 
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Lüfter, Netzteil und Ram sind bezahlbare Verschleißteile. Wobei der Wechsel des Netzteils vergleichsweise viel Aufwand mit sich bringt. Dort wäre es vernachlässigbar.

Vermeiden sollte man ständige scharfe Lastwechsel, also den PC kalt direkt unter Volllast zu setzen. Das könnte sich am ehesten auf Mainboard und insbesondere die Grafikkarten auswirken.

Vielleicht noch sowas wie einen "Stromfilter" davor setzen. Aber das ist eine reine Vermutung, dort bin ich fachlich nicht zu Hause.

Wärmeleitpads anstelle von Paste, das würde mir noch einfallen. Sowie leichtes, stabiles (!) Undervolting, damit die Komponenten leicht unterhalb ihrer Nennleistung arbeiten.

Den Zero-Fan-Modus würde ich abschalten, wenn es die Lautstärke zulässt. Lieber eine geringe Drehzahl, wodurch potenziell Plastiklüfter verschleißen, als die Highendgrafikkarten zu belasten. Einen Lüfter kann man tauschen.
 
Zuletzt bearbeitet: (Zero)
Die Dosis macht das Gift.
Die Lebensdauer richtet sich nach Betrriebsdauer und termischer Belastung.
Wenn die Geräte nicht dauerhaft an der Kotzgrenze sind ist Dauerbetrieb unbedenklich.
Bei Nt ist Dauerbetrieb unter geringer Auslastung besser als ON/OFF.
Achte auf ein kühles Umfeld und mach so weiter.
Die Wärmeleitpaste kann so wenigstens nicht aushärten^^
 
Kann für 10 Jahre laufen, oder gleich ausfallen. Völlig egal was du machst, so lange es in der Norm ist. Drehende mechanische Teile verschleißen, also irgendwann sind die Lager vom Lüfter im Netzteil/Kühler hinüber. Aber ... benutz einfach 🤷‍♂️ .
 
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Hi...

Na ja, das mit dem Hintergrundwissen ist so 'ne Sache - eher "Erfahrungsmeinung"...

Mal abgesehen von den Temperaturunterschieden spielen da m. Mg. n. auch Schaltvorgänge, die jedesmal einzelne Komponenten bzw. Bauteile belasten, eine eminente Rolle.

Bspw. läuft mein Selbstbau-NAS, hybrid mit Consumer- und etwas höherwertigen Komponenten bestückt, auch 24/7 und schaltet, weil aufgrund des Use-Case entsprechend eingestellt, nach dreistündiger Nichtnutzung nur in den Ruhezustand bzw. präziser in den S3-(Suspend2RAM)Modus, was meist erst in den Morgenstunden zwischen 0-6 Uhr möglich ist.
Jetzt schon problemlos seit 10 Jahren - und gern noch einige mehr. 😇​
 
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ViperOne schrieb:
Ob Dauerbetrieb oder ausschalten bei nicht benutzen schonender für die Lebensdauer ist, ist ja ein ewiges Streitthema, deshalb wäre ein kurzer Überblick sehr hilfreich, besonders auf alle Komponenten des PC bezogen. Die Mechanischen Komponenten außen vor gelassen, wie sieht es mit den Grafikkarten, dem Netzteil, dem Mainboard und RAM aus?

Dauerbetrieb ist schonender, da die Kompnentenkerntemperaturen dadurch kleinere durchschnittliche Temperaturdeltas erfahren.

Tidle bis Tvolllast.

Wenn du den ausschaltest, hast du ein größeres Delta nach einiger Zeit.

Traumtemperatur bis Tvolllast.


Es gibt dann zwar immer noch das Thema mit der Elektroionenmigration in den Leiterbahnen, die durch den Dauerbetrieb natürlich über die Zeit größer ausfällt, aber wenn du den Turbotakt der CPU abschaltest und auch kein OC betreibst, solltest du damit in der ganzen Lebenszeit keine Problem haben.

Und aufgrund von Zero Fan Geschichten der Grafikkarten im idle sollten auch Lagerschäden in dem Betreich sich in Grenzen halten.

Einzig die Gehäuse und CPU Lüfter haben ein höheres Verschleißrisiko.
 
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Ich würde ja ein Consumer System mit dem 12PIN Power Connector und gleich 2 Grakas dieser Kategorie nicht nachts unter Last laufen lassen, während ich schlafe.

Wenn man damit Geld verdient, kauft man entsprechende Workstations, die sind für solche Szenarien designed und haben den nötigen Support.
 
Für Worksations normalerweise kein Problem, bei Consumer Hardware würde ich da nicht so viel Vertrauen schenken.
Warum überhaupt Consumer Hardware? Damit tut man sich kein Gefallen und sparen tut man da eigentlich auch nix.
 
Fujiyama schrieb:
Für Worksations normalerweise kein Problem, bei Consumer Hardware würde ich da nicht so viel Vertrauen schenken.

Das Zeug fällt vom selben Band.

Consumer Hardware kann besser oder schlechter sein als standard Workstation Zeug.

Es hängt immer davon ab, wieviel Geld du ausgeben möchtest.

Auch ob die Kiste durchläuft oder ein paar Stunden aus ist, spielt wenig Rolle.

Das größere Temperaturdelta hast Du wahrscheinlich zwischen Load und und Idle, wie zwischen ein und aus.
 
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ViperOne schrieb:
Hat vielleicht jemand etwas mehr technisches Hintergrundwissen?
Das wird schwierig, da wirst du nur Erfahrungen und Meinungen hören.

Ansonsten ist allen nicht mechanischen Teilen Betrieb oder Last egal, man sollte nur schauen, dass keine thermischen Hotspots entstehen und das sind dann weniger die Prozessoren, die entsprechend designt wurden als viel mehr die ganze Versorgungselektroniken die da Probleme haben können. Und die ist bei dem ganzen Workstationkram in der Regel da viel sauberer designt als beim Consumerware. Aber im Endeffekt macht das evtl. dann 19 statt 20 Jahre maximaler Laufzeit aus.
 
Mojo1987 schrieb:
Ich würde ja ein Consumer System mit dem 12PIN Power Connector und gleich 2 Grakas dieser Kategorie nicht nachts unter Last laufen lassen, während ich schlafe.
Mache ich mir wenig Sorgen .Die Kabel und der ganze Krams, ist alles Brandhemmend. Sicherung fliegt eh. Das kokelt ein wenig und das wars. Da passiert nichts. Im Prinzip könntest du im PC Blech Gehäuse ein Kaminfeuer anmachen.

Solange im Gehäuse kein Staubteppich ist. Und nicht auf Hochflor steht oder auf Sägespäne in der Werkstatt. Und kein Vorhang hintendran. Brandlast vermeiden, gesunder Menschenverstand, etc. Rauchmelder noch ins Zimmer weil warum nicht.

Im Vergleich zum PC, ist jeder Akku der im Haus geladen wird, eine potentielle Brandbombe. und die hängen alle, ständig, über Nacht dran weil das Leben ist nun mal so, ganzen Tag unterwegs, Akku leer, zuhause über nacht aufgeladen, fertig
 
Wie @Sebbi schon geschrieben hat.

Thermische Ausdehnung zieht und streckt die Chips jedes mal, wenn es von heiß auf kalt geht... damit meine ich die gesamttemperatur und nicht die Hotspots, die die Software meist angibt.

Das kann Lötstellen mit der Zeit brechen...diverse Spielekonsolen und einige grafikkarten sind Zeugen dieses Vorgangs.

Ist der chip unter last bei 85°C und im idle bei 55, ist das natürlich dann weniger belastend als zu 20° Raumtemperatur....aber auch die Spitzentemperatur zu senken hilft natürlich.

Wobei die Temperaturanzeige heutzutage kein zentraler Sensor mehr ist wie früher. Das ist ein errechneter Wert aus diverse Sensoren und daher schwer zu beurteilen.

Mir ist noch keine Lötstelle gebrochen....mir sind aber diverse Speicher Chips gestorben oder sind instabil geworden...Ram, VRam und das klar vermehrt im Zusammenhang mit Spannung(Ram) Temperatur(VRam).... Ich habe auch RAM der instabil wurde ohne je übertaktet gewesen zu sein...das hat aber viele Jahre gedauert. Mit höherer Spannung(ddr4 1,45V) kann das trotz wenig Nutzung und niedriger Temperatur nach 2 Jahren instabil sein....oder 4 Jahre laufen.

Ich hatte eine alte Grafikkarte, die kaum unter Last war, aber dank der Lüftersteuerung hatte sie im idle höhere VRam Temperaturen als unter Last...und da war irgendwann der VRam instabil.

Andere GPUs und Ram, die instabil wurden oder ganz kaputt waren...auch CPUs, die degeneriert sind.
Es wird gerne behauptet, chips würden ewig halten, weil das für Hardware von vor 30 Jahren galt....aber die Fertigungen werden immer besser und kleiner. Elektronenmigration wirkt sich da viel schneller aus.

Natürlich bin ich keine Statistik...die gibt es vermutlich nicht, aber ich habe genügend eigene Einzelerfahrungen, um zu sagen, dass das keine Schauermärchen sind, sondern echte Probleme auftreten können.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich unglaublich viele Systeme, die problemlos weiter laufen... Ich habe selbst so welche.

Nur würde ich mir bei einem Dauerbetrieb durchaus Gedanken machen und lieber etwas die Leistung drosseln und die Lüfter schneller laufen lassen.
 
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Eigentlich einfach, folgendes sollte man Vermeiden:
- Staub, Schmutz, Flüssigkeiten, dauerhaft hohe Leistungsaufnahmen, dauerhaft hohe Temperaturen, hohe und häufige Temperaturdeltas

Klar, einiges schließt sich beim Workstationbetrieb natürlich aus. Niedrige Leistungsaufnahmen (und damit niedrigere Ströme -> weniger Elektronenmigration) wird man nunmal nicht haben, wenn die Kiste was tun soll. Aber was z.B. bei der "Schonung" hilft, sind halt guter Airflow, UV bzw. Senkung der TDP/TBPs, regelmäßige Wartung der Staubfilter - halt alles, was eine hohe Temperatur und/oder hohe Temperaturdeltas verringert.

Gerade UV/Anpassung der TDP kann bei einer RTX5090 / RTX4090 Kombi ja locker 300W Abwärme einsparen, ohne die Leistung zu sehr zu schmälern.

Die Overkill-Variante wäre dann eine Custom-Wakü mit externem Radi zu basteln. Hier dürften die Temperaturen/Temperaturdeltas am geringsten sein. Hier hat man aber das Problem des Umbaus auf den Waküblock und wenn da nicht alles sauber passt und richtig gemacht wird, kann das auch nach hinten losgehen (z.B. falscher Druck/Zug aufs PCB bzw. den aufgelöteten Chips).
 
Meiner bescheidenen Meinung nach, altert Hardware vor allem durch ein- und aus-schalten, was an den Temperaturunterschieden liegt und damit das Material belastet.

Nach meiner persönlichen Erfahrung geht Hardware, welche immer an oder immer aus ist fast nie kaputt.
 
Das hoch drehen ist für HDD auch mühsamer als dauerhaft laufen. Aber die WS hat vermutlich keine HDD.
 
aluis schrieb:
Meiner bescheidenen Meinung nach, altert Hardware vor allem durch ein- und aus-schalten, was an den Temperaturunterschieden liegt und damit das Material belastet.

Ich habe meine Geräte immer so konfiguriert, dass nach möglichst kurzer Zeit in den Ruhemodus gewechselt wird und schalte die Geräte bei nicht nutzen idR komplett ab. Habe da keine Probleme, die meisten Systeme sind mittlerweile auch schon "eher alt".

Abgecshalten ca. 20°C
Idle oder sehr leichte Last ca. 35°C
Spitze ca. 85°C

Ich denke auf die 15°C Unterschied zwischen ab und an kommts dann auch nicht wirklich drauf an. Wäre mir nicht so sicher, ob all meine teils wirklich alten Systeme bei Dauerbetrieb tatsächlich noch funktionieren würden.
 
Ich würde sagen: In der Zeitspanne, in der man semiprofessionell was mit der Hardware anfangen kann, macht es keinen Unterschied.

Bei den Komponenten, die heftig die Temperatur wechseln würde ein Wakü eventuell die Lebensdauer mehr verändern, denn das Material wird dann nicht mehr so großen Temperatur-Unterschieden ausgesetzt. Denn wenn eine Graka 30° im Idle und 80° unter Last erreicht, dann isses an sich wumpe ob man abschaltet oder nicht, weil DORT nicht die große Änderung auftritt^^ Ob nun 23° abgeschaltet und 30° im Idle... wen interessierts. DAS war der Hardware zusetzt ist die ständige Änderung zwischen 30 und 80° :-)
 
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