Pyrukar schrieb:
Faschismus hat nix mit Wirtschaftspolitik zu tun.
Da hast du meinen Beitrag nicht richtig gelesen. Ich sagte, dass der Faschismus aus Italien stammt und dass es zwischen NSDAP und AfD (sofern man hier einen Vergleich ziehen möchte) auch andere Unterschiede gibt - z.B. die wirtschaftspolitische Ausrichtung. Ich wollte darauf hinaus, dass einfach heute alles in einen Topf geworfen wird, ohne zu differenzieren; der Nazi-Begriff wurde komplett sinnentleert. Jemand kann ein Rassist sein, aber kein Nazi (z.B. der KKK); jemand kann ein Sozialist sein, aber kein Nationalsozialist; jemand kann ein Feind des Isalm sein, ohne ein Rassist zu sein. Die Trennschärfe bzw. das intellektuelle Niveaus ist einfach bei vielen komplett verloren gegangen.
Noch dümmer ist ist Gleichsetzung von rechts mit rechtsradikal oder gar rechtsextrem. Es wird einfach alles in einen Topf geworfen, weil einem das gut in den Kram passt.
Btw. ist die AfD neben der Union sicherlich die am wenigsten antisemitische Partei im Bundestag - schon das spricht gegen einen Nazi-Vergleich. Der linke Antisemitismus hat leider massiv zugenommen und das zieht sich auch durch Parteistrukturen.
Pyrukar schrieb:
Wir exportieren aber auch viel Strom ...
Und bei Überproduktion müssen wir den anderen sogar Geld für die Abnahme zahlen. Klasse, oder?
Pyrukar schrieb:
und ich weiß ja nicht ob dir das schon mal jemand gesagt hat, aber Akku Speicher für Großanlagen sind in den letzten Jahren massiv im Preis gefallen ... soweit, dass es heute Billiger ist mit Akkus abzufedern als für die Nacht bzw. eine kurze Dunkelflaute ein Kraftwerk vorzuhalten.
Wir sind weiterhin in exterm hohem Maße auf Energieimporte bzw. fossile Energien angewiesen. Erzähl keinen Quatsch. Wir sind ganz weit davon entfernt, den Energiebedarf für unsere Volkswirtschaft in Dunkel- und Windflauten mit Akkus oder sonstigen Speichern abzufedern.
Pyrukar schrieb:
Erneuerbare Energien mit Akku Speicher sind prinzipiell günstiger Grundlastfähig als Großkraftwerke. Ach ja schneller aufgebaut sind sie natürlich auch noch ...
Und trotzdem gibt es sie bei weitem nicht in ausreichendem Maße - finde den Fehler.
Pyrukar schrieb:
der Verbrennermotor hat nämlich international keine Zukunft,
Es ist völlig utopisch, dass man alle konventionell-motorsierten Fahrzeuge der Welt - besonders in absehbarer Zukunft - durch E-Fahrzeuge ersetzen kann, das haut schon mit den vorhandenen seltenen Erden bzw. deren Fördermenge nicht hin.
Die deutsche Autoindustrie hätte noch eine ganze Weile gutes Geld mit Verbrennungsmotoren verdienen können. Aber der Staat musste sich einmischen - nicht getrieben von wirtschaftlichen, sondern von Klima-Ziel-Ambitionen. Was wir davon haben, sieht man jetzt - die Konzerne sind massiv unter Druck geraten. Wenn Staaten sich massiv in wirtschaftliche Entscheidungen einmischen, geht das selten gut aus.
Pyrukar schrieb:
Der Mittelstand braucht mehr Konsum im Eigenen Land ... und das geht nur mit, laut deiner Einschätzung Sozialistischer, Umverteilung von Oben nach Unten.
Das ist doch eine Milchmdächenrechnung. Weil das Geld anderes verteilt wird, heißt das nicht automatisch, dass deshalb mehr ausgegeben wird und mehr Wirtschaftswachstum entsteht. Es spricht auch nichts dagegen, in gewissem Maße umzuverteilen, aber es ist fatal, so etwas als langfristig tragfähiges volkswirtschaftliches Konzept anzusehen.
Pyrukar schrieb:
Aber ich bin durchaus interessiert, welche Guten wirtschaftlichen Anreize wollen denn CDU oder von mir aus auch AFD schaffen um die Wirtschaft in schwung zu bekommen? Please tell me.
Es geht um bessere Rahmenbedingungen. Abgaben und Bürokratie müssen sinken, ebenfalls wie die Energiekosten. Außerdem muss es wieder attraktiver werden, zu arbeiten. Wenn du heute niedrig-qualifiziert bist und ein, zwei Kinder hast, dann lohnt es sich leider finanziell eigentlich nicht mehr, arbeiten zu gehen. Auch das muss sich ändern. Aber vor allem muss der Staat verschlankt werden. Dieser nimmt massiv Geld ein und häuft trotzdem immer weiter Schulden an - hier laufen einfach grundlegend Dinge falsch. Am besten sollten wir hier mal Herrn Milei einfliegen und der macht dann tabula rasa.
Pyrukar schrieb:
Okay ernsthaft, alles was ich von der AFD bisher mitbekommen habe waren ausnahmslos Looser Takes aber du kannst ja doch sicherlich gute Beispiele nennen, bei denen die CDU oder die AFD gerade die besten Lösungen haben und die anderen sie Blockieren ... Beispiele bitte!
Ich habe keine Ahnung, was du mit "Looser Takes" meinst (irgendwelche Shorts bei TikTik und YT?). Im Hinblick auf die CDU fängt es damit an, dass wir uns den Sozialstaat in der jetzigen Form einfach nicht mehr leisten können. Die CDU würde hier auch handeln wollen, aber die SPD bremst eben und meint, man könne sich auch in so schweren Zeiten weiterhin einen Sozialstaat auf diesem Niveau leisten.
Sozialstaat wiederum ist auch eng verknüpft mit Migration - und hier ist die AfD leider die einzige Option, wenn man eine wirklich restriktive Asylpolitk möchte. Etwa die Häfte aller Grundsicherungsempfänger haben keinen deutschen Pass. Auch befinden sich etwa 300.000 Personen im Land, die weder Asyl noch subsidiären Schutz anerkannt bekommen haben. Auch insgesamt müsste man mehr Anstrengungen unternehmen, Personen zurückzuführen (etwa jetzt nach Syrien). Wenn du alle Aufwendungen des Staates für Ayslbeweber pro Jahr betrachtest (also Geld, Unterkunft, Verwaltung, Mehrausgaben für mehr Lehrer, Erzieher, Polizisten), dann bist du bei deutlich über 40 Mrd. jedes Jahr. Hätten wir hier nur Personen, die wirklich asylberechtig sind (was eine deutliche Minderheit ist in der Gruppe der Asylmigranten darstellt), dann ließe sich hier enorm viel Geld einsparen - und das ist nur der finanzielle Aspekt.
Pyrukar schrieb:
Ich glaube du verwechselst da gerade Sozialistische und Soziale Marktwirtschaft,
Nein, ganz sicher nicht. Da die Soziale Marktwirtschaft auf Ludwig Erhard (CDU) zurückgeht. Die SPD ist eine sozialistisch geprägte Partei - ihre Jugendorganisation sind auch heute noch die JUSOs - das steht für "Jung-Sozialisten".

Die Günen wiederum hatten in ihrere Anfangszeit eine starke kommunistische Strömung und haben auch heute in Teilen zumindest noch sozialistische Aspekte in ihren wirtschaftspolitischen Vorstellungen. Zur Linken brauche ich jetzt nichts sagen, oder?
Pyrukar schrieb:
Kurzgesagt, das eine ist linksgerichtete Europäische Wirtschaftspolitik
Die SM wurde als nationalstaatliche volkswirtschaftliche Ordnung geschaffen. Die hat absolut nichts mit "europäischer Wirtschaftspolitik" zu tun. Denn die sozialstaatliche Absicherung der Arbeitnehmerschaft ist ein wesentlicher Aspekt der SM und darüber entscheidet auch heute noch jeder Staat alleine, sofern kein Verstoß gegen die Menschenrechtscharta oder so vorliegt.
Sie ist sofern links, dass es um eine stärkere Kontrolle der Wirtschaft und die Stärkung der Rechte von Arbeitnehmern geht gegenüber einem liberalen Wirtschaftskonzept. Trotzdem war die CDU damals eine sehr rechte und sehr konservative Partei.
Pyrukar schrieb:
und das andere ist hin und wieder mal in Fernost zu finden (gewesen).
Dein Ernst? Ernsthaft? Oh Mann... Schon mal was von dieser DDR gehört??? Auch in Lateinamerika gab es schon etliche sozialistische Regime. Die UdSSR - schon mal gehört???
