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News IT-Wirtschaft ist unzufrieden: Wo es bei der Digitalpolitik der Merz-Regierung hakt

Pyrukar schrieb:
Nur mal so ... heist der Grund vielleicht elektifizierung aka E-Roller E-Bike? Oder vielleicht ist ein Teil des Grundes der Öffentliche Personen Nahverkehr. Es gibt ja auch schon Lastenräder mit Elektro Motor und für Fahrräder ist es leichter einen Parkplatz zu finden gerade im stätischen Verkehr.
Wenn man sich auf Metropolen beschränkt, vielleicht. Nicht aber in kleinen und mittleren Städten mit einer mittleren vier- bis mittleren fünfstelligen Einwohnerzahl. Da stehen selten irgendwelche Roller herum. Ebenso spielt dort der öffentliche Personentransport keine nennenswerte Rolle, die Bahn, wenn es überhaupt einen Bahnhof gibt, fährt im besten Fall jede Stunde oder alle zwei Stunden. Über vorhandene Buslinien braucht man gar nicht anfangen nachzudenken.
 
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Alphanerd schrieb:
Eco ist ein Lobbyverband, dessen einzige Aufgabe es ist (wie jeder Lobbyverband) sich ständig und immer zu beschweren und bessere Bedingungen zu fordern.
Es ist bezeichnend: Du diskreditierst eine repräsentative Civey-Umfrage pauschal als "Lobbyarbeit" und fragst dann im Ernst "Welche realen Probleme?", während der Artikel, unter dem wir schreiben, diese mit harten Prozentzahlen (75 % Bürokratie-Last, Energiekosten etc.) auflistet. Wer die Sorgen von hunderten IT-Entscheidern so konsequent ignoriert, darf sich über den Vertrauensverlust in die Politik nicht wundern.

Deine Unterstellung, ich würde die Geschichte relativieren, ist ein billiger Strohmann. Ich analysiere die politische Mechanik: Wenn die Etablierten bei den Sachfragen (Digitalisierung, Strompreise, Bürokratie) versagen, treiben sie die Menschen in die Arme der Opposition – völlig ungeachtet deren Rhetorik.

Man kann sich natürlich weiterhin an der Sprachkritik abarbeiten und die Realität der Wirtschaft ausblenden. Aber genau dieses "Wegsehen" und moralische Belehren ist der Treibstoff für das "blaue Wunder", das du so sehr fürchtest. Wer keine Lösungen für die im Artikel genannten Probleme hat, hat der Logik der Wahlergebnisse nichts entgegenzusetzen.

Mir geht es hier nicht um eine Parteinahme, sondern um eine eiskalte Analyse der Ursache-Wirkungs-Prinzipien. Wenn die IT-Branche – wie im Artikel belegt – der Regierung ein Zeugnis ausstellt, das in der Schule zur Nichtversetzung führen würde, dann ist der Zulauf zur Opposition die logische mathematische Folge. Man kann die Symptome (die Rhetorik) bekämpfen, so viel man will – solange die Ursachen (Bürokratie, Energiepreise) nicht gelöst werden, wird sich am Ergebnis nichts ändern.
 
Dr. MaRV schrieb:
Nicht aber in kleinen und mittleren Städten mit einer mittleren vier- bis mittleren fünfstelligen Einwohnerzahl.
Na jetzt hast du aber einen komischen Strohmann aufgestellt.
1. Ich bin in dem Teil den du nicht zitiert hast auf die Bedingungen in der Provinz eingegangen
2. War dein Argument selbst im Städtischen Umfeld
3. Sind das was du jetzt beschreibst keine klassischen Anwendungsgebiete für Kleinstautos. Auf dem Dorf ist ein Golf häufiger anzutreffen als ein UP um mal bei der selben Firma zu bleiben. und ein Moderner Golf ist kein Kleinstwagen mehr.

Das es im Ländlichen Bereich keinen vernünftigen ÖPNV gibt hat keiner Bezweifelt aber um ehrlich zu sein, auch in Kleinstädten gibt es mehr als genügend E-Roller inzwischen ... war nicht die Leihteile aber man kann solche Teile ja auch kaufen, und wenn man den dann mit eigenem Solarstrom selbst auflädt ist man sehr günstig sehr Mobil
 
Corros1on schrieb:
75 % Bürokratie-Last, Energiekosten etc
Die Bürokratielast ist die gleiche, wie die jede andere Firma.
Strompreis:
Geförderter Preis: Für berechtigte energieintensive Unternehmen wird der Strompreis auf 5 ct/kWh (50 €/MWh) gedeckelt.
Umfang der Förderung: Die Entlastung gilt für bis zu 50 % des jährlichen Verbrauchs.

Corros1on schrieb:
Deine Unterstellung, ich würde die Geschichte relativieren, ist ein billiger Strohmann
Nein, damit meinte ich Höcke. Der übrigens auch andere Evergreens wie "Alles für Deutschland" (SA Parole, kann er aber als Geschichtslehrer nicht wissen) für die er übrigens verurteilt wurde.

Du gehst damit scheinbar nur konform.


Corros1on schrieb:
Aber genau dieses "Wegsehen" und moralische Belehren ist der Treibstoff für das "blaue Wunder", das du so sehr fürchtest.
Wer hier wegsieht ist wohl klar und ich fürchte tatsächlich wenig. Erst Recht nicht die AFD.
Corros1on schrieb:
Wer keine Lösungen für die im Artikel genannten Probleme hat, hat der Logik der Wahlergebnisse nichts entgegenzusetzen.
Die AFD hat keine Lösung für irgendetwas. Erst Recht nicht für die Leute, die sie wählen.
 
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Alphanerd schrieb:
Die Bürokratielast ist die gleiche, wie die jede andere Firma.
Strompreis:
Es wird leider nicht richtiger, wenn man Fakten aus dem Kontext reißt. Du zitierst den Industriestrompreis, aber hast du den Artikel eigentlich aufmerksam gelesen? Der Text stellt nämlich explizit klar: "So kritisiert der Verband etwa, dass Rechenzentren nicht den vergünstigten Industriestrompreis erhalten.". Damit ist dein gesamtes Argument hinfällig, da du eine Förderung zitierst, von der die hier besprochene Branche (Rechenzentren) laut Artikel gerade ausgeschlossen ist.

Was die Bürokratie angeht: Wenn 74,9 Prozent der IT-Entscheider diese als die aktuell größte Herausforderung in der Digitalpolitik nennen, ist die pauschale Antwort "ist überall so" eine Verweigerung, das spezifische Problem dieser Schlüsselindustrie ernst zu nehmen.
Alphanerd schrieb:
Nein, damit meinte ich Höcke. Der übrigens auch andere Evergreens wie "Alles für Deutschland" (SA Parole, kann er aber als Geschichtslehrer nicht wissen) für die er übrigens verurteilt wurde.

Du gehst damit scheinbar nur konform.
Zu deinem Schwenk auf Höcke: Das ist ein klassisches Strohmann-Argument. Ich habe über die mechanischen Ursachen für den Erfolg der Opposition und die mangelhafte Regierungsarbeit laut Umfrage gesprochen (über 50 % mangelhaft/ungenügend). Dass du die Diskussion nun auf SA-Parolen verlagerst, zeigt nur, dass du keine inhaltliche Antwort auf die im Artikel genannten Missstände wie Bürokratie, Energiepreise oder langsame Planungsverfahren hast.
Alphanerd schrieb:
Die AFD hat keine Lösung für irgendetwas. Erst Recht nicht für die Leute, die sie wählen.

Ob die AfD Lösungen hat, ist für die Analyse des Wählerverhaltens zweitrangig. Menschen wählen aus Protest, wenn sie sich von den Etablierten – wie durch diesen Artikel belegt – nicht mehr vertreten fühlen. Man kann die Realität der Wirtschaft und die schlechten Noten (mangelhaft/ungenügend) ignorieren, aber dann darf man sich über das "blaue Wunder" am Wahltag eben nicht wundern.
 
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Pyrukar schrieb:
Es ist etwas Trostlos, aber nüchtern betrachtet haben die Grünen eine der vernünftigsten Wirtschaftspolitiken ...

[...] Rest entfernt
Ok. Du nennst die Wirtschaftspolitik als möglicherweise valides Beispiel. Aber eine Regierung besteht nicht nur aus Wirtschaftspolitik, sondern etlichen weiteren Aspekten der Politik, die ebenfalls beleuchtet werden müssen. Was soll damit dann passieren?

Fakt ist, keine Partei ist ein allgemeingültiges Musterbeispiel die in allen Bereichen positive Ergebnisse erzielen wird. Leider muss man schon so weit gehen zu sagen, dass Partei A "das geringere Übel" ist als Partei B und C, anstelle das man sagen könnte, dass Partei A besser ist als B und C.
 
Corros1on schrieb:
So kritisiert der Verband etwa, dass Rechenzentren nicht den vergünstigten Industriestrompreis erhalten.
Dann zahlen sie halt 17 Cent kWh Großkundenpreis. Es steht ihnen auch frei, sich tagsüber selbst (tlw) mit Strom zu versorgen.
Klappt das nicht, haben sie kein tragfähiges Geschäftsmodell.
Es ist aber nicht Aufgabe der Politik, das tragfähige Geschäftsmodell zu erfinden. Diese setzt nur Rahmenbedingungen. Es ist an den Geschäftsleuten sich innerhalb dieser profitabel zu bewegen. Schafft der Großteil der Betriebe in Deutschland.
Corros1on schrieb:
Zu deinem Schwenk auf Höcke
Ich bin nicht auf Höcke geschwenkt, sondern hatte ein Zitat von ihm im ersten Post auf den du geantwortet hattest.
Corros1on schrieb:
Das ist ein klassisches Strohmann-Argument.
Nein. Wir reden doch hier über die afd, oder?
Corros1on schrieb:
Das ist dein Lieblingsbegriff, oder? Zumindest kommt er hier in jedem deiner Posts vor.
 
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BDR529 schrieb:
Ok. Du nennst die Wirtschaftspolitik als möglicherweise valides Beispiel. Aber eine Regierung besteht nicht nur aus Wirtschaftspolitik, sondern etlichen weiteren Aspekten der Politik, die ebenfalls beleuchtet werden müssen. Was soll damit dann passieren?
Bei dem gesamten Thema hier geht es um die Wirtschaft die unzufrieden mit der Politik ist, daher habe ich die Wirtschaftpolitik (in der btw. die Grünen gerne mal als Versager und die CDU als Allheilmittel dargestellt wird) als Argument gebracht. Wenn du möchtest, kannst du auch gerne Beispiele aus anderen Bereichen der Politik bringen.

Digitalpolitik der Grünen -> Fokus auf Open Source mMn Solide
Sozialpolitik der Grünen -> unauffällig bis Solide
Außenpolitik der Grünen -> EU Freundlich
Energiepolitik der Grünen -> Kernkompetenz und Zukunftsgewandt.

Es ist ehrlich gesagt schon ein bisschen her, dass ich das letzte Wahlprogramm der Grünen durchgearbeitet habe und vielleicht bin ich nicht überall auf dem aktuellsten Stand, aber als ich das letzte Mal das Wahlprogramm gelesen habe habe ich dort viele Sinnvolle Ideen gelesen, was man von den Wenigstens anderen Parteien sagen kann. Und ja ich habe auch die Wahlprogramme der CDU und AFD zumindest auszugweise gelesen ... da stellt es mir zumindest die Nackenhaare auf.

Mir ist durchaus Bewusst, dass nur wenig, was im Wahlprogramm steht letztlich auch umgesetzt wird, aber im gegensatz zu manch anderer Partei versuchen es die Grünen wenigstens und in der Ampel war das mMn respektabel was sie geschafft haben ... Trotz der FDP

Und wenn schon im Wahlprogramm nur Mist drinn steht ... dann wirds in der Regierung idR nur noch schlimmer.
 
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mischaef schrieb:
Eigentlich vielsagend, wenn immer nur die gleiche Laier rausgeholt wird. Seltsam dass man dann nie solche Dinge wie das hier zu hören bekommt:
Das ist aber schon seit Jahren so. Ich finde es Beeindruckend wie manipulierbar die Masse ist. Was Herr Habeck da sagt zeigt halt nur wie wenig sich die Bürger scheinbar für Fakten interessieren. Man muss Verbal nur richtig auf die Kacke hauen und schon bekommt man die Masse von sich überzeugt. Trump macht das ja auch so... nur deftiger.

Die Union war 16 Jahre durchgängig am Drücker und hat so einiges verbockt. Dann kommt die Ampel und die Union schafft es ihr sämtliche Fehler anzudichten die sie selber begangen haben... mit Erfolg!

Die Ampel war doch nur damit beschäftig damit zu beginnen den riesigen Haufen Dreck zu beseitigen den die Union hinterlassen hat und hat dafür noch ordentlich Prügel kassiert. Denen wurden Knüppel zwischen die Beine geworfen wo es nur ging.

Hat der durchschnittliche Wähler ein Gedächnis wie ein Goldfisch oder was? Ich kann es mir mittlerweile nicht mehr anders Erklären warum die permanent wieder an die Macht kommen. Oder die Gehirne werden alle vom Dschungelcamp weichgespült bis sie nichts mehr merken.
 
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Pyrukar schrieb:
Digitalpolitik der Grünen -> Fokus auf Open Source mMn Solide
Sozialpolitik der Grünen -> unauffällig bis Solide
Außenpolitik der Grünen -> EU Freundlich
Energiepolitik der Grünen -> Kernkompetenz und Zukunftsgewandt.
Ja, das mögen ein paar valide Punkte sein. Aber gerade bei der Wirtschaftspolitik, die du selbst als Ausgangspunkt nennst, bleiben viele Kritikpunkte außen vor – etwa Regulierung, Energiepreise oder Unsicherheiten für Unternehmen. Deutschland ist nun mal ein (kapitalistisches) Land, das einen starken Wirtschaftszweig hat.

Auch bei der Energiepolitik sehe ich den strategischen Ansatz, aber die Umsetzung war teilweise chaotisch (z. B. Kommunikation beim Heizungsgesetz). Und wenn du selbst sagst, dass Wahlprogramme selten umgesetzt werden, ist es schwierig, sie als Hauptargument für die Qualität einer Partei zu nehmen, oder?

Für mich wirkt das weniger wie eine ausgewogene Bewertung und mehr wie ein Vergleich nach dem Motto „die anderen sind schlimmer“, was wiederum meine Aussage quasi wiederholt:

Leider muss man schon so weit gehen zu sagen, dass Partei A "das geringere Übel" ist als Partei B und C
 
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BDR529 schrieb:
Auch bei der Energiepolitik sehe ich den strategischen Ansatz, aber die Umsetzung war teilweise chaotisch (z. B. Kommunikation beim Heizungsgesetz)

Das lag aber nicht an der Partei, sondern weil sich ein Koalitionspartner mutmaßlich dazu entschlossen hat, ungelegte Eier dem Srpinger-Verlag anzudrehen.
Jetzt ist es Geschichte, warum sind die Leute trotzdem nicht Happy?....

BDR529 schrieb:
etwa Regulierung, Energiepreise oder Unsicherheiten für Unternehmen.

Dann ist es jetzt besser als unter der Ampel? Ich frage, weil ich schaue nicht oft aus dem Fenster, was draußen so los ist.
 
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BDR529 schrieb:
Machst du hier bitte mal ein Konkretes Beispiel, das ist viel zu Vage um hier Sinnvoll zu Argumentieren
BDR529 schrieb:
Die sind Gesunken und mittelfristig sind Erneuerbare + Speicher der Beste Weg um bezahlbaren Strom zu bekommen. Die Fossilen Energiekosten sind Weltmarktgetrieben und unvorhersehbar. Daher haben die Grünen immer das Ziel gesetzt unabhäniger von den Fossilen Energieträgern zu werden. Ich sehe hier nirgends ein Verschulden der Grünen, das die Energiepreise gestiegen sind. Wenn die CDU ernsthaft etwas gegen die unter Rot Grün eingesetzte EEG Umlage machen hätte wollen, hätten sie 16 Jahre lang zeit dafür gehabt. Sie haben das Gesetzt aber nur mehrfach umgebaut und nicht abgeschafft.
BDR529 schrieb:
Unsicherheiten für Unternehmen
Von welchen Unsicherheiten sprichst du denn? Nicht zu wissen ob Trump nicht vielleicht dem nächsten Ölförderland den Krieg erklärt? Der Sicherste Strom ist der, den man Unabhänig von der Weltlage zur verfügung hat ... Statt in Verbrenner hätten unternehmen auch in Speichertechnologien investieren können. Einige Durchbrüche für moderne Energiespeicher kommen aus Deutschland ... aber da die deutsche Industrie kein interesse an Zukunftstechnologien hat, gehen die Erfindungen dann für die Produktion nach China ... genau wie Photovoltaik und Windkraftanlagen zuvor ... nicht zuletzt deutsche Forschung und Technologie mit denen China jetzt den Markt flutet.
BDR529 schrieb:
aber die Umsetzung war teilweise chaotisch (z. B. Kommunikation beim Heizungsgesetz)
Keinesfalls Chaotisch ... Das ist leider eine Schmutzkampagne der Springermedien gewesen. Wer sich mit dem Gesetz beschäftigt hat findet darin viele sehr vernünftige Ansätze. Nicht alles war perfekt aber es war ein guter Schritt in die Richtige Richtung ... was die CDU jetzt natürlich wieder zunichte machen musste.
Klar eine Heizung auf Basis Erneuerbarer Energien ist teurer in der Anschaffung und im Mehrfamilienhaus auch echt nicht ganz einfach umzusetzen. Aber dass jetzt wieder Gasheizungen eingebaut werden können ist einfach nur Kurzsichtig und stößt alle Mieter in Deutschland vor den Kopf und subventioniert Gasversorger und Vermieter.
Denn der Vermieter kann jetzt wieder die Billige Gasheizung Einbauen und der Mieter muss die zweifellos steigenden Gaspreise zum heizen Zahlen. Reine Lobbypolitik.
BDR529 schrieb:
Für mich wirkt das weniger wie eine ausgewogene Bewertung und mehr wie ein Vergleich nach dem Motto „die anderen sind schlimmer“, was wiederum meine Aussage quasi wiederholt:
In einer Demokratie wie wir sie in Deutschland haben ist es idR unmöglich eine Partei zu finden, die jeden einzelnen Standpunkt nach meinem Interesse hat. Eine Abwegung, mit welcher Partei man die größten Gemeinsamkeiten hat ist für eine Informierte Entscheidung also unausweichlich ... deshalb gibts ja Tools wie den Wahl-o-Mat
BDR529 schrieb:
Und wenn du selbst sagst, dass Wahlprogramme selten umgesetzt werden, ist es schwierig, sie als Hauptargument für die Qualität einer Partei zu nehmen, oder?
Nach welchem Argument würdest du denn die Qualität einer Partei bewerten?
 
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Pyrukar schrieb:
Na jetzt hast du aber einen komischen Strohmann aufgestellt.
Bist du wirklich so beschränkt in deinem Horizont? Es gibt auch in Kleinstädten mit ländlicher Prägung Kleinwagen, bspw. um damit zur Arbeit zu pendeln. Stichwort Zweitwagen. Der ist im ländlichen Raum häufiger anzutreffen als in der urbanen Metropole. Weiter sind diese kleinen Fahrzeuge besonders bei Pflegediensten sehr beliebt, weil eigentlich mal günstig in der Anschaffung und den Betriebskosten.
Deshalb ist auch der Einwurf von Alphanerd Blödsinn. Eine zusammengewürfelte Flotte aus 10 Jahre alten Stromern ist praxisfern. Mag für ein einzelnes Individuum vielleicht ausreichen, aber schön, dass jetzt wieder andere entscheiden, womit man sich zu begnügen hat.

Pyrukar schrieb:
3. Sind das was du jetzt beschreibst keine klassischen Anwendungsgebiete für Kleinstautos. Auf dem Dorf ist ein Golf häufiger anzutreffen als ein UP um mal bei der selben Firma zu bleiben. und ein Moderner Golf ist kein Kleinstwagen mehr.
Siehe oben

Pyrukar schrieb:
Das es im Ländlichen Bereich keinen vernünftigen ÖPNV gibt hat keiner Bezweifelt aber um ehrlich zu sein, auch in Kleinstädten gibt es mehr als genügend E-Roller inzwischen
Subjektive Realität vs. objektive Evidenz
 
Dr. MaRV schrieb:
Weiter sind diese kleinen Fahrzeuge besonders bei Pflegediensten sehr beliebt, weil eigentlich mal günstig in der Anschaffung und den Betriebskosten.
Deshalb ist auch der Einwurf von Alphanerd Blödsinn. Eine zusammengewürfelte Flotte aus 10 Jahre alten Stromern ist praxisfern. Mag für ein einzelnes Individuum vielleicht ausreichen, aber schön, dass jetzt wieder andere entscheiden, womit man sich zu begnügen hat.
Lol. Ich habe auf das hier geantwortet:

Haupteinsatzzweck für Klein- und Kleinstwagen ist der städtische Verkehr und Kurzstrecke
Ich muss da die Pflegedienste (bei denen ich übrigens bald ein viertel Jahrhundert arbeite) überlesen haben und bin fälschlicherweise von Privatpersonen ausgegangen. Kein Pflegedienst kauft oder least (lang) gebrauchte Fahrzeuge.

Ich habe übrigens nur ein Beispiel genannt was es so gibt und nicht "entschieden, womit sich andere zu begnügen haben". Fällt es dir wirklich so schwer sinnerfassend zu lesen? Es gibt natürlich genug andere Optionen.
 
Dr. MaRV schrieb:
Es gibt auch in Kleinstädten mit ländlicher Prägung Kleinwagen, bspw. um damit zur Arbeit zu pendeln. Stichwort Zweitwagen.
Ja, das habe ich nie in abrede gestellt, war aber auch nicht teil deines Ursprünglichen Arguments. Ich habe schon in meinem Ersten Post zum Thema Kleinwagen klar gestellt, dass es im ländlichen Raum anders aussieht als im Städtischen umfeld, wobei ich auf deine Aussage bezug genommen habe, dass Kleinstwagen hauptsächlich im Städtischen Umfeld genutzt werden. Ich will dir nichts unterstellen, aber würde es dir etwas ausmachen meine Kompletten Beiträge zu lesen und nicht nur die Argumente, die du lesen möchtest.
Also versuche ich es eben nochmal, vielleicht kommt der Punkt ja beim zweiten mal bei dir an.

In ländlichen Gebieten ist die EFH bzw. die Eigentumsquote extrem Hoch, wodurch sich Photovoltaik mit Speicher und Ladesäule und somit E-Autos extrem schnell armortisieren. Wäre es nicht geil fast kostenlos zur arbeit zu Pendeln und dennoch die Pendlerpauschale zu kassieren? Bei E-Autos gerade im Kleinstwagen Bereich ist halt die Deutsche Autoindustrie nahezu nicht konkurenzfähig und das hat nix mit EU verordneten Assistenzsystemen sondern einfach nur einem Tiefschlaf der Industrie zu tun. Die haben einfach den Schuss nicht gehört und jetzt ist ihnen die Konkurrenz eben meilenweit voraus.

Dr. MaRV schrieb:
Subjektive Realität vs. objektive Evidenz
Gut wenn du schon mit diesem Argument kommst, dann hast du ja offensichtlich Objektive Evidenzen um mich vom Gegenteil zu überzeugen ... Gerne her damit. Ich lerne gerne etwas neues.
 
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tomgit schrieb:
Solange es Geld und wegfallende Restriktionen für die Automobilbranche gibt, ist doch alles gut?
Welche wegfallenden Restriktionen habe ich verpasst?

Und wenn es der Automobilbranche denn wenigstens gut gehen würde.
Auch durch die ganzen Restriktionen gehts der Branche, der Deutschland mit am meisten den Wohlstand verdankt, ziemlich schlecht.
 
Alphanerd schrieb:
Das ist dein Lieblingsbegriff, oder? Zumindest kommt er hier in jedem deiner Posts vor.
Schön, dass wir über meine Wortwahl und Strompreise im Detail sprechen, aber das ändert nichts am vernichtenden Urteil der IT-Branche gegenüber der Regierung. Solange die Rahmenbedingungen (Bürokratie, Kosten, Stillstand) so bleiben, bleibt das "blaue Wunder" die logische Konsequenz – egal wie oft du meine Begriffe zählst oder die Verantwortung auf die Unternehmen abschiebst. Hast du auch ein Argument zum eigentlichen Thema, also dem Versagen der Digitalpolitik?
 
Beelzebot schrieb:
"Links/Rechts" ist kompletter Unsinn, ob die Reise nach Vorne geht ist entscheidend.

Da gebe ich dir völlig recht. Aber nur, weil etwas progressiv ist, muss es nicht vorteilhaft sein. Auch schlechte Ideen können progressiv sein.

Mit "Links ist vorbei" meinte ich, dass auf absehbare Zeit die Dominanz klassisch linker Ideen im Politischen und darüber hinaus vorbei sein wird. Linke Vorstellungen haben sich seit den 68ern immer weiter ausgebreitet, was besonders damals auch nötig war. Nur haben sie eben ihren Zenit mittlerweile überschritten. Sie verlieren sich in identitätspolitischen Wahnvorstellungen und alten Phrasen.

Rechts wirkt heute in vielen Belangen progessiver als Links, das schon lange selbst weitgehend zum angestaubten Establishment geworden ist. Und das spiegelt sich eben auch im Wahlverhalten junger Menschen wieder. Eine SPD - ehemals Volkspartei - lebt heute z.B. fast nur noch von ihrer alten Stammwählerschaft, die nach und nach wegstirbt. Eigentlich keine Partei schneidet bei den jungen Menschen so schlecht ab. Auch insgesamt haben wir in der Bevölkerung eigentlich ein starkes Mandat für eine rechtere Politik, wenn man sich die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag und in Unfragen anschaut.
 
Pyrukar schrieb:
Faschismus hat nix mit Wirtschaftspolitik zu tun.

Da hast du meinen Beitrag nicht richtig gelesen. Ich sagte, dass der Faschismus aus Italien stammt und dass es zwischen NSDAP und AfD (sofern man hier einen Vergleich ziehen möchte) auch andere Unterschiede gibt - z.B. die wirtschaftspolitische Ausrichtung. Ich wollte darauf hinaus, dass einfach heute alles in einen Topf geworfen wird, ohne zu differenzieren; der Nazi-Begriff wurde komplett sinnentleert. Jemand kann ein Rassist sein, aber kein Nazi (z.B. der KKK); jemand kann ein Sozialist sein, aber kein Nationalsozialist; jemand kann ein Feind des Isalm sein, ohne ein Rassist zu sein. Die Trennschärfe bzw. das intellektuelle Niveaus ist einfach bei vielen komplett verloren gegangen.
Noch dümmer ist ist Gleichsetzung von rechts mit rechtsradikal oder gar rechtsextrem. Es wird einfach alles in einen Topf geworfen, weil einem das gut in den Kram passt.

Btw. ist die AfD neben der Union sicherlich die am wenigsten antisemitische Partei im Bundestag - schon das spricht gegen einen Nazi-Vergleich. Der linke Antisemitismus hat leider massiv zugenommen und das zieht sich auch durch Parteistrukturen.


Pyrukar schrieb:
Wir exportieren aber auch viel Strom ...

Und bei Überproduktion müssen wir den anderen sogar Geld für die Abnahme zahlen. Klasse, oder? :daumen:


Pyrukar schrieb:
und ich weiß ja nicht ob dir das schon mal jemand gesagt hat, aber Akku Speicher für Großanlagen sind in den letzten Jahren massiv im Preis gefallen ... soweit, dass es heute Billiger ist mit Akkus abzufedern als für die Nacht bzw. eine kurze Dunkelflaute ein Kraftwerk vorzuhalten.

Wir sind weiterhin in exterm hohem Maße auf Energieimporte bzw. fossile Energien angewiesen. Erzähl keinen Quatsch. Wir sind ganz weit davon entfernt, den Energiebedarf für unsere Volkswirtschaft in Dunkel- und Windflauten mit Akkus oder sonstigen Speichern abzufedern.


Pyrukar schrieb:
Erneuerbare Energien mit Akku Speicher sind prinzipiell günstiger Grundlastfähig als Großkraftwerke. Ach ja schneller aufgebaut sind sie natürlich auch noch ...

Und trotzdem gibt es sie bei weitem nicht in ausreichendem Maße - finde den Fehler.

Pyrukar schrieb:
der Verbrennermotor hat nämlich international keine Zukunft,

Es ist völlig utopisch, dass man alle konventionell-motorsierten Fahrzeuge der Welt - besonders in absehbarer Zukunft - durch E-Fahrzeuge ersetzen kann, das haut schon mit den vorhandenen seltenen Erden bzw. deren Fördermenge nicht hin.
Die deutsche Autoindustrie hätte noch eine ganze Weile gutes Geld mit Verbrennungsmotoren verdienen können. Aber der Staat musste sich einmischen - nicht getrieben von wirtschaftlichen, sondern von Klima-Ziel-Ambitionen. Was wir davon haben, sieht man jetzt - die Konzerne sind massiv unter Druck geraten. Wenn Staaten sich massiv in wirtschaftliche Entscheidungen einmischen, geht das selten gut aus.


Pyrukar schrieb:
Der Mittelstand braucht mehr Konsum im Eigenen Land ... und das geht nur mit, laut deiner Einschätzung Sozialistischer, Umverteilung von Oben nach Unten.

Das ist doch eine Milchmdächenrechnung. Weil das Geld anderes verteilt wird, heißt das nicht automatisch, dass deshalb mehr ausgegeben wird und mehr Wirtschaftswachstum entsteht. Es spricht auch nichts dagegen, in gewissem Maße umzuverteilen, aber es ist fatal, so etwas als langfristig tragfähiges volkswirtschaftliches Konzept anzusehen.


Pyrukar schrieb:
Aber ich bin durchaus interessiert, welche Guten wirtschaftlichen Anreize wollen denn CDU oder von mir aus auch AFD schaffen um die Wirtschaft in schwung zu bekommen? Please tell me.

Es geht um bessere Rahmenbedingungen. Abgaben und Bürokratie müssen sinken, ebenfalls wie die Energiekosten. Außerdem muss es wieder attraktiver werden, zu arbeiten. Wenn du heute niedrig-qualifiziert bist und ein, zwei Kinder hast, dann lohnt es sich leider finanziell eigentlich nicht mehr, arbeiten zu gehen. Auch das muss sich ändern. Aber vor allem muss der Staat verschlankt werden. Dieser nimmt massiv Geld ein und häuft trotzdem immer weiter Schulden an - hier laufen einfach grundlegend Dinge falsch. Am besten sollten wir hier mal Herrn Milei einfliegen und der macht dann tabula rasa.


Pyrukar schrieb:
Okay ernsthaft, alles was ich von der AFD bisher mitbekommen habe waren ausnahmslos Looser Takes aber du kannst ja doch sicherlich gute Beispiele nennen, bei denen die CDU oder die AFD gerade die besten Lösungen haben und die anderen sie Blockieren ... Beispiele bitte!

Ich habe keine Ahnung, was du mit "Looser Takes" meinst (irgendwelche Shorts bei TikTik und YT?). Im Hinblick auf die CDU fängt es damit an, dass wir uns den Sozialstaat in der jetzigen Form einfach nicht mehr leisten können. Die CDU würde hier auch handeln wollen, aber die SPD bremst eben und meint, man könne sich auch in so schweren Zeiten weiterhin einen Sozialstaat auf diesem Niveau leisten.
Sozialstaat wiederum ist auch eng verknüpft mit Migration - und hier ist die AfD leider die einzige Option, wenn man eine wirklich restriktive Asylpolitk möchte. Etwa die Häfte aller Grundsicherungsempfänger haben keinen deutschen Pass. Auch befinden sich etwa 300.000 Personen im Land, die weder Asyl noch subsidiären Schutz anerkannt bekommen haben. Auch insgesamt müsste man mehr Anstrengungen unternehmen, Personen zurückzuführen (etwa jetzt nach Syrien). Wenn du alle Aufwendungen des Staates für Ayslbeweber pro Jahr betrachtest (also Geld, Unterkunft, Verwaltung, Mehrausgaben für mehr Lehrer, Erzieher, Polizisten), dann bist du bei deutlich über 40 Mrd. jedes Jahr. Hätten wir hier nur Personen, die wirklich asylberechtig sind (was eine deutliche Minderheit ist in der Gruppe der Asylmigranten darstellt), dann ließe sich hier enorm viel Geld einsparen - und das ist nur der finanzielle Aspekt.


Pyrukar schrieb:
Ich glaube du verwechselst da gerade Sozialistische und Soziale Marktwirtschaft,

Nein, ganz sicher nicht. Da die Soziale Marktwirtschaft auf Ludwig Erhard (CDU) zurückgeht. Die SPD ist eine sozialistisch geprägte Partei - ihre Jugendorganisation sind auch heute noch die JUSOs - das steht für "Jung-Sozialisten". ;) Die Günen wiederum hatten in ihrere Anfangszeit eine starke kommunistische Strömung und haben auch heute in Teilen zumindest noch sozialistische Aspekte in ihren wirtschaftspolitischen Vorstellungen. Zur Linken brauche ich jetzt nichts sagen, oder?


Pyrukar schrieb:
Kurzgesagt, das eine ist linksgerichtete Europäische Wirtschaftspolitik

Die SM wurde als nationalstaatliche volkswirtschaftliche Ordnung geschaffen. Die hat absolut nichts mit "europäischer Wirtschaftspolitik" zu tun. Denn die sozialstaatliche Absicherung der Arbeitnehmerschaft ist ein wesentlicher Aspekt der SM und darüber entscheidet auch heute noch jeder Staat alleine, sofern kein Verstoß gegen die Menschenrechtscharta oder so vorliegt.
Sie ist sofern links, dass es um eine stärkere Kontrolle der Wirtschaft und die Stärkung der Rechte von Arbeitnehmern geht gegenüber einem liberalen Wirtschaftskonzept. Trotzdem war die CDU damals eine sehr rechte und sehr konservative Partei.


Pyrukar schrieb:
und das andere ist hin und wieder mal in Fernost zu finden (gewesen).

Dein Ernst? Ernsthaft? Oh Mann... Schon mal was von dieser DDR gehört??? Auch in Lateinamerika gab es schon etliche sozialistische Regime. Die UdSSR - schon mal gehört??? :freak:
 
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