News Kanadischer Gerichtsbeschluss: Google muss Links weltweit aus dem Index nehmen

mischaef

Kassettenkind
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#1
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#2
„Was passiert, wenn ein chinesisches Gericht die Entfernung aller taiwanischen Seiten aus dem Index anordnet? Oder wenn ein iranisches Gericht befiehlt, alle schwulen und lesbischen Seiten aus dem Index zu nehmen?“
Genau das ist das Problem bei Urteilen, die weltweit gelten sollen.

Utopische Kasperköppe, die sich einbilden, über ihre Landesgrenzen hinweg Recht sprechen lassen zu können.
 

FSS

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#3
Genau das ist das Problem bei Urteilen, die weltweit gelten sollen.

Utopische Kasperköppe, die sich einbilden, über ihre Landesgrenzen hinweg Recht sprechen lassen zu können.
Ja, man sieht immer öfter, dass die Rechtssprechnung bzw. die Gesetzeslage vollkommen veraltet ist und den Schritt ins Zeitalter der globalen Digitalisierung komplett verschlafen hat. Gleiches gilt übrigens und insbesondere für das Steuerrecht.
 

valnar77

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#4
Jap. Meiner Ansicht nach verstoßen sie gegen die Souveränität des fremden Staates. Genau wie die USA, wenn sie ohne den Rechtsweg über ein Rechtshilfeersuchen einzuhalten Daten von Servern mit Standort DE/EU haben wollen.
 

Wilhelm14

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#6
Der Streit wirkt jetzt natürlich grotesk. Mich würden aber mehr Details zum Ursprung interessieren. Man sucht auf Google nach einer SPS (oder Zubehör) und als Treffer tauchen Plagiate oder patentverletzende Produkte auf, sodass der Hersteller des Originals sich benachteiligt sieht. Sollte der Hersteller nicht gegen den vermeintlichen Fälscher vorgehen oder hat er das schon? Wenn der Fälscher also erfolgreich beklagt wurde, dürfte er keine Produkte mehr verkaufen und Google-Treffer nur noch auf verwaiste Angebote hinweisen. Ich stelle mir das vor, wie eine Google-Suche nach iPhone 8 und als Treffer werden nur Chinashops mit Klonen gelistet. Das würde Apple auch nicht gefallen.

Generell nationales Recht international durchsetzen zu wollen ist unmöglich. Die Menschen und ihre jeweiligen Gesetze sind viel zu verschieden.
 
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#7
Genau, zensieren wir einfach weltweit alles, was irgendwem irgendwo nicht passt :rolleyes:

Google ist eine Suchmaschine, die nur zeigt, was es ohnehin gibt. Wenn die Firma ein Problem mit dem Ergebnis der Suche hat, dann soll sie da ansetzen, und NUR da. Und wie kommt bitte der Supreme Court Kanadas dazu sich einzubilden Rechtsprechung für andere Länder machen zu können?
 
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#8
@Moep89
Du hast das Urteil offensichtlich nicht verstanden. Sie machen keine Urteile für andere Länder, sondern es gilt für einen (ausländischen) Konzern weltweit. Das ist ein echter Unterschied.
 
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#9
Es ist natürlich blödsinn, nationales Recht international umsetzen zu wollen, wenn es sich dabei nicht gerade um US-Recht handelt ;)

Ich finde alerdings auch, dass ein Suchmaschinenanbieter hier nicht der richtige Ansatzpunkt ist ... wenn es sich bei dem Gerät tatsächlich um ein Plagiat handelt, dann muss das mit dem Fälscher ausgehandelt werden. Patentgebühren einklagen und an den Plagiaten mitverdienen ... so wie US-Firmen das seit langem machen.
 
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#10
Eine Suchmaschine kann nichts dafür...
Wann kapieren die das endlich?
Der Übeltäter muss dran glauben ;-)

Und ja, bei Internet wollen die Länder das immer...
 
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#12
Hallo @ all,

ich denke hier geht die Diskussion an den eigentlichen Tatsachen vorbei. Ich denke nicht, daß das Urteil so zu verstehen ist, daß Google jegliche Treffer zu dem Produkt zensieren soll, sondern die sogenannte "sponsored links", die bei Google gekauft werden, und von Google oberhalb des Suchbegriffs platziert werden. Also nicht Google als Suchmaschine wird verdonnert, sondern Google als direkter Werbepartner.
 
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#13
@Moep89
Du hast das Urteil offensichtlich nicht verstanden. Sie machen keine Urteile für andere Länder, sondern es gilt für einen (ausländischen) Konzern weltweit. Das ist ein echter Unterschied.
Faktisch greifen sie damit in die Rechtsprechung der anderen Länder ein, da sie ihre Auffassung von Recht dort durchsetzen lassen wollen.


@BlackWidowmaker
Nein, so wie ich den Artikel und das verlinkte Urteil verstehe, geht es darum, dass Google Links zu der betroffenen Seite aus dem Index enfernen muss. Von Werbeeinblendungen steht da nichts.
 
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#14
Ja, man sieht immer öfter, dass die Rechtssprechnung bzw. die Gesetzeslage vollkommen veraltet ist und den Schritt ins Zeitalter der globalen Digitalisierung komplett verschlafen hat. Gleiches gilt übrigens und insbesondere für das Steuerrecht.
Du glaubst also, dass die Welt nur noch nicht genug Zeit hatte, globalen Frieden, Freude, Eierkuchen zu schaffen und wir irgendwann auch eine globale Gesetz-, auch Steuergesetzgebung bekommen? Der ist gut :lol: - dream on.

Jap. Meiner Ansicht nach verstoßen sie gegen die Souveränität des fremden Staates.
Würdest du auch so denken, wenn dieser 'souveräne Staat' Mord oder Kindsmissbrauch legalisieren würde? Es geht ja eh nur um die Ahndung in Kanada, aber ein Verbot von gesetzeswidrigen Handlungen gilt immer weltweit. Weil man eben (auch Firmen), den Landesgesetzen unterliegt.
 
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#16
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#17
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#18
Da hat wohl jemand bei der "Patentanmeldung" gepennt :D und versucht sich jetzt durch die Hintertür aus der Affäre zu ziehen.

Es geht ja eh nur um die Ahndung in Kanada, aber ein Verbot von gesetzeswidrigen Handlungen gilt immer weltweit. Weil man eben (auch Firmen), den Landesgesetzen unterliegt.
Es geht eben nicht nur um Kanada
Google musste auf richterliche Anordnung alle Verweise auf Datalink bezüglich des Produktes aus seinem weltweiten Index löschen.
Würde sich das nur auf die Suchergebnisse in Kanada beziehen säh ich da kein großes Problem.
 
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#19

mischaef

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