KVM Switching für Desktop und Laptop

Scaatis

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Hallo alle zusammen.

Ich ergründe gerade die technischen Möglichkeiten, meine Elektronik auf einen Schreibtisch zu reduzieren. Ich fasse mal meine bisherigen Gedanken und Ergebnisse zusammen und würde mich über euer Input freuen. Ein paar konkrete Fragen noch weiter unten.

Das Ziel

Drei Bildschirme sowie Eingabegeräte (Tastatur, Maus, USB-3 Webcam sowie vielleicht ein USB headset und/oder klassisches 3.5mm Klinken headset) zwischen meinem Arbeitslaptop und meinem privat-Desktop hin- und her wechseln.
Es sollen auf jeden Fall exakt drei Bildschirme sein. 1080p@60 war immer genug für mich, aber jetzt wurde mir an anderer Stelle in diesem Forum 1440p@144 schmackhaft geradet. Einer oder mehr Bildschirme in dieser Auflösung wären also potenziell von Interesse. Auch so moderner Schnickschnack wie AMD FreeSync wäre mal interessant (Graka ist eine AMD RX 6700).

Bereits vorhanden​

Im Augenblick besitze ich vier Bildschirme, alle 1080p@60, Modelle sind nicht wichtig. Für den Laptop habe ich dieses USB-C Dock.

Die Möglichkeiten

1. Höhlenmensch: Gar kein KVM Switch

Also sprich in jeden Bildschirm gehen zwei Signalkabel rein, eines vom Laptop Dock und eines vom Privat-Tower. Der Tower bekommt die Displayports (oder heißt das Displayport-ports?), der Laptop die HDMI ports.

Vorteile
  • Günstigste Lösung, weil kein teurer Switch
  • Aufteilung auf mehrere Ports erlaubt quasi jede Kombination von Auflösung und Framerate, zumindest vom Desktop aus.
  • Bildschirme können einzeln hin- und her- gewechselt werden (werde ich nicht viel nutzen, daher nicht wichtig, aber anmerken will ich es trotzdem)
Nachteile
  • Viele Kabel zu den Monitoren
  • Bildschirme können nicht alle zusammen mit einem Knopfdruck gewechselt werden
  • Keine Lösung für USB Geräte

2. Klassisch: Triple Monitor KVM Switch mit HDMI​

Kabel vom Dock/Tower gehen in einen Triple Monitor KVM Switch und von dort zu Bildschirmen und Peripherie. Bei Triple Monitor KVM Switches gibt es nicht so viel Auswahl, es ist im Grunde genommen dieser hier. Der hat zwar (teils HDMI geschuldete) Einschränkungen was Auflösung/Framerate angeht, aber 1440p@144 ist explizit unterstützt.

Vorteile
  • Die features eines KVM switches halt: Mit einem Klick wechseln, USB Geräte wechseln mit, ich glaube die Bildschirme lassen sich auch einzeln wechseln. Der hier kann wohl sogar Ethernet (kommt das dann aus dem USB bei den Rechnern an?)
Nachteile
  • 600€ Gerät
  • Unklar, ob FreeSync unterstützt wird
  • Immernoch viele Kabel, wenn auch nicht mehr bis zu den Bildschirmen

3. Modern: KVM Switch mit DisplayPort Daisychaining​

DisplayPort kann ab 1.2 MST (multi-stream transport) und damit mehrere Bildschirme in Reihe hintereinander Schalten und über den gleichen Port anschließen. Ich käme also mit einem Dual Monitor oder sogar einem Single Monitor KVM Switch aus.

Vorteile
  • Weniger Kabel, weil mehrere Bildschirme über ein Kabel laufen
  • Günstigerer KVM switch
Nachteile
  • Mindestens 2 spezielle Monitore benötigt, die einen DP Ausgang haben, um sie hintereinander zu schalten. Das haben meine aktuellen nicht.
  • Sehr undurchsichtig, welche Kombinationen von Auflösung/Refresh rate unterstützt werden. Die meisten Geräte, die ich gefunden habe, unterstützten DisplayPort 1.2. Wenn ich den Wikipedia Artikel richtig verstehe, kann das einen Display auf 1440p@172. Es würde also gerade so nicht für 1440p@144 + ein mal 1080p@60 reichen. Es müssten also zwei Ports sein oder doch nur 1080p@60 auf allen Monitoren (davon gehen drei durch ein Kabel. Krass.)
  • Gleiches Problem bei der Graka. Die kann angeblich DisplayPort 1.4, aber explizit genannt wird MST in den Specs nicht.

4. Postmodern: USB-C Switch​

Nach den Nachforschungen zu DisplayPort Multistream und dessen sehr reelle Beschränkungen blickte ich voller Unglauben auf dieses USB-C Dock. Das Ding hat drei Display Ausgänge, 5 mal USB 3 (einmal davon 5GBit USB-C), Gigabit Ethernet und noch 80W Strom nebenbei. Das Dock kommt von meinem Arbeitgeber, deswegen hatte ich micht noch nicht wirklich damit beschäftigt. Wie kann das möglich sein? Die Intransparenz, welches Protokoll da jetzt wirklich gesprochen wird, ist bei Docks wohl noch schlimmer als bei den DisplayPort Geräten, aber es kann eigentlich nur Thunderbolt Alternate Mode sein, was lockere 40GBit Durchsatz hat. Krasse Technologie. Man könnte also einen KVM Switch basierend auf dieser Technologie hinstellen, den Laptop und Tower mit jeweils einem (!) Kabel daran anschließen, und die ganze Peripherie dann an das Teil.

Vorteile
  • Absolutes Minimum an Kabeln
  • Weltraumtechnologie
Nachteile
  • Gibt es so einen Switch überhaupt? Ich habe zwar USB-C KVM Switches gefunden, aber die hatten maximal zwei HDMI Ausgänge. Ist die Welt noch nicht bereit für derartige Macht?
  • Evtl. Einschränkungen bei Auflösung/Refresh rate? 1440p@144 sind rein rechnerisch 12.7Gbit, da wären also rein rechnerisch sogar drei von drin (nicht dass ich das vor hätte)
  • Mein Mainboard im Tower hat zwar einen USB-C Port, aber das ist wahrscheinlich eher so ein langweiliger USB 3.2 port mit seinen absolut lahmarschigen 5 GBit und nicht so ein absoluter Chad port wie an dem Laptop. Ich müsste da also auch Hardware tauschen. Gibt es die überhaupt? Für einen Desktop erscheint so ein Port ja paradox - da hast du ja alle möglichen Anschlüsse am Gerät, warum also alles durch ein USB-C Kabel ballern? Müsste ich dieses Feature überhaupt an einem Mainboard suchen oder an einer Grafikkarte?

5. Return to monke: Das Dock als Switch​

Wenn dieses Dock doch so ein cooles Gerät ist, warum nicht Lösung 1 mit Lösung 4 verbinden: Es steht das Dock auf dem Tisch und zum Wechseln wird das USB-C Kabel von Laptop in Tower oder umgekehrt gewechselt.

Vorteile
  • Entfernt eine Unbekannte der Lösung 4: Das Dock existiert und funktioniert
  • Technisch gesehen noch ein Kabel weniger als mit switch
  • Ein Gerät weniger, weil das Dock den Switch ersetzt
Nachteile
  • Es kann nur alles gleichzeitig gewechselt werden (nicht besonders schlimm)
  • Wechsel erfordert ein Kabel umstöpseln, eventuell auch hinten in den Rechner. Das ist schon mehr Höhlenmensch als Weltraumtechnologie, besonders wenn ich es mindestens zweimal am Tag machen muss
  • Die Unbekannte der Hardware im Tower-PC bleibt
  • Der HDMI Port des Docks ist ziemlich beschränkt, der könnte nichtmal 1440p@60. Das betrifft aber nur den einen Ausgang, die beiden anderen sind DisplayPort und müssten rechnerisch 1440p@144 können

Schluss​

Falls du noch da bist: Danke, dass du meine wirren Gedanken so lange mitverfolgt hast. Ich glaube, Lösungen 1-3 recht ausschöpfend erforscht zu haben, aber wenn ich was übersehen habe, lasse ich micht da gerne eines Besseren belehren. Besonders interessieren würden mich die Fragen zu 4: Gibt es die Hardware, die ich da bräuchte, überhaupt?

Ich würde mich über euer input freuen, und bitte, den längeren Post zu entschuldigen.
 
Laptops + PC Welt zu vereinen ist tatsächlich schwer.

Jetzt wäre natürlich noch gut gewesen wenn du alle beteiligten oder geplanten Geräte genau benannt hättest. Also, welche Laptop, was für ein PC? ;)

Aber ansonsten, viel und gut zusammen getragen.
Ein Themenbereich hast du übersehen.

Dein Dock ist ein Displaylink Dock.
Displaylink = ganz vereinfach ausgedrückt: eine externe Mini GPU. Hier werden alle Bildsignale extern erzeugt. Es wird kein echtes Bildsignal (HDMI oder Displayport) vom Laptop oder PC zum Dock übertragen. Das auszugebene Bild wird vom Laptop/PC vorberechnet, vom Displaylink Treiber in einen "normalen" USB Datenstrom verpackt, vom Dock ausgepackt und dann erst in echte Bildsignale umgewandelt.

Die Sache hat nur einen Haken: Das ist nur für eine einfach Office/Windows Desktop Darstellung zu gebrauchen. Wenn nur sowas gebraucht wird, ist das eine Möglichkeit. Bei anspruchsvollen Sachen, und das können schön hochauflösende Videos sein, kann es druchaus schnell eng = ruckelig werden, Spielen an daran angeschlossenen Monitoren ist gar nicht möglich.

Und auch generell zu deinen Überlegungen:
Du hast schon richtig erkannt: das Thema Auflösungen ist ein großes Thema.
Da bei deinem Dock die Signale erst im Dock erzeugt werden, geht hinten dran an dem Dock zwar einiges an Auflösung und Hz. Also das Dock gibts zwar Signale mit den Spezifikation "viel Auflösung und viel Hz" aus, und deine Monitore melden dann "oh, geil, hier liegt viel Auflösung und viel Hz an". aber wie gesagt, die Leistung zwischen Laptop und Dock ist trotzdem sehr gering. Einmal weil keine GPU Leistung und eben, zwischen Laptop/PC und Displaylink Dock muss alles durch den 10GB/s USB Datenstrom Flaschenhals.

Bei Docks die echte Displaysignale verteilen, also USB-C mit Displayport bzw. Thunderbolt Docks, ist der zentrale Flaschenhals die Strecke zwischen Quelle und Dock, hier ergibt sich die maximale Auflösung aller daran angeschlossener Monitore.

https://tomverbeure.github.io/video_timings_calculator

zu Variante 1:
richtig. Aber die kannst du einfach ergänzen, in dem du für die USB Geräte dann einfach einen günstigen USB-Switch dazu stellst und darüber die USB Peripherie schaltest.

Variante 2:
ja, im Prinzip richtig.

Variante 3:
im Prinzip richtig. Hier kann man noch ergänzen. es gibt Monitore mit integrierter KVM Switch Funktion. Es braucht hier also nicht zwingend überhaupt einen zusätzlichen Switch.

MST geht in der Windows Welt immer, es ist Bestandteil der Displayport Spezifikationen. Nur Apple baut hier künstliche Beschränkungen ein.

Aber wie gesagt, die maximale Auflösung aller angeschlossener Monitore ist dann auf DP 1.4 begrenzt

Variant 4:
Das krasse "was das kann" liegt an, siehe oben: Displaylink.
Das ist kein Thunderbolt.
Aber: Falls es bei dir auch vom PC aus nur um Office Darstellung geht, kannst du dieses Dock im Prinzip mit einem einfachen USB Switch zwischen PC und Laptop hin und her schalten. also deine Variante 5


Eine imaginäre Variante 4 neu mit einem Thunderbolt Dock kVM Switch wäre die geniale Lösung. Gibts aber in der Form nicht.
Und aus deinem Mainboard USB-C kommt kein Bildsignal. ;)
Aber: Grafikkarten der jüngsten Generationen haben durchaus schon USB-C mit Displayport oder gar Thunderbolt. Da kommt Daten USB und Displayport bzw. TB raus.
D.h. an so eine Grafikkarte und an einen Laptop mit USB-C mit DP bzw. TB könnte man theoretisch einfach ein TB Dock anschließen und dieses mittels Umstecken oder eines einfachen USB-C Switches zwischen PC und Laptop hin und herstellen.

Und es gibt TB Erweiterungskarten für PCs
https://geizhals.de/?cat=ioexpcard&xf=18853_2
Bei diesen wird von der Grafikkarte 2x DP 1.4 in die TB Karte geleitet, und die Karte erzeugt ein USB-C mit TB Signal worin dan auch DP enthalten ist.

Variante 5 ist eigentlich in 4 enthalten.

Variante 6:
KVM Switche für PC und Laptop Dock.
Ist offenbar ein zu junges Feld, dass die entsprechenden Hersteller da noch nicht so richtig was zu bieten haben.
Es gab mal ein Tesmart PCK0402A10, das konnte USB-C Dock und PC Switch in einem. Gibts aber nicht mehr.
Ein Vögelchen hat mir aber gezwischert, dass es mit einem HPC0403A1U einen Nachfolger geben wird.
Hier kann also Geduld helfen.

Variante 7:
Ggf. nochmal drüber nachdenken ob es 3x WQHD sein soll.
Es gibt ja auch Breitbildmonitore in verschiedenen Seitenverhältnissen:
z.b. 32:9 mit 5120x1440:
https://geizhals.de/?cat=monlcd19wi...1967_HDMI~12005_700~12021_KVM-Switch~14816_90
Damit hättest 2x Monitore erschlagen, der Monitor selbst wäre Dock für den Laptop, und für den PC und KVM Switch alle in einem.
Und wenn du dann wirklich den 3. WQHD brauchst: den steckst du einfach per HDMI direkt an den PC und Laptop, entweder mit 2 Kabeln jeweils direkt, oder nem simplen HDMI Switch.


Bis dahin noch ganz viel Lesestoff zum Thema Auflösungen
https://www.computerbase.de/forum/t...ch-wie-an-mein-notebook-anschliessen.2115844/


Und ja, wenn bei irgendsowas ein LAN Anschluss dabei ist, dann ist das immer in Prinzip eine USB Netzwerkkarte. Für den Hausgebrauch tut es das.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi species_0001! Vielen Dank für deine Antwort, das ist genau die Sorte Feedback die ich mir erhofft hatte.

DisplayLink hatte ich garnicht auf dem Schirm, vielen Dank für den Tipp! Das eliminiert die "Dock als Switch" Option effektiv. Für Arbeit sind diese Einschränkungen kein Problem, aber auf dem Privat-PC soll halt auch gezockt werden.

Der Ultrawide Monitor mit KVM support ist interessant. Ich bin mir nicht sicher, ob der die Ergonomie erreicht, die ich gerne hätte. Ich würde die Monitore gerne auf einem Arm montieren auch mit der Freiheit, sie auf vertikal zu drehen. Ich habe im Augenblick einmal Landscape und einmal Portrait und finde das eigentlich eine gute Kombi. Trotzdem Danke für die weiteren Optionen, ich werde die mir weiter überlegen.

Zur Hardware:
Der Laptop ist ein Dell Precision 7560
Der Tower ist selbst zusammengestellt, basiert auf dem Gaming-PC FAQ thread:
Mainboard: MSI B550-A Pro
CPU: Ryzen 7 3700X
Graka: AMD Radeon RX 6700

Der Artikel von Dell behauptet, dass der Laptop Thunderbolt kann. Mit einer entsprechenden Erweiterungskarte oder neuer Grafikkarte könnte ich quasi mit so einem Switch beide Eingabegeräte in ein Thunderbolt Dock laufen lassen?
 
Klingt interessant. Allerdings sieht es so aus als ob mein Mainboard keinen Thunderbolt header hat und damit die verlinkten Thunderbolt karten nicht unterstützen würde 🤔 Optionen, Optionen...
 
ok. schade.
ja, dann hast du besser aufgepasst als ich.
sorry
dann geht das nicht.

Dann wäre eine Grafikkarte mit USB-C mit DP die Alternative
https://geizhals.de/?cat=gra16_512&xf=17358_DisplayUSBCPort

wobei ich persönlich eben doch die Variante Monitor mit KVM am saubersten halte. Bei hintereinanderliegenden Ketten aus Switchen und Docks... wenn irgendwo was zickt, weißt du bei mehreren Geräten in Reihe nie wer wirklich schuld ist.
 
Scaatis schrieb:
Im Augenblick besitze ich vier Bildschirme, alle 1080p@60,
Respekt! Sowas ähnliches hatte ich vor 20 Jahren auch mal. Nur damals waren das noch Röhrenmonitore, und mir war die Stromrechnung egal, da Studentenwohnheim. 1080p ist schon irgendwie Steinzeit.

Zu USB-C: Ja, Cascading ist charmant, wenn es denn zuverlässig funktioniert, was nicht bei jedem Gerät der Fall ist.

6. Möglichkeit: 1 vernünftig großer Monitor.

Ich hab einen 42"-Monitor (16:9, 4K). Man kann auch einen curved 21:9 Monitor verwenden, sofern man das mag. Der Monitor hat 4 HDMI- und 2 DP-Anschlüsse. Die Umschaltung erfolgt per Fernbedienung am Monitor. Im Menü kann man auch einstellen, dass der Monitor automatisch umschaltet, wenn ein anderes Gerät gerade frisch angestöpselt oder gebootet wird.

Vorteil: 1 Monitor, kein KVM-Switch, kein Umschalten nötig, kein geteiltes Bild, weniger Kabel, geringerer Stromverbrauch, simplere Konfiguration, mehr Schreibtischfläche, da der Monitor logischerweise an die Wand kommt. Sowohl Arbeiten als auch Zocken macht mehr Spaß.
Nachteil: 1 brauchbarer Monitor kostet u.U. mehr als 3 antiquierte Mini-Monitore mit Legoklotzauflösung.

Für das ganze USB-Gerödel (Maus, Tastatur, Headset) gibt's USB-Switches.

Mit <4k würde ich heute nicht mehr anfangen beim Neukauf.
 
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Danke nochmal Species_0001 und Pummeluff für eure Antworten.

Wenn ich ein Landscape, 2-Monitor (bzw ein breiter) Setup wollte, würde ich euch zustimmen, der Monitor mit KVM switch wäre mit Abstand die beste Variante gewesen. Leider ist das einfach nicht das setup, dass ich bauen wollte.

Nach einigem rumüberlegen habe ich mich jetzt für die klassische Variante mit dem triple monitor KVM switch entschieden. Sie hat für mich einfach die wenigsten Unbekannten. Meine zweite Wahl war Thunderbolt dock + USB-C switch (ich habe sogar ein Thunderbolt dock gefunden, dass zwei Geräte kann also gleichzeitig ein KVM switch ist, allerdings hat das leider nur zwei Bildschirmausgänge).
Das hätte dann ein neues Mainboard + Thunderbolt Karte gebraucht und weitere große und kleine Unbekannte gehabt: Wären drei Bildschirme in der gewünschten Auflösung dann überhaupt drin gewesen? Die Thunderbolt Karte hat nur zwei DP Eingänge. Stellt der USB switch ein Bottleneck dar?

Obwohl ich jetzt keine eurer Vorschläge genommen habe, trotzdem nochmal Danke dafür, es war eine Augenöffnende Reise in neue Technologie.
Ich warte jetzt mal, bis alles ankommt, und poste dann wahrscheinlich nochmal ein Fazit, ob ich mit meiner Wahl zufrieden bin. Vielleicht kommt ja irgendwann nochmal jemand mit dem gleichen Problem.
 
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Ja bitte gerne ein Feedback. Das I-Tec Ding kannte ich bisher gar nicht. Danke für die Eigenrecherche und teilen dieser.

Ich würde doch nochmal auf dem Monitor mit KVM Switch rum reiten. ich war da ja auf Breitbild gegangen. @Pummeluff brachte ja einen großen 4:3 ins Spiel.

Ich will nicht sagen dass ich die komplette Marktübersicht hätte. Aber bei Dell gibts den Dell Monitor Manager mit dem man seinen großen Monitor in praktisch beliebige virtuelle Monitore teilen kann. Und so könnte man dort auch auf einer Hälfte einen großen Hochkant Monitor darstellen, und daneben noch 2 kleine FHD16:9
Oder eben neben einem großen Hauptmonitor, egal welches Format, dann den Zweitmonitor für Pivot Ansichten nehmen.
Ergänzung ()

Also z.B.

https://www.dell.com/de-de/shop/del...23qe/apd/210-bfis/monitore-und-monitorzubehör

https://www.dell.com/support/kbdoc/de-de/000060112/was-ist-dell-display-manager

Und gut möglich, dass es das auch bei anderen Herstellern gibt, aber das weiß ich nicht.
 
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Scaatis schrieb:
Ich warte jetzt mal, bis alles ankommt, und poste dann wahrscheinlich nochmal ein Fazit, ob ich mit meiner Wahl zufrieden bin. Vielleicht kommt ja irgendwann nochmal jemand mit dem gleichen Problem.
Total gerne! Ich bin nämlich auch auf der Suche nach einem KVM Switch (allerdings nur für einen Monitor, da bin ich anspruchslos) und Laptop von der Arbeit und privatem Desktop. Ich habe dazu bisher keine wirklich gute Quelle gefunden und habe den Thread hier sehr gerne mit gelesen.

Mein persönlicher Plan wäre ja:
Desktop über Kabel direkt an Bildschirm (von der Graka), dann USB Kabel vom "Gerät" an den Desktop. Irgendwie traue ich nämlich dem Ding nicht wenn das über USB-C vom Mobo auch das Bild übertragen soll. Bei dem Gerät, was du in deinem letzten Post erwähnt hast, bin ich mir halt nicht ganz sicher, ob das so klappt mit der Übertragung von Bildmaterial, aber das wäre definitiv eine offene Frage für mich.
Laptop nur per einem USB-C Kabel (mit Power delivery) an das "Gerät"
Am "Gerät" hängen Tastatur, Maus und Monitor.

Alternativ stünde die Anschaffung eines KVM Switch fähigen Monitors an. Da ich eh nen neuen Monitor möchte, wäre das jetzt nicht die größte Hürde, sondern eher das "klappt das eigentlich?". KVM Switch Monitor kost halt direkt mal 600, ein "Gerät" und ein "normaler" Bildschirm wären da noch günstiger (ich mag nur 27'' WQHD, da der Arbeitslaptop bei 4k nur 30 Hz liefert und ich > 27'' für zu groß halte (wir haben auf der Arbeit 38'' Dell Curved mit 1600p und Breite von xxl, der Bildschirm wäre mir definitiv viel viel viel zu groß und kann ja auch nur 60 Hz, ich hätt ja dann schon gern 144 Hz, wenn schon neuer Bildschirm).
 
species_0001 schrieb:
Du siehst ja, so ein KVM Switch alleine kostet ja auch 300€+
Jepp, genau das ist mein Problem :)
Von der Liste hatte ich den Coolermaster mir notiert, aber 600 für den Monitor ist schon nicht wenig, zumal der ja "neu" ist (damit meine ich, dass die Technologie vielleicht noch nicht ausgereift ist, war zumindest in einem Video mal erwähnt, dass HDR nicht immer so tut wie es eigentlich könnte) und ich auch schon las, dass Monitore und KVM nicht immer so funktioniert, wie ich mir das vorstelle, aber das war an sich auch meine Erstlösung. Aber n KVM Switch für sagen wir round about 200 und n Monitor für 300 wäre immernoch günstiger und beim Austausch leichter, da man ein Gerät weiter nutzen könnte. Das Ding, was du dir da raus gesucht hast, kostet ja viel weniger, könnte mehr Monitore. Und dieses 300 Euro Ding hat ja zwei Kabel, die vom Laptop rein gehen, genau das will ich ja verhindern.
Wahrscheinlich wird es auf den Monitor raus laufen.
 
So jetzt der versprochene Erfahrungsbericht:
Es ist, wie zu erwarten war, dieses Gerät geworden (jetzt ist es gerade wieder on sale, wäre ich mal geduldig gewesen...).

Pros
  • Es kommt mit reichlich Kabeln. Die beiliegenden HDMI Kabel sind zwar aus irgendeinem Grund enorm dick, aber sie sind trotzdem willkommen. Auch die HDMI+USB Kabel sind nett für das Cable Management, auch wenn es nur zwei Kabel aneinander geklebt sind.
  • Es funktioniert wie beworben/wie erhofft. Ist keine riesiges Lob, ich weiß 😅. Es hat ausreichend USB Ports für die USB Peripherie die ich mitwechseln will, das Bildschirme wechseln funktioniert einwandfrei, und auch der 1440p@144Hz Bildschirm funktioniert, wenn auch nur wenn ich ihn an der Grafikkarte an den einen HDMI Ausgang dranhänge und nicht über ein DisplayPort->HDMI Adapterkabel. Da hat aber der Switch nichts mit zu tun, das scheint eine Einschränkung entweder des spezifischen Adapters oder dieser Konversion allgemein zu sein. 1440p@60Hz war drin, auch mit Adapter.
Cons
  • Es gibt auch eine Funktion, Kopfhörer direkt anzuschließen und mit allem anderen zusammen zu switchen. Leider ist die Soundqualität in dem Fall wirklich unbeschreiblich grottig. Ich bin nichtmal annähernd audiophil angeneigt, aber der Ton durch dieses Interface hatte halt wirklich garkeinen Bass mehr. Es klingt einfach völlig anders als wenn ich die Kopfhörer direkt an den Rechner anschließe und ich kann mir kaum erklären, wie man ein Soundinterface so verkacken kann. Ich schätze ich sollte das nicht erwarten, denn der Name des Geräts stellt die Kernkompetenzen dar: KVM - Keyboard, Video, Mouse. Ich nutze diese Funktion folglich nicht und habe zwei unterschiedliche headsets für die beiden Geräte. Wenn ihr mit dem A/D Wandler eures Bildschirms zufrieden seid (ich bin es nicht), könnt ihr immernoch Audio mit dem Switch wechseln und ein Ausgabegerät nutzen, indem ihr die Soundausgabe über HDMI macht. Mikrofon geht aber so nicht.
  • AMD FreeSync wird nicht unterstützt. Ich kann es zwar im Grafiktreiber auswählen, und die Kompatibilität des Bildschirms wird auch erkannt, aber wenn ich es anschalte, wir bei jeder größeren Bewegung auf dem Bildschirm erstmal der Bildschirm für eine Sekunde schwarz. Ich war auch diesbezüglich mit dem Support in Kontakt, aber die haben es auch nicht besser gewusst. Die Antwort, die ich bekam, verwies auf diesen Absatz mit dem Hinweis, der Switch sei nur HDMI 2.0 und würde FreeSync deswegen nicht unterstützen, was meiner Meinung nach ein Missverständnis des verlinkten Texts ist. Ändert aber auch nichts daran, dass die Technologie nicht über dieses Gerät unterstützt wird.
  • Wenn ein Gerät Audio über HDMI rausgibt, wie zum Beispiel eine Spielekonsole, kann man dieses Audio nicht über den Soundausgang am Switch anhören (wobei man das wahrscheinlich eh nicht will, siehe oben) sondern nur über den Bildschirm wo es ankommt.
Neutral/Nicht bewertet
  • Die Möglichkeit, Ethernet auch noch mit zu switchen, benutze ich nicht. Die Produktbeschreibung spricht von 100MBit, ich habe aber das 1GBit Rohr, also bleiben die beiden Rechner direkt am Router angeschlossen über jeweils ihr eigenes Kabel.
  • Ich hoffe ihr, werte Nachahmer, habt eine solide cable management Strategie denn Halleluja ist das ein Kabelsalat. In den switch selbst gehen im Augenblick 16 Kabel und ich benutze ja auch immernoch das Dock, d.h. es geht ein Kabel vom Laptop zum Dock und viele Kabel von Dock zu switch.
Fazit
Insgesamt tut es eigentlich genau das was ich erwartet hatte. Das ist primär erstmal nicht ein Lob an das Gerät sondern an mein Erwartungsmanagement. Bessere Lösungen sind immernoch denkbar, aber für drei Bildschirme halte ich das hier immernoch für die flexibelste Lösung.
 
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