Linux-Umsteiger-Thread

csch92 schrieb:
die ständigen Updates sind etwas nervig
Ich will ja nicht unken, aber das wirst du in gewisser Weise überall haben. In Linux ist das nicht so, wie mit den Patchdays bei Windows einmal im Monat. Zusätzlich kommt hinzu, dass man ja auch allermeiste Software über den selben Update-Prozess, also die Repositories, bezieht. Das sorgt dann eben auch für ständige Updates, egal ob jetzt bei Rolling Releases ständig die neuesten Sachen, oder bei Point Releases Bugfixes und Backports. Gleiches gilt, wenn man Software zusätzlich aus Quellen wie Flatpak etc. bezieht. Auch da wird die Software ständig aktuell gehalten. Also auch Fedora wird dir mit einer gewissen, vermutlich ungewohten Häufigkeit Updates melden.
csch92 schrieb:
Verständlich, aber übertrieben. Nur weil es viele Updates gibt, heißt es nicht, dass dir dann bei der nächst besten Gelegenheit was um die Ohren fliegt. Es stimmt allerdings, dass man in seltenen Fällen ggf. manuell eingreifen muss, sowas wird aber beim Distributor bekannt gegeben. Das gibt es bei Point-Releases wie Ubuntu oder Fedora tatsächlich quasi gar nicht mangels großer Versionssprünge. Aber nichts davon ist berechtigter Grund genug für ständiges Unwohlsein.
 
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Hm, bei arch vanila ist es eigentlich nur der Monats Ende und Anfang, der anstrengendste Zeitraum mit Updates

Die paar dazwischen sind verschmerzbar
 
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@csch92 Bei meinem Fedora 44 werden mir auch ständig Updates angezeigt. Das ist tatsächlich eher ein schwacher Grund für einen Wechsel.
Aber mach es, Fedora ist auch eine interessante Distribution. Ein guter Kompromiss zwischen Bleedingedge Arch und LTS Ubuntu….
 
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WiP3R schrieb:
Bei meinem Fedora 44 werden mir auch ständig Updates angezeigt.
Ja, aber hier geht es ja irgendwie um das schlechte Gefühl, das einem das Icon in der Taskleiste vermittelt. Und zumindest bei Fedora Workstation zeigt einem das Icon von Gnome Software nix an. Man muss da aktiv draufdrücken, um den aktuellen Status zu sehen. Dazu hat Gnome Software den fest eingebauten Update-Zyklus von zwei Wochen für automatische Updates, also bekommt man da auch beim Runterfahren kaum was zu sehen, wenn nicht gerade ein Update als wichtig markiert wurde und zwischendurch reingepumpt wird.

Wobei ich mich gerade frage, ob Flatpaks von Gnome Software anders behandelt werden als Systempakte. 🤔
 
Garmor schrieb:
Ja, aber hier geht es ja irgendwie um das schlechte Gefühl, das einem das Icon in der Taskleiste vermittelt
Einfach abschalten?

Man sollte halt updaten wenn Sicherheitswarnungen durch die Medien gehen oder man was neues installieren will. Ansonsten kann man aber auch eine Rolling Release Distro einfach mal so lassen, wie sie ist.
 
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Garmor schrieb:
Wobei ich mich gerade frage, ob Flatpaks von Gnome Software anders behandelt werden als Systempakte. 🤔
Erfahrungsgemäß zeigt(e) Software Updates für beides an sobald irgendwas verfügbar ist. Insofern die Systemdienste laufen die regelmäßig Update-Daten abrufen. Tumbleweed in meinem Fall.
 
Momentan sind die vielen Updates und die Regressions, die dadurch eingeführt werden, echt nervig. Zuerst vor ein paar Tagen die Sache mit der fehlerhaften AMD GPU Firmware-Version 20260910 (inzwischen durch Version 20260916 gefixt). Zum Glück war ich hier einige Tage nicht zu Hause und hab direkt die bereits gefixte Version gekriegt. Und jetzt haben sie nen Kernel released, bei dem bei AMD-Grafikkarten der 9000er-Serie nach Aufwachen aus dem Suspend der Bildschirm teilweise korrumpiert ist (Link). Hab nen Riesenschreck gekriegt, weil ich zuerst dachte, meine Grafikkarte wäre defekt.

Hmm, Mint war mir vorher VIEL zu konservativ, aber diese Probleme und die anscheinend doch sehr mangelhafte Qualitätskontrolle bei Updates in Fedora (auch wenn mir klar ist, dass der Fehler im direkt im Kernel ist und nicht von Fedora direkt verursacht wird) gehen mir jetzt auch auf den Wecker. Hat irgendjemand hier ne Idee, wie man das System und Updates nochmal etwas konservativer fahren kann, ohne gleich wieder ins andere Extrem (aka Mint) zu verfallen?
 
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Garmor schrieb:
Wobei ich mich gerade frage, ob Flatpaks von Gnome Software anders behandelt werden als Systempakte. 🤔
Das kommt auf die Distribution an.
I.d.R. kann man sagen: Ist Flatpak vorinstalliert gewesen, wird automatisch angeboten Flatpaks zu aktualisieren.

Hast du Flatpak selbst per Terminal installiert, dann wirst du die entsprechenden Kommandos selbst eingeben müssen.

Alternativ: ein bash-script mit den Befehlen anlegen.

Bash:
#!/bin/bash

#update debian / ubuntu
sudo apt update && sudo apt upgrade

#update flatpaks only user
flatpak --user update

#update flatpaks system
flatpak update
 
Tanzmusikus schrieb:
Bash:
#!/bin/bash

#update debian / ubuntu
sudo apt update && sudo apt upgrade
das würde ich anders machen, bzw., deutlich effektiver machen. ;)
Code:
sudo apt update && sudo apt full-upgrade && sudo apt autopurge
So wird das gesamte System installiert und gleichzeitig alter, unnützer "Müll" entfernt.

Nachtrag: funktioniert natürlich nur unter Debian und darauf basierenden Systemen.
 
Flatpaks kann man aktualisieren mit
Code:
flatpak update
Sollte für jede Distro funktionieren.
Bei Linux Mint / LMDE geht das auch via Aktualisierungsverwaltung.
 
CasualP schrieb:
Hat irgendjemand hier ne Idee, wie man das System und Updates nochmal etwas konservativer fahren kann, ohne gleich wieder ins andere Extrem (aka Mint) zu verfallen?
Debian 13 mit Backports ist prima ganz knapp hinter den neuesten Kerneln ... trotzdem sehr hohe Stabilität.
Ergänzung ()

@Habicht
Mir geht's vorrangig um Flatpak.
Da gibt's auch noch andere Befehle, die man zusätzlich nutzen kann.

Danke für die Ergänzung zu apt. Nutze selbst arch-commands.
In der Familie werkelt ein LMDE mit Backports, was ich betreue.

Bei apt kann man auch noch "autoremove" hinzufügen.

Bei Fedora sind's dnf-commands.
 
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CasualP schrieb:
Hat irgendjemand hier ne Idee, wie man das System und Updates nochmal etwas konservativer fahren kann, ohne gleich wieder ins andere Extrem (aka Mint) zu verfallen?
Du könntest es entweder mit PopOS! versuchen, welches auf Ubuntu LTS 24.04 basiert, aber Kernel und Treiber trotzdem aktuell hält und statt der älteren Software aus den Repos auf Flatpak setzen, oder du kannst auch Mint nehmen, und dann Kernel und Treiber durch PPAs aktuell halten, z.B. mit Xanmod und Kisak. Debian backports geht auch, aber möglichst maßvoll und gezielt nutzen, nicht alles damit upraden. Oder du nimmst die Ubuntu Zwischenreleases mit, also nicht-LTS.
 
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@CasualP
Grimba schrieb:
Debian backports geht auch, aber möglichst maßvoll und gezielt nutzen, nicht alles damit upgraden.
Läuft bei uns seit mindestens einem Jahr ohne Probleme mit Full-Backports (also nicht nur einzelne Pakete).
Erstinstallation LMDE6 (Debian 12), kurz danach LMDE6 mit Backports, anschließend Upgrade auf LMDE7 mit Backports. Es läuft super. Einige wenige Flatpaks sind auch installiert.

Normales Backports Update:
Bash:
#!/bin/bash
sudo apt update -t trixie-backports && sudo apt upgrade -t trixie-backports && sudo apt autoremove

flatpak update && flatpak uninstall --unused

Backports Voll-Update:
Bash:
#!/bin/bash
sudo apt update -t trixie-backports && sudo apt dist-upgrade -t trixie-backports && sudo apt autoremove

flatpak update && flatpak uninstall --unused

Flatpak-Aktualisierung habe ich zur Veranschaulichung drin gelassen.

Läuft wie gesagt problemlos, auch wenn mal längere Zeit nicht aktualisiert wurde.



Auf meinem PC mit EndeavourOS habe ich dieses Script in Benutzung:
Bash:
if flatpak --user update; then
    echo "Update erfolgreich. Räume auf..."
    flatpak --user uninstall --unused
else
    echo "Update fehlgeschlagen. Versuche Reparatur..."
 
    # 2. Reparatur versuchen, falls das Update fehlschlug
    if flatpak repair --user; then
        echo "Reparatur erfolgreich. Versuche nun das Update erneut..."
        # Nach erfolgreicher Reparatur starten wir das Update und Aufräumen neu
        flatpak --user update && flatpak --user uninstall --unused
    else
        echo "KRITISCHER FEHLER: Reparatur fehlgeschlagen!"
        echo "Aufräumen abgebrochen, um das System zu schützen."
    fi
fi
Vielen Dank @Caramon2 für dieses Script!
Ich habe kleine Änderungen vorgenommen (z.B.: "--user" mehrfach hinzugefügt).

Dieses Script kann i.d.R. auch in anderen Distributionen verwendet werden.
Bisher hatte ich allerdings noch keine Aktualisierungs-Probleme mit Flatpaks. :daumen:



Zusätzliche Quellen:
https://wiki.debian.org/de/Backports
https://backports.debian.org/Instructions/
https://wiki.zugschlus.de/doku.php/debianbackports (ggf. veraltet)
 
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Ich weiß, ihr zwei beiden seid da ganz große Fans. Ich kann jedoch keinem Neuling guten Gewissens etwas empfehlen, von dem die Entwickler schon in der Introduction abraten. Da unterscheiden wir uns vielleicht, und das ist vermutlich auch gut so. Wenn ich hier PPAs empfehle, dann ist damit klar, dass diese nicht große Teile des Systems ersetzen, sondern nur vereinzelte. Ähnlich sollte man mit den Backports verfahren, sonst kann man ja gleich Testing oder Sid nehmen. Ist dann irgendwie effektiver.
 
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Hast du das denn überhaupt selbst mal getestet?
Hier läuft's & läuft's & läuft's ...

Edit: Okay @Grimba
Ich habe die Bedenken jetzt verstanden.
Also lieber nur gezielte Pakete aus den Backports nutzen, falls notwendig oder gewünscht. 👍
 
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Ja, habe ich (ist lange her meine Debian Zeit), aber wen interessiert meine anekdotische Evidenz gegen diese klare Aussage der Urheber? Debian Stable hat bewusst ja einen Sinn, Stabilität. Und dieser kann mit den Backports im Zweifel nicht aufrecht erhalten werden, insbesondere wenn man direkt alle Pakete daraus nimmt, womit man einen nicht unerheblichen Teil der Distribution dann faktisch auf Testing setzt (Was nicht heißt, dass das nicht grundsätzlich geht). Wenn es einem aber um Debian mit neuerer Software geht, weil einem Stable zu alt ist, warum dann nicht gleich Testing oder gar Sid nehmen, oder eigentlich besser eine Distribution, die darauf aufbaut und sich entsprechend um die Unwägbarkeiten kümmert, z.B. TuxedoOS oder ähnliche? Es ist ja was anderes, wenn mir nur der Kernel zu alt ist, oder ich neuere Mesa-Treiber brauche. Aber so erscheint mir das sinnlos zu sein. Wofür dann überhaupt stable nehmen?
 
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Ich nutz(t)e seit mehreren Jahren primär Manjaro/EndeavourOS, bin aber mittlerweile überall auf LMDE (mit ausgewählten Backports) oder pur Debian (für Server) umgestiegen. Gerade die im Mint integrierten Automatisierungen für Updates und Oberflächen für ein paar Systemeinstellungen sind gerade im Familienumfeld sehr hilfreich, erspart mir immer wieder Wartungseingriffe.

Topaktuelle Hardware hab ich eh nicht mehr, daher kann ich mit den älteren Kernel- oder Mesa-Versionen gut leben.
 
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Übrigens das wen ich Meinen PC zu erst starte den den Monitor anmache anstatt umgedreht und dann mein Bildschirm Schwarz bleibt hat sich mit Fedora auch behoben.
Ob das an der Neuinstallation lag oder an CachyOS kann ich nicht beurteilen
 
Tanzmusikus schrieb:
Okay, stimmt. Kernel-Updates sind wahrscheinlich für bestimmte Gruppen anstrengender. Ich denke da so an die nVidia-Nutzer Fraktion
Was soll da anstrengend sein? Für Nvidia die passende Distri raussuchen, fertig.

Update dauert hier vielleicht 3 Minuten. Vollautomatisch wohlgemerkt.

Denn die propritären Nvidiatreiber werden direkt von Ubuntu mitgeliefert und daher regelmäßig mit den Systemupdates aktualisiert.

Super komfortabel und alles läuft einwandfrei.

Ich habe mir bei meiner Auswahl schon etwas gedacht und Ubuntu kann ich so für alle Linuxer, insbesondere Neueinsteiger mit Nvidiahardware uneingeschränkt weiterempfehlen, da somit null Terminaleingaben für die Treibereinrichtung notwendig sind. Macht man alles per GUI bei der Ersteinrichtung. Danach läuft das komplett automatisch ab.

Ja, Snaps sind blöd, weiss ich ja. Aber muss ja keiner nutzen ;)
 
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Bei Distris wie Ubuntu, wo die Nvidia-Treiber direkt mitgeliefert werden, sollte man keine Probleme haben. Da sind die Paket-Abhängigkeiten logischerweise so definiert, dass bei jedem Kernel-Update (das über die Distri geschieht) auch das Nvidia-Modul entsprechend mitgeupdated wird. Probleme sehe ich hier nur, wenn man jetzt anfängt, selbst Kernel zu kompilieren (aber wer macht das heute noch 😅) oder einen Mainline-Kernel nutzt.

Vielleicht sollte ich auch mal wieder Ubuntu probieren. Bin vor vielen Jahren aus diversen Gründen ja auf Minut umgestiegen (und dann dieses Jahr auf Fedora). Ich muss mir doch mal genauer anschauen, wo Ubuntu derzeit so steht (bzgl. Aktualität von Kernel/Mesa, Wayland, Btrfs usw). Debian und dann Backports ist tatsächlich auch eine Idee, scheint mir aber auf den ersten Blick etwas Komplex und ich bin nicht sicher, wie zuverlässig das auf Dauer dann wirklich sein wird (vielleicht bin ich da aber jetzt zu pessimistisch).
 
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