Linux und die Alters-Verifizierung

Dudde

Ensign
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Sorry vorweg für diese "Sprache" ich bin kein IT Mensch und kann es nicht komplett fehlerfrei wiedergeben.

Ich habe nun einiges darüber gehört und gelesen das dieses neue Gesetz (alle Betriebssysteme auch Linux müssen eine Verifizierung machen) Linux kaputt machen kann & es deswegen in der Linux Community ziemlich tobt.

Erstmal ist das Gesetz noch in Kalifornien in Kraft getreten und (ich glaube außer Ubuntu) haben sie ausgeschlossen weil es rechtlich kaum/nicht möglich ist, die Dienste (Programme) zur Verfügung zu stellen o.Ä.

Da die EU genau die selben Pläne hat ("Jugendschutz" Verifizierung des Alters usw) ist es ja auch nur eine Frage der Zeit bis es DE trifft. Es soll wohl erstmal noch Programme geben die das Alter vorgaukeln (sagte Morpheus) aber auch das würde nicht lange dauern bis es immer schwieriger wird und es für Anfänger oder Laien unmöglich wird. Es könnte aber auch ähnlich wie in der USA kommen.

Wie realistisch seht ihr das Ganze?
Ich wollte im Sommer/Herbst eigentlich von Windows komplett auf Linux umziehen und mich damit befassen. Wenn es jetzt aber nur wenige Jahre dauern sollte bis Linux durch das Gesetz auch bei uns zerstört wird, ist das ein wenig deprimierend.
 
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Und die Quellen sind?
 
@Dudde
Nix was irgend wie Probleme bereiten wird, zumindest in dieser beschriebenen Form.

https://linuxnews.de/das-age-verification-gesetz-in-kalifornien/

In Kalifornien soll man sein alter beim einrichten des Betriebssystems angeben, ohne verifizierung.
Und in Deutschland/Europa wird es nicht auf Betriebssystem ebene stattfinden.

Und selbst wenn so etwas kommen sollte. Was ändert das an deinem Vorhaben. Du machst den umstieg ja nicht deswegen von Windows auf Linux. sonst kannst du auch bei windows bleiben
 
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Dudde schrieb:
bis Linux durch das Gesetz auch bei uns zerstört wird
was bedeutet denn "zerstoert"?

Dudde schrieb:
Ich wollte im Sommer/Herbst eigentlich von Windows komplett auf Linux umziehen
und was haelt dich dann davon ab?

es waere uebrigens toll, wenn du bei solchen Fragen auch immer Quellen zu Entscheidungen und vor allem Aussagen hier verlinkst. So Dinge wie X soll kommen hab ich gehoert und Y hat gesagt sind leider immer etwas muehselig dann zu verstehen. Danke
 
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Ja es gab eine Diskussion Altersverifizierung auf Betriebssystemebene gesetzlich umzusetzen.

Dass das Linux zerstört ist Quatsch. Dem Gesetzgeber wirds wohl hauptsächlich um OEM PCs die vorinstalliert ausgeliefert werden gehen. Ubuntu wird alle gesetzlichen Vorgaben umsetzen um Complainte (Für den Einsatz in Firmen oder Bildungseinrichtungen) zu bleiben.

Gehen wir das Ganze mal anders an:
Ich meine klar für einen 13 Jährigen, der nicht mehr 18er spiele zocken kann, wäre das ein Drama. Aber sicher gibts Linux Distributionen die auf die Umsetzung pfeifen.

Schuld sind die Eltern (ich selbst Vater).
Wenn ich mitbekomme, dass Kinder für ihr Alter völlig unangemessene Spiele zocken oder Inhalte sehen und was Eltern ihren Kindern psychologisch mit auf den Weg geben (die meisten psychologischen Trauma entstehen in der Kindheit), dann muss etwas gegen die Verrohung unserer Gesellschaft unternommen werden.
 
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Da geht es nicht nur um ein paar OEM PCs oder den Dritte-Welt-Staat Kalifornien. Die Kacke ist bereits richtig am dampfen.

Achtung das Video ist eine halbe Stunde lang, das ist nichts für Individuen mit einer Aufmerksamkeitsspanne von unter 30 Sekunden.

 
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Das ist doch sowieso eine unnötige Massnahme! Denn es wird ohnehin niemand daran gehindert, sich älter zu machen als er ist. Von daher hätte man das auch lassen können.

Verpflichtend ist also nur eine Altersangabe oder ein beliebiges Geburtsjahr, die gar nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfbar sind, weil sie mit nichts abgeglichen werden müssen. Es ist also maximal dann eine Hürde, wenn der Rechner von jemandem eingerichtet wird, der ein gerüttelt Interesse daran hat, dass der Nutzer nur seiner Altersklasse entsprechende Inhalte nutzen und auch keine zusätzlichen Benutzerprofile einrichten kann.
 
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Dudde schrieb:
Wie realistisch seht ihr das Ganze?
Ich wollte im Sommer/Herbst eigentlich von Windows komplett auf Linux umziehen und mich damit befassen. Wenn es jetzt aber nur wenige Jahre dauern sollte bis Linux durch das Gesetz auch bei uns zerstört wird, ist das ein wenig deprimierend.

Unternhemen müssen sich an lokale Gesetze halten, wenn sie in diesem lokalen Markt mitspielen wollen. So einfach ist das.
 
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Dudde schrieb:
Ich wollte im Sommer/Herbst eigentlich von Windows komplett auf Linux umziehen und mich damit befassen. Wenn es jetzt aber nur wenige Jahre dauern sollte bis Linux durch das Gesetz auch bei uns zerstört wird, ist das ein wenig deprimierend.
Schon immer wieder witzig, was Leute sich vor einem Umstieg auf Linux so für Gedanken machen. Was ist denn eigentlich die Motivation für den Umstieg?
 
Zusammengefasst, die Aufregung geht hauptsächlich darum wenn das Gesetzlich verpflichtend wird eine Altersverifizierung zu integrieren, dann ist die befürchtung, das gerade kleiner Linux Distros diese Aufgabe nicht bewältigen werden können.

ich denke jedoch selbst wenn etwas kommen sollte mit verifizierungszwang, dann wird es wie oft/immer laufen, einer setzt eine Lösung um, Programmiert es (nichts anderes als auch Windows macht ist ja kein Hexenwerk an sich) und die Lösung würde dann als Programmpakete Satz von anderen übernommen werden (von anderen Distros.) Nicht jede Distro Programmiert ja auch alle Grafikakrtentreiber selber...

In der EU habe ich mitbekommen solle ja auch ein Einzelprogramm als Anlaufpunkt für so eine Schnittstelle dienen, das wäre generell besser und auch einfach zu verbreiten auf diverse verschiedene Linux Distros. Nur Deutschland wäre wohl an einer anderen Umsetzung am Faseln statt sich an die EU Variiante halten zu wollen, was ich absurd finde.

Um so einen alleingang verhindern zu können oder gar seine allgemeine Meinung über so ein System kund zu tun kann man sich ja an seine Politischen vertreter Wenden.

Wenn so etwas dann allgemein Gesetzlich vorgeschrieben wäre müsste man das ja überall durchsetzen/einführen, und alleine in Linux Kreisen so Infos abspeicher zu müssen geht ja schon gegen den Wunsch der mesten Nutzer, kann man aber letztendlich nichts machen dann.

Man stelle sich jetzt FreeDos vor.. was machen die Entwickler? oder die ganzen Rechner auf Arbeit, die ganzen Rechner die Für Steuerungen bereit stehen... Die sind doch auch in den Letzten jahren alle vermehrt immer weiter vernetzt worden um eben die Daten/kommunikation schön einfach zu haben. Da hört das doch nicht auf, wie sollen die Kisten sich verifizieren?

Wie will der Gesetzgeber so etwas unterscheiden und auch wenn es eine Unterscheidung gibt, wie solll verhindert werden, das sich unzählige normale Rechner sich auch als Firmensteuergeräte melden? Und all sowas hab ich mir schon überlegt, sind die Geräte dann 18 Jahre alt? :D

Wie wird der missbrauch effektiv verhindert werden für alle Benutzerkonten/Identifikationen, die sich als minderjährig melden? die sind dann doch von Üblen mitspielern als rumlaufende Opfer vorgekennzeichnet und sei es nur wegen der leichtgläubigkeit.
Ebenso bei betagteren Altern, da werden doch die Enkelkinder scams richtig aufblühen? wo ist da noch der Schutz der Anonymität? Da sthet ja jedem aktoer bald eben sein Alter angepinnt in der Öffentlichkeit..

Ist natürlich weniger ein reines Linux Problem, vielmehr eine allgemeine Datenschutzkatastrophe und Sicherheitsalbtraum.
 
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Wird bei Linux nicht funktionieren. Selbst wenn man es bei einigen Distros tatsächlich schafft so etwas einzubauen, wird es einen Haufen Möglichkeiten geben das bei seiner Lieblings-Distro wieder rauszuschmeißen. Ansonsten halt irgend eine andere nehmen, gibt mehr als genug.

Habe gestern auf YT gesehen wie einer Arch mit Cinnamon Desktop installiert hat. Keine Ahnung was daran schwer sein soll. Zur Not vergisst man einfach das Häkchen bei wie auch immer gearteten Verifizierungen zu setzen, sollten die denn tatsächlich mal im Setup auftauchen. An Linux werden sich die Penner die Zähne ausbeißen, hat ein Bekannter die Tage gesagt. :D
 
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Der Props ist noch lange nicht gelutscht, also keine Ausrede auf einen Umstieg zu verzichten.
 
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Es geht hier nur um private Rechner.
Das wird eingeführt, damit nichts mehr anonym erstellt, bearbeitet und verschickt wird. Kinder sind scheiß egal, Terroristen auch.
Kurz:
Alles, was sich daran nicht halten wird, ist illegal mit allen Folgen. Die Strafen werden jedenfalls drastisch sein, darauf könnt ihr euch verlassen.

Viele sind aus folgenden Grund von Windows umgestiegen:
Freiheit.
Wenn die auch unter Linux wegfällt, dann braucht man auch nicht umsteigen
 
AGB-Leser schrieb:
Viele sind aus folgenden Grund von Windows umgestiegen:
Freiheit.
Wenn die auch unter Linux wegfällt, dann braucht man auch nicht umsteigen
Also das ist Bullshit :-) vielleicht nicht der Umstiegsgrund, aber das fazit daraus auch im Bezug auf dieses Thema. Die Freiheit hört nicht bei der Altersangabe auf.
 
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Tommy64 schrieb:
Wird bei Linux nicht funktionieren. Selbst wenn man es bei einigen Distros tatsächlich schafft so etwas einzubauen, wird es einen Haufen Möglichkeiten geben das bei seiner Lieblings-Distro wieder rauszuschmeißen. Ansonsten halt irgend eine andere nehmen, gibt mehr als genug.
Generell ist bei Linux die Schwierigkeit, dass es anders als Windows, MacOS/iOS und Android kein monolithisches Betriebssystem mit einer juristischen Person (Firma), die es vertreibt und dafür zuständig ist. Linux ist eher ein Ökosystem mit diverseren Betandteilen von verschiedenen Akteuren (Kernel, Init-System, diverse Systemtools & - bibliotheken, Desktopumgebungen usw.) und vieles davon ist nicht eine juristische Person verantwortliche, sondern Einzelentwickler oder ein loser Zusammenschluss von Entwicklern/Maintainern.

Da ist es dann schwer bis unmöglich, die Stelle zu bestimmen, die für die Altersabfrage rechtlich zuständig sein soll.

Dazu kommt dann auch noch, dass im Linux-Ökosystem Jeder sein Betriebssystem frei zusammenstellen kann, bis zur Möglichkeit, den Kernel selber angepasst zu bauen und auch alle anderen Systemkomponenten lassen sich frei individualieseren. Das heißt dann auch, dass der Nutzer selbst bei gebrauchsfertigen Distributionen die Altersabfrage komplett rausnehmen kann.
 
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fixedwater schrieb:
Was ist denn eigentlich die Motivation für den Umstieg?
Bei mir war der Grund dafür, mit dem PC auf Linux umzusteigen, die Tatsache, dass Windows 11 immer fetter und behäbiger geworden ist. Das installierte Mint ist flotter, reaktionsfreudiger und wesentlich schlanker. Dabei spielten weder eingeschränkte Ressourcen, noch Update- oder andere Probleme eine Rolle. Alle Programme funktionierten uneingeschränkt gut, weil die Behäbigkeit von Windows sein UI betraf. Datenschutzbedenken spielten auch keine grosse Rolle, da ich schon immer sehr datensparsam agiere und z.B. auch keinerlei Clouds nutze.

Der Gossteil der von mir genutzten Programme lag ohnehin schon als Linuxversionen vor oder kam ursprünglich von Linux. Lediglich Office 365 musste ersetzt und von Outlook zu Thunderbird umgezogen werden. Aber auch das war, über eine temporäre Thunderbirdinstallation, den Import der Outlook.pst und den Export des Thunderbirdprofils, eine recht leicht umzusetzende Aufgabe. Spart mir schon mal rund 100 Euro im Jahr für das weggefallene Office Abo, hatte also direkt einen geldwerten Vorteil.

Anders als ursprünglich angenommen, war ich ab dem zweiten Tag fast nur noch mit Linux unterwegs und hab Windows nach einer Woche maximal eingedampft, um es dann in eine VHD zu sichern und mit Linux von der SATA SSD auf die NVME SSD umzuziehen. Ich dachte selbst nicht, dass ich die Umstellung in einer solch kurzen Zeit komplett vollziehen könnte.
 
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Was ich zu dem Thema Alters Verifikation halte.

Wer es darauf anlegt das zu umgehen wird das auch machen. Im übrigen haben Verbote bei Kindern und Jugendlichen oft den Effekt das sie gerade deshalb gebrochen werden. Besonders in der Pubertät.
 

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Bin kein Anwalt, hoffe aber es werden sich workarounds finden lassen.
Für Anbieter von freien Betriebssystemen und Software wird es aus unterschiedlichen Gründen schwierig werden.
Fragen die sich mir stellen sind unter anderem – ist ein Repository ein Software-Store, was ist mit Software die im Terminal läuft oder Projekten die nicht die Mittel haben um die Umsetzung zu bewerkstelligen?

Der System76 Founder Carl Richell hatte dazu einen längeren Post geschrieben in dem auch die (geplante) Gesetzgebung zur Age Verification verlinkt ist.
https://blog.system76.com/post/system76-on-age-verification

Es sind mehrere Bundesstaaten die entsprechendes auf den Weg gebracht haben oder ähnliches planen.

Hier in Europa sollten wir alles dafür tun um nicht ähnlichen Bullshit serviert zu bekommen.
 
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Canonical (Ubuntu), System76 (Pop!_OS) (und vermutlich auch RedHat und SUSE) lassen von Anwälten ihre Handlungsoptionen ausloten. Das müssen sie machen, weil sie mit Linux Geld verdienen.

Alle anderen Distros warten ab oder haben bereits erklärt, dass sie den Unsinn nicht mitmachen. Z.B., indem sie in einen Disclaimer schreiben, dass die Installation und Benutzung ihrer Distro in Kalifornien illegal ist.

Linux wird durch den Zwang, Surveillance-Software zu implementieren, nicht "zerstört", denn es liegt in der Natur von Linux (FOSS, freie und offenene Software), von jedem überprüft, verändert und weiter verteilt werden zu können.

Wenn es dir also nicht passt, dass auf deinem Rechner ein Spionagepaket installiert ist, kannst du es runtermachen. Oder auch so modifizieren, dass es jede Sekunde eine Email an deinen Bundestagsabgeordneten schickt.... :evillol:

Das verstehen die von Zuckerberg geschmierten Gesetzgeber halt nicht: Dass es Software wie Linux gibt, die Eigentum ihrer Benutzer ist, und nicht Eigentum von Konzernen.
 
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