Lüfter drehen immer wieder kurz hoch

Exoplanetar

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Hallo liebe Helfer,

ich habe mir vor ca. 2 Monaten meinen neuen PC zusammengebaut und eigentlich läuft alles stabil, bis eben auf das genannte Problem im Titel. Das System hat im IDLE eine Durchschnittstemperatur von ca. 32 Grad. Es bleibt auch angenehm kühl. Das Problem ist nur, wenn ich beispielsweise den Browser öffne, drehen die Lüfter ganz kurz hoch und fahren danach wieder herunter. Selbiges tritt auf, wenn ich bspw. ein Browser- oder Programmfenster geöffnet habe und dann eine neue Aufgabe starte (Lautstärke regulieren, Startmenü aufrufen, andere Fenster maximiere oder minimiere). Die Lüfter drehen für einen kurze Moment hoch und stabilisieren sich dann sofort wieder. Der Energiesparplan ist auf 'AMD Ryzen Balanced' eingestellt und der Takt somit auf Stock. Im Tool 'AMD Ryzen Master' sehe ich dann, dass jedes mal, wenn die Lüfter kurz hoch drehen, unter 'Spannungssteuerung' die Voltzahl von 0,9 kurzzeitig auf 1,2-1,3 hochspringt.

Das System:
OS: Windows 10 Pro
CPU: Ryzen 3700x
Mainboard: ASUS ROG Strix x570 E-Gaming
RAM: 2x 16 GB G.Skill 3200
Kühler: Noctua NH-D15
Gehäuselüfter: 3x 140mm Noctua NF-A14
GraKa: Gigabyte RTX 2060 Super Aorus
Netzteil: be quiet! 850 Watt

An was kann das denn liegen und wie kann ich da am besten vorgehen, um das Problem zu beseitigen?

Vielen Dank schon einmal.

MfG

Exoplanetar
 

modena.ch

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Das liegt am Turbo der Ryzen und einer nicht optimal eingestellten Lüftersteuerung.

Wenn du ausm Idle raus irgendwas tust, boostet die CPU kurzzeitig voll, reisst die Spannung auf, wird
punktuell kurz heiss, was die Lüfter aufdrehen lässt. Die CPU arbeitet die Aufgabe möglichst schnell ab und senkt wieder die Spannung und Takt, was die Temperatur und Lüfterdrehzahlen wieder absenkt.

Du solltest also mal HWINFO mitlaufen lassen und siehst wie hoch er taktet und wie warm er dabei wird wenn du solche Kleinigkeiten machst. Also relavant dabei sind CPU Temps, Lüfterdrehzahlen und noch PCH, System oder VRM evtl noch GPU Temperaturen.

Ich würd auch mal ein Lastszenario wie ein Game mitloggen lassen, dann kann man sich auch die Lüftersteuerung für Last passend einrichten.

Wenn man das alles hat, kann man sich die Lüfterdrehzahlen leise und passend abstimmen.
 
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pray4mercy

Commander
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Im BIOS die Lüfter nicht an die CPU koppeln, sondern z.B. an die Systemtemperatur.
Eine feste Umdrehungszahl einstellen sollte auch helfen.
 

Exoplanetar

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Danke schon mal für die schnellen Antworten. Da werde ich mich dann nochmal ins BIOS begeben. Wie ändere ich denn das Verhalten der hochspringenden Lüfter bei den Peaks (von bspw. 32 Grad auf kurzzeitig 36 Grad)? Reicht es schon aus, wenn ich die Lüfterkurven entsprechend ändere oder muss ich zusätzlich noch am Energiesparplan rumbasteln?
 

atari2k

Lt. Commander
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Du solltest im BIOS eine Option haben mit der du die "Empfindlichkeit" der Lüftersteuerung einstellen kannst. Leider weiß ich gerade nicht die genaue Bezeichnung.
Vereinfacht gesagt gilt nach wie vor das Lüfterprofil, jedoch wird die Drehzahl erst angepasst nachdem die vorgegebene Temperatur für X Sekunden überschritten wird.
Kurze Lastspitzen fängst du damit sehr gut ab, da die CPU ja sehr schnell wieder abkühlt.....

atari2k
 

Exoplanetar

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Gut, danke schon mal hierfür. Ich werde das dann mal heute am Abend testen und je nachdem, was ich erreicht habe, wieder Rückmeldung geben.

Danke und MfG
 

Twostone

Captain
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Dein Kühlkonzept scheint nicht so prickelnd zu sein, wenn schon eine kleine Last dafür sorgt, daß eine entsprechend hohe Temperatursteigerung durch die Last verursacht wird.

wie kann ich da am besten vorgehen, um das Problem zu beseitigen?
1.: Rechner ausschalten und ausgeschaltet lassen.
2.: Lüfter stets auf volle Leistung laufen lassen.
3.: Schalthysterese vergrößern
oder 4.: Kühlkonzept überarbeiten.

Ich würde Dir ggf. zuerst zu 4.) raten.
 

Bowa48

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modena.ch

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HWINFO mitrennen lassen, dann hat man eine Bestandesaufnahme und kann sich einen Plan machen.
 
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Twostone

Captain
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Am Kühlkonzept liegt es definitiv nicht.
Aber sicher doch. Hatte ein ähnliches Problem mit einem core-i7 der ersten Generation (Laptop). Bei kleiner Last haben die Lüfter schon aufgedreht und liefen, und liefen, und liefen... Nachdem ich die Wärmeabfuhr verbessert hatte, laufen sie jetzt nur noch, wie vom TE auch beschrieben, nur kurzzeitig an und regeln auch recht schnell wieder herunter. Wenn mich das jedoch stören würde, müsste ich den Laptop wieder zurück in den Originalzustand setzen (Holzplatte zwischen CPU und Kühler legen, zum Beispiel).

Merke: Es kann sehr wohl am Kühlkonzept liegen. Die Wärme wird zu schnell abgeführt. :D
 

DaishoCB

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Dein Kühlkonzept scheint nicht so prickelnd zu sein, wenn schon eine kleine Last dafür sorgt, daß eine entsprechend hohe Temperatursteigerung durch die Last verursacht wird.
Das ist so falsch, wie kommst Du darauf?

an den TE: wie vorher schon geschrieben, die Ryzen boosten sehr aggressiv was in Verbindung mit den kleinen Dies und der noch kleineren Fertigungsdichte dazu fuehrt, dass der/die Kern(e) kurzfristig sehr warm werden (punktuell! Aber nicht der Heatspreader, weil die Waermeuebetragung von Die auf Heatspreader halt auf Grund der Die Groesse limitiert ist), entsprechend gehen die Luefter an und dann ist die Lastspitze vorbei und der Luefter kuehlt es schnell wieder runter und daher geht der Luefter aus.

Wie schon gesagt, stell deine Luefter so ein das sie erst nach ein paar Sekunden Last hoch drehen und Dir wird geholfen.
 

Bowa48

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Kann man sich jetzt natürlich drüber streiten. :D

Ich bin von einem i5 6600k und einem Dark Rock 4 auf den Ryzen mit dem Noctua gewechselt. Das Kühlkonzept sprich Gehäuse und die verbauten Lüfter (5) ist das gleiche. Hatte vorher nie Probleme, weder mit den Temperaturen noch mit der Lautstärke, ganz im Gegenteil.

Daher geh ich zumindest für meinen Teil davon aus das es eine reine Einstellungssache im Bios ist.^^
 

modena.ch

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Ja natürlich man muss die Lüftersteuerung anpassen. Aufgrund des aggro Boosts gibt es kurzzeitige Hotspots, welche die Lüfter aufdrehen lassen.
Also auch für dich, HWINFO installieren. Im Idle starten, HWINFO mitlaufen lassen während man leichte Last verursacht wie surfen oder Ähnliches.

Das Ganze dann nochmals extra mit Gamelast oder sowas.

Und man sieht was wie warum reagiert, wie weit die Lüfter aufdrehen, was wie warm wird etc.

Daraus kann man sich dann eine Lüfterkurve bauen, wo man dafür sorgt, dass wegen dem Proz- Boost
im Idle die Lüfter nicht gleich massiv aufdrehen und unter Last eben genug aufdrehen ohne dass etwas zu heiss wird oder das Ganze zu laut wird.
 

JPsy

Lt. Junior Grade
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Schaut im Manual so aus als würde dein Motherboard keine Hysterese (Zeitverzögerung) anbieten, also musst Du z.B. mit HWInfo schauen bis wo die Temperatur der CPU ausschlägt, und eine manuelle Lüfterkurve einstellen, die erst über diesem Wert hochdreht, z.B. bis 55Grad auf 25% und dann ansteigend bis 100%. Oder in Stufen, 55-65 = 50%, 65-70Grad = 75% und ab 70Grad = 100%.

Musst Du ein wenig mit spielen, bis es ruhig und bei Last trotzdem früh genug und ausreichend kühlt.
 
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