News MIPI erwirkt Razzia bei australischem Provider

Sasan

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Die weltweiten Verbände der Musikindustrie gehen weiterhin gegen illegale Tauschbörsen vor. Dabei verstoßen die Fahnder und Rechtsanwälte der Musikindustrie häufig gegen die am Anfang der „Anti-BitTorrent-Kampagne“ selbst festgelegten Auflage, wonach ausschließlich die Betreiber der BT-Tracker beziehungsweise Hubs abgestraft werden sollen, nicht aber die einzelnen Benutzer.

Zur News: MIPI erwirkt Razzia bei australischem Provider
 

Rika

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> gehen weiterhin gegen illegale Tauschbörsen vor

Schwachsinn. Sie meinen wohl eher gegen die Nutzung von Tauschbörsen für illegale Zwecke.

> wonach ausschließlich die Betreiber der BT-Tracker beziehungsweise Hubs abgestraft
> werden sollen, nicht aber die einzelnen Benutzer.

Ja klar. Nur diejenigen, die nicht schuldig sind, werden abgestraft. Leute, geht's noch?

> P2P-Sharing zu tolerieren und sogar zu unterstützen

Inwiefern? Eingreifen müssen sie doch nur, wenn ein begründeter Verdacht auf Urheberrechtsverletzung vorliegt. P2P selbst ist nicht illegal, und der Provider hat sogar durchaus ein Interesse, die selbstverständlich legale Nutzung von P2P zu fördern, verkauft er dann doch besser Breitbandanschlüsse.

> die endgültige Schließung von 63 Webseiten, die teils via P2P-Links, aber auch auf
> herkömmlichen Wege urheberrechtlich geschütztes Material zum Download preisgaben.

Äh, hallo? Seit wann sind denn P2P-Links illegal? Entweder sie bieten die Inhalte an oder nicht. Insbesondere sind P2P-Links keine Verweise auf Resourcen, sondern nur reine Identifier, und sind damit auch keine Unterstützung von Urheberrechtsverstößen.

Also, fassen wir zusammen: Rechtsbeugung, Rechtsmittelmissbrauch, Diskriminierung, Verleumdung, Androhung falschen Strafmaßes, vorsätzlicher Betrug... die MIPI hat mal wieder ganz schön Dreck am Stecken. Lasst euch nicht mit diesen Verbrechern ein, sondern verurteilt sie wo immer es geht!
 
F

Faustpfand

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Da versucht aber jemand, eine News in Teile zu zerlegen. Vor allem der vorletzte Absatz ist in meinen Augen ungerecht der Phono- und Filmindustrie gegenüber.
Zitat von Sasan:
Mit dem Schlag gegen Swiftel erhoffte man sich bei der MIPI zugleich die endgültige Schließung von 63 Webseiten, die teils via P2P-Links, aber auch auf herkömmlichen Wege urheberrechtlich geschütztes Material zum Download preisgaben.
Erzähl mir, was du willst. Es ist in Australien anscheinend verboten, solche Links zu urheberrechtlich geschützten Dateien, auch wenn sie über P2P-Netze verbreitet werden, anzubieten. Und selbst, wenn es hier genug Gesetzeslücken gibt, die diese Seiten quasi nur in eine Grauzone schieben: Es ist und bleibt moralisch falsch, die Arbeit von Firmen und derer Programmierer, die mit jener ihr Geld verdienen, kostenlos/illegal anzubieten.

Aber bevor mir jetzt wieder die P2P-Schutzpatrouille auf den Leib rückt: Ich habe nichts gegen P2P-Netze, allerdings scheinen mir die meisten Argumente doch eher Rückendeckung für die sogenannten Netzpiraten (ja, welch ein Unwort...) zu sein. Und um sie in ein besseres Licht zu rücken, werden dann diese Freeware-Beispiele genannt. Aber seid doch mal ehrlich: Was meint ihr, wie groß der Anteil von Public Domain - Inhalten in P2P-Netzen ist? Es würde mich wundern, wenn die 5%-Marke überhaupt überschritten wäre.

Um noch mal auf deine komische Argumentation gegen den Newsbeitrag und gegen die Musik/Filmindustrie zurückzukommen: Ich denke nicht, dass du australische Gesetzgebung als Wahlfach des Iura-Studiums belegt hast, also muss man diese gerichtliche Anordnung wohl hinnehmen. Und wenn jemand Hauptschuldige an der Verbreitung solcher Inhalte sind, dann nun Mal solche einschlägigen Websites, auch wenn sie „nur“ die Links setzen, um den Downloadvorgang zu starten.

Gute Nacht.
 

Siberian..Husky

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Dein Post ist in meinen augen gegenüber den Filesharern aber auch nicht sehr gerecht.

in solchen p2p netzen wird weder kostenlose/illegale arbeit noch das produkt dieser arbeit angeboten, sondern lediglich eine kopie davon. ihr geld verdienen diese arbeiter weiterhin, und das durch p2p netze größere geld-beträge verloren gehen ist auch ausgeschlossen.

das einzige womit du wohl recht hast ist das es moralisch falsch ist sowas zu tun.

trotzdem steht es der industrie nicht zu so zu reagieren. auch in australlieren - wie vermutlich in jedem anderen zivilisiertem land dieser erde - wird das verbreiten von anleitungen zu kriminellen handlungen sicher nicht verboten sein, oder hab ich da was verpasst?

vorallem bei bittorrent oder edonkey dürfte das hosten der torrent dateien/edonkey links alein absolut nicht straffbar sein, da diese ja nichtmal einen link auf die dateien darstellen sondern dem client nur sagen wo er wonach zu suchen hat um die gewünschten dateien zu finden.
 

lordZ

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Kim

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ich will ja nix sagen, aber tauschbörsen sind eigentlich nicht illegal, nur wenn man illegale sachen tauscht, find es oft echt klasse, wenn hersteller ihre software oder demofilme via bt tauschen, soweit ich weiß, bieten viele opensource hersteller ihre produkte auch über bt oder emule an, aber davon will ja keiner was wissen...
 

Siberian..Husky

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Zitat von lordZ:


also ich kenne niemanden(mich eingeschlossen) der geld für das ausgeben würde was er sich über tauschbörsen besorgt. entweder ist garnicht genug geld dafür vorhanden oder das produkt ist für den benutzer einfach nicht soviel wert wie der verkäufer gerne haben möchte.

in beiden fällen ist es zwar sicher trotzdem weder fair noch legal tauschbörsen zu benutzen, aber geld verliert dabei niemand.
 

bones2

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@Siberian..Husky
Du kannst das nicht einfach so verallgemeinern. Viele denken so: "Solange dass es etwas gratis gibt, wieso sollte ich dafür bezahlen?".
Aber diese Disskusion über Tauschbörsen/Musikindustrie/usw. ist eh endlos und schon 1000mal geführt ;)
 

Tea&Fruit

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P2P-Netzwerke werden bestimmt zu über 90% nur für illegale Dateien genutzt, soviel sollte mal jedem klar sein. Allerdings verstehe ich nicht, warum im Artikel oben die User als Ursache für illegales Sharing genannt werden. Schließlich gäbe es ohne die zahlreichen BitTorrent-Seiten gar nicht dir Möglichkeit, die Dateien zu sharen. Die die Tracker hosten sind cool, die sie benutzen sind nicht so cool, oder wie jetzt? Man muss die Möglichkeiten zum Verteilen von illegalen Dateien einschränken, damit das nicht mehr so viele machen.
 

Nephylim

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@Husky
Deine Argumentation ist irgendwie sehr merkwürdig. Wo ist denn der Unterschied zwischen der Arbeit der Firmen und den Daten, die du dir herunterlädst.

Du Kaufst doch auch im Laden "nur" eine Kopie.

Ich stimme dir allerdings zu, dass viele Leute das was sie runterladen nie kaufen würden. Das trifft aber garantiert nicht auf alle zu und sollte auch nicht dazu dienen die Problematik runterzuspielen.

Bei Filmen ist das nämlich ganz bestimmt nicht so. Die meisten leute, die sich den Film ziehen dürften nicht mehr dafür ins Kino gehen.
 

KaeTuuN

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Als die ersten KasettenRECORDER auf den Markt kamen, gab es auch einen riesen Aufschrei der MI, weil die dachten keiner kauft mehr deren Musik, weil die jetzt alle über Radio aufnehmen. Und? Die MI lebt noch. Jetzt ist das Internet da und es gibt P2P. Die MI scheißt Geld wie Wasser den Rhein runterfließt und das in über 80% mit einfach nur billiger Musik von One-Hit-Wundern, die von den Medien gepusht wurden. Die wissen glaube ich garnicht mehr, dass es auch Leute gibt, die nicht 4 Mio im Monat verdienen (Das soll jetzt nicht illegales P2P verteidigen). An solchen Aktionen der Industrie im Allgemeinen merkt man, dass es in den meißten Fällen nicht mehr um den Kunden, den Menschen, geht, sondern nur noch ums Geld und wie man es möglichst schnell vermehren kann.

Mfg KaeToo]\[
 

Arne

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Vielleicht bleibt dann aufgrund der Raubkopien nicht mehr genug Geld, um neben den Bonzengehältern auch noch kleinere Band zu unterstützen, die dann leider über die Klippe springen. Vielleicht wären ohne die ganze Raubkopiererei auch die CDs viel billiger.
Ich finde diese Geldscheffelei zwar auch nicht gut, aber Nachteile für den (ehrlichen) Verbraucher und für die Urheber ergeben sich durch P2P ganz sicher.

An alle, die meinen "Was soll das, P2P ist doch gar nicht illegal": Vielleicht ist das Prinzip tatsächlich nicht illegal, aber wenn ein Provider mitbekommt (weil er es sicher immer mitbekommt und weil es bei Tauschbörsen leider immer der Fall ist), dass über seine Server und darüber laufende P2P-Netze illegales Material ausgetauscht wird - in welcher Form auch immer -, muss er einschreiten.
Tut er dies nicht, kann ich die Musikindustrie verstehen, da halte ich die Anwendung von Rechtsmitteln durchaus für legitim.
 

Martin.H

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@12: Das ist richtig aber man muss ein bisschen aufpassen: Wenn der ISP mitbekommt, dass das auf seinen Leitungen passiert, muss er nichts dagegen tun, sonst müsste man hier in D gleich mal die T-Com verklagen. Wenn aber Sites gehostet werden, auf denen Tracker angeboten werden, müsste er sehr wohl was dagegen unternehmen.

Generll finde ich die Vorgehensweise richtig, nur gegen die Anbieter von Trackern o.ä. vorzugehen und nicht gegen einzelne User, das ist sicher auch effektiver.
 

guillome

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Vielleicht wären ohne die ganze Raubkopiererei auch die CDs viel billiger.
naja, daran kann ja wohl wirklich niemand glauben, wenn man sieht, wie sich das ganze die letzten 20 jahre entwickelt hat. anfang der 90er hieß es "leute die cd ist deshalb teuer als eine lp, weil sie sich erst noch in massen durchsetzen muss. wenn dies geschieht wird der preis auch billiger, weil eine cd produktionstechnisch viel billiger ist als eine lp" ..
was passierte? die cds wurden sogar noch teurer lol

auch mit den abmahnaktionen gegen songtexte portale, die songtexte ohne finanziele interessen beireitstellten und noch massig anderen geldgierigen aktionen der mi, welche die ehrlichen nutzer im endeffekt "terrorisieren", darf man ehrlich gesagt so etwas nicht von der mi erwarten!


...wenn ein Provider mitbekommt(weil er es sicher immer mitbekommt und weil es bei Tauschbörsen leider immer der Fall ist)
der provider bekommt bewusst sicherlich nicht von jedem nutzer mit, was über seine leitungen fließt. das ist logistisch überhaupt nicht zu bewerkstelligen. ein provider muss nur handeln wenn er darauf aufmerksam gemacht wird. ein provider haftet nicht für den traffic seiner kunden. das ist sogar gesetzlich geregelt. ;)

edit//
mit handeln meine ich, dass er seinen kunden z.b. abmahnt, aber nicht der mi gegenüber verpflichtet ist, die daten seiner kunden raus zu geben. das wäre eine erhebliche verletzung des datenschutzrechtes. das müssen immer nocht staatliche organe veranlassen und nicht privatpersonen wie die musikindustrie
 
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The_Jackal

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Die in Schweden haben es ja ganz toll gemacht bei der Razzia. Haben sich illegal Infos geholt und jetzt stehen sie selbst vor Gericht. :lol:
 

MKatrix

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rofl ja bei uns in schweden istd as so ein kampf gegen wind mühlen
hab das gefühl das ganze schwedische parlament saugt bei TB : D
 

Arne

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@13 und 14
sorry, ich meinte natürlich die Seiten, die dort gehostet sind. Dass der ISP nicht den gesamten Datenverkehr kontrollieren kann ist klar.
 
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Siberian..Husky

Lt. Commander
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Zitat von Nephylim:
@Husky
Deine Argumentation ist irgendwie sehr merkwürdig. Wo ist denn der Unterschied zwischen der Arbeit der Firmen und den Daten, die du dir herunterlädst.

Du Kaufst doch auch im Laden "nur" eine Kopie.

Ich stimme dir allerdings zu, dass viele Leute das was sie runterladen nie kaufen würden. Das trifft aber garantiert nicht auf alle zu und sollte auch nicht dazu dienen die Problematik runterzuspielen.

Bei Filmen ist das nämlich ganz bestimmt nicht so. Die meisten leute, die sich den Film ziehen dürften nicht mehr dafür ins Kino gehen.

wiegesagt ich will da nix schön reden, aber bei dieser diskusion geht es immer sehr schnell hin zu raub und diebstahl. deswegen wollte ich das nur nochmal erwähnen: es wird niemandem etwas geraubt, es wird "nur" kopiert. ich bin auch der meinung das die software entwicklung sich derzeit vollkommen falsch bezahlen lässt. man sollte nicht für die kopie bezahlen die man bekommt, sondern für die entwicklung der software - und eben das pressen der cd. aber das is wohl etwas offtopic...


zum thema: wer sich einen screener downloaded den man vielleicht auf 2 video cds gepackt hat der hätte sich den film sowieso nicht angesehen. abgesehen davon das ein gang ins kino aleine wegen der riesen leihnwand und dem guten sound ein erlebniss sein sollte, ist die qualität von dem material das man zu dem zeitpunkt in dem der film gerade im kino läuft so schlecht das jemandem der soetwas downloaded nicht viel an dem film liegen kann...
 
F

Faustpfand

Gast
„So, Herr Beckmann, warum haben Sie denn diese Herbert-Grönemeyer CD geklaut? Unser Ladendetektiv hat Sie ganz genau dabei beobachtet.“

„Wieso? Ich hätte sie mir doch eh nicht kaufen können. Was interessiert Sie denn bitte, ob sie diese blöden 13€ verlieren oder nicht. Das machen doch sooo viele...“



Aber versteht mich nicht falsch, ich bin eigentlich kein Gegner des Filesharing-Prinzips. Nur finde ich es herrlich, wie einige versuchen, Tatsachen, wie die Nutzung von P2P-Netzen zu großteils illegalen Zwecken, vertuschen wollen. P2P ist völlig in Ordnung, aber es gibt keine Rechtfertigung dafür, solche Websites aufzuschalten. Wer so etwas kreiert, muss dafür gerade stehen. Und das werden die Betreiber der Seiten jetzt wohl auch müssen. Oder ist hier einer für Warez-Tausch in Tauschbörsen? Na?

Ach... jetzt kommt wieder „das ist aber mal die einzige Möglichkeit, denen von der MI zu zeigen, dass wir die Schnauze voll haben“. Nein, das ist er nicht. Schaut nach England, dort sind nach einem geschlossenen Boykott der Audio-CDs die Preise gesunken und Kopierschutze verschwunden. So geht es, nicht anders. Aber ... das würde hier in D wohl eh nicht funktionieren. Rein von der Geschlossenheit her. Aber ich denke, bis es soweit kommen muss kann es aufgrund der Preis- und „Sicherheits“-Politik der MI nicht mehr lange sein. Mal schaun :-)
 
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The_Jackal

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Ich muss ganz ehrlich sagen, dass für mich diese komischen Screener Previews zu den Filmen sind. Gute Filme verpasse ich nicht im Kino, nur weil ich sie auf dem Fernseher gesehen habe! Da geht man trotzdem noch rein. So geht es mir zumindest.

Von Diebstahl oder Raub zu reden ist eh so eine Sache. Die User werden kriminalisiert, dabei hätten die meisten diesen Film eh nie gekauft. Wenn er umsonst ist, dann holt man ihn halt. So ist die Mentalität oft.

Dafür, dass GEMA & Co. so viel Gebühren bekommen, finde ich, dass jeder etwas Kopieren darf. Warum sollen wir denn zahlen und trotzdem nicht kopieren dürfen. Mir ist das Prinzip dahinter nicht verständlich.
 
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