News Nativer NVMe-Support: Für Risikofreudige gibt es den neuen Treiber auch unter Windows 11

Faust2011 schrieb:
Jetzt das "Aber": In den Tests von NVMe-SSDs wurde doch die letzten Jahre schon gezeigt, dass man NVMe-SSDs (im Consumer-Markt!) am Limit betreiben kann mit normaler Benchmark-Software auf normalen Windows-Consumer Versionen. Wie ist das möglich? Die Benchmark-Software bringt ja keine eigenen NVMe-Storage Treiber mit, sondern setzt auf den Windows-Treibern auf.

Irgendwie seltsam... kann jemand das erlären?
Die "Neuerung" ist ein Feature welches sich ursprünglich in der Release Version von Server 2025 befinden sollte. Das wurde vorher groß angekündigt, war dann aber nicht drin.

Siehe:

Ansonsten gibt es zwischen Consumer SSDs und Server SSDs schon ein paar Unterschiede. Die Consumer Produkte sind eher auf Peak Leistung ausgelegt, was man an sehr hohen 4k Schreibwerten sehen kann, die aber nicht dauerhaft bestand haben. Auch die sequentiellen Werte benötigen oft den SLC Cache und danach bricht die Performance ein.

Insgesamt ist das für den Consumer und sein Anforderungsprofil auch passend.

Des Weiteren wird der Hersteller auch nur mit Werten werben, die der Consumer auch nachmessen kann. Wenn die also sagen 1.000.000 IOPS 4k Write, dann wird das die SSD mit dem alten Windows Treiber auch schaffen. Ob da jemand mit höhren Werten unter Linux werben würde, die auch nur kurzzeitig erreicht werden können, wage ich zu bezweifeln. Die Benchmarkwerte, die hier gepostet worden sind, zeigen ja auch Steigerungen bei den 4k Werten.

Bei den Server SSDs wird eher mit Werten geworben, die dauerhaft gehalten werden können. Bei den Kioxia CM7-V (3DWPD) und CM7-R (1DWPD), mit denen ich aus der PCIe 5.0 Generation gearbeitet habe, sind wir dann bei Angaben von 500.000 bzw. 300.000 IOPS 4k Write. Der Server hat dann natürlich einen ganzen Schwung davon und bei der Auslastung dieser soll der neue Treiber punkten.

Das ist meine persönliche Meinung zu dem Thema untermauert mit ein bisschen Erfahrung 😉
 
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welches Profil/Settings sollte idealerweise für den vorher/nachher - Test verwendet werden?

1766229306247.png

unter Einstellungen kann ja explizit NVMe SSD ausgewählt werden.
 
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Hab auch benches die ähnliches belegen wie hier, daher schenke ich mir das.

ABER: Ich habe auch energiesparpläne die verhindern das meine CPU hochtaktet im idle, somit wenn die SSD richtig mal arbeiten soll bremst das (merke ich auch deutlich)

Mal aus dem CrystalMark gesprochen die RND4k Q32T1 gingen im "lowpower" mode bei meiner ssd im Read auf ~130per SCSI und auf ~280 nativ
Und das spüre ich schon deutlich, das dort weniger cpu leistung eingefordert wird.

@Oakley ich habe das einfach mal per default gemacht.
Und wenn du auf nvme schaltet, wird aus dem xxxT1 ein xxxT16 ;)
 
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kruppi99 schrieb:
Hat schon einer getestet wie unterschied vom Samsung nvme treiber zu dem neuen von Microsoft ist?

da ist fast gar kein unterschied
 
Okay, da ich mein Surfacebook 1. Generation heute eh auf 25H2 Bringen wollte war ich auch bereit mal zu Basteln.

Windows 11 Pro
25H2
26200.7462

i5-6300U 8GB RAM
Original SSD
Screenshot 2025-12-20 113845.png




Ja es hat nach der Anleitung Problemlos Funktioniert

Vorher
Screenshot 2025-12-20 114649.png

Screenshot 2025-12-20 115807.png


Nachher

Screenshot 2025-12-20 120940.png


Screenshot 2025-12-20 121241.png

Screenshot 2025-12-20 121708.png


Beeindruckend wie stark der 6300U ausgebremst hat
26,9% Bei der Zugriffszeit und 16,7% beim RND4K nimmt man doch gerne mit.
Dafür hatte man früher eine Neue SSD gekauft
 
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the_IT_Guy schrieb:
Beeindruckend wie stark der 6300U ausgebremst hat
26,9% Bei der Zugriffszeit und 16,7% beim RND4K nimmt man doch gerne mit.
Dafür hatte man früher eine Neue SSD gekauft
Hast du während der Benchmarks auch mal die Auslastung der CPU verglichen?
 
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rentex schrieb:
Bis da nichts offizielles kommt, spar ich mir einfach das Risiko.
Ich weiß wie du das meinst. Aber wir sprechen hier ja nicht von einer "versteckten" Funktion die irgendwie geleaked wurde. Microsoft stellt das Feature in ihrem Blogbeitrag offiziell vor und stuft es als GA ein. Serveradministratoren empfehlen sie es nach erfolgreichem Test produktiv zu nutzen.
Ist halt fraglich ob MS das für Windows Consumer jemals automatisch aktivieren kann, wenn da tatsächlich an den Partitions IDs oder Schnittstellen für 3rd Party Tools was verändert wird. Ich denke wenn du ein Clean Setup hast sind die Risiken gering. Aber wie bereits erwähnt haben solche Neuerungen natürlich immer Risiken. Selbst wenn MS das per Default aktiviert hätte. :D
 
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Zum im Artikel verlinkten Heise-Artikel:

SSD-Nachbrenner: Auch Windows 11 hat Microsofts neuen NVMe-Treiber

Es als "Nachbrenner" zu bezeichnen, wenn etwas endlich mit der normalen Geschwindigkeit betrieben werden kann, finde ich gewagt. - "Gelöste Handbremse" würde es m. E. besser treffen.

Nach Microsofts Erklärung zum neuen Umgang mit NVMe-SSDs wurde klar, dass die bisherigen Treiber einen unnötigen Flaschenhals darstellen. Microsoft hat zwar einen herstellerunabhängigen Treiber für das weitverbreitete Protokoll Non-Volatile Memory Express (NVMe), allerdings übersetzt Windows NVMe-Befehle bislang ins Small Computer System Interface (SCSI).
Hätte ich gewusst, dass Windows NVMe bisher sogar nur per SCSI-Emulation unterstützt *), hätte ich erst recht vom Wechsel zu NVMe-SSDs als reine Geldverschwendung abgeraten, weil es im Alltagsbetrieb keinen spürbaren Vorteil bringt:

Hauptsächlich durch die schnelle Zugriffszeit bringen SSDs diese großen Vorteile gegenüber HDDs. Die Datenübertragungsrate ist dafür nahezu egal: Sogar wenn ich die SSD mit dem BS an USB2 (max. 40 MB/s) boote, fühlt sich das gebootete System kaum langsamer an, solange man keine sehr großen Dateien einlesen oder kopieren muss (wodurch das booten selbst natürlich etwas länger dauert).

*) Das ist vergleichbar damit, eine SATA-SSD ohne AHCI zu betreiben: Ich hatte den direkten Vergleich beim PC meines Vaters, wo die SSD im IDE-Modus betrieben werden musste, da das Board kein AHCI unterstützte.
 
10 bis 15% klingt natürlich viel.
Ich will es nicht riskieren. Hab bei mir 4 SSDs von Samsung verbaut. Zwei SATA und zwei NVME.
 
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kann das gleich so installiert werden bei einer Neuinstallation ?
 
OZZHI schrieb:
Hier ein Vergleich mit zwei PCIe 5.0 Drives, die an der CPU angebunden sind. Die 4.0 läuft über den Chipsatz.
System: Windows 11 Pro 25H2 (Build 26000.7462)
Ernüchternd...
 
Eagle-PsyX- schrieb:
Jemals Stiftung Warentest/Ökotest gelesen?
Joa - und auch dort gibt es Produkttests, die sich wiederkehrend auf kläglichem Niveau befinden. Somit gibt's irgendwie überall Licht und Schatten 😉
 
mibbio schrieb:
Hast du während der Benchmarks auch mal die Auslastung der CPU verglichen?
Vorhin nicht, aber jetzt mal nachgeholt.

RND4K Q32T16 Read SCSI:
RND4K Q32T16 Read SCSI.png


RND4K Q32T16 Read NVME:

RND4K Q32T16 Read NVME.png


Jeweils der große Block, danach kam der Write Test, aber das hat nicht mehr auf den Screenshot gepasst

Peaks sind beide male Ähnlich ~85%, aber Dauerauslastung ist sichtbar geringer bei NVME
 
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Faust2011 schrieb:
Jetzt das "Aber": In den Tests von NVMe-SSDs wurde doch die letzten Jahre schon gezeigt, dass man NVMe-SSDs (im Consumer-Markt!) am Limit betreiben kann mit normaler Benchmark-Software auf normalen Windows-Consumer Versionen. Wie ist das möglich?
mit entsprechender cpu-power ist auch die nvme->scsi umsetzung hinreichend schnell. die native umsetzung verringert jetzt die cpu-last, daher wäre es schön gewesen, wenn die benchmarks hier im thread auch die cpu-last gemessen hätten.
 
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Eagle-PsyX- schrieb:
Oh Gott, Microsoft wie peinlich. 14 Jahre nach Linux.

Alleine die Einführung von Tabs im Browser war schon Jahre zu spät und Explorer fehlen sie nach wie vor (bis Windows 10 zumindest),

Gibt's in 5 Jahren nativen ISDN Support auch bald?..

Leute, überlegt euch wirklich ob ihr so ein antiquitäres Betriebssystem benutzen wollt
Eagle-PsyX- schrieb:
Naja, von alleine versucht es ja keiner mit Windows-Alternativen.
Glaubst du wirklich, dass du mit diesem Quark eine einzige Person dazu angeregt hast, Linux auszuprobieren?
Wie stellst du dir das vor? Dass da jemand sitzt, deine Ergüsse liest und sich sagt "huh, dieses Linux klingt ja doch ganz interessant, das muss ich mal ausprobieren!"?
 
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0x8100 schrieb:
wenn die benchmarks hier im thread auch die cpu-last gemessen hätten.
Gibt es ein Wunschtool das ich drüber laufen lassen soll?
Der Windows Taskmanager ist eher unhandlich für genaue Zahlen.
 
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HWInfo kann Logs erstellen. Vlt auch das Abfrageintervall auf 500ms setzen (HWInfo erzeugt dann selber auch etwas Last).
 
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Caramon2 schrieb:
Hätte ich gewusst, dass Windows NVMe bisher sogar nur per SCSI-Emulation unterstützt *), hätte ich erst recht vom Wechsel zu NVMe-SSDs als reine Geldverschwendung abgeraten, weil es im Alltagsbetrieb keinen spürbaren Vorteil bringt:
Es ist schon etwas komplexer:
https://www.computerbase.de/forum/t...rapper-fuer-scsi.2260853/page-2#post-31174574

Unabhängig von der Treiberthematik: Meine Steam Library befindet sich auf einer eigenen NVMe SSD, dadurch kann ich immer ganz gut mit HWInfo prüfen, wie die SSD von Spielen gefordert wird.
Während ältere Titel (z.B. Witcher 3) meist nur Peak Raten von 400MB/sec erreichen, sehe ich bei einigen neueren Spielen (z.B. Horizon Forbidden West) da auch Werte von über 1000 MB/sec. Da die SSD nur mit 2x 3.0 angebunden ist, kann ich mir vorstellen, dass sogar noch mehr geht. Wenn ich 1 Stunde spiele und dabei auch viel über die Landschaft fliege, werden ca 250GB an Daten von der SSD gelesen.
Schnelle SSDs haben tatsächlich meist nur geringe Auswirkungen auf z.B. den Start von Spielen oder das Laden von Spielständen. Aber beim Streaming von Inhalten im Spiel ist es zunehmend relevant und verhindert Nachladeruckler.
 
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MichaG schrieb:
Microsoft hat kürzlich für Windows Server 2025 einen nativen NVMe-Treiber vorgestellt, der die SSD-Leistung deutlich steigern soll.
Ist euch eigentlich bewusst, dass dadurch sämtliche eurer NVMe-SSD-Tests Makulatur sind, da sie quasi mit angezogener Handbremse durchgeführt wurden?

Ich habe schon vor Jahren bemängelt, dass ihr ausschließlich unter Windows bencht, da das m. E. viel zu vermurkst ist, um aussagekräftige Ergebnisse zu liefern: Das zeigte schon, dass unterschiedliche Windows-Versionen teils gravierend unterschiedliche Ergebnisse liefern und wird durch diese Meldung mehr als bestätigt!

Sollten SSD-Tests nicht besser die tatsächliche Leistungsfähigkeit der jeweiligen SSD ermitteln, statt die der dafür genutzen Windows-Version?
 
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