Netzwerkspeicherlösung für kleines Büro

BetaMinus

Cadet 2nd Year
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Nov. 2010
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Hallo zusammen,

ich arbeite als Werksstudent in einem kleinen Büro und stehe vor der Aufgabe ein Konzept für eine Netzwerkspeicherlösung aufzustellen, da es immer wieder zu Problemen mit dem Servercomputer (s.u.) kommt, und das ganze System dann einzurichten.

Ich habe mich schon gut eingelesen und auch gute Grundkenntnisse sind da, trotzdem bitte ich euch um Nachsicht bei eventuell seltsam erscheinenden Fragen.


Hier sind erstmal einige interessante Rahmendaten die ich zusammengetragen habe (Auszug):

Bisher ist der zentrale Speicher eine Festplatte im Server (Normaler Desktop PC auf dem Datenbankserver laufen, der Datenspeicher zur freien Verfügung (Keine Rechteverwaltung) zur Verfügung stellt und außerdem als Druckerserver fungiert)

DATENMENGE
Datenbanken: 20 GB
Daten: 7 GB (13k Dateien, 1,5k Ordner)
Vertrauliche Daten: 0,4 GB (3k Dateien, 0,4k Ordner)
Zusätzlich Backups

BENUTZER (ANZAHL KUMULIERT)
Administrator (Stufe 3): 1 Benutzer
Leitungskreis (Stufe 2): 4 Benutzer
Büroteam (Stufe 1): 7 Benutzer
Mitarbeiter/Frei zugänglich (Stufe 0): 8 Benutzer

RECHNER IM NETZWERK
Büro 1: 3 Rechner (1 Desktop, 2 Laptop)
Büro 2: 4 Rechner (3 Desktop, 1 Server)
Büro 3: 2 Rechner (2 Desktop)

DRUCKERSERVER
Laserdrucker (B/W) angeschlossen an Server


Die momentane Backuplösung ist als unzureichend zu bezeichnen. Es werden zwar wild Backups von irgendwelchen Verzeichnissen gemacht, ich kann aber nicht gewährleisten im Ernstfall eine vollständige Datenrettung zu ermöglichen.

Meine vorläufige Notlösung besteht darin wöchentlich ein Vollbackup auf eine externe Festplatte zu machen und mich dazwischen auf die automatischen Backups zu stützen.


Mein momentaner Wissensstand führt mich zu folgender Lösung:

NAS und Server

Server zum Bereitstellen der SQL Datenbanken, NAS zur Datenspeicherung mit Rechtevergabe.

Anforderungen an NAS sind folgende:

  • Den Ansprüchen der Momentanumgebung (s.o.) gewachsen sein
  • Datenspeicher von >=500 GB um dem zukünftig erwarteten, erweiterten Speicherplatzbedarf gewachsen zu sein
  • Benutzerverwaltung die komfortable Konfiguration und Benutzergruppen Zugang zu Ordnern der ersten Hierarchieebene ermöglicht (genauere infos kann ich gerne noch nachreichen)
  • Backupfunktion (!) der gespeicherten Daten, am besten auf externe Festplatte
  • Druckerserver Funktion
  • RAID-1 sinnvoll um den Ausfall einer HDD verschmerzen zu können? Ich weiß das ist ein altes Streitthema ob RAID als Datensicherung sinnvoll ist, aber ich wollte das nochmal anschneiden. Datensicherung ist hier ja eigentlich auch das falsche Wort es geht ja nur um eine zusätzliche Erhöhung der Zuverlässigkeit. Vollbackups sollen ja natürlich zusätzlich erstellt werden.
  • Preisrahmen ist noch nicht mit der Leitung abgesprochen und wird dann an Anforderungen angepasst!


Ich wäre euch wirklich sehr sehr dankbar wenn ihr mal drüberschauen könntet und eure Meinung abgeben könntet. Wenn dabei sogar Kaufberatungen rauskommen wär ich euch sehr verbunden.

Ich hab natürlich auch schon ein paar Kandidaten rausgesucht, aber wollte mir erstmal eure unverfälschten Meinungen anhören.

Vielen Dank euch schonmal,
lg BetaMinus
 
ich arbeite unter ähnlichen voraussetzungen schon 3 jahre lange mit einer buffalo terastation ! ohne zucken, ohne mucken ! problemlos ! bloß bei der den userrechten ist da etwas handfertigkeit angebracht !
 
Heißt Handfertigkeit in dem Zusammenhang, dass es kompliziert aber möglich ist, oder überhaupt schwierig zu realisieren ist?

Kannst du vielleicht bisschen was dazu sagen wie deine Struktur genauer aussieht und welches Modell du verwendest?

Vielen Dank dir für die schnelle Antwort,
lg
 
Hallo BetaMinus,

erstmal zum Büro. Was macht es? Dann zum Drucker - wie wichtig ist er, welches Modell, wie groß ist das Druckaufkommen/Monat.

Es wäre eine Überlegung sich enweder einen reinen Netzwerkdrucker zuzulegen, oder bei einem höherwertigeren älteren HP-Drucker z.B. sich ein Netzwerk Erweiterungsmodul eventuel gebraucht über eBay zu besorgen. Den Drucker abhänig von einem PC zu machen ist absolut nicht zeitgemäß.

Dann die Software, was wird verwendet? Ist ein Server unbedingt Vorausetzung? Oft werden kleinere Unternehmen nur dahin beraten um mehr Hardware beim Kunden absetzen zu können.

Wie ist der Netzwerktraffic? Und das Datenbankaufkommen?

Muß es unbedingt ein NAS sein? Hier könnte man auch prüfen ob ein wesentlich günstigeres aber schnelleres NDAS-System nicht ebenfalls in Frage kommt. Da bei einem NDAS jeder angeschloßene Client die Netzfestplatte als lokale Platte interpretiert (im Gegensatz zu NAS, das als Netzwerklaufwerk abgebildet wird), ist es möglich viele Dinge wie Favoriten, EMails, Benutzerordner usw mit einfachen Mitteln zu zentralisieren. Jedoch verfügt NDAS genauso wie ein lokale Festplatte über keine eigene Benutzerverwaltung, man müßte da auf Windows Boardmittel zurückgreifen.

Ein NDAS mit GigLAN ist sehr günstig (ca. 60€ für ein Leercase ohne HDD), schnell (bis 75 MB/s) und kann bei zwei Stück ebenfalls im RAID 1 betrieben werden. Bei 2 Cases und 2x 2TB HDDs wärest Du mit ca 240€ dabei.
 
Hallo BlackWidowmaker,

ich versuche dir mal deine Fragen so gut es mir möglich ist zu beantworten:

  • Das Büro ist die Verwaltung eines Pflegedienstes
  • Das Druckaufkommen/Monat kann ich leider schlecht beurteilen, könnte es aber mal anhand einer abgezählten Papiermenge am Drucker testen!
  • Drucker im Bestand sind (alle ohne Netzwerkmodule):
    • Lexmark X340 (an Server angeschlossen) -> Hauptdrucker der ein vergleichsweise unverhältnismäßig hohes Druckaufkommen hat. Macht im Moment einige Zicken. ungeklärt ob es am Drucker oder Server liegt. neustart von einem der beiden behebt das Problem eine Weile.
    • HP OfficeJet Pro L7500 (an einen Arbeitsplatzrechner angeschlossen) -> Druckaufkommen sehr gering (nur Buntdrucke, oft tagelang ungenutzt)
    • HP LaserJet 2200 (an einem Arbeitsplatzrechner angeschlossen) -> Druckaufkommen sehr mäßig, da in diesem Büro 2 Win7 Maschinen laufen, die den Drucker nicht korrekt ansteuern.
  • Der Server ist meines Erachtens nur nötig um SQL Datenbanken bereit zu stellen.
  • Was ist ein Maß und eine geeignete Maßnahme um Netzwerktraffic anzugeben?
  • Selbiges für Datenbankaufkommen (Die Datenbanken werden ständig an mehreren Arbeitsplätzen verwendet)
  • NAS ist eine hübsche Spielerei, die ich mir gerne näher anschauen würde aber unabhängig davon brauche ich dringend die Möglichkeit eine geordnete Benutzergruppenstruktur mit entsprechenden Berechtigungen aufzubauen!

Meinst du RAID-1 wäre sinnvoll in unserem Betrieb?

Danke dir vielmals schonmal.
lg BetaMinus
 
Hallo BetaMinus!

Ich kann für deinen Anwendungsbereich nur QNAP empfehlen!
Je nach dem wie sicher du die Daten haben willst ein Gerät mit 4 Bays. (Sicher vor Ausfall! Raid ist kein Backup und ersetzt es auch nicht! )

Heute hat QNAP seine neue Produktserie vorgestellt. Siehe: http://www.qnap.com/de/PressRelease_detail.asp?pr_id=266

Von der Performance her würde sowas dicke ausreichen! Auch für Datenbanken!

Was Benutzerrechte angeht ist dies sehr gut gelöst!

Allgemein ist QNAP derzeit im NAS-Bereich führend!

Ich selbst hab 3 Geräte hier stehn.

QNAP 509 Pro
QNAP 219P II ( ja richtig, ich hab schon die neue! :p
QNAP 119

Für Fragen kannst dich gerne melden, auch kann ich das deutsche Forum empfehlen! (Bin da Mod, aber pssssssst! ;) :evillol:

Gruß Neo
 
Hallo Neo,

auf die Produktpalette von QNAP habe ich schon geschielt und einen sehr positiven Eindruck gewonnen.

Da bleibt die Frage welches Modell für meinen Einsatzzweck das richtige ist. Da der Speicherplatz von einer Platte sicher dicke reichen wird wäre ja ein Modell mit 2 Bays und RAID Level 1 zur Ausfallsicherung ausreichend vermute ich.

Dass so ein System performant genug ist, bei normalerweise ca. 6 zeitgleich zugreifenden Benutzern einen flüssigen Datenstrom zu gewährleisten davon gehe ich aus.

Ein anderes Thema sind Datenbanken. Im Moment laufen auf unserem "Server" die Server Versionen der Programme, darin ist irgendwie die Datenbank enthalten (Damit musste ich mich nie wirklich beschäftigen wie man sieht ;D). Kann es möglich sein sowas auch auf ein NAS umzuquartieren? Soweit ich das verstanden habe ist das ja eigentlich nicht Zweck des Gerätes...

Eine andere laienhafte Frage die sich mir stellt ist, wie die Benutzer auf die Daten zugreifen. Ist es möglich des Speicher als Netzwerkfestplatte einzubinden? Ich stell mir das jetzt so vor, dass prinzipiell jeder zumindest die oberste Hierarchieebene der Ordner des NAS in der Netzwerkumgebung sehen, aber nur die öffnen kann für die er Zugriffsrecht besitzt. Erfolgt die Authentifizierung dabei über das Windows Benutzerkonto oder muss der Benutzer sich noch am NAS anmelden?

Im Moment tendiere ich zu folgender Zusammenstellung:

QNAP TS-219P II
2x Seagate Constellation ES SATA 3Gb/s 500-GB

Die Festplatten sind günstig zu haben und ich habe im privatbereich recht gute Erfahrungen gemacht. Geschwindigkeit geht mir sicher durch den 3 GB/s statt 6 GB/s Anschluss verloren. Wirkt sich das spürbar aus?


Vielen Dank für die Hilfe nochmals,
BetaMinus
 
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