Und selbst wenn jemand jeden Tag kifft, muss keine Abhängigkeit vorliegen. Eine Abhängigkeit ist nämlich genau definiert, ein regelmäßiger Konsum von einer Substanz alleine (egal ob Drogen, Fett oder Zucker,etc.) schließt nicht automatisch eine Abhängigkeit mit ein. Ansonsten müssten in meinem Umfeld ca. 30-50% aller Bürger der Führerschein entzogen werden, da diese fast alle jeden Abend nach der Arbeit ein Bierchen oder Glas Wein trinken.
Eine Abhängigkeit liegt vor wenn mindestens drei der folgenden Kriterien während des letzten Jahres vorhanden waren:
1. Ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, psychotrope Substanzen zu konsumieren.
2. Verminderte Kontrollfähigkeit in Bezug auf den Beginn, die Beendigung oder die Menge des Konsums.
3.Ein körperliches Entzugssyndrom bei Beendigung oder Reduktion des Konsums, nachgewiesen durch substanzspezifische Entzugssymptome oder durch die Aufnahme der gleichen oder nahe verwandter Substanzen, um Entzugssymptome zu vermindern oder zu vermeiden.
4.Nachweis einer Toleranz gegenüber der Substanz, im Sinne von erhöhten Dosen, die erforderlich sind, um die ursprüngliche durch niedrigere Dosen erreichte Wirkung hervorzurufen.
5. Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügungen oder Interessen zugunsten des Substanzkonsums sowie ein erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen.
6.Anhaltender Substanzkonsum trotz des Nachweises eindeutig schädlicher Folgen.
http://www.drugcom.de/drogenlexikon/abhaengigkeit/
Solange nicht 3 dieser diese Symptome zweifelsfrei feststehen, sollten wir nicht von einer Abhängigkeit sprechen, auch wenn Menschen jahrelang konsumieren! Da passt das Wort "Gewöhnung" zu den meisten Menschen am besten.
Ist beim Alkohol ja genauso. Millionen trinken öfters in der Woche Alkohol und sind nicht Abhängig im medizinischen Sinne. Viele Biertrinker werden eventuell bei unfreiwilliger Abstinenz denken " ach wie schön wäre ein Bierchen zu zischen", dies als Sucht auszulegen ist fatal.
Und das kann man auf fast alle Substanzen anwenden, und Cannabis gehört da mit Sicherheit dazu!
Nun ist es amtlich, die Regierung hat nun Zahlen bekannt gegeben, und mitgeteilt wie hoch die Kosten der Drogenrepression sind. Laut Bundesregierung reden wir hier von öffentlichen Ausgaben für die Gesellschaft von 5 bis 6 Milliarden Euro pro Jahr.
Wörtlich heißt es:
"Die Bundesregierung geht davon aus, dass der Konsum illegaler Drogen die öffentliche Hand jährlich fünf bis sechs Milliarden Euro kostet. Das ergibt sich aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Dort heißt es mit Bezug auf eine 2010 veröffentlichte Studie „Schätzung der Ausgaben der öffentlichen Hand durch den Konsum illegaler Drogen“, dass sich „Kosten zwischen 5,2 und 6,1 Milliarden Euro an öffentlichen Ausgaben für den Bereich illegaler Drogen“ ergäben."
http://www.berliner-zeitung.de/politik/soviel-kosten-illegale-drogen-den-staat-23948766
Ich finde das unmöglich wie hier Gelder verpulvert werden, da nur ein Zehntel der Gelder in Prävention gesteckt werden!