Quo vadis BTMG?

John Oliver (US Latenight) hatte dazu eine Folge:

https://www.youtube.com/watch?v=5pdPrQFjo2o

Naja, der 0815 Michel würde angesichts dieser Lage sicher denken "Dann verbieten wir halt diese Medikamente und gehen aggressiver dagegen vor!" und "Drogen sind voll schlimm und bei so einer Lage wollt ihr jetzt noch eine weitere Droge (Cannabis) legalisieren?! Eine Droge durch eine andere ersetzten?! Drogen ist gleich Droge und das ist schlecht!!!!!"

Und dann geht die Spirale in die nächste Runde.
 
https://www.youtube.com/watch?v=2q4VZUOGk2I

Rick Doblin - Latest Developments In Psychedelic Science From MAPS

Kurzer Vortrag mit einigen Updates zu MDMA Therapie. Rick Doblin ist ein cooler Typ. Sein Ansatz ist der wissenschaftliche und vorallem medizinische Weg um gegen Stigma und Prohibition vorzugehen. Fun Fact: Trump's "no more regulations!!!" und "somebody think of the veterans!!!" hilft bei der Sache enorm :-)


Kanadas' Cannabis Safety Guide

CannabisGuidelines-InfographicEN1000.jpg

Ebenso bei drugcom
https://www.drugcom.de/?id=aktuelles&idx=1126
(Punkt 8 besonders elegant, wenn man seinen Lappen loswerden möchte.)
 
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Die beiden stärksten Industrien in den usa sind die nahrungs und die medikamenten industrie und beide haben das land fest im griff. Es ist krass. Adipositas ist die grösste seuche der neuzeit, gefolgt von medikamentenabhängigkeit. Die zustände werden wir hier auch noch kriegen, wartets nur ab.
 
Heffertonne schrieb:

Mir fällt gerade ein, dass Mortler bzgl. Cannabis vs. Alkohol mal gesagt hat, dass sie das vertritt, wofür eine Mehrheit existiert und das Alkohol nunmal im Gegensatz zu Cannabis gesellschaftlich akzeptiert sei. Das Sie und ihre Partei alles versuchen, um eine weitere Akzeptanz von Cannabis zu verhindern, durch permanentes hervorheben möglicher negativer Folgen des Konsums , muss sie ja nicht sagen. Das ist offensichtlich. Falls das für jemanden nicht so ist: http://www.spiegel.de/panorama/just...tackiert-freigabe-fuersprecher-a-1005452.html

Und das alles für eine Handvoll Konsumenten, die wegen Cannabis ihr Leben nicht mehr in den Griff kriegen? Ja, glaube ich Frau Mortler ungefragt direkt.

Besonders die CDU/CSU ist allgemein gegen Volksbefragungen und Abstimmungen, das hat u.a. Merkel schon öfter gesagt. Falls es also eine Mehrheit gibt, bleibt die schön im Dunkeln - zumindest erstmal.

Ein nettes Video noch zum Schluss, was ich auf YouTube gefunden habe. Wuchernde Krebszellen unterm Mikrosokop nach Zugabe von Cannabis Öl: https://www.youtube.com/watch?v=6OhUtL6T6BE

Schade, dass das bei Schmerzen und psychosomatischen Erkrankungen nicht so einfach nachgewiesen werden kann. Bzw. schon, durch Beobachtung. Aber das reicht nicht und wird immer von Cannabis Hassern zerpflückt werden. Und wenn man keine Argumente mehr hat, wird die Suchtkeule rausgeholt. Das Spielchen geht mindestens seit mehreren Jahrzehnten schon so - mit Erfolg.
 
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MDMA bekommt den Status "breakthrough therapy", wodurch das Zulassungsverfahrung zugügiger durchlaufen wird.

http://www.sciencemag.org/news/2017/08/all-clear-decisive-trial-ecstasy-ptsd-patients

The MDMA program was created by a small group of psychedelic researchers who had toiled for years in the face of ridicule, funding shortages and skepticism. But the results have been so positive that this month the Food and Drug Administration deemed it a “breakthrough therapy” — setting it on a fast track for review and potential approval.

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http://www.latimes.com/politics/ess...allot-measure-could-1503707569-htmlstory.html

Proposed California ballot measure could decriminalize hallucinogenic mushrooms
 
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Dr. Grotenhermen geht in den unbefristeten Hungerstreik zur Entkriminalisierung von Patienten, die gesundheitlich von Cannabis profitieren!

https://www.youtube.com/watch?v=Gkm5svI2Gn8

Das schließt also auch ADHS & CO. Patienten ein. Aber: Garantiert kommt nix in den Medien davon! Und Frau Mortler samt CDU/CSU geht das eh am Arsch vorbei. Die Christdemokraten wollen nur ihre finanziellen Unterstützer, die ganzen Brauereien, nicht verlieren: http://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/amerikaner-kiffen-bier-krise-herbei-49248396.bild.html

Die Pharma Lobby ist bestimmt auch "begeistert" von Cannabis. Zum Glück gilt das neue Cannabis Gesetz nur bei Schwerst Kranken (also dem Tot geweihten) und selbst da verweigern die Kassen oft die Kostenübernahme. (Vllt. nach Absprache mit der Pharma Lobby?)...
 
Zum Glück gilt das neue Cannabis Gesetz nur bei Schwerst Kranken (also dem Tot geweihten) und selbst da verweigern die Kassen oft die Kostenübernahme. (Vllt. nach Absprache mit der Pharma Lobby

Da glüht der Aluhut aber. Solche Verschwörungstheorien kommen auch nur von Leuten die absolut keine Ahnung haben wie das Gesundheitssystem funktioniert. Woran man erkennt das du keine Ahnung hast?

An dieser Aussage:

Schwerst Kranken (also dem Tot geweihten)

§ 31 SGB V Abs. 6 spricht nämlich von schwerwiegenden Erkrankungen. Und gemäß der Definition sind damit nicht "regelmäßig tödlich verlaufende Erkrankungen" gemeint wie beim Off-Label-Use. Das BSG definiert "schwerwiegende Erkrankungen" nämlich folgendermaßen:

Mit dem Kriterium einer Krankheit, die zumindest mit einer lebensbedrohlichen oder regelmäßig tödlich verlaufenden Erkrankung in der Bewertung vergleichbar ist, ist eine strengere Voraussetzung umschrieben, als sie etwa mit dem Erfordernis einer "schwerwiegenden" Erkrankung für die Eröffnung des sog Off-Label-Use (vgl dazu BSGE 89, 184 ff = SozR 3-2500 § 31 Nr 8 - Sandoglobulin) formuliert ist.

Bereits die Anforderungen an das Bestehen einer "schwerwiegenden" Erkrankung sind erheblich. Nicht jede Art von Erkrankung kann den Anspruch auf eine Behandlung mit dazu nicht zugelassenen Arzneimitteln begründen, sondern nur eine solche, die sich durch ihre Schwere oder Seltenheit vom Durchschnitt der Erkrankungen abhebt.

Und dann würde mich von dir noch interessieren wie so eine Absprache der Kassen mit der Pharmalobby aussehen könnte?
 
Halte deine Beleidigungen, dein Aluminium und deine Paragraphen samt Definitionen bei dir. Genau so sieht es in der Realität/Praxis aus. Eine Absprache könnte z.B. so aussehen:

Politik: Der Druck wächst bzgl. Cannabis als Medizin. Wir müssen was machen.

Pharma Lobby: Eine Legalisierung, oder wenn es als Medizin für die Masse legal zur Verfügung steht, kostet uns das Geld. Wenn, dann nur mit Einschränkungen. Sonst streichen wir die finanziellen Mittel zur Unterstützung eurer Partei.

Alkohol Lobby: Genau, dem schließen wir uns an. Daten aus Amerika belegen einen Umsatz Rückgang beim Alkohol, insbesondere beim Bier.

Politik: Seht her, neues Cannabis Gesetz. Seit ihr einverstanden?

PS: Du hattest doch schon einmal vor einigen Seiten dich dem ggü. kritisch geäußert und fingst mit § und falsch ausgefüllten Anträgen an. Sind das keine Hürden? Sind die Medienberichte und die Statistiken, die aufzeigen, dass die Kostenübernahme meistens abgelehnt wird, deiner Meinung nach falsch? Eigentlich rhetorische Fragen. Die Antwort eines Paragraphen Reiters interessiert mich nicht, weil ich es anders erlebe und daher weiß wie es ist.
 
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Aha, bei mir in der täglichen Praxis habe ich ein ganz anderes Bild der Situation. Ich behaupte einfach mal frech, dass ich weit tiefer in der Thematik drin stecke als du.

Könnte es nicht viel naheliegender sein, dass die Hürde medizinisches Cannabis auf Kosten der GKV zu bekommen viel mehr daran liegt, dass die Kosten die Versichertengemeinschaft dafür tragen soll?

Das birgt natürlich Potenzial für Missbrauch, da schon heute Leute sich von verschiedenen Ärzten z.b. Ritalin verordnen lassen um es zu verkaufen. Ähnliche Gefahr besteht natürlich auch bei Cannabis.

Dazu kommt natürlich auch die Studienlage bei Cannabis. Die Wirkung, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen sind bei vielen Erkrankungen noch unerforscht.

Aber viel naheliegender ist natürlich die Bierlobby die um den ein oder anderen Kasten weniger Absatz fürchtet. Da fällt einem wirklich nichts mehr zu ein...
 
Die Pharma Lobby will verhindern, dass es als Medikament gegen zahlreiche Krankheiten legal eingesetzt werden darf. Die Alkohol Lobby will verhindern, dass es legalisiert wird. Die Krankenkassen haben keine Lust auf weitere Kosten. Und Ärzte halten oft nicht viel davon.

Ein Kumpel von mir ist z.B. direkt betroffen.

Als contra Argumente für Cannabis als Medizin wird immer auf fehlende Studien verwiesen. Warum beobachtet/fragt man nicht die Patienten aus Amerika oder anderen Ländern, wo es seit Jahren gegen diverse Krankheiten verschrieben wird? Überhaupt: Warum gibt es nach all den Jahren noch keine Studien, wenn es doch im Verdacht steht, dass es vielen helfen kann? Warum kostet es mehr als doppelte vom Schwarzmarkt Preis? Wenn es in Deutschland als Palliativ Medizin verschrieben wird, gesteht man sich allein dadurch nicht schon ein, dass es gegen Depressionen hilft?

Als contra Argumente einer kompletten Legalisierung wird immer der Jugendschutz angeführt. Diese kommen durch das Verbot aber leichter dran als an kontrollierten Alkohol. Und wenn es nicht der Jugendschutz ist, dann versteckt man sich eben hinter den 0,x% der Cannabis Konsumenten, die deswegen ihr Leben nicht mehr auf die Reihe kriegen und befragt bevorzugt "Experten", die beruflich jeden Tag mit diesen 0,x% der Konsumenten zu tun haben.

Gefahr für Mißbrauch besteht immer und bei allem. Bei der Essensgabel, beim PC, Auto...kein Argument in meinen Augen. Und bei der Alkohol Lobby geht es offenbar nicht nur um einen Kasten, sondern um viel Kohle. Und Lobbyisten sind diejenigen, die Politik machen. Weil sie das Geld, die Arbeitsplätze und die Kontakte haben.

Und jetzt zieh ich mir meinen Alu Hut auf ;)
 
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Ich gebe dir einfach mal ein paar Zahlen:

60% der Anträge werden genehmigt. 40 % werden abgelehnt. 20 % davon werden abgelehnt, weil die Leute keine weiteren medizinischen Unterlagen einreichen.

Des weiteren werden bei der Studienlage weltweite Studien herangezogen. Allerdings ist es wichtig das diese eine gewisse Evidenz haben.

2015 wurden 79 Studien weltweit ausgewertet die auch zur Beurteilung bei der Kostenübernahme durch die GKV heran gezogen werden.

Und bei deinem blöden Beispielen mit Gabeln, Auto und TV sollen die Kosten eben nicht durch die GKV dadurch übernommen werden. Wenn du Cannabis legal haben willst lass es dir von Dr. Grotenhermen auf Privatrezept verordnen. Hab gehört der nimmt das da nicht so genau. Allerdings musst du dann damit leben das du selbst die Kosten dafür tragen musst.

Wäre die Pharmalobby, die Bierlobby und die GKV Lobby so stark dann gebe es das gar nicht.

Edit: Man sieht ja wie es in den USA läuft. Da wurden die Patienten von den Kartellen von einem Arzt zum anderen geschickt um sich Ephedrin verordnen zu lassen. Hier zahlt das Cannabis dann die Krankenkasse. Ist doch ein super Deal. Der Patient lässt sich 200 g verordnen. 100g für sich und mit dem Rest verdient man sich etwas dazu.
 
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Du schriebst schon einmal, dass Dr. Grotenhermen jedem Cannabis verschreibt, der seine Praxis betritt und hast ihn als Spinner bezeichnet. Liegt das vllt. daran, dass die Leute vorher eine verzweifelte und erfolgslose Odyssee hinter sich haben, und es nicht woanders bekommen haben?

Es müssten über 90% der Anträge zugestimmt werden. Wer einen Antrag stellt, hat einen medizinischen Grund. Für die Meisten ist ein Privat Rezept keine Option. Wer kann sich Cannabis für weit über 20€ pro Gramm leisten? Zumal Kranke Menschen meist finanziell sowieso nicht so gut dastehen. Das kommt übrigens von der Pharma Lobby, garantiert!

Dann sollte deine GKV Lobby versuchen die Preise zu drücken, so dass Patienten es sich leisten können. Zumindest bis die ach so wichtigen Studien endlich nach zahllosen Jahren verfügbar sind und offensichtliches, an Patienten einfach zu beobachtendes, noch einmal bestätigen.

Die ganze Contra Cannabis Argumentationskette, egal ob gegen Legalisierung oder als Medizin bei vielen Krankheiten, stinkt von vorne bis hinten.

Edit:
Und zu meinen schlechten Beispielen: Entstehen der GKV etwa keine Kosten durch PC Sucht, oder wenn ich jemanden mit einer Gabel verletze?

Und jetzt komm nicht damit, das Cannabis aber abhängig macht. Denn wenn man keine Argumente mehr hat, wird die Suchtkeule rausgeholt. Obwohl erwiesen ist, dass es nicht körperlich abhängig macht. Und psychisch kann alles abhängig machen, auch Schokolade, PC... Dann müsste man das auch gesetzlich verbieten oder zumindest deren Nutzen durch § eindämmen. Zum Schutz der 0,x% die Mißbrauch damit betreiben und zusätzlich ihr Leben deswegen nicht mehr im Griff haben.
 
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Die Therapiehoheit liegt nun mal beim behandelnden Arzt. Der entscheidet selbst wie und welche Therapie er durchführt.

Nein muss es nicht. Ich hab dir gesagt, dass 20 % der Anträge nicht ausreichend sind. Die Krankenkasse kann wohl kaum über Anträge positiv entscheiden in dem z.b. steht :" Hallo, ich beantrage Cannabis, weil ich krank bin."

Und wenn der Antrag nicht hinreichend medizinsch belegt ist dann muss er abgelehnt werden.

Wieso soll die GKV Lobby versuchen für Privatpatienten die Preise zu drücken? Die Preise sind deswegen so hoch, weil eben sehr viel genehmigt wurde. Seit in Kraft treten des Gesetzes sind die Anzahl der Verordnungen um 80% gestiegen. Dazu kommen fehlende Genehmigungen zum Import durch das BfArM. Und damit hat die GKV nichts am Hut.
 
Nur das fast alle deutschen Ärzte keinen Gebrauch dieser Therapiehoheit machen. Es findet keine Beratung statt, nur Ablehnung. Dr. Grotenhermen praktiziert sicher nicht in Reichweite für alle Patienten.

Warum die Ärzte in Amerika beraten, aufklären und Cannabis bei entsprechender Diagnose versuchen und hier nicht - keine Ahnung. Aber meistens haben Dinge etwas mit Geld zu tun.

Ich könnte es noch verstehen wenn man erstmal andere, etabliertere Medikamente versucht. Aber wenn man die alle mit nicht tragbaren Nebenwirkungen über Jahre hinweg durch hat und man weiß, dass Cannabis genauso gut oder besser mit weniger NW hilft, und dann immer noch auf ärztliche Ablehnung stößt, was meistens der Fall ist, dann läuft etwas falsch!

PS: Generell muss man aufpassen. Wenn man einem Arzt sagt, dass einem ~ 1g Cannabis über den Tag verteilt geraucht, gegen ADHS Symptome (Nervosität...), Depressionen und Schlafstörungen ohne Nebenwirkungen hilft, stehen die Chancen gut, dass man neben Ablehnung noch in der Suchtkrank Schublade landet und einem eine Therapie/Entzug oder irgendwelche Maßnahmen empfohlen werden.

Und rate mal, wer das wieder (für nichts!) bezahlt: GKV :D
Unter dieser Argumentation vllt. doch noch mal drüber nachdenken, ob die GKV wirklich kein Interesse daran haben sollte, die Cannabis Preise auf ein bezahlbares Niveau zu drücken. Wenn die Nachfrage die Cannabis Preise so hoch puscht, warum ist Aspirin dann so günstig?
 
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Nur das fast alle deutschen Ärzte keinen Gebrauch dieser Therapiehoheit machen. Es findet keine Beratung statt, nur Ablehnung.

Aha, und wie erklärst du dir den raschen Anstieg von Cannabisverordnungen von ca. 2000 auf 6000 Verordnungen?

Generell muss man aufpassen. Wenn man einem Arzt sagt, dass einem ~ 1g Cannabis über den Tag verteilt geraucht, gegen ADHS Symptome (Nervosität...), Depressionen und Schlafstörungen ohne Nebenwirkungen hilft, stehen die Chancen gut, dass man neben Ablehnung noch in der Suchtkrank Schublade landet und einem eine Therapie/Entzug oder irgendwelche Maßnahmen empfohlen werden.

Das liegt einfach daran, dass Cannabis bei den von dir genannten Erkrankungen die Wirkung von Cannabis in Studien nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte.

Als "sehr gering" bezeichnen Whiting und Kollegen die Evidenz für den Nutzen von Cannabinoiden bei Angststörungen. Bei Depressionen fand sich in Studien mit sehr geringer Evidenz keinerlei Effekt. Zu ADHS, das vielfach als Indikation für Medizinalhanf angesehen wird, liefert die Metaanalyse keine Daten.

https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/arzneimittelpolitik/article/889725/cannabis-wirksame-arznei-schwerkranke.html

Und Ärzte sind nun mal auch Akademiker die sich in der Regel nach Studien richten. Und natürlich soll auch die Krankenkasse nur Therapie & Arzneimittel übernehmen deren Wirkung wissenschaftlich einwandfrei nachgewiesen wurde. Ansonsten steigen die Beiträge massiv in die Höhe, weil jeder seine Globuli und Kräuter von der GKV bezahlt haben möchte, weil er selber davon überzeugt ist das sie wirken.
Hast du schon mal was vom Placebo-Effekt gehört?

Und natürlich sind die Studien auch dazu da um den Arzt sowie den Patienten vor Neben- und Wechselwirkungen abzusichern.

Ich empfehle dir mal ausführlich folgenden Text zu lesen:

https://www.g-ba.de/institution/aufgabe/arbeitsweise/bewertungsgrundlagen/

Unter dieser Argumentation vllt. doch noch mal drüber nachdenken, ob die GKV wirklich kein Interesse daran haben sollte, die Cannabis Preise auf ein bezahlbares Niveau zu drücken. Wenn die Nachfrage die Cannabis Preise so hoch puscht, warum ist Aspirin dann so günstig?

Angebot und Nachfrage. Das Angebot von medizinischen Cannabis ist aktuell sehr gering. Das liegt auch an den hohen Qualitätsanforderungen. Dazu kommt das es aus Cannada importiert werden muss. Und es gibt quasi nur zwei Hersteller mit Bedrocan und Pedanios.

Bayer hat mit günstigeren Wirkstoffen wie Paracetamol und Ibuprofen da mehr Konkurrenz am Markt.

Um zu verstehen wie das System der GKV läuft solltest du dich mal in die einfachsten Grundlagen einlesen. Beim G-BA wirste erstmal genug zu lesen haben. Ich hoffe das du danach deinen Aluhut nicht mehr brauchst.
 
Ok, das lese ich mir alles durch. Vllt. ändert das meine Meinung.

Dachte schon was ich schrieb sei so gewollt, weil man dadurch die Statistik erhöht, wo Menschen gelistet werden, die ein "Problem" mit Cannabis haben, um so wiederum Verbots Argumente zu haben, um den Willen der Lobbys durchzusetzen, die von einer Lockerung oder gar Legalisierung finanzielle Nachteile befürchten.

Man sucht halt nach logischen Verbots Argumenten, wenn einem Argumente wie "Cannabis ist verboten, weil es eine illegale Droge ist" nicht ausreichen. Und an deine verlinkten Sachen kommt man nun mal nicht so einfach dran. Zu den Studien hab ich ja schon was geschrieben. Aber mit diesem Verhalten/Denkstruktur bin ich offenbar alleine und es ist krankhaft. Liegt vllt. auch an der aggressiven Persönlichkeitsstörung. Wobei ich glaube die einigermaßen im Griff zu haben mit 8h Krafttraining die Woche.

Ja gut, ein bisschen Alufolie kann ich für den Grill noch brauchen.
 
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Lipovitan schrieb:
Ich behaupte einfach mal frech, dass ich weit tiefer in der Thematik drin stecke als du./QUOTE]

So wie du das beschreibst, läuft ja alles 100% prima. Wenn was nicht stimmt, dann der Antrag oder die fehlenden Studien. Thema also erledigt? Die ganzen Meldungen über die Probleme Fake News?

Wenn man so tief in einem Thema steckt, entwickelt man manchmal einen Tunnelblick ...
 
So wie du das beschreibst, läuft ja alles 100% prima.

Nein, sonst bräuchte man keine Sozialgerichte. Man kann sicher darüber diskutieren und unterschiedlicher Meinung sein ob im Einzelfall die vorliegende Erkrankung im Sinne des Gesetzes als "schwerwiegend" einzuschätzen ist.

Thema also erledigt? Die ganzen Meldungen über die Probleme Fake News?

Bringe mir doch konkrete Beispiele sonst macht eine Diskussion mit dir wenig Sinn.

Wenn man so tief in einem Thema steckt, entwickelt man manchmal einen Tunnelblick ...

Ich bin mir sicher, dass ich keinen Tunnelblick entwickelt habe. Meine Aussagen und Thesen belege ich stets mit Quellen. Selbst die Zahlen aus meinem Beitrag #4331 kann ich mit einem externen Link belegen:

https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/arzneimittelpolitik/article/941934/cannabis-medizin-kassen-lehnen-erstattung-kosten-oft-ab.html

Und mir begegnet man mit Geschichten von Freuden und abstrusen Thesen bzw. Verschwörungstheorien, dass die Bierlobby dahinter steckt.
 
Lipovitan schrieb:
Hast du schon mal was vom Placebo-Effekt gehört?
Ja natürlich ... und bei der Macht, die dieser Effekt auf die Selbstheilung haben kann (durch Studien belegt) wundere ich mich momentan nur, warum die Schulmedizin das nicht viel breiter nutzt ... WIE die Wirkung (Symptomlinderung oder gar Heilung) erzielt wird, ist doch eher nachrangig ... besonders dann, wenn es nicht nur in der Theorie, oder unter Laborbedingungen nachgewiesen ist, sondern obendrein noch im Alltag.

Schonmal drüber nachgedacht, dass Studienergebnisse, die zwar eindeutig die Wirksamkeit belegen, diese Wirksamkeit aber nicht plausibel aus dem gängigen Theoriegebäude ableiten können, ebenfalls einen schweren stand haben ... das hat in dem Fall aber nichts mit der Wirksamkeit zu tun, sondern ist eine direkte Folge des wissenschaftlichen Diskursses (nach Foucault) und der wissenschaftlichen "Disziplinierung" (nach Stichweh).
Es reicht nicht, einen Effekt nachzuweisen, solange der nicht auch plausibel erklärt werden kann, und patientenunabhängig reproduzierbar ist.

Das führt hier sicherlich zu weit vom Thema weg, aber ob eine Wirkung nun durch "Einbildung" erzielt wird (wie das bei Placebos oft angenommen wird), oder durch dokumentierbare und reproduzierbare chemische Prozesse auf der Basis der gängigen medizinischen Theorien, wo bitte liegt da für den Patienten, bei dem die gewünschte Wirkung eintritt, der Unterschied?
Wenn ich eine Beeinträchtigung durch eine Behandlung abschwächen, oder gar aufheben kann, was interessiert mich da die Meinung der Pharmaindustrie, die ca. 90% der Studien zu den Behandlungsmethoden bezahlt?

Ärzte sollten sich vor allem den Patienten verpflichtet fühlen (der Hypokratische Eid sagt Dir hoffentlich was), und damit lautet die einzige Frage bei Placebos mMn "hilft das dem Patienten ohne ihm an anderer Stelle zu schaden?".
Dass mit diesem Effekt nicht häufiger gearbeitet wird, kann mMn nur einen Grund haben ... das Interesse der KV liegt eben gerade darin, eine Behandlungskostenübernahme ablehnen zu können. Denn auch eine KV ist letztlich ein Wirtschaftsunternehmen, und solange der Erfolg einer Behandlung nicht eindeutig wissenschaftlich nachgewiesen ist, WERDEN die KV die Kostenübernahme ablehnen, solange sie zur Übernahme nicht gesetzlich verpflichtet sind.
Und da die Chancen dafür bei velen Placebos recht gut stehen, verzichten die meisten Ärzte auf dieses Risiko.

Wozu soll der Patent denn teure Medikamente nehmen (und noch drei andere gegen die Neben- und Wechselwirkungen), wenn in seinem individuellen Fall nachweislich die gleiche Wirkung auch mit aromatisiertem Traubenzucker erzielt werden kann (sogar ohne nnenenswerte Neben- oder Wechselwirkungen)?
Da kann man schon mal fragen, wem DAS eigentlich wirklich nützt.

Den Medizinern und Forschern sollte man daraus allerdings gewiss keinen Vorwurf basteln ... "wess' Brot ich fress', des Lied ich sing" ... in der Forschung ist die Wirkung dieses Spruches eben BIAS.
 
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@ Lipovitan
Zur Alkoholloby oder Bierlobby mit dem Bild Link:
Wie gesagt, man sucht nach irgendwie logischen Erklärungsansätzen, weil es von Frau Mortler entweder nur die negativen Eigenschaften von Cannabis gibt, oder eben Fake News: https://hanfverband.de/nachrichten/news/mortler-verbreitet-erneut-fake-news-aus-colorado

Außerdem ist der Bild Bericht nicht der einzige Bericht in diese Richtung. Es gibt viele. Als Beispiel ein weiterer:
http://www.n-tv.de/wirtschaft/US-Alkoholindustrie-kaempft-gegen-Cannabis-article19199796.html

Offenbar fürchtet man also mehr als "einen Kasten Bier weniger Umsatz". Der Alk/Bier Lobby mag der medizinische Nutzen und die Anwendung relativ egal sein, aber nicht eine komplette Legalisierung. Das schrieb ich - und das war nur darauf bezogen.

Zu deinen Links:
Gut, jetzt weiß ich wie die G-BA Entscheidungen trifft. Das wirkt objektiv und fundiert, im Gegensatz zu Frau Mortler.
 
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