Der Burst-Speed hat nichts mit der mechanischen Leistungsfähigkeit der Festplatte zu tun. Der Burst-Speed ist lediglich die Schnittstellenbandbreite, die zur Verfügung steht. Diese wird ermittelt indem winzige Daten direkt aus dem Cache der Festplatte gelesen werden. So lange der Burst-Speed nicht niedriger ist als die Festplattenmechanik maximal zu leisten im Stande ist, ist dieser Wert irrelevant, auch im RAID-Verbund.
Bei der SATA-Schnittstelle hat jede Festplatte ihren eigenen Kanal. In einem RAID-0 Verbund werden zwei oder mehr Kanäle miteinander gekoppelt. Die Schnittstellenbandbreite multipliziert sich mit der Anzahl der im RAID-Verbund befindlichen Kanäle. Hier gilt wiederum dasselbe wie bei einer einzelnen Festplatte bzw. einem einzelnen Kanal. Solange der Burst-Speed nicht niedriger ist als der Verbund maximal zu leisten im Stande ist, ist der Burst-Speed irrelevant.
Der Burst-Speed zeigt NICHT die eigentliche Festplattenleistung an! Das darfst du nicht mit der sequenziellen Transferrate (relativ gleichmäßig abfallende Linie) verwechseln.
Bezüglich Burst-Speed und HD-Tach. Die Burst-Speed-Messung von HD-Tach ist sehr unzuverlässig und entspricht oft nicht den Tatsachen. Zieh' dir mal aus dem Internet den Festplattenbenchmark h2benchw und entpacke die Datei. h2benchw ist eine reine Konsolenanwendung. Du musst also die Konsole öffnen (Start -> Ausführen... -> cmd). Die Messungen von h2benchw sind präziser und zuverlässiger als die von HD-Tach.
Ich weiß nicht wie fit du mit DOS-Befehlen bist, daher hier eine kleine Einführung:
Mit Laufwerksbuchstabe: (z.B. d: ) wechselst du in der Konsole das Laufwerk. Mit cd den Ordner (z.B. cd Windows). Mit cd.. gehst du einen Ordner innerhalb der Threads zurück. Mit cd\ wechselst du in das aktuelle Wurzelverzeichnis (C:\ = Wurzelverzeichnis des Laufwerks C ).
Wenn du beispielsweise die Datei direkt auf dem Laufwerk D entpackt hast und der Ordner h2benchw heißt, gib in der Konsole d: und cd h2benchw ein.
Zurück zu h2benchw. Mit dem Parameter -c lässt sich die Schnittstellenbandbreite messen (c = Coretest). Als erstes muss allerdings das zu testende Laufwerk, bzw. der zu testende Kanal ausgewählt werden. Die erste physikalische Platte hat die Nummer 0, die nächste die Nummer 1 und so weiter. Gibt man auf der Kommandozeile nur die Plattennummer ohne Optionen an, so zeigt H2benchw die Kapazität und die vom Betriebssystem gemeldete logische Geometrie (CHS-Angabe, Zylinder, Köpfe, Sektoren) der Platte an. Du kannst also gefahrlos ausprobieren unter welcher Nummer sich die Laufwerke bzw. der Verbund verbirgt.
Angenommen die Nummer 0 ist die eine Samsung. So gib h2benchw 0 -c 0 ein, und die Schnittstellenbandbreite wird ermittelt.
Bezüglich RAID-0 Leistung und HD-Tach. HD-Tach ist da sehr pingelig und arbeitet nicht mit jeder Stripe-Size-Größe korrekt zusammen. Bei einer Stripe-Size über 16 KB zeigt HD-Tach in der Regel nur Unsinn an. Solltest du also die Standardeinstellung (die gewöhnlich bei 128 KB liegt) beibehalten oder manuell eine höhere Stripe-Size als 16 KB ausgewählt haben, wird das schlechte HD-Tach Ergebnis daran liegen (das ist NICHT die tatsächliche Transferleistung deines Verbundes!). Auch für die Leistungsmessung eines RAID-0 Verbundes ist HD-Tach nur bedingt zu gebrauchen. h2benchw ist auch hier die bessere Wahl.
Gib h2benchw 0 -z -tt "HD401LJ RAID-0" -w "HD401LJ RAID-0" ein und die sequenzielle Transferrate wird ermittelt.
Die 0 direkt hinter h2benchw musst du natürlich durch die richtige ersetzen, falls der Verbund nicht 0 ist.
-z steht für Zonenmessung, wodurch die sequenzielle Transferrate der Festplatte bzw. des Verbundes ermittelt wird (der Durchlauf dauert einige Zeit, also Geduld). Mit dem Parameter -tt "irgendein Text" wird der Titel des Tests festgelegt und mit -w "irgendein Text" wird das Ergebnis unter dem angegebenen Namen in einer .txt Datei gespeichert. Wenn du das nicht möchtest kannst du die beiden natürlich auch weglassen. Du kannst den Coretest und die Zonenmessung auch kombinieren: z.B. h2benchw 0 -z -c 0 -tt "HD401LJ RAID-0" -w "HD401LJ RAID-0" oder h2benchw 0 -z -c 0 -tt "HD401LJ" -w "HD401LJ".
So, nun habe ich mir hier einen Wolf geschrieben. Wäre nett wenn du das honorieren würdest indem du die Tests durchführst oder zumindest auf diesen Beitrag antwortest.
Ach ja, bezüglich Firmware. Wenn, dann bekommst du eine neue Firmware nur von Samsung selbst. Ich glaube allerdings nicht, dass das notwendig sein wird und dein "Problem" daran liegt bzw. dadurch behoben werden kann.