News Smart Glasses: HateAid zeigt Meta, Ray-Ban und Händler an

Duran schrieb:
Ja wenn du für andere deren Meinung "posten" willst ist das mächtig daneben. Das steht dir zum einen nicht zu und zum anderen sehe ich ebenso das du gewisse Bereiche hast die besser ausgestaltet sein könnten mit Infos und Wissen. ;)
Das Gleiche könnte ich dir vorwerfen…
 
Warum darf meine Überwachungskamera am Grundstück keinen Öffentlichen Raum filmen? Und kann ich das jetzt einfach umgehen, in dem ich eine Brillenattrape vor die Kamera klebe?
 
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Schon krass, was hier abgeht.
Der Bruder meiner Partnerin hat so ein Teil, der ist Technik-Nerd und filmt damit zB., wenn er Paddel spielt. Ob das jetzt sinnvoll ist, sei mal dahin gestellt. Aber der muss sich auch nicht mit deutscher Gesetzgebung rumschlagen.

Heftig finde ich, wenn Leute irgendwo zwischen rigorosem Verbot und "alle Träger davon sind Pervere" argumentieren.
Gerade erst vor ein paar Wochen einen Artikel über Blinde gelesen, für die diese Geräte eine unschätzbare Hilfe im Alltag werden könnten (Link).
Aber dafür müsste man ja mal über den eigenen Tellerrand gucken...
 
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Ja, gilt aber auch umgekehrt. Es bezweifelt ja sicher keiner, dass sowas auch nützliche Aspekte haben kann. Aber ebenso sollte man auch nicht einfach die Augen vor möglichen Missbrauch verschließen.
 
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Pjack schrieb:
Gerade erst vor ein paar Wochen einen Artikel über Blinde gelesen, für die diese Geräte eine unschätzbare Hilfe im Alltag werden könnten (Link).
Meta dieses herzensgute Unternehmen hilft den armen blinden Menschen.

Der Artikel ist hinter einer Paywall, aber dieses Argument ist Blödsinn.
Die Technologie kann auch verwendet werden ohne ein Datensammelkrakenunternehmen im Hintergrund zu haben. Und ohne das Hans und Franz damit die Sauna besuchen.

Man könnte nämlich trotz Verbot eine Brille die Blinden hilft auf Rezept bekommen.

Immer diese Strohmänner.
Jegliche Technologie kann zu guten und zum schlechten verwendet werden und genau dafür gibt es Regeln und Gesetzte.
 
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Da das Landgericht Hamburg entschieden hat HateAid so („Vorfeldorganisation der Grünen“ und die beiden Geschäftsführerinnen als „Linksextremistinnen“) zu bezeichnen, weckt das zunächst kein Vertrauen.
Aber die Klage macht aus meiner Sicht Sinn. Letztendlich ist es wie eine geheime (oder anlasslose) Überwachung.
Ich überwache mein Grundstück auch mit 3 Kameras. Da muss ich genau drauf achten, dass die nicht in den öffentlichen Raum streuen.
 
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Clanker schrieb:
Da man ohnehin an fast allen öffentlichen Plätzen gefilmt wird und gegen Smartphones nichts unternehmen kann, ist eine solche Brille lediglich eine Ergänzung.
Der einzige Sinn und Zweck diese Brillen ist es permanent alles zu Filmen. Klar kann man sein Handy auch unbemerkt mal für eine Aufnahme nutzen. IdR wird es aber sicher in der Tasche stecken, wohingegen so eine Brille permanent auf der Nase sitzt und auch noch zielgerichtet exakt aufnimmt wo man hin sieht. Dazu kommt, dass die Daten sofort an ein Rechenzentrum geschickt werden.
Ja, klar, man könnte argumentieren, dass alles lokal ist und nicht permanent und blabla.
Spätestens dann, ohne aktive Aufnahme, doch mal eben zurück spulen kann und sich ansieht wer da grad vor zehn Sekunden vorbei lief, bedeutet es, dass permanent aufgenommen wird.
Spätestens dann, wenn die die Brille sagt, "schau mal, da ist Kalle", wird permanent gefilmt und die Daten hochgeladen.
 
the_IT_Guy schrieb:
Meta dieses herzensgute Unternehmen hilft den armen blinden Menschen.
Wie eindimensional. Meta ist weder gut noch böse, sondern macht, womit sie Geld verdienen. Wenn das ein Markt werden kann, werden sie ihn adressieren.

the_IT_Guy schrieb:
Man könnte nämlich trotz Verbot eine Brille die Blinden hilft auf Rezept bekommen.
Man könnte sowas auch komplett ohne Meta bauen. Der Punkt ist, dass Verbreitung solche Geräte erschwinglich macht. Meta wird das Ding nicht für eine handvoll Blinde nach Europa bringen, wenn es ansonsten verboten ist.

the_IT_Guy schrieb:
Immer diese Strohmänner.
Google das mal lieber.
 
Pjack schrieb:
Heftig finde ich, wenn Leute irgendwo zwischen rigorosem Verbot und "alle Träger davon sind Pervere" argumentieren.
Wer sich so eine Brille kauft, um damit Menschen ungefragt zu filmen, ist per Definition pervers. Können wir uns darauf einigen?
 
Pjack schrieb:
Wie eindimensional. Meta ist weder gut noch böse, sondern macht, womit sie Geld verdienen
Und dabei wird Meta natürlich die Privatsphäre aller Menschen respektieren. Weil es sich bei Meta um ein vorbildliches Unternehmen handelt, welches in der Vergangenheit schon öfter positiv beim Schutz der Daten Ihrer Kunden aufgefallen ist.

Der Zuckerberg klebt seine Webcam am Laptop zu!
 
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Nassweiß schrieb:
Wer sich so eine Brille kauft, um damit Menschen ungefragt zu filmen, ist per Definition pervers. Können wir uns darauf einigen?
Ist das der einzige mögliche Nutzen dieser Geräte?

@Relak
Das mag schon stimmen, trotzdem ist es unsinnig, Konzernen menschliche Charakteristika anzudichten. Man benötigt eindeutige Gesetzeslagen ohne Lücken/Grauzonen, und entsprechende Verfolgung von Verstößen. Gerade bei letzterem hapert es, aber das ist doch nicht Metas Schuld, wenn die EU zB. Strafen in Taschengeldhöhe verhängt.
 
@wagga Ich befürchte, dass jede ernstzunehmende Display-Brille auch immer eine Kamera oder vergleichbares mitbringen wird…
Mit Displaybrille meinte ich auch Smartglasses die ein Display haben, im Gegensatz zu denen die nur als Kamera am Kopf mit KI-Assistent dienen. (Oder den reinen „Monitorersatz“-Dingern wie den Viture, XREAL… Dingern)
Die sind für mich komplett überflüssig und können nix was Apple Watch, AirPods und iPhone zusammen viel besser können!
Außer eben Leute heimlich aufnehmen^^

Ich will eigentlich ne Vision Pro in kleiner - oder dass das Tragen der Vision Pro in der Öffentlichkeit akzeptiert wird^^

Nur muss man eben ein passendes Reglement finden um die Creeps zu verhindern…
 
Pjack schrieb:
Meta ist weder gut noch böse, sondern macht, womit sie Geld verdienen.
Das Geschäftsmodell von Meta/Facebook ist und war schon immer Daten von Menschen zu sammeln und zu Geld zu machen. Sämtliche ihrer Produkte dienen diesem Zweck und sind deshalb auch massiv subventioniert auf dem Markt platziert.

Und ja, in meiner Welt ist das ein absolut perverses Geschäftsmodell. Da der aktuelle Zeitgeist aber aktuell "Geil, so ne kranke Dystopie, die sich da welche vor 40 Jahen ausgedacht haben! Lasst uns das genau so realisieren!" lautet, bitte.

Ihr könnt ja schonmal überlegen, was ihr euren Kindern auf die Frage "Wie konnte das passieren?" antworten werdet.
 
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Ich habe den Eindruck, so mancher hier hat erst gar nicht gelesen, worum es HateAid geht:

1. Es wurde Strafanzeige gestellt – und zwar in Bezug auf ein bestehendes Gesetz. Das ist legitim, und am Ende entscheiden Gerichte. Es hilft auch nicht, die Anzeige als „Lawfare“ abzutun; dazu ist das Thema viel zu relevant (wie man ja hier im Forum sieht).

2. HateAid ist nicht gegen die Technik an sich. Es geht darum sicherzustellen, dass eine missbräuchliche Nutzung weitestgehend ausgeschlossen wird – und eben nicht um ein Verbot durch die Hintertür. Vorgaben, die die Privatsphäre schützen, sind in unser aller Interesse.

3. HateAid sieht ausdrücklich auch die positiven Aspekte dieser Technik und ist schon alleine deshalb nicht per se dagegen.

Wer diese Punkte ignoriert und hier nur Personen oder Organisationen angreift, lenkt lediglich vom Thema ab.
 
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Pjack schrieb:
Konzernen menschliche Charakteristika anzudichte
Konzerne werden von Menschen geführt. Wenn der Chef sagt wie es gemacht werden soll, dann wird das in der Regel auch so gemacht.

Pjack schrieb:
Gerade bei letzterem hapert es, aber das ist doch nicht Metas Schuld
Also ist alles erlaubt solange es nicht per Gesetz verboten ist? Es gibt noch sowas wie Moral, Ethik und gute Sitten. Gerade solche Läden wie Meta und Co. sollten sich das mal zu Herzen nehmen.

Das Motto von Google war ja auch mal "Don't be evil"...

Ich sehe die Schuld definitiv nicht nur bei der fehlenden Gesetzgebung bzw. bei der Durchsetzung jeder Gesetze. Würden diese Firmen nicht so agieren, bräuchten wir das alles nicht.
 
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Pjack schrieb:
Gerade erst vor ein paar Wochen einen Artikel über Blinde gelesen, für die diese Geräte eine unschätzbare Hilfe im Alltag werden könnten (Link).
Die brauchen aber keine gespeicherten Aufnahmen, weil sie sich die eh nicht angucken können.

Und beim.anbieter werden die Aufnahmen trotzdem ohne mein Einverständnis gespeichert/ausgewertet.
 
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mchawk777 schrieb:
Auch wenn ich mit dem Anliegen sympathisiere, so zeigt dies mal wieder, dass Hate Aid mehr Lobby-Organisation denn Opferhilfe ist. 🤷‍♂️
Muss das eine das andere ausschließen oder es herabsetzen? Lobbyarbeit muss ja nichts Schlechtes sein. Auch Umweltverbände haben Lobbyisten. Am Ende ist ja nur wichtig für wen die Lobbyarbeit betrieben wird - in diesem Fall sicherlich kein Großkonzern.
 
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seyfhor schrieb:
... permanent alles zu Filmen. ... permanent ... aufnimmt wo man hin sieht. ... permanent aufgenommen ... permanent gefilmt

Soll das bedeuten, dass du mit einem Aufnahmelimit beruhigt wärst?
Die Meta Ray Ban kann nämlich nur 1-5 Minuten lange Videos aufnehmen.
Hinzu kommt die hohe Datenrate, die den Speicher relativ schnell füllt.
Bei einer "Daueraufnahme", insbesondere mit Internetverbindung, ist man auf wenige Stunden begrenzt, sodass eine permanente Aufnahme nur einen Bruchteil des Tages abdeckt.


Das Argument, dass man mit zusätzlichem Aufwand und finanziellen Mitteln beispielsweise mehr Cloud-Speicherplatz buchen oder die LED abdecken könnte, ist relativ schwach.

Daraus lässt sich schließen, dass man tatsächlich jemanden heimlich aufnehmen möchte.
Da Smartbrillen jedoch bereits bekannt sind und ihr Design ebenfalls darauf schließen lässt, wird man für diese Absicht garantiert bessere Alternativen wählen.
Es gibt bereits bessere Möglichkeiten, jemanden unsichtbar aufzuzeichnen. Sogar für einen Bruchteil des Preises.
Selbst mit dieser Brille werden böswillige Menschen also nur einen Bruchteil ausmachen.

Wie bereits erwähnt, ist die Brille nicht das Problem.
Es ist völlig legitim, den Missbrauch strafbar zu machen. Dafür sind jedoch keine neuen Gesetze nötig, da die vorhandenen bereits anwendbar sind.

Ich sehe in diesem Thema deshalb eine PR-Aktion.
 
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