Smartbeleuchtung für Anfänger (mich)

FloFire96

Cadet 2nd Year
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Liebe Community!

Ich bitte um Euren Rat bezüglich Anschaffung einer kleinen Smarthome Lösung, welche zuerst Lichter abdecken soll, zukünftig aber auch erweitert werden können sollte.

In meiner Wohnung mit großem Wohn-/Essraum sind die Lichtschalter sehr seltsam angeordnet. Da Mietwohnung, ist ein versetzen leider nicht möglich. Außerdem fehlt in der "Lernecke" eine gescheite Deckenleuchte, welche zur vorhandenen mittig angebrachten Beleuchtung dazu geschlossen werden müsste, ergo nicht einzeln ansteuerbar ist.

Meine Gedachte Lösung: ALLE Lampen per Funk ansteuern, Mehrfach-Funkschalter im Raum verteilen (ankleben).

Ich habe mich die letzten Tage intensiv mit Philips Hue und Ikea Tradfri Systemen beschäftigt. Beide bieten Vor-/Nachteile...
zu was tendiert Ihr?

Am liebsten hätte ich Mehrfachschalter, welche immer gleich belegt sind, davon ca. 4 im Raum verteilt. Gibts das bei Hue überhaupt?
Insgesamt 5 Leuchten im Hauptraum, plus 4 in Nebenräumen. Gerne Weißspektrum einstellbar (da hat Ikea leider nur 3 Voreinstellungen?).
Sprachsteuerung NEIN. per Smartphone JA.
Szenen und Spielereien wie Sonnenaufgang gerne JA.
Meine alten Shelly´s könnte ich noch per Wifi extra als Ambiente einbringen. Hab da mal einige Ledstripes selbst zusammengelötet...



Ich freue mich auf Eure Ideen und Hilfe :)
 
Wenn Geld keine Rolle spielt und es bei den paar Lampen bleiben soll, dann nimm Hue.

Wenn es zukünftig mehr werden soll, dann mache dir Gedanken darüber welche Geräte/Aktoren du perspektivisch smart haben möchtest. Danach entscheidest du dich dann für ein System.

Am flexibelsten bist du mit ein Zigbee Stick wie Conbee oder SkyConnect und einem offenen Smart-Home System wie z.B. Home-Assistant. Da ist dann natürlich etwas Eigeninitiative erforderlich. Hat aber den Vorteil, dass du diverse Technologien und Anbieter in einer "App" vereinen kannst und herstellerunabhängig bis.
 
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Ich hab meine Beleuchtung über Tradfri laufen, bezüglich der Schalter solltest du aber wissen das ohne Umwege immer nur 1 Schalter in einer Gruppe gesetzt werden kann, sprich willst du ein und die selbe Lampe über mehrere Schalter bedienen geht das nicht so ohne weiteres, wie das bei HUE aussieht keine Ahnung da hatte ich keine Schalter für. Das Weißspektrum lässt sich per Regler einstellen da ist nichts mit nur 3 Optionen.

Ansonsten wie schon genannt das ganze über HA einrichten. Für den Anfang geht es aber auch ohne.
 
Enotsa schrieb:
solltest du aber wissen das ohne Umwege immer nur 1 Schalter in einer Gruppe gesetzt werden kann, sprich willst du ein und die selbe Lampe über mehrere Schalter bedienen geht das nicht so ohne weiteres, wie das bei HUE aussieh
Kein Limit. Ein Schalter steuert einen Raum, Gruppe oder ganz bestimmte Leuchten. Aber welche Taste welche Profile der für diese aufruft, ist individuell.
 
Wenn du zu viel Geld hast, kannst du alles von Hue kaufen...

Ich hab vor Jahren mal so angefangen: Raspberry Pi 4: installiert mit Conbee 2, weil simpel und einfach
Hat den Vorteil, das du billige Ikea Schalter und sämtliche Birnen verwenden kannst, welche das Zigbee Protokoll unterstützen. Steuer- und einrichtbar über Browser am PC oder Smartphone.

Von der reinen Nutzung über das Smartphone zum Einschalten würde ich absehen weil du es immer in der Nähe haben musst, vor allem wenn´s mal schnell gehen muss. Daher mache ich das nur noch im absoluten Notfall oder wenn ich eine neue Lampe einrichte und mache alles über Sprache.

Ich müsste lügen wann ich zuletzt hier im Büro das Licht Oldschool per Schalter eingeschaltet habe - ich habs vergessen.

Das Licht steuere ich nur noch so:
Alexa - (Name der Lampe) - an oder aus
Alexa - (Name der Lampe) - Tageslicht oder warm
Alexa - (Name der Lampe) - 100% oder 50% oder x% (für Dimmen)

Über die Alexa App laufen diverse Steuerungen wie x Lampen bei Sonnenuntergang, Nachtlichter, Sonnenaufgang, usw.


Mittlerweile läuft alles vollautomatisch als Docker auf einer NAS... weil man entwickelt sich ja weiter und die Faulheit wird mit der möglichen Technik größer ;-)
 
@DerKoernel funktioniert das auch, wenn das Internet mal weg ist? Kenne mich mit Alexa nicht aus. Ich habe mein Smart-Home so eingerichtet, dass nichts die eigenen "4 Wände" verlässt (außer bei der Heizanlage, da die zwingend den Umweg über den Hersteller Server braucht).
 
Ich würde selbst wenn Geld eine Rolle spielt, lieber klein mit Hue anfangen, als auf ein anderes System zu gehen.

Für mich ist es einfach die sorgenfreiste Option. Grade wenn man mit weiteren, weniger technisch interessierten Personen zusammenlebt, ist das Unkomplizierte ein Segen.

Gleichzeitig geht es aber trotzdem hoch individuell - im Arbeitszimmer sind z.B. alle Leuchten inkl. Deckenleuchte Hue Fugato so geschaltet, dass mit den beiden Fernbedienung an unseren beiden Arbeitsplätzen erstmal jeweils nur die für einen vorgesehenen Spots angehen.

Du kannst die Abfolge der jeweiligen Szenen und Lampen je Tastendruck schlichtweg sehr individuell zuschneiden.
 
Seid Jahren Hue im Einsatz. Kann ich nur empfehlen wenn. Zur Steuerung kann ich den Smart Button von Hue empfehlen. Wenn du perspektivisch Heizkörper noch steuern möchtest, wäre dann Bosch zu empfehlen. Die Hue Bridge lässt sich dort in der App einbinden. Soll es besonders günstig sein, kann man sicherlich z. B. auch mal nach Hama Smart Home googeln. Die App funktioniert gut und es wird ein breites Spektrum an Produkten angeboten. Für einige benötigst du aber trotzdem eine Bridge.
 
SaxnPaule schrieb:
@DerKoernel funktioniert das auch, wenn das Internet mal weg ist? Kenne mich mit Alexa nicht aus. Ich habe mein Smart-Home so eingerichtet, dass nichts die eigenen "4 Wände" verlässt (außer bei der Heizanlage, da die zwingend den Umweg über den Hersteller Server braucht).
Wenn das Internet weg ist, kann Alexa keinen Befehl umsetzen.

Was funktioniert (war mir aber einrichtungstechnisch zu aufwendig), ist die Integration von OpenHAB mit einer lokal gehosteten Instanz von Alexa. Über eine Entwicklungsumgebung kann man sich die Sprachbefehle selbst programmieren, die dann bei dir bleiben und nicht zum Abgleich zurück zum Server von Amazon laufen. OpenHAB hat auch tolle Auswertungen aber der Wartungsaufwand war extrem, daher flogs wieder runter.

"Theoretisch" könnte ich auch bei einem Stromausfall die Lampen steuern, da meine NAS zur Ausfallsicherheit von einer USV für bis zu 2h unterstützt wird.

Bis auf die Sprachsteuerung verlässt jedoch nichts das Haus, denn auch meinen Passwortmanager hoste ich selbst.
 
FloFire96 schrieb:
kleinen Smarthome Lösung, welche zuerst Lichter abdecken soll, zukünftig aber auch erweitert werden können sollte.
In welche Richtung, was schwebt Dir da vor?

Wenn bereits geplant ist, mehr als Licht zu machen, würde ich auch kein HUE nehmen, sondern gleich Techniken einsetzen, die z.b. Heizung, Beschatttung usw. als Ausrichtung haben.
 
FloFire96 schrieb:
Mehrfachschalter, welche immer gleich belegt sind, davon ca. 4 im Raum verteilt. Gibts das bei Hue überhaupt?
Hue Tap Dial Switch, hat 4 Schalter und ein Dimm-Rad, afaik kannst mit dem Rad auch ein fünftes Leuchtmittel bzw. Gruppe steuern.

Du kannst auch mit mehreren Schaltern einen Raum steuern oder völlig gemischt. Die einzelnen Taster der verschiedenen Schalter lassen sich individuell Lampen oder Gruppen von Lampen steuern.

FloFire96 schrieb:
zukünftig aber auch erweitert werden können sollte.
Hier kommt Hue an seine Grenzen. So langsam kommen einzelne Dinge hinzu aber bei fertigen kommerziellen Lösungen bist an das gebunden, was die Hersteller anbieten. Da kommen dann die diversen offenen Lösungen wie z.B. Home-Assistant, iobroker, openhab, fhem usw. usf. ins Spiel. Da kannst dann die unterschiedlichen Übertragungsprotokolle wie Zigbee, 433 MHz, WiFi und Hersteller zusammen bringen und herstellerübergreifend Automatismen anlegen. Aber das erfordert ein bisschen Einarbeitung und Aufwand denn egal für welche Lösung du dich entscheidest: Du bist derjenige, der dies einrichten muss, das kann und wird dir niemand abnehmen.

DerKoernel schrieb:
"Theoretisch" könnte ich auch bei einem Stromausfall die Lampen steuern, da meine NAS zur Ausfallsicherheit von einer USV für bis zu 2h unterstützt wird.
Deine USV wird ggf. dein NAS und deinen Router/AP mit Strom versorgen aber vermutlich nicht die ganzen Lampen und Leuchtmittel, oder? Du kannst dann zwar in der Theorie die Steuerung auslösen aber da wird nicht viel passieren am Ende^^
 
Also je nach geplantem Umfang würde ich mir mal Homematic IP ansehen. Ist zwar ein geschlossenes System also groß mit anderen Herstellern kombinieren ist da nicht möglich. Einzig die Integration von Philips Hue (zigbee) Geräten in einem kleinen Ausmaß ist möglich. Setzt aber auch vorraus dass du beide Smart Home Zentralen hast.

Homematic IP selbst hat so schon ne sehr gute Auswahl an einzelnen Geräten. Da ist so gut wie von allem was dabei. Und wenn du mal richtige RGB-CCT Controller benötigst, kannst du die z.B. über HUE integrieren.

Alternativ kann man aber auch auf eine Zentrale Softwarelösung wie Home Assistant setzen.

Ein weiterer Vorteil von Homematic IP ist, dass du hier die vorhanden Schalter gegen smarte tauschen kannst. Zusätzlich kannst du darüber darunter in den selben Rahmen (gibt diverse kompatible) noch weitere Funkschalter anbringen kannst. Thermostate oder Bewegungsmelder gibt es z.B. ebenfalls für die Montage in Rahmen.

Ich nutze hier z.B. von Gira das System 55. Hab damit meine ganze Wohnung ausgerüstet. Von einzelnen Rahmen bis hin zu 5er Rahmen.
 
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