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News Stop Killing Games: EU-Bürgerinitiative scheitert am Urheberrecht

Insgesamt würde ich sagen, dass die Zugänglichkeit zu alten Spielen so gut ist wie nie zuvor, auch durch Plattformen wie Steam oder gog oder dank ehrenamtlicher Initiativen wie den Entwickerteams der zahlreichen Emulatoren.

Vor 20 Jahren sah das noch komplett anders aus. ich erinnere mich noch wie mein Original Siedler 3 unter Windows XP auf einmal als Schwarzkopie erkannt wurde - heute gibt es alle Teile Original oder als History Edition zu kaufen.

Dennoch ist es schade, dass zb Klassiker wie NOLF oder Schlacht um Mittelerde nicht mehr (legal) gekauft werden können.
 
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Largrande schrieb:
Vermutlich nicht im Sinne des Verbrauchers.
Urheberrecht war noch nie "im Sinne des Verbrauchers".
 
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Ich habe mittlerweile über die Hälfte aller meiner Spiele die ich jemals gespielt habe, bzw. die ich gerne behalten möchte auf GOG (> 200). Ja, hat mich nochmal etwas gekostet (über die Jahre) die dort zu kaufen, größenteils auf Wunschliste gepackt und auf Rabattaktionen gewartet und hab jetzt viele Doppelt da Ursprünglich auf Steam oder anderen Plattformen gekauft. Aber:
- Ich möchte GOG Unterstützen möglichst mehr Spiele anzubieten
- Ich habe jetzt einen großteil meiner Spiele wirklich Archiviert (Auf meinem NAS)

Ja, einige der Top aktuellen Spiele sind auf GOG nicht verfügbar, einige Reihen wie GTA oder überwiegende Multiplayer/Shooter Spiele auch nicht. Aber GOG bietet genau das was StopKillingGames hier fordert:
Spiele, die einem gehören und die du immer irgendwann in Zukunft ohne Onlinezwang Installieren kannst, und die Installer auf welches Medium du auch willst packen kannst. DVD ist meiner Meinung nach kein gutes Medium, einmal so ne Original DVD mit Kopierschutz zerkratzt und dann hast du das Problem, und dann noch die extrem langsamen Lese/Schreibgeschwindigkeiten. GOG zeigt auch, das dass Prinzip was SKG fordert funktioniert: Die meisten der Spiele die hier angeboten werden hatten vorher irgendeinen Kopierschutz und viele benötigtigen Server zum Authentifizieren. Jetzt nicht mehr.

Manche Spiele würde man natürlich gerne erhalten, die sind aber vom Konzept her anders geplant, da finde ich es auch schwierig den Entwicklern was vorzuschreiben da der Käufer hier genau weiß was er sich holt (WoW oder ähnliches). So ein GTA VI sollte meiner Meinung nach aber mindestens einen fetten Schriftzug bei jedem Verkauf enthalten: Nur so lange Spielbar bis Server vom Hersteller abgestellt werden.

Ich verstehe nicht wieso nicht viel mehr Leute sich Ihre Bibliothek bei GOG aufbauen. Das ist genau das was man sich wünscht, und hier könnte der Markt regulieren und bräuchte dann auch keine Politik für, stattdessen gibt es eine seltsame Loyalität zu Steam, die dieses Problem überhaupt eingeführt haben. Vielleicht kann mich hier ja jemand aufklären was ich übersehe
 
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7hyrael schrieb:
Urheberrecht ist eine angezogene Innovationsbremse. Eine Innovation die wertvoll ist, könnte sich ohne weiteres auch mit empfindlichen Abgaben für Verlängerungen, 10 Jahre und mehr tragen und riesige Summen abwerfen.
Bei Patenten funktioniert es ja auch mit deutlich kürzen Schutzzeiten. Patente verfolgen ein ähnliches Ziel, nämlich dem Erfinder/Schöpfer zu gewährleisten, dass er für eine gewisse Zeit angemessen alleine Profit aus seiner Erfindung ziehen kann und die Investition zu refinanzieren.

Ein Patentschutz besteht aber trotzdem nur für maximal 25 Jahre und keine 70+ Jahre. Es wird schlicht der Grundsatz verfolgt, dass der Erfinder in 25 Jahren ausreichend von seiner Erfindung profitieren konnte und danach steht sie der Allgemeinheit und allen Marktteilnehmern zur Verfügung.
 
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Wirklich bedauerlich. Ich kann dann NFS 1-4 und NFS Porsche nur mit VM / Emulator spielen. EA wird da keinen Finger mehr rühren 😒😥
 
Das fing alles an mit der Online Aktivierung für Half-Life 2, kurz danach folgte der zwang zur Registrierung auf eine digitale Distributionsplattform (Steam). Es wurde gewarnt aber die all wollten HL2 koste es was es wolle.
Die Salamitaktik / Frosch im Kochtopf nahm langsam fahrt auf. Immer ein Stückchen weniger Freiheit hier und ein kleiner Zwang da, Schritt für Schritt.
Der Tod des Gebrauchtmarkthandels, der physischen Medien, des LAN Modus / Privates Hosting kam schleichend.

Das sind jetzt die Konsequenzen. Die Petition war ne gute Idee und ein Versuch Wert aber leider kam sie 20 Jahre zu spät.

H3rby schrieb:
Und die DVD hält auch nicht ewig. Und dann?
Sicherheitskopie, DVD rippen, Image ziehen. Es gibt genügend Optionen.
Peter Griffin schrieb:
Mich würde mal die konkrete Forderung von Stop Killing Games interessieren.
Gibts genügend Videos dazu und es wurde hier im Forum oft genug wiederholt.

Peter Griffin schrieb:
Was ist zum Beispiel mit Shootern, die zu 100 % aus PvP bestehen und somit keinerlei NPCs haben?
Es gab seinerzeit eine längst vergessene Kunst, die nannte sich LAN Modus, private Server und Split Screen (für Konsolen).

Das war bei damaligen Giganten wie Quake 3, UT, CS 1.6 und CSS, Battlefield 1942 / 2142 / BF2, CoD 1 bis MW 1, C&C, Diablo 2, Warcraft 3, Tribes, Age of Empires, Borderlands 1, Rainbow Six, Goldeneye, Need for Speed, FIFA, usw. völlig Normal.

Peter Griffin schrieb:
Sinnvoll wäre also eine Forderung nach Unabhängigkeit von Servern für Spiele mit Singleplayer-Elementen, davon lese ich auf der Seite von Stop Killing Games jedoch nichts. Sollte das tatsächlich nicht klar definiert sein, könnte ich das Urteil leider sogar verstehen.
Wenn die Petition bei Multiplayer / Always on Spiele geklappt hätte, wären Singleplayer Spiele logischerweise per Konsequenz mit einbezogen worden. Warum sollte es gerade für die nicht gelten?
 
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H3rby schrieb:
Und die DVD hält auch nicht ewig. Und dann?
Für ein Menschenleben reicht es ganz sicher wenn die gut behandelt wird 😉
 
Manegarm schrieb:
Die Server werden aber nicht ewig existieren.
Brauchen sie auch nicht. Ich lade den Installer 1x runter und fertig und wenn ich es unbedingt brauche, weil ich mental irgendwo in den 2000ern hängen geblieben bin, dann brenne ich mir das Zeug eben auf eine DVD.

Manegarm schrieb:
Eine DVD kann ewig existieren.
Unsinn, die Haltbarkeit einer DVD beträgt nicht mal im Ansatz "ewig".
 
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Djura schrieb:
So ehrenwert die Initiative auch gemeint war, ebenso unrealistisch war die Vorstellung, man könne den Urheberinnen und Urhebern eines Werks vorschreiben, was mit ihren eigenen Schöpfungen geschehen soll.
Dann wäre ich für ein riesen Label beim (digitalen) Spielekauf.

"Sie können dieses Spiel nur so lange spielen, wie wir Lust haben die Server zu betreiben. Es könnte schon morgen nicht mehr funktionieren"
 
Zuletzt bearbeitet:
DonDonat schrieb:
Urheberrecht so so. Aber fragen was mit den Käufern und deren Rechten als Käufer und Eigentümer einer Kopie ist tut keiner. Klassiker, Rechte nur für die Top 1% aber alle anderen... Egal.

Du bist kein Eigentümer. Du hast nur eine Lizenz. Und du hast einer Lizenzvereinbarung zugestimmt.
Ergänzung ()

Alphanerd schrieb:
Dann wäre ich für ein riesen Label beim (digitalen) Spielekauf.

"Sie können dieses Spiel nur so lange spielen, wie wir Lust die Server zu betreiben. Es könnte schon morgen nicht mehr funktionieren"


Du stimmst doch der Lizenzvereinbarung zu.
Bei Steam wirst du beim Kauf auch darauf hingewiesen, dass du nur eine Lizenz erwirbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Manegarm schrieb:
Der Grundstein wurde mit Steam gelegt, als es Spiele ohne CD gab. Nur noch als Key. Jetzt ist es zu spät.

Nö, DRM gab es schon Jahre vorher. Sowohl als CD-ROM-Kopierschutz (oft von modernen Betriebssystemen nicht mehr unterstützt) als auch als begrenzte Aktivierungsversuche von CD-Keys (wo die Aktivierungsserver für Einzelspiele seit etlichen Jahren abgeschaltet sind und die entsprechenden Publisher oft nicht mehr existieren)

SecuROM (übrigens von Sony) konnte mit beiden Varianten nerven.

Steam war gegenüber dem Wildwuchs von einzelnen Aktivierungsservern, SecuROM, SafeDisc, Tagès, StarForce usw. eine deutliche Verbesserung. Zehntausende Spiele auf Steam sind übrigens komplett DRM-frei.
Ergänzung ()

Manegarm schrieb:
Eine DVD kann ewig existieren.
Nein, kann sie nicht.
 
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Djura schrieb:
So ehrenwert die Initiative auch gemeint war, ebenso unrealistisch war die Vorstellung, man könne den Urheberinnen und Urhebern eines Werks vorschreiben, was mit ihren eigenen Schöpfungen geschehen soll.

Naja wenn ich ein Werk kaufe dann sollte ich als Käufer schon die rechte haben dieses weiterhin privat zu nutzen.
Oder das man mir die Möglichkeit gibt es weiterhin nutzbar zu machen.(privat Server etc)
 
Dann braucht das Urheberrecht vielleicht mal eine Überarbeitung… Achnee, besser nicht, entsprechende Lobbyverbände treiben damit sonst bloß Unfug und das Ergebnis ist für die Konsumenten schlechter aus zuvor.

Leider wird auch weiterhin die Mehrzahl nicht mit dem Geldbeutel abstimmen. Firmen zu meiden die schon Spiele mit Onlinezwang gekillt haben, wäre der einzig richtige und funktionierende Schritt.
 
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HAse_ONE schrieb:
Das Problem ist einfach, das es quasi nichts gibt, was die Publisher irgendwie einschränkt. Zumindest kenne ich nichts.
Wenn jetzt Beispielsweise EA morgen ein Singleplayer Spiel rausbringt, was eine Serververbindung braucht und ultra nischig ist und dadurch nicht viele Verkäufe generiert hat, aber in seiner Nische einige Fans hat, die das Spiel super finden. Was hindert die daran in einer Woche, oder nen Monat etc. den Stecker zu ziehen und die Käufer stehen dann da und können das gekaufte Spiel nicht mehr Spielen.
Für Spiele, die Ruck Zuck offline gingen, gab es Refunds. Siehe Highguard oder The Day before. Der Rest ist ein Strohmann, weil Kern des Anstosses ein 11 Jahres altes Spiel ist, dessen Funktionalität von Fans 2025 wieder hergestellt worden ist – und eben kein Titel, der nur eine Woche oder ein Monat alt ist.
 
Ich fande das Thema "Open Source = Gemeinnützig" noch sehr wichtig.

Kaufmannsladen schrieb:
Mal sehen, wie viele Posts es braucht, bis die ersten Beschwerden über das Urheberrecht kommen.
Das es das Urheberrecht gibt ist gut und wichtig,
allerdings ist es nicht gut, wenn man alles über einen Kamm scherrt, sondern hier sollte es zumindest (mehr) Kategorien geben, wo dieses unterschiedliche Rechten und Pflichten definiert.

Ich habe zum Beispiel ein Problem damit, dass die Telekom eine RAL Farbe "Magenta" schützen lassen kann.
Bei so einem Werk, wie einem Videospiel, wo vorher tausende Arbeitsstunden drin stecken sollte es anders betrachtet werden.
Dann sollte auch unterschieden werden, wie langlebig das Thema ist. Bei einem Videospiel 20-25 Jahre zu Schützen macht wenig Sinn, bei anderen Dingen mag das vielleicht sogar zu kurz sein...
 
Andreas10000 schrieb:
Naja wenn ich ein Werk kaufe dann sollte ich als Käufer schon die rechte haben dieses weiterhin privat zu nutzen.
Oder das man mir die Möglichkeit gibt es weiterhin nutzbar zu machen.(privat Server etc)
Also Steam-Titel kaufst du nicht und erwirbst damit auch keinerlei Eigentumsrechte: „Die Ihnen eingeräumte Lizenz begründet keinerlei Eigentumsrechte an und in Bezug auf die vertragsgegenständlichen Inhalte und Leistungen.‟
Du erwirbst also nur das Recht, das Spiel zu spielen.
 
halbtuer2 schrieb:
Wenn hingegen die Sicherheitskopie schon nicht das war, was ich erwartet hatte, dann eben halt weg damit.
Qualität wird sich immer durch setzten, sag ich mal so, allerdings in Bezug auf das Thema muss ich sagen, unendlich ein Spiel dann weiterhin zu supporten, naja, es entstehen auch fortlaufende Kosten dadurch.
Unendlichkeit ist in keinen Produkt, was du heut kaufen kannst, enthalten.
Das wird auch nicht verlangt, sondern nur, das das Spiel weiter genutzt werden kann, durch zum Bsp einen dedizierten Server bereit zu stellen für die Community und den Singleplayermodus spielbar zu machen.
 
Pyrukar schrieb:
Ja das Problem ist doch, dass dir beim Abschluss des "Lizenzvertrags" niemand sagt, wie lange die Lizenz gültig ist. Das ist mMn ein fundamentaler Bestandteil eines solchen Vertrags
Zustimmung. Vlt sollte man keine Lizenzen mehr anbieten dürfen, wenn man vorhat, das Spiel innerhalb der nächsten 5 Jahre unspielbar zu machen.

Sollte irgendetwas unerwartetes in der Zeit passieren, hat man den Lizenznehmer zeitanteilig zu entschädigen. 60€ Spiel: 12€ pro Jahre weniger 5 Jahren Laufzeit.
Pyrukar schrieb:
Meiner Meinung nach wäre das Problem aus der Welt, wenn Spieleentwickler/Publisher klar definieren müssten, wie lange die Server mindestens laufen und das beim Kauf offenlegen müssten. Wenn sie Früher abschalten sind halt, wie bei jedem normalen Lizenzvertrag auch, Vertragsstrafen aka Kaufpreisrückerstattungen fällig
Word
Syntax_41 schrieb:
Du stimmst doch der Lizenzvereinbarung zu.
Bei Steam wirst du beim Kauf auch darauf hingewiesen, dass du nur eine Lizenz erwirbst.
Steht da auch wie lange die gültig ist? Wenn da nix steht gehe ich von meiner Lebensspanne aus.

Zudem ist ein in den eula enthaltener Paragraph eben kein label/Warnhinweis
Klebezettelcity schrieb:
Also Steam-Titel kaufst du nicht und erwirbst damit auch keinerlei Eigentumsrechte: „Die Ihnen eingeräumte Lizenz begründet keinerlei Eigentumsrechte an und in Bezug auf die vertragsgegenständlichen Inhalte und Leistungen.‟
Du erwirbst also nur das Recht, das Spiel zu spielen.
Und wie lange habe ich dieses Recht? Darum geht es ja hier. SKG spricht ja nie von Eigentum sondern Nutzung.
 
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