Studiengebühren, wie hoch sollten sie maximal sein?

Wie hoch dürften Studiengebühren pro Semster sein?


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Robert Neumann schrieb:
was daran so schlimm ist? Oh, jede Menge, ich fasse mich kurz:
die Leute die aus einer Arbeiterschicht kommen, erhalten bei Studiumsbeginn Bafög, später im Hauptstudium zusätzlich Bildungskredit.
Bei den noch dazukommenden Studiengebühren in Verbindung eines Studiendarlehens kannst du dir ja mal ausrechnen was insgesamt für ein Schuldenberg da zusammenkommt.
-->Die Überschuldung ist da bereits vorprogrammiert.

Ne is klar. :freak:

Also sind in deiner Welt nur Leute der "Arbeiterschicht"von geldsorgen getrieben und muessen viele Kredite aufnehmen die Sie dann Zurueckzahlen muessen.

Nun super, dann sollen halt die aus der Mittel und Oberschicht mehr bezahlen, damit die "Arbeiterschicht" mit hilfe von Stipendien studieren kann. :eek:

Uebrigens, ich bin so einer aus der "Arbeiterschicht". Ja ich hatte schulden bis zum Hals. Musste mich im Sozialamt doof anreden lassen (Was noch geschoent ist , aber egal. Ich wollte nur krankenversichert sein. Da ich wg. der Bundeswehr nicht genung Monate fuer Arbeitslosenhilfe bekommen habe. Ja ich haette einen Teil meiner Abfindung einzahlen koennen, habe es aber vorgezogen das Geld in meine Ausbildun zu stecken.), warum ich hier bin.(Das war 2003)
Ich erklaerte Ihnen das ich eben fertig geworden bin und bereits fieberhaft arbeit suche.

Aber nun habe ich es geschafft, ja ich weis ich bin ein Einzelfall, oder?

Und nun Hand aufs Herz, wieviele Menschen der "Arbeiterschicht" gehen Studieren?

Die haben einen Handwerksberuf gelernt, und muessen erstmal die Schulbank druecken um auf einer FH (der Weg zur UNI ist noch ein bisserl steiniger) ueberhaupt Zugelassen zu werden?

Nun wenn, dann ist in der "Arbeiterschicht" eher der Meister anzutreffen. (Ausbildung, Geselle und Meister). In meiner welt ist der Meisterbrief das Studium der "Arbeiterschicht".

Aber holla die Waldfeh , den Meister muss sich der Knabe aus der "Arbeiterschicht" auch selber bezahlen (meist mit hilfe von MeisterBafoeg, weil wie Du richtig erkannt hast. Der Arbeiter vermutlich nicht genug liquide Mittel zur verfuegung hat.).


Von daher finde ich. Wenn Studenten keine oder zu niedrige Gebuehren zahlen, sollen das angehende Meister auch nicht muessen!
 
sowas nennt man neid, wenns mir nicht besser geht solls anderen auch nicht besser gehen.
(genau das Selbe mit dem Kitaargument)

und gerade sowas finde ich zum kotzen.

mit Arbeiterklasse sind in der Regel Leute gemeint aus derem Umfeld bisher keiner studiert hat sondern eben einfache Arbeiter sind mit geringerem Schulbildungsniveau.

wiki
Ein internationaler Vergleich unter allen OECD Ländern ergab, dass die öffentlichen Bildungsausgaben in der Bundesrepublik z.B. im Jahr 2002 mit 4,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes im unteren Mittelfeld lagen, deutlich unter dem OECD-Länder-Durchschnitt (5,4 %) oder den entsprechenden Ausgaben in beispielsweise Österreich (5,7 %), der Schweiz (5,8 %), Finnland (6,4 %) oder Dänemark (8,5 %). Da die Bildung in der Bundesrepublik Ländersache ist, ergeben sich hier nochmals Unterschiede. So lagen die Ausgaben in Hessen und Hamburg mit je ca. 2 % des BIP deutlich unter denen von beispielsweise Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen, die ca. 4 - 4,5 % des BIP in diesen Bereich investieren.
 
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Ui, da habe ich aber was losgetreten hier ^^:D

Ich finde ja, dass Gebühren ok sind, 100 Euro, jedoch sollte mit dem Geld vernünftig umgegangen werden.
Achja und unser ach so tolles Bildungssystem (Bätschlor und Master) sollte mal wieder ganz schön geändert werden. Das hat überhaupt nichts posivites gebracht... (Meine Meinung ;))

die öffentlichen Bildungsausgaben in der Bundesrepublik .... könnten höher sein, wären da nicht die 45 MILLIADREN an Schuldzinsen die gezahlt werden, PRO JAHR, und damit werden nicht mal die Schulden reduziert ;). Ich frage mich echt was bei Frau Merkel und Co im Kopf fehlt.

Natürlich kann keiner Sagen "1000 Euro Gebühren und alles ist ok" - das ganze System hat nen Schuss, mann muss also alles betrachten.

In GB geben die pro Semester glaube,... 7000-10000 Pfund (weis nicht mehr so genau) für ihr Studium aus.
Da gehts uns noch sehr gut :D
 
@kreadon

ich bekam während meines Studiums an der Uni den Höchstsatz an Bafög, es waren damals 595 Euro. Meine Eltern waren arm, und ich kam mit diesen Miniaturbetrag nicht aus, so daß ich nebenher jobben mußte. Ich hielt mich so über Wasser, unvorstellbar wenn noch Studiengebühren dazu gekommen wären. Wahrscheinlich hätte ich mich an der Uni dann garnicht erst eingeschrieben.
Studiengebühren sind einfach für den finanziell schwachen Bafög-Empfänger kaum tragbar.

Ein Vorschlag: Wenn schon dieser Unsinn von Studiengebühren eingeführt wird, könnte man die gerade mal 20 Prozent der Bafög-Empfänger von diesen Gebühren befreien.

Ich finde diesen Kompromißvorschlag gut. :cool_alt:
 
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Jo noch mehr Vorteile für Bafög-Empfänger oder was? Langt es nicht das man nur die Hälte bzw maximal 10.000€ zurückzahlen muss?

Wenn Studiengebühren, dann alle oder keiner!
 
@Labtec

es gab mal eine kurze Zeit wo man garnichts vom Bafög zurückzahlen mußte :cool_alt:
bei der Argumentation von dir sage ich klar "dann keine Studiengebühren" !
 
na, ich habe auch schulden gemacht. danmit ich meine ausbildung bezahlen konnte.

Was spricht dagegen die Studiengebuehren in Form eines Dahrlenen vom Staat zu bekommen (Studiengebuehren-Bafoeg) ? Das sehr niedrig verzinst ist und moderate Rueckzahlungskonditionen hat.

So habe ich , wie schon mehrfach gesagt, durch meine Ausbildung eine beserbezahlte Stelle bekommen. Die haette ich nicht bekommen, ohne diese Ausbildung. Und so war es mir moeglich das Meisterbafoeg zurueckzuzahlen.

Labtec schrieb:
Jo noch mehr Vorteile für Bafög-Empfänger oder was? Langt es nicht das man nur die Hälte bzw maximal 10.000€ zurückzahlen muss?

Ich weis nicht wie es beim Bafoeg ist, aber beim Meister-Bafoeg musst ich alles zurrueckzahlen.
Edit:
Robert Neumann schrieb:
bei der Argumentation von dir sage ich klar "dann keine Studiengebühren" !
^^ welche Argumentation!?
 
Wobei man betonen muss das die Kappungsgrenze (also jede 10K Euro, oder wie sie halt je nach Bundesland festgesetzt) fuer alle Darlehen zusammen gilt.
Bekommt man Bafoeg und laesst sich von den Laendern zusaetzlich auch noch die Studienbeitraege durch einen Kredit Finanzieren zahlt man am ende weiterhin nur maximal den Kappungsgrenzenbetrag zurueck. Also rueckzuzahlendern Betrag:
Darlehen Bafoeg + Studienbeitraege = maximal Kappungsgrenze

Bei den 10k Euro Kappungsgrenze in NRW beispielsweise bezahlt ein Student der >330 Bafoeg bekommt duch dieses Modell nach dem Ende des Studium nur sein Bafoeg zurueck und kriegt seine Studienbeitraege quasi geschenkt. Quasi die gleiche situation wie vor den Studienbeitraegen
Also da ist bei Bafoegempfaengern im Grunde gar nichts mit steigender Ueberschuldung.
Okay, es sei denn er bekommt weniger Bafoeg, dann steigt natuerlich der Gesamtbetrag durch die Studienbeitraege dann an. Ebenso wird es dann kritisch wenn mehrere Kinder in einer Familie studieren und sich das bafoeg dann aufteilt. Dann zahlt er natuerlich mehr als vorher.
Aber so sind die Bafoegempfaenger im Grunde finanziell noch am besten dran.

Damit Robert Neumann das Modell hoffentlich auchmal etwas versteht...
 
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ich verstehe immer noch nicht wie es Leute geben kann die Studiengebühren befürworten:freak:, das ist und bleibt mir ein Rätsel.
 
Ist doch klar. Das sind diejenigen, die deswegen trotzdem studieren. Aber je höher die Gebühren, desto weniger Konkurrenz später auf dem Arbeitsmarkt. Das macht die eigene Arbeit teurer und man kann mehr vom Arbeitgeber verlangen.
 
odium verrat doch nicht alles:D
offiziell natürlich damit sich die studienbedingungen verbessern bla blu blub
inoffiziell muss ja nicht jeder akademiker werden;)

wer ironie findet darf sie behalten
 
wir haben doch jetzt schon viel zu wenig Akademiker in Deutschland.
Die Studienabbrecherquote ist viel zu hoch.
Einem talentierten Abiturienten der aus armen Verhältnissen stammt erschwert das nur den Zugang zur Hochschule, und er überlegt sich dreimal ob er nicht doch einen anderen Weg einschlagen soll.

Was da einige Bundesländer verzapfen hat jedenfalls mit Förderung von Bildung nichts zu tun, im Gegenteil. Gerade Bayern, das reichste Bundesland erhebt 500 Euro Studiengebühren, das offiziell nur den Universitäten und Fachhochschulen zu gute kommt. :freak:
 
Ich find es auch happig.
Ich bezahle 500€+150€ ... + ~150€ für Bücher ... bis auf die Bücher und die Fahrkarte seh ich nichts vom Geld wieder (bei uns bauen se jetzt sogar von diesem Geld neue Gebäude, musste extra mehrmals abgesegnet werden ... aber auf die Idee die Gebühren auf maximal 200€ zu setzen sind se nicht gekommen)
 
GordonGekko schrieb:
@H€553

Dir ist schon klar das bei Familie 2 ein netto Einkommen von ca 3000 euro da sein muss bevor der erste euro vom bafög höchstsatz abgezogen würde han grad nachgerechnet bei 3500 Netto bekäme jedes der studierenden Kinder knapp 400 Euro plus Kindergeld
Und bei Familie 2 kann das gesparte einfach ein Jahr vor Antrag auf die Eltern oder großeltern überschrieben werden dann bekommen die reichlich bafög


Aber 400€ nur wenn die Kinder ausziehen und Miete zahlen müssen. Dann fallen von den 400(Miete, Strom, Telefon, Gas) schon mal ca. 300€ weg. Dir bleiben max. 100€ + Kindergeld. Dann noch die Studiengebühren + Semesterbeitrag. Das sind noch mal ca. 100€ im Monat. Dann bleibt noch das Kindergeld (150€ im Monat) über. Davon kannst du dann den Monat auskommen, die Eltern müssen aber noch was zuschießen. Bei 2 Kindern mindestens 300€ und bei 3 Kindern 450€.
DAs mit den 3500€ netto kann ich auch nicht nachvollziehen. Die Kinder bekommen mit Sicherheit kein 400€ Bafög, wenn die Eltern 3500€ netto im Monat haben.
 
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300 Hundert Euro für Unterkunft sind Utopisch
hier ein Zimmer für 150 in der Nähe von München
http://www.wg-gesucht.de/wg-zimmer-in-Muenchen-Maxvorstadt.1193425.html
Miete, Strom, Telefon, Gas sind dank WG max. 40 Euro zusätzlich bleiben 364 Euro.

Na gut sind bei netto 3500 und 3 Studenten und einem Schüler nur 363 Euro Bafög

BAföG-Grundbedarf (§13 (1) 2.) 512,00 €
+ Mietzuschlag (bei Miete > 146 €) +72,00 €
= Gesamtbedarf ("BAföG-Bedarf") = 584,00 €
Anrechnung Eltern


Bruttomonatseinkommen
(Eink. nach § 21(1) i.V. m. §§ 22,24) Mutter 4.366,67 €
+Vater 0,00 €
= 4.366,67 €
- Sozialabzüge (Mutter 866,67€ / Vater 0,00€) -866,67 €
- Steuern -0,00 €
= Bereinigtes Einkommen (§ 21) = 3.500,00 €
- Freibetrag vom Einkommen (§ 25 (1)) -1.555,00 €
- Freibetrag für Kinder (§ 25 (3)) -470,00 €
- %-Freibetrag (§ 25 (4)) -811,25 €
= Anrechenbares Einkommen = 663,75 €
- Aufteilung (siehe Hinweis oben) - 442,50 €
= Anzurechnen für AntragstellerIn = 221,25 €

=> Vom BAföG abzuziehen -221,25 €
BAföG-Anspruch pro Monat:
(davon Staatsdarlehen: 181,50 €) 363 €

Ich finde in dem Fall können die Eltern die 300 Euro Studiengebühren übernehmen.
meine Rechnung bezieht sich hier auf das erste Beispiel von H€553
 
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theoretisch müsste der Baföggrundbedarf wenn die Studiengebühren alle zahlen müssten gerade um die mehr Belastung erhöht werden damit die Ziele des Bafögs erfüllt werden oder nicht?
 
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12m² in einer Vierer-WG - kuschelig ^^
München ist doch eine Welt für sich. Müssen wir ignorieren. Ja, ich weiß, es gibt auch Studis die dort leben, aber statistisch gesehen gehört München zu den reichsten Städten und ich weiß noch, dass der Protest der Asten gegen die Studiengebühren in Bayern bemerkenswert unauffällig war.
 
@ Gordon Gecko

Deine Rechnung sagt 363€ Bafög-Anspruch, die Miete musst du davon noch abziehen.

Also 250€ für Miete sollte man schon einrechnen. Ich wohne in Dortmund (billige Mieten) und hier findet man keine Wohnung bis 280€ inkl. NK und kein Zimmer bis 220€ inkl. NK. Strom, Gas, Telefon sind leider sehr teuer geworden. Ok, Telefon nicht. Von den 363€ kannste also ruhigen Gewissens 250€ abziehen. 110€ + Kindergeld 150=260€. GEbühren z.B. hier in NRW 2x500€ + 2x180€ Semesterbeitrag = 1360€ = 110€/Monat. Da bleibt wirklich nur noch das Kindergeld (150€)und davon kann man schlecht leben. Man braucht mind. 200-250€ (Hartz4-Satz liegt bei 350€). Sagen wir, die Eltern wollen nicht das ihre Kinder unter dem Hartz4-Satz liegen, dann müssten sie bei 3 Studenten schon 600€ monatlich abdrücken und ein Schüler kostet auch nicht viel weniger. Bücher, Ersteinrichtung Wohnung, ... kommen ja noch dazu. Die Eltern dürfen natürlich auch noch Miete bzw. bei 4 Kindern wohl eher ein Kredit fürs Haus abbezahlen, etc.
Bei der Miete hast du ja wohl das billigste Beispiel rausgesucht 12m² 4-er WG, aber das findet man auch nicht immer und nicht jeder kann in nem 12m²-Raum in einer 4er-WG leben.
Ich wollte dir nur sagen, dass deine Rechnung Bafög ist genug und davon lässts sich leben grober Unfug ist, besonders bei Familien mit mehreren Kindern. Und sage mir bitte nicht, dass eine 4-köpfige Familie, die sowieso schon 600€/Monat + Kindergeld an die Kinder überweisen muss, damit locker zurecht kommt. Ich komme aus so einer Familie und bin froh das mich meine Eltern unterstützen, denn wenn ich noch nebenbei arbeiten müsste, würde ich das Chemie-Studium (35h/Woche + Lernen + Klausuren) nicht schaffen.
 
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