Studiengebühren, wie hoch sollten sie maximal sein?

Wie hoch dürften Studiengebühren pro Semster sein?


  • Umfrageteilnehmer
    221
man sollte das aber auch von der Seite der Studenten betrachten , maximales monatliches einkommen ( BRD ) 400€ Job , die meisten HiWi stellen die ich kenne ~280€ !

ist also ungefähr mehr als ein Monats einkommen ,was in Halbjahr beiseite gelegt werden muss!

An einigen UNIs ,werde keine Namen nennen, wurden nicht mal 50% der Beiträge eingesetzt , die wissen nicht was sie damit machen sollen !

als sich die Studenten beschwert haben , das man ja denn Beitrag dann um 50% senken kann,
wurde das nicht mal besprochen !
 
du kannst nicht alle über einen Kamm schären und glaubst wirklich ,das die ganzen Germanisik & co Studenten so viel verdienen!
Außerdem zahlen die, die Mehr Verdienen , dann später auch mehr Steurern, Rentenbeiträge & Co !

Aber wenn wir schon dabei sind, warum zahlen Auszubildende nichts für ihre Ausbildung^^
die verdienen Später auch mehr als Leute die keine haben.
 
hans2k6 schrieb:
Ich finde man kann die ordentlich zu Kasse bitten. Die verdienen am Ende eh mehr.

Ein äußerst dummes Argument. Für nen Chemiestudium braucht man inkl. Doktorarbeit 7 Jahre. In den 7 Jahren haben Leute ohne Abitur (+3 Jahre) manchmal schon 10 Jahre gearbeitet. Die 10 Jahre aufzuholen schafft man meistens nicht. Also gibt es auch durchaus Leute die ohne Studium schon aufgrund der zeitlichen Gegebenheiten mehr verdienen, ganz ohne Studiengebühren.
 
das ist gar kein Argument ;)

vom Medizin Studium, reden wir mal lieber auch nicht die verdienen am anfang nichts !
Aber das gilt eigentlich mehr oder weniger für alle Studiengänge :
Gesteswissenschafftler : die müssen erstmal einen Job finden und ob der so gut bezahlt wird?
Ing : auch langes Studium ,für bestimmte Stellen auch Dr
NAturwissenschafftler : meist für gute Stellen Dr minimum ->10Jahre Studium
 
Tinpoint schrieb:
das ist gar kein Argument ;)
Man kann es auch anders herum sehen. Durch die Einführung der Gebühren werden jetzt Abiturienten abgeschreckt, die ein Studium der Geisteswissenschaften (brot-los) aufnehmen wollen. Grundsätzlich überlegt man es sich nun viel genauer, ob man wirklich mit Schulden in das Berufsleben starten will, wenn nur 15% der Abgänger eines Studiengangs einen Job in ihrer Fachrichtung finden. Es gab vor kurzem einen interessanten Artikel bei Spiegel Online, aber ich bin jetzt zu faul ihn rauszusuchen.
Positiver Nebeneffekt der Studiengebühren ist also, dass unsere Wirtschaft mehr benötigte Fachkräfte bekommt. Benötigt wird alles, was gut bezahlt ist. Möglicherweise hatten die Politiker dies im Hinterkopf, als die Änderung abgesegnet wurde.
 
Gerhard Schröder sagte mal solange er im Amt ist wird es keine Studiengebühren geben, das ist mit ihm nicht zu machen.
Und siehe da....als die Merkel kam, kurze Zeit später waren die Studiengebühren plötzlich da...was für ein Zufall aber auch :D

Die Politiker sollten sich mal überlegen was sie für das Land Deutschland an Schaden anrichten mit diesen Gebühren. :freak:
 
Studiengebühren sind durchaus sinnvoll und es ist ja nicht so als sei Deutschland das einzige Land mit derartigen Gebühren. Allerdings dürfen sie natürlich nicht abschreckend wirken für potentielle Studenten (außer natürlich für die, die einfach mal so drauf los studieren ohne ein festes Ziel).

Dazu stelle ich mir im Grunde zwei Möglichkeiten vor:

1.) Mit den Studiengebühren müssen auch die BAFÖG Sätze deutlich steigen, so dass Leute mit wenig Einkommen, welche von ihren Eltern nicht unterstützt werden können diese Mehrkosten mit dem Bafög kompensieren können.

2.) Ein Modell wie es in Hamburg zur Sprache kam. Die Studiengebühren werden nicht während des Studiums erhoben sondern erst danach. Wenn jemand nach seinem Studium in eine Festanstellung kommt und dort z.B. mehr als 30.000€ / Jahr verdient, so muss er die Studiengebühren nachträglich zahlen. Diese Option ist denke ich sogar das beste Modell, da nur jene belangt werden die von ihrem Studium profitiert haben.

Bei zweiterem Modell muss allerdings weiterhin die Regelung für Langzeitstudenten gelten. Wer 2-3 Semester über Regelstudienzeit ist, der soll richtig zahlen.
 
@ Adam_Smith

Warum sollen die fleißigen und guten Studenten nachträglich bestraft werden?
Diejenigen, die nur auf Grund eines mittelmäßigen Abschlusses auch nur eine mittelmäßige Stellung bekommen, müssen dann nichts zahlen? Dies würde sogar auf Studenten zutreffen, die an der gleichen Uni das Gleiche zur gleichen Zeit studiert haben!

Zum Thema BAFÖG sag ich mal lieber nichts. Das bekommt nicht unbedingt der, der es wirklich braucht, sondern der, der sich klug anstellt oder günstigen Umständen unterliegt, nebenbei und davor nichts arbeitet oder sein Geld davor verprasst hat (ein Freund von mir hatte sich für einige 1000€ Computerhardware gekauft, nur damit er in Zukunft BAFÖG bekommt, was sich aber über die Zeit rechnet...).
Und wer den Höchstsatz bekommt (oder in der Region ist), braucht sich wirklich nicht beschweren! Da bekommt ein Student, der nur von den Eltern "gesponsort" wird, auch nicht mehr.
 
Beim Bafög ist sicher nicht jede Regelung perfekt, aber irgendwo muss man Grenzen ziehen ...

Zu der anderen Regel:

Wie willst du es denn sonst machen? Es ist ebenso "ungerecht", wenn der 19 jährige Jungfacharbeiter von seinen Steuern das Studium eines 24 jährigen mitfinanzieren muss, welcher danach aufgrund seines Studiums dann deutlich mehr verdient. Klar, der Studienabgänger muss später deutlich mehr Steuern zahlen, aber spinnen wir das Rad dann mal weiter ...
Der Jungfacharbeiter macht dann irgendwann seinen Meister um diese Gehaltsunterschiede auszugleichen ... dumm nur, dass die Meisterschule ja auch nicht unbedingt günstig ist.

Oder nehmen wir z.B. Krankengymnasten und Co. die zahlen heute schon einen deftigen Batzen für ihre Ausbildung und bekommen hinterher deutlich weniger Geld als ein durchschnittlicher Akademiker.

Ich bin selbst Student gewesen und finde es nur gerecht, wenn Akademiker für die Ausbildung die sie genossen haben und die ihnen neben einer deutlich geringeren Gefahr der Arbeitslosigkeit im Regelfall auch noch ein höheres Einkommen in der Branche garantiert irgendwie aufkommen.
 
Ich habe nichts gegen Studiengebühren, so lange man das Gefühl hat, dass das Geld, das man bezahlt, auch wirklich einen direkten positiven Nutzen hat (und dabei meine ich nicht, dass ein paar mehr Bücher in der Bibliothek stehen).

Wissen ist eine Ressource, die für Deutschland essentiell ist. Mit Bodenschätzen und Co. können wir nicht dienen. Wenn man die Ressource Bildung beschneidet (und das macht man, in dem man die Kosten in die Höhe treibt), dann schneidet man sich ins eigene Fleisch (auch wenn das Bluten erst Jahre später folgen wird).
Die Ausbildung zu einem gut ausgebildeten Akademiker dauert deutlich länger (4-5 Jahre Studium + Promotion) als eine normale Ausbildung. Natürlich sollte er nach dieser Zeit auch mehr verdienen, wäre auch schlimm wenn nicht. Wie du schon sagst, wird er dann auch mehr Steuern zahlen (und das sind mehr als die 1000€ pro Jahr Studiengebühren in ca. 5 Jahren).
Im Grunde hat jeder die Wahl (gerade in der heutigen Zeit, in der sogar Leute mit Hauptschulabschluss ohne Zeitverlust zum Gymnasiasten studieren können...), welchen Weg er einschlägt.
Gebraucht werden beide: Arbeiter und Akademiker.
Und auch Nicht-Akademiker sein, hat seine (finanziellen) Vorteile...
Warum soll also der eine für seine Ausbildung sogar Geld erhalten, und der andere für seine (von Anfang an) zahlen? Und es ist ja nicht so (abhängig vom Studiengang und Universität), dass man "nur" 500€ zahlt. Hinzukommen noch Semestergebühren, zusätzliche Versicherungen, Kosten für Chemikalien oder Glasbruch,...

Ich wäre für einen Betrag von 300€ und einer Abschaffung bzw. Verkleinerung des Verwaltungsapparats, der die Verteilung des Geldes erschwert und noch dazu einen Teil der Gebühren verschlingt. Und dafür, dass wieder mehr Wert auf die Lehre gelegt wird!
Ich würde mich eher mal fragen, warum die Ausbildung zu einem Physiotherapeut so teuer ist, bzw. warum man dann nicht einfach hier sich ausbilden lässt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Studiengebühren sind grundsätzlich strikt abzulehnen, weil ich der Meinung bin das alle bundesdeutschen Bürger Zugang zur Hochschule haben sollten, unabhängig davon welchen sozialen Hintergrund sie haben. Die sozial "schwachen" sind die großen Verlierer dieser Reform, es droht ihnen Überschuldung nach ihrem Studium

-->Bafög-Rückzahlung
-->Bildungskredit-Rückzahlung
-->Studiendarlehen --->wird auch rückgefordert

Ich finde es schon dreist von dem Gesetzgeber solche Maßnahmen den finanziell ärmeren Abiturienten zutrauen zu wollen, schon allein das Bafög-Geld reicht kaum zum Leben aus.
Den Studenten fehlt einfach eine starke Lobby, diese hat sie leider nicht.
Lediglich 20 Prozent sind Bafög-Empfänger, also Studenten vom armen Elternhaus...das die Armen Studis auch noch die Studiengebühren abdrücken sollen ist genau genommen eine Frechheit. Das es bei der Einführung dieser Gebühren es relativ ruhig auf deutschen Straßen zuging, ist damit zu erklären daß die anderen 80 Prozent der Studenten die kein Bafög erhalten sich von ihren Eltern finanzieren lassen und es ihnen ziemlich egal ist ob 500 Euro Semestergebühr verlangt wird oder nicht....die spüren das nicht mal....
Klar, wenn ich viel Geld verdiene wären mir wahrscheinlich die 500 Piepen auch egal...und ich würd dann auch nicht demonstrieren gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Am besten garnix, wegen den Preisen. Noch sind die Benzinpreise niedrig, aber sobald die Finanzkriese beendet is, schießen sie sicherlich wie Pilze nach oben. Eine Unverschämtheit vom Staat! :mad:
 
Hoerts doch mal auf rumzuheulen mit euren Studiengebuehren. Ich zahl $3500 pro Semester und das sind NUR die Gebuehren. Fuer jeden Cent geh ich arbeiten und kann mir das Studium bezahlen und nebenbei auch noch leben. Wer sich anstrengt und auch lernt, der wird auch einen guten Abschluss schaffen -> bessere Jobchancen.
Ich kenne Leute die haben $70.000 Schulden in4 Jahren angesammelt und innerhalb von 3 - 4 Jahren abbezahlt, weil man sich im Studium angestrengt hat und die Partys mal weggelassen hat.

Natuerlich will man auch Studenten abschrecken. Seht euch mal ein paar Statistiken an wieviele Leute BWL oder Jura studieren. Das sind mehr Menschen als der Markt an arbeit anbieten kann.

Und 1700E Netto finde ich nach dem Studium gar nicht so schlecht dafuer, das der Arzt NUR das Studium abgeschlossen hat. Seinen Chirurgen oder Mediziner oder andere Zweige muss er ja erst noch machen und danach kommt dann auch das grosse Geld. Aber den Arzt in Ausbildung will man ja abschaffen :rolleyes:
 
Bin zwar kein Student mehr, aber ich finde das Ergebniss dieser Umfrage sehr erschreckend, wieviele User (möglicherweise Studenten) FÜR Studiengebühren abstimmen. Einfach mal Hirn einschalten, welche Konsequenzen damit verbunden sind!
 
@ KlausM81

Wenn damit die Lehre an den Universitäten wirklich signifikant verbessert werden würde, was ist daran erschreckend?
 
Also bei mir an der FH hat sich schon einiges verändert, wir haben seit der Einführung 3 komplett neue PC-Pools bekommen, wovon 2 mit jeweils fünfundzwanzig 24"er ausgestattet sind.
Wenn wir Bücher brauchen gehen wir zum Dekan, die werden bestellt und für uns in der Bibliothek reserviert.
Vor Weihnachten hat jeder Student Kopierkarten umsonstbekommen, usw... gibt noch einige Dinge die ich aufzählen könnte.
Ob das nun genau 500€ für jeden Wert sind oder net kann ich net beurteilen, aber ich merke das das Geld eingesetzt wird. Nächstes Semester werden bei uns zB 11 neue Professoren und Dozenten eingestellt.
 
Also ich kann diese ganze Aufregung hier nicht verstehen. Sicher sind die Studiengebühren mit 500€ recht hoch [ich zahle hier in Aachen dann nochmal 200€ für's Ticket etc.], aber der Kredit für die Studiengebühren wird doch, wie gesagt, auf das Bafög-Darlehen mit angerechnet.

Ausgehend von einem monatlichen Bafög von 330€ + 2x500€ jährlich hat man die Kappungsgrenze nach 2 Jahren erreicht. Den Rest der Studienzeit kriegt man mehr oder weniger vom Staat finanziert.

Hinzu kommt noch, dass meines Wissens nach die Kappungsgrenze bei einem guten Abschluss und bei Einhalten der Regelstudienzeit nochmals gesenkt wird.

Somit kommt man auf ein max. Darlehen von 10.000€ zu günstigen Konditionen. Meiner Meinung nach ist das Geld für die Ausbildung dann aber doch auch gut inverstiert. Imho kann man das nicht mit einem 10.000€-Kredit vergleichen, denn man beispielsweise für sein neues Auto aufnimmt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Labtec

Leider gibt es auch genügend Negativbeispiele (und das auch sogenannten "Elite-Universitäten").
 
Wir bekommen jedes halbe Jahr Grafikkarten updates in unserem Gaming Lab, sowie alle 2 - 3 Jahre neue Monitore (die neuen am FULL-HD support mit 2 HDMI eingaengen), zudem ham wir nen haufen PS3, XBox360 und Wii's rumfliegen. Zudem alle 1 - 2 Jahre neue CPU's und n bissl mehr Ram kommt auch oftmals dazu. Die ganzen Offiziellen Lizenzen fuer die Spiele lasse ich mal weg, ich sag nur das wir fast das komplette Steam Programm zur Verfuegung haben... Und das ist _nur_ fuer die Studenten die Game Development studieren.
 
Zurück
Oben