MoinMoin,
SanBo schrieb:
@net-explorer: besonders der letzte Satz war klasse! Hat mir sehr gefallen. Zumal ich wirklich jemand bin, der die reinen Fakten miteinander vergleicht.
Wenn Deine Bilder nicht gut werden, weil das Objektiv nicht die ausreichende Abbildungsqualität gebracht hat, dann bist Du schon sehr gut. I.d.R. limitiert eher das auslösende Element hinter der Kamera das Bildergebnis.
Es gibt ein paar Faktoren, die sollte man beim Kauf beachten:
- Verarbeitung
- evtl. Abdichtung
- Bedingung (Schalter, Fokussierung)
- Bajonett (EF vs. EF-S)
- Lichtstärke
- Brennweitenbereich (ausreichend für die anstehenden Aufgaben oder eher nicht?)
- Längenänderung/Drehung der Frontlinse (für Filtereinsatz)
- Abbildungsqualität (Schärfe etc.)
Die Abbildungsqualität lässt sich in Grenzen noch nachträglich am PC verbessern. Alles andere ich bauartbedingt und somit abhängig vom Objektiv. Bei einer Nutzung über mehrere Kameragenerationen hinweg, würde ich darauf dann also achten.
Aber wie soll ich mir nun beispielsweie ein Bild von einem Weitwinkelobjektiv machen können? Sagen wir mal, wir hätten das Sigma 8-16mm F4,5-5,6 DC HSM, das Canon EF-S 10-22mm 1:3,5-4,5 USM und das Tamron AF 3,5-4,5/10-24 Di II LD im direkten Vergleich.
Gut, Canon und Sigma kosten in etwa das Gleiche. Aber das Tamron kostet fast nur noch die Hälfte! Warum dann also zum teureren Canon mit derselben Brennweite greifen?
Wenn man nun anhand von Messtechniken ermitteln könnte, dass das Canon über den gesamten Bereich erheblich schärfere Bilder liefert, dann wäre das ja begründbar.
Das war so der Hintergedanke dabei.
Abgesehen davon, dass das ES-S 10-22 als sehr gutes Objektiv gilt: Allein was Lichtstärke und Brennweite angeht, kannst Du anfangen auszusortieren. Danach geht es weiter ob USM/HSM oder nicht...
Wenn Du das Weitwinkel gerne für Reportagezwecke einsetzen willst, dann ist Dir ein schneller AF und große Lichtstärke evtl. wichtiger als das letzte Quentchen Schärfe. Für langweilige Landschaftsbilder mit WW spielt es i.d.R. keine Rolle, da Du auch mit einem langsamene AF zum Ziel kommst und entsprechend abblenden kannst.
Was auch noch ein Thema ist: Canon hielt/hält sein Protokoll für das EF-Bajonett geheim. Ältere Sigma-Objektive konnten deshalb entweder gar nicht oder erst nach einem Upgrade an neueren EOS-Kameras betrieben werden. Das wäre z.B. für mich noch ein Grunde bei geringem Aufpreis das Canon-Objektiv einem Fremdhersteller vorzuziehen.
Wie würdet ihr denn in diesem Beispiel entscheiden und vor allem: warum?
Ich habe ein Tokina 12-24/4,0 an meiner EOS. Ab 18 mm leuchtet es KB voll aus und hat EF-Bajonett, somit kann ich es an jeder EOS betreiben. Für den Preis war es mir damals ausreichend.
Da ich aber nicht der Weitwinkelfan bin, würde ich mir heute eher überlegen, ob nicht evtl. ein 17-40/4,0 von Canon auch ausreichend wäre. Die 3 mm am kurzen Ende wären mir egal, aber ich hätte dafür am langen Ende deutlich mehr Spielraum.
Cu,
Chris