Unabhängigkeit des Kosovo...

Ich als Halb Serbe kann es immer noch nicht fassen was da geschehen ist.Die EU hat uns was genommen was in der Geschichte die Serben seit Kampf der Türken prägt.Das wäre wie als würden die Türken Berlin zugesprochen als eigenen Staat kriegen.:freak:
Und wer ist die Frau Merkel dass sie das Recht hat Kosovo unabhängig zu klären?
Umso mehr entsteht seitens Serbiens der Hass auf die Länder,die sich darüber ausgesprochen haben Kosovo als Staat zu anerkennen.Und die Hoffnung auf Russland.Es kann soweit kommen dass jetzt in Bosnien die Serben ein unabhängiges Serbien möchten und zum Kampf gegen die Uck freiwillig antreten.Und hoffentlich mit Unterstützung Russlands.


@Sgt.Speirs
Dank der amerik.Unterstützung werden sie finanzielle Hilfe bekommen.Man bedenke noch dass die Albanische Mafia in der ganzen Welt sehr verstreut ist.

Kosovo ist und gehört seit 1389 zu Serbien!
 
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Also n kumpel von mir is albaner und finds gut das sieh endlich ihr eigenes unabhängiges land bekomen haben. in meinen augen waren die serben immer die unruhe stifter(1.weltkierg, ok lange her..).
Kosovo ist und gehört seit 1389 zu Serbien!
was solln sone aussagen?!:freak: man kann aus deinem profil herraussehen wie du eingestellt bist.

Umso mehr entsteht seitens Serbiens der Hass auf die Länder,die sich darüber ausgesprochen haben Kosovo als Staat zu anerkennen
also fast ganz europa?!
 
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Im Profil kann sonst was stehen... :rolleyes:

Und die Albaner haben ihr eigenes Land. Nennt sich Albanien.


Wenn jeder seine Unabhängigkeit ausrufen würde, wäre das Chaos perfekt.
Schlimm ist nur, das gleich eine ganze Reihe von Staaten diese anerkannt haben.
Kein kluger Zug in meinen Augen.


Das wird noch schlimm enden.
 
ja für die serben wenn sie sich aufmucken war 1999 nicht schn mal sowas?

PS es geht um ein land das die größe von Hessen hat!
 
Ja, ein mit Lügen begonnener Nato-Einsatz.
Der soll jetzt aber nicht zum Thema hier werden.


So oder so wurde eine ohnehin schon brenzliche Situation unnötig verschärft.
 
Unbedeutend ist das Land aus der Sicht der Serben sicherlich nicht, denn im Kosovo liegt die Wiege der Serbischen Kultur.

Der Kosovo wird ganz alleine aus einem Grund anerkannt: Wir leben in einer Welt in der es Menschen mit viel Einfluß gibt,
welche gerne Kriege anzetteln um die Kriegsparteien mit Geld und Waffen versorgen zu können.

Wenns dort neuerlich zu einem Krieg kommt dann wird der sicherlich größeren Ausmaßes, denn die Serben haben Russland im Rücken.
Als die Nato damals Serbien Angriff, hatten sie das Glück bzw taten es nur deshalb weil die Russen total am Boden waren.
 
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Genau!
Oder wie würdet ihr Deutschen denn euch fühlen wenn die EU das Rheinland-Pfalz als Republik anerkennt?Ihr würdet euch auch freuen?
Das Kosovo ist und war immer das Herz der Serben.Viele Schlachten wurden seiten des Amselfelds geführt bis zum 2 Weltkrieg.
 
Jungs, ich würde es doch sehr begrüßen wenn ihr die Foren- und PuG-Regeln beachten würdet. Einige haben hier scheinbar einen sehr persönlichen Zugang zum Thema. Diese würde ich trotzdem bitten objektiv zu bleiben und gerade nicht nur mit Meinungen um sich zu werfen, auch wenn es schwer fällt. Argumente, Fakten etc. braucht eine Diskussion, die zu irgendwas führen soll. Eine Meinungsänderung beim anderen werdet ihr durch reine Meinungsäußerung nicht erreichen.

Und einige andere bitte ich nicht schon wieder die öfters sanktionierte Show im PuG abzuziehen. Wer meint es gäbe "alleinige Gründe" und das vorallem böse Mächte im Hintergrund strippen ziehen, der untergräbt hier die Sachlichkeit der Threads. Ich habe dies in der Eröffnung nicht angemahnt, weil es natürlich durchaus strategische Überlegungen gibt. Auch wenn z.b. neo-bahamuth viele wichtige Punkte leider nur andeutet, aber nicht unbedingt ausführt.

Wenn aber z.b. $co®pion mal wieder auf diesen Zug aufspringt und hier in der üblichen Manier Stimmung macht, statt zu diskutieren oder sich mit dem Thema ernsthaft zu beschäftigen, dann ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Man sollte meinen es wäre irgendwann mal durchgedrungen, dass wir diesen Stil nicht wünschen. Nichts gegen bestimmte Theorien, dann sollte aber die Ausführung Hand und Fuß haben.

Soviel zum moderativen Teil.
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Nun, neo-bahamuth jetzt frage ich mich aber, warum Deutschland die Unabhängigkeit nicht anerkennen sollte. Schließlich hat man nicht nur humanitär und politisch dafür eingestanden, sondern eben auch militärisch. Eine Nicht-Anerkennung ist also kaum logisch und hat insofern erstmal mit Marionetten nichts zu tun. Es wäre naiv anzunehmen, dass ausgerechnet jetzt eine Anerkennung verweigert wird. Selbst wenn hinter den Kulissen diese diskutiert wurde (und Deutschland hat sowohl amerikanische wie russische Beziehungen zu pflegen). Dass andere EU-Staaten dagegen sind, liegt oft genug auch an Regionen, die sich auch mehr Unabhängigkeit erhoffen oder ebenso an geopolitischen Interessen. Man wird also kaum Spanien für eine Anerkennung begeistern können. Anderseits hat sich die Mehrheit im Kosovo für die Unabhängigkeit ausgesprochen. Das auch Wahlboykott und ähnliche Maßnahmen zu sehr großen Mehrheiten führten, ist zwar richtig, nur offenbar ist der serbischen Bevölkerung die Blockade auch lieber gewesen, als die Zusammenarbeit.

Das nun Russland als weißer Ritter hier dargestellt wird ist natürlich auch interessant, denn auch hier sprechen vorallem strategische Interessen für eine Unterstützung Serbiens. Und nicht erst heute versucht man dagegen zu arbeiten. Auch 1999 besetzten russische Truppen den Flughafen der Hauptstadt Pristina. Wenn diese Operation nicht schlecht geplant gewesen wäre und anderseits die Nato-Truppen vor Ort sich nicht zurückgehalten hätten, wäre das vermutlich sehr viel anders ausgegangen. Und auch damals hatten die Russen sicherlich mehr als das zu bieten. Aber immerhin hat man sich damit eine Beteiligung an der Schutztruppe im Kosovo gesichert.

Und im übrigen ist es schon erstaunlich, dass zwar mit der Historie argumentiert wird, anderseits vergisst man, dass im Staat Jugoslawien Tatsachen geschaffen worden, die ein nicht unerhebliches Potential an Konflikten geschaffen haben. Wenn Serbien meint, dies könne nun im Nachhinein durch das Verweisen auf die Geschichte korrigiert werden, dann trägt dass nur zu dem Problem bei.

Ob nun unabhängig oder nicht, dass Problem der Minderheiten gibt es so oder so. Eine dauerhafte militärische Präsenz kann nicht im Sinne der Beteiligten sein. Die Situation bisher stellte auch keine dauerhafte Lösung dar, insofern muss eine Lösung gefunden werden, die gleichermaßen die Meinung der Mehrheit beachtet, als auch den Schutz der Minderheiten zu gute kommt. Ob das ein selbstständiger Staat Kosovo sein kann, darf bezweifelt werden. Wie weit finanzielle Hilfe von dauerhafter Natur ist, bleibt abzuwarten.

Das Völkerrecht wurde aber auf dem Balkan in den letzten 15 Jahren von allen Seiten so oft gebrochen, man muss sich eher überlegen, welcher Bruch die Sache besser oder schlechter macht(e). Man hätte auch abwarten können bis die Albaner aus dem Kosovo vertrieben gewesen wären und sich mit einem militanten Diktator Milosevic anfreunden können. Damals hielten das die wenigsten für eine gute Idee. Allerdings wären wohl die geschaffenen Tatsachen weit weniger kompliziert gewesen...
 
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Nur weil das Völkerrecht dort schon oft mißachtet wurde, heißt das noch lange nicht, dass es damit nun jeder halten kann wie er will. Das führt die Resolutionen der UN ad absurdum.
Und wenn nun jede Provinz auf einmal unabhängig werden will, haben sieht Europa aus wie der "Fleckerlteppich" Deutschland zu Zeiten des Deutschen Bundes.
Das wiederum brigt wegen der zahlreichen Grenzen und versch. Volksgruppen unheimliches Konfliktpotential.
Und ein Land, das gerade mal ein Drittel der Fläche Belgiens besitzt und ca. 80% Arbeitslosigkeit hat, dazu mit einem enorm hohen Maß an orga. Kriminalität, ist nun unabhängig. Selbstständig werden sie so aber niemals sein.
 
Ich frage mich immer wieder warum Menschen sich immer in solch Kleinstaaterei flüchten. Demnächst erklährt Bayern die Unabhängigkeit vom Rest Deutschlands :D Jede kleine Volksgruppe meint sich von der anderen abgrenzen zu müssen. Wenn das Schule macht dann sehe ich aber das totale Chaos in Europa auf uns zu kommen. Normalerweise währe ja in Zukunft eine einheitliche (möglichst sozialistische) Weltregierung nötig um die Probleme der Welt zu lösen und nicht noch weitere Staaten.
 
neo-bahamuth, nur das sich weder an Arbeitslosigkeit noch an der organisierten Kriminalität etwas geändert hätte, wenn es nicht so gekommen wäre. Die hohe Arbeitslosigkeit ist teilweise noch der industriellen Struktur aus der jugoslawischen Zeit geschuldet und benötigt so oder so eine gravierende Änderung. Ob Serbien dies finanziell hätte stemmen können oder wollen sei mal dahingestellt.

Und aus Sicht der westlichen Staaten ist ihnen ein lenkender Einfluss auf das Gebiet vermutlich lieber, als ein Zufluchtsort für die organisierte Kriminalität z.b. wie es heute der Fall ist. Und Serbien hatte faktisch auch jetzt schon keinen direkten Einfluss mehr auf den Kosovo. Die Aussichten auf Änderung waren genauso wenig da. Die Anerkennung ist also vermutlich das kleinere Übel.

Einen Präzedenzfall stellt es leider so oder so dar, darüber muss man sich im Klaren sein. Die Unabhängigkeitserklärung ist lediglich die Zementierung des faktisch ohnehin existenten Status.

Und extasy: Der zwanghafte Vielvölkerstaat führte erst zu dieser Explosion der Gewalt. Wenn auch der Balkan immer ein Pulverfass war, aber die sozialistische Einheitsregierung (wenn wir es nicht Diktatur nennen wollen) hat die Probleme keinesfalls gelöst, sondern erst die jetzige Situation herbeigeführt. Sowas muss sich entwickeln und kann nicht durch erzwungene Vermischung passieren. Die Annäherung an einen Staatenbund wie die EU, dürfte da längerfristig der bessere Weg sein.
 
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Sowas sollte und darf keine Schule machen.
Die nächsten sind dann die Kurden und rufen widerum ihre Unabhängigkeit aus ?
De facto regieren die eh schon den Norden des Irak. ;)


Die Unabhängigkeitserklärung ist wie ein Schlag ins Gesicht. So sieht es Belgrad bestimmt.
Die Herren, die unterschrieben haben, haben m.E. aus Sicht von Belgrad Hochverrat begangen.
Unabhängig davon wer das Gebiet kontrolliert hat. Sei es Belgrad oder Pristina...
Es ist egal.
Kein Staat der Welt kann es sich gefallen lassen, wenn eine Provinz meint, sie erkläre mal eben ihre Unabhängigkeit.
Deswegen sind wohl Spanien & Co so zurückhaltend. Die haben ähnliche Probleme in ihren eigenen Grenzen.

Ändern wird sich in der Provinz, ich spreche bewusst nicht vom Staat, nicht viel.
Die Arbeitslosigkeit wird nicht geringer, die Kriminalität ebenso wenig.
Es werden nur hier und dort die verbliebenen Serben vertrieben.
Das sehe ich kommen. Und das alles wird vor den Augen der Weltöffentlichkeit passieren.
Beginnt Serbien diese Vertreibungen zu unterbinden oder die Landsleute zu schützen, tritt die Nato auf den Plan und bombadiert wieder Belgrad und den Rest des Landes.


Es wurde eine schöne neue Lage da unten geschaffen.
Direkt vor unserer Haustür. :rolleyes:



@HappyMutant:
Geschaffen hat sie die jetzigen Probleme in meinen Augen auch nicht. Sie wurden eher übernommen.
Gelöst sind sie bis heute nicht.
So sozialistisch war dieser Staat auch nicht. So viel hielten die von Moskau nicht.
Das darf nicht vergessen werden.


Und auch die EU ist zum Scheitern verurteilt. Wie einig wir uns sind, sieht man immer wieder.
Alles, was zusammengenagelt wurde, zerfiel früher oder später. Der EU blüht das Gleiche.
Die EU ist inzwischen zu groß, zu träge und die einzelnen Kulturen sind zu unterschiedlich.
Die Mitgliedsstaaten sind wirtschaftl. nicht ungefähr gleich stark.
Das schafft schon fast unüberwindbare Differenzen.
Wir kommen nie auf einen Nenner, ohne starke Kompromisse einzugehen. Das passt vielen nicht.
 
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Wow, man könnte meinen, dass Serbien unter Milosevic damals nicht versucht hatte die Albaner gleichermaßen zu vertreiben. Jetzt muss man nur noch, wie es einige hier schon getan haben, dies als Erlösung und Schutz der Serben bezeichnen. Fertig ist die gerechte ethnische Säuberung. Und die Nato hatte natürlich nichts besseres zu tun als Serbien zu bombardieren. Es ist doch nun wahrlich nicht so, als ob 1999 zufällig die Nato eingegriffen hat. Mag sein, dass man erst dann das nachgeholt hat, was man schon 1992 hätte machen sollen um den Wahnsinn zu stoppen. Vielleicht war der Anlass jetzt schon zu gering dafür, die Schläge im Vergleich zu hart.

Aber faktisch musste man Milosevic und sein Regime loswerden. Der hat auch gemeint, dass ein Groß-Serbien zum historischen Vermächtnis gehört. Die gleichen Begründung wie beim Kosovo haben Kroatien und Bosnien den Krieg beschert. Dennoch glaubt hier keiner, dass diese die völkerrechtlich richtige Lösung war. Man wusste, was passieren würde im Kosovo.

Die heutige Regierung Serbiens kann man keineswegs mit der damaligen vergleichen. Mal abgesehen davon, dass sie eine militärische Intervention nicht versuchen wird, so weiß man, dass sie Verhandlungen gegenüber offen ist. Zu mehr Vertreibungen wird es solange nicht kommen, solange die Nato im Kosovo präsent ist. Man muss nun dafür sorgen, dass eine Koexistenz möglich ist.
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Vielleicht habe ich zu sehr versucht auf extasys tolle Weltregierung abzuzielen. Aber ich nannte es nicht umsonst Diktatur und mir ist klar dass dies kein sowjetischer Sozialismus war. Faktisch hat das auch nichts miteinander zu tun. Aber durch die Strukturpolitik, durch die Ansiedlung ohne Rücksicht auf die Volksgruppen, hat man die Problematik weiter verschärft. Das man sich 1992 wunderte, dass sich Nachbarn dann gegenseitig beschießen, ist die direkte Folge davon. Man hat wie gesagt nicht nur die Probleme übernommen, man hat sie potenziert. Ansonsten hätte es den Kosovo-Konflikt z.b. nie so gegeben.

Und die EU ist ein Staatenbund, kein einzelner Staat. Einigkeit ist schön, aber kein zwingender Bestandteil. Niemand wird mit Waffengewalt daran gehindert auszutreten. Deswegen ist es allemal die bessere Lösung zur Koexistenz als eine einzelner Groß-Staat. Mehr wollte ich damit nicht sagen.
 
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Das Milosevic weg musste, bestreitet auch keiner.
Es kann aber auch nicht angehen, das sich mal eben eine Provinz lossagt und die Gunst der Stunde nutzt.


Dein Wort in Gottes Ohr.
Als ob die sich von der Nato davon abhalten lassen würden.
Wenn die wollen, und davon gehe ich aus, werden sie es tun.
Kommen sehe ich folgendes:
Es wird vllt. nicht direkt stattfinden, sondern indirekt.
Man mache ihnen das Leben so schwer, das sie freiwillig gehen.

Ich hoffe inständig, das nichts in diese Richtung passiert.
Eine Vertreibung, wie oder von wem auch immer, ist nie für Gut zu heissen.



Kann sein, das ich die Sache einwenig schwarz sehe, aber die bisherige Geschichte sagt mir, dass das noch nicht das Ende ist.
Ob es Positiv oder Negativ endet, wird sich zeigen müssen.
Doch die Tendenz zum Negativen überwiegt zur Zeit.
 
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Diese ganze Geschichte ist eigentlich eine gigantische Blamage für Nato, UNO und EU.

Es kann doch nicht sein, dass mal wieder Abmachungen, die Grundlage für den Friedensvertrag waren, so eklatant übergangen werden!
Und nicht nur das, es ist plötzlich garnicht mehr die Rede von diuesen Abkommen!

Auch der klägliche Versuch der EU, das Kosovo für eine serbische EU Mitglidschaft einzutauschen ist doch ein Witz.

Der Kossovo gehört zum serbischen Kernland (es hat hier nichts mit Jugoslawien, und dessen Inkonsistenz zutun).
Und das theoretisch seit dem 14Jh.
Unterbrochen durch die osmanische Besetzung (und den 2WK)

Dass die Serben den Kosovaren ihre spätere Teilautonomie aberkannt haben war nicht ok, aber wir sollten nicht vergessen, wer mit den Gewalttätigkeiten angefangen hat, die schließlich zum Kosovokrieg geführt haben.


Es war defakto Terrorismus, seitens der UCK, welche WIR unterstützen und mit Waffen versorgen/ten.

Es ist doch armselig, dass die USA, Deutschland und diverse andere Länder der EU hier so vorgegangen sind: Ich frage mich nur, wass wäre wenn Serbien die Basken mit Waffen versorgen würde?
Und im Falle der USA ist mir das auch noch klar: Die haben im Kosovo einen dicken Stützpunkt, und sogar mit Raketenabwehr (die eindeutig gegen Russland gerichtet ist), aber was wir davon haben, bleibt mir fremd.


Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, warum die serbische Armee nicht gegen die KFOR vorgeht..
(Die Möglichkeit haben die, und die USA haben Angst mit Bodentruppen in dieses höchst komplexe Terrain zu gehen).
 
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Dass das Konfliktpotential enorm ist, bestreite ich absolut nicht. Ich bin auch der Meinung, dass die Problematik nicht durch die Unabhängigkeitserklärung entschäft wurde. Ich bin mir genauso wenig sicher ob ein solcher Kleinstaat wirklich überleben kann. Ich bestreite nicht mal, dass aus historischer und damit emotionaler Sicht der Verlust für die Serben ein sehr großer ist.

Aber die Ausgangslage ist verkorkst gewesen und so ist es auch die Lösung. Keine Lösung könnte eine Normalisierung garantieren. Ob man nun 50 Jahre unter militärischer Präsenz der Nato dort den Status Quo verwaltet, das Kosovo unabhängig wird oder unter serbischer Verwaltung bleibt, die Folgen sind immer kostspielig und konfliktträchtig.
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Helios co., dass ist eine wirklich geniale Idee. Den Staat Serbien in einen Guerilla-Krieg zu wünschen, bei dem auf die eine oder andere Weise den kürzeren zieht. Was ist denn das bitte für eine Frage, warum Serbien sowas nicht macht. Sorry, aber das ist schon irgendwo idiotisch sowas nicht zu verstehen.
 
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Helios co., dass ist eine wirklich geniale Idee. Den Staat Serbien in einen Guerilla-Krieg zu wünschen....

Es hat nichts mit enem Guerilla Krieg zutun, den ich den Leuten wünsche.
Ehrlich gesagt finde ich es sogar lächerlich, dass eine Terrororganisation Leute tötet, und behauptet es wäre zum Wohle ihres Volkes.

Aber ich wünsche der NATO eine Lektion.
Das Kosovo ist lediglich einer von vielen ähnlichen Konflikten weltweit. (Georgien, Transnistrien, Korea, Taiwan etc.)
Und offensichtlich will es der NATO nicht einleuchten, dass ihre Aktionen zu einem ernsthaften Problem führen können und werden!

Die Einseitigkeit dieser Aktionen ist pregnant, und eine Folge dieser Aktionen, ist das neue weltweite Wettrüsten, welches aller Vorraussicht nach, schon in einigen Jahren, den kalten Krieg als kleines Scharmützel erscheinen lassen wird!
 
Ich weiß nicht, aber das Positvie an der Unabhängigkeitserklärung ist daß sich im Problem Kosovo überhaupt mal was in eine bestimmte Richtung getan hat. Bisher gab es ja nur von allen Seiten Vorschläge, Gegenvorschläge, Erklärungen, Gegenerklärungen eben ein ständiges Hin-und Her weil jeder weiß daß die Situation total verfahren ist.

Selbständigkeit könnte, wie schon erwähnt, dazu führen daß sich anderen Regionen gleiches wiederholt.
Den Kosovo mit Albanien vereinen wäre völkerrechtswidrig.
Den Kosovo wieder an Serbien 'zurückzugeben' führt den ganzen Einsatz ad absurdum.

Welche Auswirkungen das haben wird steht zwar in den Sternen aber so wie bisher konnte es ja nicht weitergehen. Ohne politisches Konzept und Plan für die weitere Zukunft sitzt die NATO nun schon seit fast 9 Jahren im Kosovo. Und wahrscheinlich werden sich die NATO-Truppen in Jahrzehnten immer noch dort befinden. Sobald die NATO den Kosovo verlassen würde hauen sich Serben und Albaner wieder die Schädel ein.

Für mich ist das ein politisches und militärisches Fiasko und ein Eingeständnis für die Hilflosigkeit in Sachen Friedenssicherung.
 
Und wahrscheinlich werden sich die NATO-Truppen in Jahrzehnten immer noch dort befinden. Sobald die NATO den Kosovo verlassen würde hauen sich Serben und Albaner wieder die Schädel ein.

Das werden sie so oder so tun.
Im Moment leben noch 100k Serben im Kosovo. Die Kinder müssen mit Militärkonvois zur Schule gebracht werden: Wer glaubt hier denn bitte ernshaft, dass sich das ändern wird, nur weil es jetzt eine Kosovo-Polizei gibt, die übrigens aus denselben Leuten besteht, die momentan diese "Kinderkonvois" mit Flaschen bewerfen?

Die Serben haben doch eine völlige Autonomie angeboten, was ist daran für einen Zeitraum, von sagen wir 10-20 Jahren auszusetzen?


Jetzt ist es aber so, dass das Kosovo boykottiert wird, und jede Staatlichkeit liegt in den Händen von Terroristen.
In Tscheschenien oder im Westjordan-Land ist bzw. war das genauso: Und was hat das gebracht; nun den Menschen gehts nicht besser!
 
Ich möchte mal auf die vielberufenen Abkommen und die Resolution 1244 Verweisen. Soweit ich das sehen kann steht da nirgendwo, dass eine Unabhängigkeit des Kosovo verboten ist sondern nur, dass das Kosovo eine Autonome Regierung erhalten darf/soll. Fakt ist, eine Autonome Regierung gab es im Kosovo nicht und somit könnte man sagen hat Serbien die Resolution nicht im vollem Maße unterstützt und somit eventuell sogar verletzt (Punkt 10).

Ferner sollten hier alle aufpassen, die ihre Territorialansprüche mit historischen Territorien begründen, das Heilige Römische Reich deutscher Nation war auch mal um einiges Größer als die aktuelle Bundesrepublik Deutschland und trotzdem erheben wir keine Territorialen ansprüche auf Österreich, Frankreich, Schweiz sowie Teile von Polen, Italien und Kroatien. Es ist einfach nicht mehr zeitgemäß mit historischen Territorialansprüchen zu argumentieren wenn wir uns Faktisch einem einheitlichen europäischen Staat mit Souveränen Regierungsbereichen - den heutigen Mitgliedstaaten der EU - nähern.

Außerdem ist es absolut veraltet einen Ost-West-Konflikt herbeizureden, den es faktisch seit 1990 nicht mehr gibt. Denn der ehemalige Ostblock ist zersplittert und Geschichte. Die einzigen Konflikte die heutzutage entstehen sind nicht mehr ideologischen (Kapitalismus vs. Solzialismus) sondern ethnischen Urspungs und diese Konflikte zu lösen bedarf es etwas mehr als eine Welt, die wir in 2 Teile teilen um dann die Lösung darin zu sehen sich nur zu belauern und zu bedrohen aber niemals einen Konflikt anzunehmen und notfalls auch auszutragen.

Ferner liegt die Staatlichkeit im Kosovo nicht in den Händen von Terroristen sondern in denen der Institutionen und Verwaltungen sowie dem Kontingent an Beamten etc. die die EU 2 Tage vor erklärung der Unabhängigkeit in den Kosovo geschickt hat um einen Souveränen Staat aufzubauen. Zu dieser Souveränität gehört aber auch, dass der Staat Kosovo anerkannt wird und wir somit diplomatische Beziehungen aufnehmen und erhalten.

Wenn wir den Balkan endlich friedlich haben wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass Serben und Albaner sich ihre Fehler eingestehen und ihre Vergangenheit aufarbeiten und das funktioniert am besten wenn beide einen eigenen Staat haben mit dem sie sich identifizieren können. Denn nur dann ist der Wille da etwas zu bewegen, für einen Staat den ich hasse werde ich nur das nötigste machen, für einen Staat den ich akzeptiere werde ich arbeiten und ihn mit aufbauen und für einen Staat den ich liebe und achte werde ich arbeiten, mich selbst fragen wie ich etwas besser machen kann und zum reinen selbstzweck mit allen umliegenden Staaten handeln wollen und einen kulturellen Austausch betreiben. In diesem kulturellen Austausch steckt der Frieden den sich alle wünschen, denn nur wenn ich verstehe warum meine Nachbarn anders sind kann ich sie akzeptieren und mit ihnen leben. Mal ganz abgesehen davon, dass ich niemanden umbringen von dessen Wirtschaft ich wie auch immer abhängig bin.

Ich sehe in der Unabhängigkeit des Kosovo kein Problem sonder einen Herausforderung und eine Chance für die EU. Es ist für uns die einmalige Chance zu beweisen, dass eine zivile Gesellschaft in der Lage ist das zu schaffen, wo alle Militärs versagt haben. Es wird nicht von heute auf morgen alles besser aber es geht Stück für Stück voran. In 10-15 Jahren wird sich vieles gebessert haben.
Wir müssen allerdings allen klar machen, dass dies nur in einer absolut instabilen Region möglich ist und wir nicht zulassen werden, dass sich ein Souveräner und gefestigter Staat wie die Bundesrepublik und Spanien teilen lässt.
 
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