USA Today: Neues von den Republikanern und Donald Trump

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Mal so als Frage an alle, die das jetzt nicht gut finden, was Amerika da gemacht hat.

Was wäre eurer Meinung nach richtig gewesen?
 
Pym schrieb:
Davon ab finde ich Deinen Argumentationsstil nicht gut. Einzeiler, Frage, Link, Link. Im Beitrag #1.698 ist immerhin einmal eine Aussage und keine Frage.

Die Bezeichnung "Spezialoperation" für den US-Angriff auf das iranische Nuklearprogramm ist ein in mehreren Punkten hinkender Vergleich. Unter anderem wollte Putin Selenskyi töten lassen, Trump dagegen wollte Chamenei nicht töten lassen, obwohl Netanjahu dafür war. Aber wer weiß, was Trump demnächst für ein Gefühl hat und wie er dann entscheiden wird.
Es ist ja nicht als wenn Trump noch keine staatstragenden Perser hat umbringen lassen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Qasem_Soleimani#Tod
https://www.spiegel.de/politik/ausl...mp-hat-iran-den-krieg-erklaert-a-1303576.html

Mir fällt der folgende Witz dazu ein:

Treffen sich Tony Blair und George W. Bush.
TB: George, ich habe eine Idee.
W: Was den?
TB: Wir bringen 50000 Muslime und einen Zahnarzt um!
W: Und wieso den Zahnarzt?
TB: Sag ich doch, nach den Muslimen fragt kein Schwein.

Pym schrieb:
Mir wäre es auch lieber Israel und die USA hätten sich irgendwie friedlich mit dem Iran einigen können und vermutlich wird Trump die Ablenkung von der Innenpolitik nutzen, um weiter an der US-Demokratie zu sägen.

Es gab eine Deal, bis dieser von Trump gekündigt wurde.
 
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@Dragonball
Wenn der Angriff Israels schon eine Verletzung des Völkerrechts war, dann war es das Eingreifen der USA erst recht. Wir können nur nicht auf der einen Seite das Völkerrecht hochhalten wie z.B. im Fall der Ukraine und das völlig zurecht und es auf der anderen Seite ignorieren. Daher ist die Antwort. Sie hätten sich raushalten sollen.
 
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Dragonball schrieb:
Mal so als Frage an alle, die das jetzt nicht gut finden, was Amerika da gemacht hat.
Ich glaube, bei der Thematik muss man weiter ausholen und auch Trump 1 berücksichtigen. Die wenigsten wissen, dass Trump dem Iran ich meine 2018 schon den Krieg erklären wollte. Hier wurde der "King" durch das Pentagon gestoppt.

Da er dieses mal aber jegliche Widerstände entfernt hat, kann er nun schalten. Ich sag es offen und ehrlich:
Trump manifestiert die Oligarchie in den USA mit Blut.
Er selbst war es, der sich gegen den Einsatz von US Soldaten im Ausland aussprach und man hat es in Afghanistan gesehen. Nun feiert er sich, für den Angriff auf den Iran. Passt halt nicht.

Aber da Netanjahu und Trump ähnlich ticken, wundert es mich nicht, dass die Impulskontrolle bei beiden nicht vorhanden ist.

Dazu Boell aus 2019:
Die Strategie des maximalen Drucks setzt darauf, dass die wirtschaftliche Not den Iran entweder an den Verhandlungstisch bringt oder zum Zusammenbruch des Regimes und damit zum Regimechange führt. Für beide Varianten gibt es in der amerikanischen Administration wie auch in Israel Unterstützung, beide sind kurzfristig jedoch wenig wahrscheinlich. Entsprechend sind bereits erste Anzeichen der Frustration auf Seiten der USA darüber zu erkennen, dass die Sanktionen noch nicht zur Aufnahme von Verhandlungen geführt haben. Für den Iran wiederum sind die ökonomischen Kosten der amerikanischen Politik bereits so hoch, dass die Strategie des Aussitzens der Trump-Administration innerhalb der iranischen Führungsriege herausgefordert wird. In dieser Situation geht es kurzfristig darum, Fehlkalkulationen und Eskalationsdynamiken zu verhindern und Gesprächskanäle zu eröffnen, zumal es im Konflikt zwischen den USA und dem Iran auch um Respekt, Reputation und Status geht.

Die Trump-Administration verfolgt keine konsistente diplomatische und militärische Strategie gegenüber dem Iran abgesehen von den Drohungen, die Nukleareinrichtungen des Iran zu bombardieren. Völlig unklar ist, was die USA dem Iran für ein umfassendes Abkommen anbieten. Eine Strategie des reinen Zwanges jedenfalls wird nicht ausreichend sein, zumal der Iran an der Glaubwürdigkeit militärischer Drohungen Trumps zweifelt.

Und Exakt dieses Punkt sehen wir nun Live im Fernsehen. Trump merkt hier wieder einmal, dass einseitig aufgekündigte Verträge nicht zum gewünschten führen. Nun hilft er eben nach und schwört die USA auf eine Krieg ein, den er selbst als Biden im Amt war, kritisiert hat. Ein Typischer Trump eben.

und als Threadersteller wünsche ich mir, dass wir hier die USA als solches besprechen. Der Iran ist in Summe zweitrangig und für die USA unwichtig. Egal wie sehr die Orange sich hinstellt. Am Ende ist auch dies eine Ablenkungstaktik der MAGA Deppen.

Praktischerweise könnte genau an dem Kriegseintritt der USA die MAGA Sekte zerbrechen.

Haltet also das Popcorn bereit.
 

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Dragonball schrieb:
Mal so als Frage an alle, die das jetzt nicht gut finden, was Amerika da gemacht hat.

Was wäre eurer Meinung nach richtig gewesen?
Ein gewisser Donald J. Trump hätte den Atomdeal nicht kündigen sollen.
Rockstar85 schrieb:
Praktischerweise könnte genau an dem Kriegseintritt der USA die MAGA Sekte zerbrechen.

Haltet also das Popcorn bereit.
Denke auch an die Spritpreise in den USA.
Rockstar85 schrieb:
Aber da Netanjahu und Trump ähnlich ticken, wundert es mich nicht, dass die Impulskontrolle bei beiden nicht vorhanden ist.
Oder der Mossad hat die "Golden Shower" Videos gefunden :-)
Jelais schrieb:
Wenn der Angriff Israels schon eine Verletzung des Völkerrechts war, dann war es das Eingreifen der USA erst recht. Wir können nur nicht auf der einen Seite das Völkerrecht hochhalten wie z.B. im Fall der Ukraine und das völlig zurecht und es auf der anderen Seite ignorieren. Daher ist die Antwort. Sie hätten sich raushalten sollen.
Unser neuer Außenminister wurde ja schon zurück gepfiffen.
Ging zwar um Gaza, aber damit sollte klar sein vorher der Wind weht.
 
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Dragonball schrieb:
Was wäre eurer Meinung nach richtig gewesen?
Wie schon von anderen gesagt, kein aufkündigen der Verträge zu Kontrollmechanismen.

Weiter hätte er statt das ganze wieder mal komplett allein in die Hand zu nehmen, stattdessen die Kooperation mit z. B. den anderen G7 Staaten suchen können um eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten.
Man hätte dem Iran verstärkte Auflagen machen können und statt so einen Militärschlag über Nacht durchzuführen hätte man dem Iran mit so einem Schlag drohen können und zur Demontage der Anlagen zwingen können und die Vernichtung auf militärischem Wege erst als letzte Eskalation aufrufen können.

Klar passt alles nicht zu Donalds Charakter, aber nur weil er so einen Miesen hat, muss man die resultierenden Auswüchse ja nicht abnicken.

Zu den Völkerrechtsthemen muss ich sagen. Ja, das sind Verstöße gegen das Völkerrecht und das muss von der übrigen Staatengemeinde gesehen werden. Aber nicht jeder Verstoß gegen das Völkerrecht wiegt gleich schwer.
Es macht schon einen Unterschied ob Parteien wie der Iran offen die Vernichtung eines anderen Staats anstreben, oder wie Russland einen Eroberungskrieg führen.
Oder ob Staaten wie Israel und die USA hier Präzisionsschläge gegen militärische Infrastruktur oder Kernfiguren feindlicher Regime einsetzten und dabei Schaden für die Zivilbevölkerung auf ein Minimum reduzieren und sich nicht Grund und Ressourcen der Opposition zu eigen machen.
 
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@Keylan
Da kann ich durchaus mitgehen, dass nicht jeder Verstoß gleich schwer wiegt. Ich rege mich nur darüber auf, dass man sich die Sache derart zurecht biegt, um es ja nicht als Völkerrechtsverstoß sehen zu müssen. Mir geht es dabei nicht darum den Iran zu verteidigen. Ganz im Gegenteil, ich wäre froh, wenn das Regime gestürzt wird. Dennoch das Völkerrecht gehört mit zu den humanitären Errungenschaften, die wir nicht aushöhlen sollten, nur weil es der bequemere Weg ist.
 
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Zurück zu Trump.

Mit dem aktuellen Showeinlagen vom Nato-Gipfel in Den Haag ist dann wohl vorerst geklärt, dass keiner aktuell Trump kontra geben wird und riskiert ihn öffentlich zu verärgern. Bis es ggf. wieder um extrem kritische Themen wie die Ukraine geht und man keine andere Wahl sieht.

Der Bruch mit allen Prinzipien genügt nicht um sich für dritte einzusetzen und die Gunst des Orangen zu riskieren. Ihm wird weiterhin überall der Hof gemacht, und er darf sich als den Retter und Dealmaker darstellen, ohne direkte Kritik.
In Amerika kommen endlich Proteste gegen den neuen König, aber er spielt nicht nur König von Amerika, sondern beansprucht auch auf den Internationalen Parkett eine Rolle die über allen anderen steht.

Im Kontext der Kaisers neuen Kleider, bleibt es wieder mal beim Pöbel und Journalisten aufzuzeigen, dass Trump sich bloßstellt. Keiner, in einer Position, die bei Trump gehör finden würde, wagt es ihm gegenüber die Probleme anzusprechen.
 
Ruttes Auftritt neben Trump war absolut beschämend für die NATO. Mehr Stiefellecken ging nicht. Eine reine PR-Show. Das hat sich stellenweise so angefühlt, als wenn Rutte einen kleinen Jungen für etwas permanent lobt.
 
@Keylan
Die NATO als Bündnis kann afaik nicht auf us-amerikanische Fähigkeiten verzichten, erklärt vielleicht besser den Umgang mit Trump bei diesem Treffen.
Kannst du zu Recht doof finden, ändert aber vorerst wenig.
 
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Trump fordert mehr Geld für die NATO, natürlich hält man sich mit Kritik von seiten der NATO zurück...
 
Naja, ich weiß noch wie er für die 5% Forderung belächelt wurde und jetzt hat man das beschlossen. So schnell kann es gehen. ^^
 
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Kuristina schrieb:
Naja, ich weiß noch wie er für die 5% Forderung belächelt wurde.
Bei einem unberechenbaren Kind im weißen Haus und einem imperialistischen Diktator im Kreml bleibt uns auch nicht viel anderes übrig.
 
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Wenn man in einem Militärbündnis 25 Jahre lang die Friedensdividende in vollen Zügen genossen hat und die eigene Armee derart heruntergewirtschaftet hat (Munition für 24–48 Stunden im Ernstfall) und der Realität entkoppelt hat (Schützenpanzer so auszulegen, dass sie von Hochschwangeren bedient werden können), darf man sich am Ende nicht wundern, das man das einzige Arschloch lecken muss, das dies nicht getan hat.
 
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Die USA sind nicht die Einzigen, die das nicht getan haben und selbst wenn alle die 2 % eingehalten hätten, wissen wir jetzt, dass es Trump eh nicht gereicht hätte. Hier gilt einfach das Motto das Recht des Stärkeren.

Zudem macht es auch Sinn die sogenannten Friedensdividende mitzunehmen, wenn es Jahrzehnte lang Frieden gibt. Wozu auch aufrüsten in Zeiten von jahrzehntelangem Frieden? Das macht auch haushaltspolitisch keinen Sinn.

Selbst jetzt, faktisch gesehen, wurde seit Jahrzehnten kein NATO-Staat von einem Nicht-NATO-Staat angegriffen. Die Ukraine gehört ja nicht dazu.

Zuletzt besteht die NATO aus viel mehr Mitgliedern als Deutschland. Das sind Probleme, da wird aus einer Mücke einen Elefanten gemacht und trotzdem würde es niemand wagen Deutschland anzugreifen, weil dann der Bündnisfall eintreten würde.

Es wird ja nicht kritisiert, dass Merz Trumps Stiefel geleckt hat, sondern Rutte.

Bei aller berechtigter Kritik an der Bundeswehr muss man das auch beachten.
 
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Skaiy schrieb:
Zudem macht es auch Sinn die sogenannten Friedensdividende mitzunehmen, wenn es Jahrzehnte lang Frieden gibt. Wozu auch aufrüsten in Zeiten von jahrzehntelangem Frieden? Das macht auch haushaltspolitisch keinen Sinn.

Selbst jetzt, faktisch gesehen, wurde seit Jahrzehnten kein NATO-Staat von einem Nicht-NATO-Staat angegriffen. Die Ukraine gehört ja nicht dazu.

Zuletzt besteht die NATO aus viel mehr Mitgliedern als Deutschland. Das sind Probleme, da wird aus einer Mücke einen Elefanten gemacht und trotzdem würde es niemand wagen Deutschland anzugreifen, weil dann der Bündnisfall eintreten würde.
Da hast du natürlich absolut recht, und fast wortgleich wird dies seit 2008 vom Kreml rauf und runtergebetet. Welch ein Segen, dass wir uns genau daran so lange gehalten haben.

Mehr Haltung gegen Trump, von Rutte, Merz, egal wem, ich bin bei dir.
 
Skaiy schrieb:
Selbst jetzt, faktisch gesehen, wurde seit Jahrzehnten kein NATO-Staat von einem Nicht-NATO-Staat angegriffen. Die Ukraine gehört ja nicht dazu.
Ohne Feindbild und Krieg wird Putin aus einem Fenster fallen.
 
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