News VzBv reicht Klage gegen Valve ein

Soweit ich mich erinnere, ging der Klage doch eine Abmahnung voraus, bei der der VzBv durch den Betreiber der Seite theorigin.de beraten wurde... hat das noch jemand mitgekriegt? Ich finde jedenfalls merkwürdig, dass gerade Valve verklagt wird, sicher ist es die größte Online-Distribution, aber auch bei weitem nicht die mit den nachteiligsten Geschäftsbedingungen. (man erinnere sich an gewissen "Trojaner")

Die Frage ist immer noch, ob sich das Ganze, sollte Valve unterliegen, für den Endkunden vorteilig oder nachteilig auswirkt...
Netto dürften damit die Verkäufe drastisch zurückgehen, was bei einer Plattform wie Steam diverse Entwickler, nicht zuletzt auch Indie-Entwickler, die ihre Spiele über Steam vertreiben, zu spüren kriegen werden...

Die Frage, ob man nach dem Gesetz ein Anrecht auf den Weiterverkauf der Nutzungslizenz von Spielen hat, erscheint mir da erstmal zweitrangig.
 
Ich finde Steam super, das Geschäftsmodell gefällt mir auch.
Warum soll ich ein Spiel über Steam "gebraucht" kaufen oder verkaufen ?
Ältere Spiele werden eh regelmäßig zu "Gebrauchtpreisen" verkauft.
 
Richtig so,jetzt bekommt Valve endlich mal einen auf den Deckel.!
Steam ist grauenhaft, und dazu kunden unfreundlich.!
Bei- spiel: ein freund hatte 50 spiele auf seinem Account, was sehr viel Geld kostet....
wegen einem Grund den ich nicht kenne, waren alle seine Spiele weg!, da Steam sein Account gesperrt hat.! und das ohne vor Warnung. Die können einfach tun und lassen was die wollen,und das darf nicht sein. Wir leben in Deutschland, was ich bezahle gehört mir.! Meine Meinung dazu.!
 
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..., weil das Unternehmen seine Nutzer unvermittelt mittels einer AGB-Änderung vor die Wahl stellte, entweder eine strikte Bindung der bislang auf dem jeweiligen Account verfügbaren Spiele an die eigene Person zu akzeptieren oder aber de facto eine Sperrung des Accounts hinnehmen.
Hä?!?
Daß man die Spiele nicht weiter veräußern kann, war doch von Anfang an so, oder etwa nicht?

Die Zielsetzung ist es, Konsumenten wieder in die Lage zu versetzen, die eigenen Spiele ungehindert weiterveräußern zu dürfen.
Boah, hoffentlich kommt dieser idiotische Schwachsinn nicht durch!
Darunter leiden am Ende in erster Linie die Kunden und kleineren Entwickler.

Doktor Kumpel schrieb:
Was Valve hier abzuziehen versucht, ist echt unter aller Sau.
Ja, stimmt schon.
Faire und berechenbare Preise sowie ein unkomplizierter Service für den Kunden sind echt eine Frechheit.
Shame on you Valve!
 
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Früher hat der Verkauf von gebrauchten Sachen noch Sinn gemacht, da man eventuell nicht mehr an ein seltenes oder sehr altes Produkt herangekommen wäre. Auch gibt es bestimmt den Fall, dass man durch den Kauf eines ersten Teils eines Spiels, Films ect. man einen neuen Fan dazugewonnen hat, der in der Zukunft die neuen Teile kaufen wird.
Aber besonders in die heutinge Spieleindustrie wo man geradezu mit neuen Spielen bombadiert wird (F2P, Indiespiele) ist selbst ein qualitativ sehr gutes Spiel keine Garantie für den Erfolg mehr - irgendwer wird immer übersehen oder wird für die momentane populären Sachen wir Call of Duty oder Assassin's Creed übersprungen.

Da kommt Steam gerade recht, denn hier muss sich jeder interessierte Spieler das Spiel kaufen - die einzige Alternative wäre Piratierie, und das ist seit 2012 kein Zuckerschlecken mehr. Durch den Wegfall von gebrauchten Spielexemplaren gibt es geringfügig mehr Käufer, was besonders für die kleinen Indie-Entwickler von großer Bedeutung ist, denn bei denen zählt jeder Kauf.
Außerdem kann man ein Spiel auf Steam jederzeit herunterladen, was rein theoretisch das Spiel für immer verfügbar macht - nicht nur für einen selbst, sondern auch für anderen Leute die ein älteres Spiel kaufen wollen. Ein Spiel von 2007 ist eventuell auf Amazon oder Ebay (ok da vielleicht schon, aber der Preis kann stark variieren) nicht mehr auffindbar, aber auf Steam schon. Es gibt sogar andere Platformen für sowas wie etwa GoG.com.

Und überhaupt, es ist ja nicht so dass man dazu gezwungen wird sein Auto oder Haus nicht mehr verkafuen zu können. Wir reden hier von einem Wert von maximal 60€ pro Spiel - wer sowas verkaufen will, hat entweder extreme Geldnot und ganz andere Sorgen, oder ist einfach zu geizig und will auf Teufel komm raus ein paar Euro dazuverdienen. Gerade bei Steam kann man ein Spiel öfters für einen geringeren Preis bekommen, wenn man auf einen der Sales wartet (oder alternativ auch auf Green Man Gaming).

Also bitte Leute, so wie die Situation bei Steam ist, so ist sie in Ordnung. Accountgebundene Spiele sind die Zukunft (besonders da das Meiste ja eh nur digital verfügbar ist), ein Gebrauchtmarkt würde so manchen Entwicklern eher schaden als helfen.
 
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Guest83 schrieb:
Was zieht Valve denn ab? Sie haben ein bestimmtes Geschäftsmodell angeboten und damit viele Kunden gewonnen, die das akzeptieren. Es wurde nicht getäuscht, es wurden keine versteckten Kosten eingebaut oder sonst etwas. Vor diesen Dingen sollte der Verbraucherschutz die Konsumenten schützen, nicht vor einem neuartigen Geschäftsmodell, das populär ist und funktioniert. (...) Warum sollte ein Entwickler überhaupt noch ein Singleplayer-Spiel anbieten, das sich dadurch nie renteiren wird? Ein Urteil gegen Valve würde am ehesten dazu führen, dass die Publisher noch stärker auf Free to Play-Modelle setzen, wo der Weiterverkauf keine Rolle mehr spielt.

Von "akzeptieren" ist hier die Rede. Ich möchte das etwas dämpfen und eher "tolerieren" sagen. Und der entscheidende Punkt ist, dass die Geilheit auf Half-Life 2 aufgrund des grandiosen Vorgängers damals massiv ausgenutzt wurde. Ja, die menschliche Schwäche, "cool zu sein, indem man das neuste TOP-Game vorweisen kann" bzw. die berechtige Freude auf eine tolle Fortsetzung eines genialen Spiels wurde von Valve psychologisch schlau ausgenutzt. Es ist ein Unterschied, ob man eine Option akzeptieren KANN oder ob man eine Abhängigkeit akzeptieren MUSS. Zweiteres ist bei Valve (und Origin, UPlay etc..) der Fall. Ich finde, dass die Aussage "Es wurde nicht getäuscht" demnach nicht so ganz zutrifft. Die angesprochene Popularität entstand als Selbstläufer aus der Abhängigkeit, da ein Steam User nach dem Motto "take it or leave it" nun mal keine andere Wahl hat, als sich dem System zu 100% hinzugeben, wenn er vorhat, Steam-Games zu spielen. Für mich ist das eine äußerst dreckige Popularität.

Im Rahmen meiner IT-Dienstleistungstätigkeit habe ich auch immer wieder Kunden, die Steam-Games spielen. Auf meine Frage, warum sie Steam benutzen, kommen nicht etwa glühende PRO-Argumente sondern verdächtig oft die Antwort "ich habe halt keine Wahl, weil das Spiel nicht ohne läuft, gibt es da auch eine Version ohne Steam?".

Ein Urteil gegen Valve würde vielleicht sogar das F2P Modell stärken, jedoch vermutlich nur temporär. Bereits jetzt werden Beschwerden über F2P durch den oftmals auftretenden bitteren Pay2Win-Beigeschmack immer lauter. Das Geschäftsmodell wird sich hier auch noch wandeln und etwas andere Züge annehmen. Welche genau, wissen wir nicht. Daher halte ich es für verfrüht, klare Prognosen darüber anzustellen.

Ich jedenfalls verweigere Steam von Anfang an konsequent, die mit dem Dienst einhergehende Restrikion war mir schon am ersten Tag zu viel. Auch Origin, UPlay und wie sie alle heißen wird man auf meinem PC nicht finden. Ich kann es nur immer wieder betonen: Meine Unabhängigkeit ist mir mehr Wert als die besten Plattform/Accountgebundenen Games.

Die Klage gegen Valve kommt viel zu spät, aber wenigstens wagt sich überhaupt mal einer an die Sache ran. Ich Befürworte die Klage und wünsche mir wieder mehr Freiheit und weniger Zwang.
 
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@Creeed

Ein Weiterverkauf ist immer mit Verlust verbunden da ich nie den Neupreis erhalten, aber das Fahrzeug zieht sich selbstständig durch den Verschleiß aus dem Wirtschaftskreislauf zurück. Irgendwann ist ein Betrieb einfach nicht mehr wirtschaftlich.

das stimmt so nich den ein fahrzeug verliert nur die ersten 10-20jahre an wert dann steigt er wieder.
z.b.
92er bmw m3 kostet(guter zustandusw.):

2005: 4000-8000euro
2011:6800-12500euro
 
Zehkul schrieb:
Ich stehe hier voll auf der Seite Valves. Weiterverkauf bei Spielen hat ökonomisch keinen Sinn und verursacht den Nutzern nur Mehraufwand. Oder Mehrkosten, wenn man den Vorteil des Verkaufens nicht nutzt.
Ich hätte es nicht besser sagen können.
Die Leute müssen echt mal verstehen, daß ein Wiederverkaufsrecht auch wirklich nur für die Leute von Vorteil ist, die a) ständig ihre Spiele wieder verkaufen (was ich eh irgendwie absurd finde) und b) gute Händler sind.

Alle anderen gehen unterm Strich mit schlechteren Deals raus. Insbesondere Spiele-Liebhaber, die Spiele gerne in ihrer Sammlung behalten, haben durch ein Wiederverkaufsrecht nur Nachteile (weniger Rabatt-Aktionen, insbesondere PreOrder-Discounts).

Des Weiteren (wie hier auch schon jemand erwähnte) macht ein Wiederverkaufsrecht SinglePlayer-Spiele für Entwickler noch unattraktiver und Free2Play (was leider oft zu Pay2Win oder verhunztem Game-Design führt) noch attraktiver.
 
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Myon schrieb:
Die Klage gegen Valve kommt viel zu spät, aber wenigstens wagt sich überhaupt mal einer an die Sache ran. Ich Befürworte die Klage und wünsche mir wieder mehr Freiheit und weniger Zwang.
Was heißt sie kommt zu spät? Es wurde doch bereits 2004 geklagt. Nachdem der Prozess durch alle Instanzen wanderte, gab der Bundesgerichtshof vor knapp drei Jahren Valve recht und erklärte die Form für zulässig. Hier das Urteil: http://juris.bundesgerichtshof.de/c...Sort=12288&nr=52877&pos=5&anz=634&Blank=1.pdf

Weil das Ergebnis nicht so ausging wie erhofft, probiert es die vzbv nun halt wieder. Ich persönlich finde es gut und wichtig, dass es solche Vereine gibt, allerdings wird hier viel Energie (und Steuergeld) aufgebracht, um ein populäres und von vielen akzeptiertes Geschäftsmodell zu ruinieren. Mir wäre es lieber, wenn stattdessen wirklichen Abzockern, die ahnungslose Intenretnutzer mit versteckten Kosten und Abofallen und ähnlichem täuschen, das Handwerk gelegt werden würde.
 
Captain_Awesome schrieb:
Bei- spiel: ein freund hatte 50 spiele auf seinem Account, was sehr viel Geld kostet....
wegen einem Grund den ich nicht kenne, waren alle seine Spiele weg!, da Steam sein Account gesperrt hat.! und das ohne vor Warnung.
Ja klar ... :rolleyes:

Wahrscheinlich wurde dein Freund Opfer von Phishing.
Wenn man dem Support dann schreibt, bekommt man seinen Account übrigens ziemlich schnell wieder zurück. Man muss lediglich nachweisen, daß man der ursprüngliche Käufer ist, was bei 50 Spielen nicht sonderlich schwer sein dürfte.
 
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prinzipiell find ichs nicht verkehrt dass da eine möglichkeit geschaffen wird seinen account weiterzuverkaufen, allerdings frag ich mich ob die steam-angebote wie weihnachtssale usw dann in alter form weiterbestehen werden. immerhin werden da teilweise ziemlich neue titel richtig günstig verschleudert, aber eben nur eine begrenzte zeit. wenn man jetzt seinen account weiterverkaufen kann, ist es nur eine frage der zeit bis steam accounts mit diesem oder jenem neuen top-titel bei irgendwelchen ebay accounts landen nachdem der steam-sale vorbei ist.
damit rechnet sich die ganze sache bei weitem nichtmehr so gut für valve und solche aktionen werden eingestellt. und das nur damit ich möglicherweise irgendwann meinen account verkaufen kann? fänds gut wenns dazu käme dass es nicht-weiterverkaufbare accounts gibt für die dann die sonderangebote noch aufrechterhalten werden können. wobei ich bezweifle dass das dann noch wirtschaftlich wäre, stichwort kontrolle.
 
Chris Redfield schrieb:
Und überhaupt, es ist ja nicht so dass man dazu gezwungen wird sein Auto oder Haus nicht mehr verkafuen zu können. Wir reden hier von einem Wert von maximal 60€ pro Spiel - wer sowas verkaufen will, hat entweder extreme Geldnot und ganz andere Sorgen, oder ist einfach zu geizig und will auf Teufel komm raus ein paar Euro dazuverdienen. Gerade bei Steam kann man ein Spiel öfters für einen geringeren Preis bekommen, wenn man auf einen der Sales wartet (oder alternativ auch auf Green Man Gaming).

Eine höchstgradig subjektive Aussage! Sie schließen wohl von sich auf andere? Ein Wert von optimalen 60€ ist für einige Menschen kein Peanutsbetrag oder entspringt einer simplen Geizigkeit. Was "extreme Geldnot" damit zu tun haben soll, entzieht sich meinem Verständnis. Auf der einen Seite argumentieren Sie für Steam und lobpreisen die Möglichkeit, dort über Sales und andere Schnäppchenjagden möglichst wenig Euros auszugeben, dem regulären und vor allem Steam-unabhängigen"Gebrauchtverkäufer" gönnen Sie es aber nicht und klagen hier stattdessen über Geiz oder herablassend über "andere Probleme"? Ich werde aus dieser Doppelmoral nicht schlau. Handelt es sich etwa um blinden und selbstgerechten Steam-Verteidigungs Aktionismus?
 
Was Valve sich hier erlaubt, ist die bodenloseste Frechheit überhaupt :stock:

Man kann jeden Dreck weiterverkaufen, aber ein f.cking Computer-Spiel soll man auf ewig behalten müssen ? Was soll so ein betrügerischer Mist ?

Es wird tatsächlich allerhöchste Zeit, das mal jemand diesem Treiben ein Ende bereitet :mad:
 
Guest83 schrieb:
Was zieht Valve denn ab? Sie haben ein bestimmtes Geschäftsmodell angeboten und damit viele Kunden gewonnen, die das akzeptieren. Es wurde nicht getäuscht, es wurden keine versteckten Kosten eingebaut oder sonst etwas. Vor diesen Dingen sollte der Verbraucherschutz die Konsumenten schützen, nicht vor einem neuartigen Geschäftsmodell, das populär ist und funktioniert. (Und im übrigen viel für den PC als Spielemarkt getan hat.)

Man sollte vielleicht mal einen Schritt weiter denken, was es heißen würde, wenn Spiele einfach über den Steam-Account getauscht und verkauft werden können. Wer würde denn dann noch im offiziellen Shop etwas kaufen, wenn er es "gebraucht" (dummes Wort, die Bits und Bytes sind ja exakt identisch) billiger bekommt? Warum sollte ein Entwickler überhaupt noch ein Singleplayer-Spiel anbieten, das sich dadurch nie renteiren wird? Ein Urteil gegen Valve würde am ehesten dazu führen, dass die Publisher noch stärker auf Free to Play-Modelle setzen, wo der Weiterverkauf keine Rolle mehr spielt.


Ganz meine Meinung.
Aber in Deutschland ist es ja verpönt Gewinn zu machen und Geld zu verdienen, deswegen wird man immer rumhaten.
 
Pandora schrieb:
Sagen wir ich kann beide Seiten bzw deren Argumente gut verstehen, daher wäre ich zwar dafür das man Steam-Spiele verkaufen/Verschenken kann, aber dies nur mit Einschränkungen, z.b. das man ein Spiel nur 1 oder 2 mal pro Jahr auf einen anderen Account übertragen kann oder das man es nur an Leute übertragen kann, die man über 90 Tage in der Freundeliste hat oder irgendwie sowas.

Denn klar, früher konnte man auch Spiele einfach verkaufen, aber durch das Internet hat das ganze ein völlig neues Level erreicht und wenn dann noch der Versand wegfällt, Singleplayer Spiel kaufen, an einem Wochenende durchballern und dann direkt an den nächsten verkaufen und so weiter, das würde schon ordentlich auf die Verkaufszahlen drücken.


Aber bitte, wer Valve verklagt der muss auch Apple und Google verklagen, oder habe ich die Funktion "gekaufte App verschenken" nur die ganze Zeit übersehen ? :evillol:
.

sry für den fullquote aber sonst passt es nicht zusammen.

ich kann pandora da nur teils zustimmen, wie war es den bei mir? nes/snes spiele hochzeit 1993, die meisten spiele kosteten um die 100 mark, was damals vor allem den datenträger geschuldet war. neogeo spiele waren zu der zeit unerreichbar, aufgrund der hardware kosten die alleine für die module angefallen sind. wenn ich damals ein spiel verkaufen wollte, ich war wohl um die 12 /13 jahre, hach ja, dann musste das über den schulhof / die freunde oder den flohmarkt gehen. alles regional, kein ebay.

damals war also der großteil der spielekunden, nur im engen regionalen bereich dazu in der lage, seine spiele zu veräußern. man muss ebenso sagen das das "gaming" damals schon in aller munde war. selbst in meiner verschlafenen geburtsstadt, die knappe 10k einwohner hat, kannte ich dutzende mit spielekonsolen, von den verschiedensten schulen. nes, mega drive, snes, master system, game gear, game boy, selten neo geo und unser "kleines" bayrisches nest, war nun nicht gerade eine hippe metropole!

in meiner klasse hatten von 30 schülern gut 10 eine konsole, vornehmlich die jungs, die mädls hatten ihre game boys. in jedem spielzeugladen und jedem gemsichtwarenkaufhaus das es bei uns gab, waren snes test aufsteller zu finden. die älteren hatten alle, computer daheim und lachten uns aus. man kann also sagen die einzige gruppe die damals noch nicht erschlossen war, war die der erwachsenen.

es gibt heute eine gewachsene generation von spielesüchtigen wie mich und alle die danach kamen. der fortschritt der technik ermöglichte es, mit dem zeitalter der ersten playstation, mega cd und neogeo cd, wobei die ps1 der gamechanger war, das die konsolen spiele erheblich billiger ausgeliefert werden konnte. die cd war um vieles billiger, als die damals üblichen festspeicher. nun ist der weg hin zu der trägerlosen verteilung fast geschafft, die kosten sind nochmals erheblich gesunken. die verkäufe im vergleich zu damals enorm angestiegen und die herstellungskosten proportional zum gewinn moderat geblieben.

es mag moralisch, wenn man die das damals noch im kopf hat befremdlich wirken, das man ein spiel so schnell veräußert, nach einem wochenende spielzeit. es werden heute jedoch unzählige kurzweil aaa spiele auf den markt geworfen, die man einfach nur konsumieren und nicht erleben kann. mmn. ist die klage absolut berechtigt, fast food spiele soll man auch so behandeln dürfen. wer ein gutes spiel in der hand hat, verkauft es ohnehin nicht.

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ich weis es noch, das ich damals auch auf ein super mario world, ein super metroids, ein shinobi, ninja gaiden, sonic, castlevania oder super probotector mehr als nur ein wochenende hingespielt habe, um durch zu kommen. der spielspaß ging uns nicht verloren. ich hatte damals kaum ein spiel in den händen das ich verkaufen wollte, weil es immer wieder spaß gemacht hat. sie machen mir heute noch spaß ich kann immer noch nicht die finger von jenen spielen lassen.
die aktuellen spiele, ich habe wenige die mich lange festhalten, skyrim, battlefield 2 danach nun 3, grid, dmc4 nun dmc5, far cry 3, sf x tekken, dead space 1 + 2, dragon age 1+ 2. ansonsten muss ich sagen das die spiele heute wirklich nicht mehr den wiederspielwert von damals haben, sie fühlen sich an wie ein film, einmal angesehen, dann weggelegt nach einem halben jahr wieder angesehen, "ah kenn ich schon!" gedacht und wieder weg damit.
 
Hoffentlich hat die Verbraucherzentrale diesmal mehr Glück, sodass das Recht auf die Veräußerung der eigenen! Spiele möglich gemacht wird und man nicht an diese obskuren AGBs gebunden ist.
Aber natürlich ist man nicht gezwungen Steam zu benutzen, aber ohne hat man nur noch einen Bruchteil der Spiele zur Verfügung und man muss teilweise erheblich mehr bezahlen.
 
Viele Softwarefirmen nutzen AGBs, die in Deutschland nicht rechtens sind und spekulieren darauf, dass keiner klagt. Daher finde ich gut, dass die Verbraucherzentralen dagegen angehen. Noch eine viel größere Sauerei als das Wiederverkaufsverbot ist meiner Meinung nach, dass Valve, Blizzard und Co sich das Recht herausnehmen, einzelnen Spielern ohne Begründung, ohne Einspruchsverfahren und ohne Rechtsgrundlage Accounts sperren dürfen. Das ist doch so, als würde VW bei mir vorbei kommen und kommentarlos mein Auto mit nehmen. Ich finde, dass man das Diebstahl nennen kann.
mfg Verata
 
sollte diese klage erfolg haben, werden wir pc-gamer definitiv sehr negative auswirkungen davon spüren.

das wird anfangen beim preis, weiter zur qualität und schlussendlich zu gar keinen games mehr, weil es für hersteller nicht mehr profitabel sein wird.

tja, die VzBv hat sich halt einen narren an Valve/Steam gefressen :D

ich empfehle auch mal jedem diese kolumne zu lesen und sich gedanken zu machen
http://www.hlportal.de/?site=articles&do=showarticle&article_id=152
 
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@bushklopper

gute güte ihr mit eurer schwarzmalerei. ich kenne solche ankündigungen zu den verschiedensten systemen, schon seit über 20 jahren. immer nur viel heiße luft und stimmungsmache, und nie traf etwas wirklich ein.

alleine der anfang des von dir verlinkten artikels, mit seinem infantilen und verharmlosende ton, sagen schon alles. da muss man den rest nicht mehr lesen.

Wie konnte Steam eigentlich so erfolgreich werden? Ich denke, es lag zu einem großen Teil an einem Deal, den Valve mit seinen Nutzern geschlossen hat: Valve verhält sich gegenüber seinen Nutzern cool - nicht so wie die anderen Publisher, ihr wisst schon wen ich meine - und die Spieler akzeptieren dafür die negativen Seiten der Plattform. DRM,


unterste schublade. es wirkt wie gekauft und auf den unmündigen geist abgestimmt.
 
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gbene schrieb:
Hoffentlich hat die Verbraucherzentrale diesmal mehr Glück
"Glück"? Das Geschäftsmodell eines Unternehmens und damit die Zukunft des Unternehmens selbst soll davon abhängen, ob ein Kritiker davon "Glück" hat?

Der vbzv hat beim Landgericht Hamburg Klage eingereicht und diese wurde abgewiesen.
Der vzbv hat daraufhin beim Oberlandesgericht Hamburg Klage eingereicht und diese wurde abgewiesen.
Der vzbv hat im Anschluss Klage beim Bundesgerichtshof, dem obersten Zivilgericht in Deutschland, Klage eingereicht und verloren.

Und jetzt geht das ganze wieder los und man versucht dieses Mal beim Landgericht Berlin sein "Glück". Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich, wie so etwas legal sein kann, dass da ein Unternehmen permanent vor Gericht gezerrt wird, obwohl ein Richter nach dem anderen das Geschäftsmodell als korrekt bestätigt hat. Der vzbv bleibt zwar jedes mal auf den Prozesskosten sitzen, da aber ohnehin der Steuerzahler dafür aufkommt, haben die ein de facto unbegrenztes Budget und könnten ewig so weitermachen. Was jedes Mal erneut zu einer Vorverurteilung in den Medien und damit zu potentiell geschäftsschädigender Presse führt, weil der vzbv mit seiner Autorität als staatlicher Verbraucherschutz Dinge so darstellt, als hätten sie automatisch das Recht auf ihrer Seite. Es braucht endlich ordentliche Rechtssicherheit für alle Beteiligten, nicht "Glück". Und dann wundern sich Leute, wieso viele Internet-Angebote in Deutschland nicht verfügbar sind und wieso innvoative Köpfe lieber in die USA nach Silicon Valley auswandern, um ihre Ideen umzusetzen...
 
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