Was macht die Soundkarte mit MIDI?

qschinagl

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Hallo Leute,
ich möchte eine MIDI-Quelle (Akai LPK25) über USB am PC betreiben. Es scheint, dass ich dazu eine Soundkarte (mit Treiber für Windows-7, 32 bit) beschaffen muss, und da ist die Auswahl leider schwierig.

(Vor ein paar Wochen stellte Windows Vista plötzlich die Bedienung des Lautsprechers ein, mit der Meldung, es sei kein Ausgabegerät angeschlossen. Linux - auf separater Festplatte - arbeitet jedoch einwandfrei. Darauf installierte ich - von Grund auf - Windows-7 und habe nun den gleichen Effekt. Daher die Absicht, eine Soundkarte mit passendem Treiber zu beschaffen.)

Ich habe da eine prinzipielle Verständnislücke. Auf YouTube sieht man, wie das Akai-Keyboard per USB angeschlossen wird, ein Fenster öffnet sich und los geht's mit dem Musizieren. Klar, da ist noch irgendein Musik-Programm mit im Spiel, denn das Akai (das keinen Treiber benötigt!) kann kein Fenster öffnen. Was ich aber nicht erkennen kann: Wer macht die Synthi-Töne, Soundkarte oder Orgel im Hintergrund? Das Akai liefert nur MIDI-Signale per USB.

Sehe ich mir das Soundkarten-Angebot an, so taucht die Bezeichnung "MIDI" nur recht selten auf. Entweder können die Karten kein MIDI, oder es ist so selbstverständlich, dass es nicht erwähnt wird - ich kann's nicht beurteilen.

Die Karte "Asus Xonar D2" besitzt das "MIDI Zusatzmodul MPU-401", das wohl die gewünschten Töne erzeugen kann. Da schießen allerdings Kanonen auf Spatzen, denn ich benötige keinen 7.1 Rundum-Sound. Ich will nur kontrollhören was ich spiele, aber ich will gleichzeitig in eine Datei schreiben, entweder mit gutem Sound - oder auch als MIDI-Datei, denn eine solche kann ich jetzt schon per Software exzellent nach wav oder mp3 wandeln.

Abschließende Frage: Gibt's für meinen Fall was billigeres als 100 Euro? Reicht vielleicht gar die 15-Euro-Karte von Conrad ("kompatibel zu Sound Blaster/Pro, General-MIDI, DirektX")?

Auf Erhellung hoffend: Quirin S.
 
Das Problem an den günstigen Karten ist halt, daß es dafür keinen MIDI Treiber gibt.
Rein theoretisch können das aber alle Soundlösungen, sogar ein Onboardchip schafft das.

Allerdings gibts auch für solch günstige Chips einen Treiber:

http://www.asio4all.de


Jetzt brauchst du noch ein Musikprogramm, wie z.B. Cubase oder Fruity Loops etc.
womit du Instrumente, welche in der Regel aus dem PC kommen, ansteuern und die
Tastenanschläge aufnehmen kannst.
 
Die Töne werden von der Soundkarte oder dem Treiber erzeugt. Heutzutage ist eigentlich letzteres Standard und wird von Windows selber erledigt. Deshalb stehts bei den Soundkarten nicht mehr dabei. D.h. für einfache Wiedergabe von Midi-Sounds oder etwas spielen am Keyboard reicht irgendeine Soundkarte, auch der OnBoard.

Das Modul der Xonar hat glaub ich auch nur MIDI-Schnittstellen aber keinen Hardware-Synthesizer. Das ist dafür, wenn man keinen USB-Anschluss direkt hat, sondern den 5 poligen Midi.


Wenns aber um Aufnahmen und Musikproduktion geht, sollte man Spezialisten Fragen, denn dann kommen noch Punkte wie ASIO usw. ins Spiel. Da kann ich nicht weiterhelfen.
 
Wenn du das LPK25 ueber USB anschliesst bringt es sein eigenes MIDI-Interface und Treiber mit. Die Soundkarte hat damit dann garnichts zutun.
Midi Daten sinnvoll verarbeiten koennen alle DAW's. Dort kannst du entweder einfach Midinoten einspielen oder halt eben direkt ein [urlhttp://de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Studio_Technology]VSTi[/url] steuern, wobei hier auch meistens wieder die DAW der Host ist. Manchmal gibt es die VSTis auch noch als Standalone wie zB. NI FM7.

Sehe ich mir das Soundkarten-Angebot an, so taucht die Bezeichnung "MIDI" nur recht selten auf.
Die meisten koennen es nicht, da dieser Standard einfach nicht benoetigt wird fuer den normalen Consumer.
Im Studiobereich allerdings kann sogut wie jede Soundkarte MIDI.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch bin ich nicht erfolgreich, aber dank Euch ein gut Stück schlauer. Danke!
 
Nokill schrieb:
Die meisten koennen es nicht, da dieser Standard einfach nicht benoetigt wird fuer den normalen Consumer.
Im Studiobereich allerdings kann sogut wie jede Soundkarte MIDI.

Naja Hardwareeffekte und Midiinstrumente in Hardware brauch kein Mensch. Bei der CPU-Leistung heute macht man das ganz locker über VST Instrumente. Wie gesagt nur nicht jeder Chip und jede Karte bringt einen entsprechenden Treiber mit. Per Asio4All kannst du das aber selbst mit einer billigen Realtek Onboard Soundlösung mit Latenzen unter 10ms. ;) Schall brauch pro Meter übrigens 6ms.
 
Hab für's Akai LPK25 immerhin 54 € hingeblättert, und nun ist es stumm.
Aber hört Euch mal an, was man damit machen könnte, wenn man könnte:
http://www.youtube.com/watch?v=G_sLghnBjew
Jetzt brauche ich nur noch Cubase für 175 € ...
Als Linuxer war ich auf sowas nicht gefasst. Aber mit Linux hat das LPK25 gar nichts am Hut.

Drei Wochen später: Da der Onboard-Sound unter Windows partout nicht wollte (unter Linux aber schon), habe ich eine Soundkarte (ASUS Xonar DS) besorgt und erfolgreich in Betrieb genommen. Jetzt kommt's: Seither geht auch der Onboard-Sound wieder, auch wenn die Xonar nicht drin steckt. Caramba!
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Thread ist zwar schon etwas älter, aber hier steht Quatsch und das wollte ich mal kurz gerade rücken:

Dario schrieb:
Per Asio4All kannst du das aber selbst mit einer billigen Realtek Onboard Soundlösung mit Latenzen unter 10ms.

Das man mit ASIO4ALL so niedrige Latenzen erreicht wäre mir neu. Auf einem i7920 @3.6GHz und einem blitzsauber konfigurierten Audiosystem schaffe ich auf der RME HDSP nen kompletten Mixdown mittlerer Komplexität in niedrigster Einstellung von 0,7ms. Mit ASIO4ALL über die Onboard-Realtek gehen gerade mal ein paar Stimmen eines VST-Instruments bei 1024 Samples Latenz (ca. 23ms). Das ist bei weiten zu viel um ein Instrument Live zu spielen. Brauchbar wirds ab 6ms. ASIO4ALL ist ein Notbehelf, aber kein Ersatz für ein richtiges Audiointerface.

Dario schrieb:
Schall brauch pro Meter übrigens 6ms.

Bei welcher Temperatur? Bei 0K oder wie? :lol:
Unter gewöhnlichen Bedingungen braucht der Schall für einen Meter ca. 3ms
siehe hier: klick


@qschinagl: Ansonsten schön, dass du dein Soundproblem in den Griff bekommen hast. Bzgl. DAW-Software: Es muss nicht immer Cubase sein. Ich weiß im Moment zwar keine aktuelle Freeware. Cockos Reaper war aber mal frei (glaube bis Version 0.99), evtl. findet sich die noch irgendwo im Netz. Von Cubase gibt es auch die AI Version, die oft irgendwelcher Hardware als Bonus beiliegt. Da gehen oft unregistrierte Lizenzen für lau über ebay weg. Für den Anfang tuts die evtl. auch :)
 
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