cartridge_case schrieb:
Um etwas zu lernen, das mich interessiert.
cartridge_case schrieb:
Betriebswirtschaftslehre
cartridge_case schrieb:
geh in die politik und ändere was
Das könnte ich machen. Ich war schon mal Mitglied in der Jugendorganisation einer deutschen Partei, die im Bundestag vertreten ist. Allerdings bin ich nach kurzer Zeit wieder ausgetreten, weil es nur um sinnloses Bekämpfen der anderen Parteien ging, unabhängig von der Sinnhaftigkeit der Vorschläge sowie um interne Machtkämpfe einzelner Personen.
Wie oft kam es vor, dass die Jugendorganisation einer anderen Partei gesagt hat: "Dieses Projekt XY funktioniert nicht gut. Lasst uns etwas ändern!" Dann kam der Leiter von meiner ehemaligen Jugendorganisation und meinte nur (übertrieben dargstellt): "Euer Vorschlag ist sinnlos. Lasst es uns lieber so machen, wie wir es vorschlagen!". Dabei weiß ich, dass unser Leiter einige Vorschläge der anderen Partei durchaus sinnvoll fand und nur aus Prinzip widersprochen hat. Die Ideen sind ja von der anderen, "bösen" Partei gemacht worden und deshalb kategorisch falsch.
Diese Abwesenheit der Fokussierung auf sinnvolle Argumente hat mich so zermürbt, dass ich wieder ausgetreten bin.
cartridge_case schrieb:
Erstmal sollte man sagen, dass Evolution an sich kein Ziel hat. Evolution ist kein Lebewesen, sie kann nicht denken und hat keine Intentionen.
Doch die Evolution hat dazu geführt, dass genau die Lebewesen überlebt haben, die das Ziel hatten zu überleben. Wenn du eine Maus bist und es dir als Spezies egal ist, dich fortzupflanzen und das Überleben deiner Spezies zu sichern, bist du irgendwann ausgestorben. Deshalb ist das Ziel der heute existenten Lebewesen eigentlich immer die Existenz ihrer Spezies aufrechtzuerhalten.
Quellen z.B.
http://www.zeit.de/wissen/2009-9/evolution-altruismus/komplettansicht
ayngush schrieb:
Werde Investmentbanker. [...] Geht es dem Kapitalismus gut, geht es den Menschen im Kapitalismus gut.
Darüber habe ich auch schon mal nachgedacht. Oder auch Unternehmensberater.
Du schreibst, dass es einem selbst gut gehen würde, wenn es dem Kapitalismus gut geht. Doch das zielt ja genau auf die Sache mit dem Geld und Konsum ab. Ich habe ja bereits festgestellt, das ich mir mit Geld keine Zufriedenheit kaufen kann. Alles, was mit Geld erworben werden kann, unterliegt letztendlich der hedonistischen Tretmühle. Ich erinnere mich an ein Interview von Warren Buffett, in dem er sagt, dass es für ihn persönlich kaum einen Unterschied macht, ob er bei McDonalds für ca. 5 Dollar etwas isst oder in das nobelste und teuerste Restaurant geht und etwas für 500 Dollar isst. Da Geld für ihn keine Rolle spielt, ist ihm der Preis egal und er kann sich von dieser Denke "teurer = besser" trennen. Und weil beide Speisen, McDonalds und das sehr teure Restaurant, ihn sättigen und lecker schmecken, bevorzugt er häufig McDonalds, weil er keinen Mehrwert in der sehr teuren Speise sieht.
Ich bin mir nicht sicher, ob Investmentbanker ein langfristig erfüllender Job ist. Letztendlich helfe ich ja anderen Menschen nur dabei, mehr Gewinn zu machen.
mrhanky01 schrieb:
zunächst einmal möchte ich dir meinen tiefsten Respekt aussprechen.
Mit 20 Jahren so einen klaren Blick auf das Leben und die Welt zu haben ist wirklich sehr sehr selten, die meisten Menschen werden diese Einsicht niemals haben.
Ich meine den Fakt das du erkannt hast das 99.5% der Menschen das Ziel vor Augen haben => "mehr Geld/ mehr Konsum" zu haben.
Du aber dem nichts abgewinnen kannst.
Dafür nochmal wenn es denn ernst gemeint ist -> Respekt.
Danke für deinen Respekt. Doch ist es tatsächlich so, dass nur sehr wenige Menschen diese Einsicht erhalten werden? Ich dachte immer, dass jeder diese Einsicht hat und alle eine Lösung für ihren Konflikt gefunden haben, nur ich noch nicht. Ist es nicht so, dass jeder weiß, dass Konsum letztendlich nur vergänglich ist und die meisten beruflich etwas machen, in dem sie Sinn sehen?
Btw ich erinnere mich an ein Zitat, dessen Quelle ich gerade leider nicht finde. Es hieß sinngemäß so:
"All of man's achievements have only been achieved because of peoples' fear of meaninglessness and irrelevance. People want to build things, that last forver, at least longer than their own lives. But sadly nothing lasts forever."
mrhanky01 schrieb:
Ich habe lange überlegt bevor ich begonnen habe dir auf diese Frage zu antworten bzw. dich in die aus meiner Sicht richtige Richtung zu leiten.
Warum hast du lange überlebt, bevor du auf meine Frage geantwortet hat?
mrhanky01 schrieb:
Ich persönlich zähle mich auch zu den 0.5% bzw. versuche so zu denken.
Persönlich habe ich diese Einsicht erst vor ca. 2 Jahren gehabt also mit 28.
Wie hast du diese Einsicht erlangt und warum?
Was hast du durch die Erlangung dieser Einsicht bei Dir im Leben geändert bzw. welche Auswirkungen hatte die Erkenntnis auf dich?
mrhanky01 schrieb:
Der Hedonistischen Tretmühle kannst du nicht ausweichen, die ist leider ein Teil der menschlichen Natur.
Schade
mrhanky01 schrieb:
Dauerhaft zufrieden wirst du nur sein, solange du immer und das ist sehr wichtig immer und ausschließlich ehrlich zu dir selbst bist, dich niemals für jemanden verbiegst und nur das machst was du möchtest.
Das habe ich bisher auch immer so gemacht!
mrhanky01 schrieb:
Ich habe mich mit dem Thema sehr lange beschäftigt zig Bücher zu den Themen gelesen und werde nun versuchen dir einige Dinge die du teils weißt oder so denke ich wissen solltest erläutern.
Welche Bücher hast du alle gelesen?
mrhanky01 schrieb:
Nun suchst du genau bei diesen Menschen nach Rat, natürlich rennen dir die Leute die Bude ein mit "Such dir ein Beruf der Spaß macht wo du gut Geld verdienst" oder so ähnlich, allein wenn ich diese Resignation lese das man nicht immer Spaß haben kann und zufrieden sein kann.... einfach nur falsch.
Das erinnert mich an ein Zitat von Epiktet, einem Stoiker:
"Who exactly are these people that you want to be admired by? Aren't they the same people you are in the habit of calling crazy? And is this you life's ambition, then - to win the approval of lunatics?" - Epiktet
mrhanky01 schrieb:
1. BWL bringt dich mit deiner Einstellung nicht weiter =>
Alles was du in BWL heute lernst werden Computer in 5-15 Jahren soweit automatisiert haben, dass dich keiner braucht.
BWL ist definitiv das falsche für dich, denn es dient nur die Konsumgeilheit der Leute noch mehr zu erhöhen.
Lektion => Finde den nächsten Punkt in deinem Leben/ mach was du möchtest. (Siehe hier zu Punkt 3)
Was machst du beruflich? Was hast du studiert?
Es muss nicht unbedingt so sein, dass mal als BWLer nur die Konsumgeilheit ankurbelt. Adam Smith hat bereits in seinem Werk „Wohlstand der Nationen“ beschrieben, dass egoistisches Handeln der Wirtschaftssubjekte im Modell zum meisten Wohlstand in der Gesellschaft führt.
Als BWLer kann man also durchaus anderen Menschen helfen und Wohlstand schaffen.
Siehe z.B.
http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...36505.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0
mrhanky01 schrieb:
2. Halt dich fern von sogenannten Visionären die dich reich machen möchten =>
Es gibt diverse bekannten Personen die in den Medien/ Youtube beworben werden das Sie dich reichen machen und in Wirklichkeit dir Ihr Buch verkaufen oder ein Seminar wo du zu dir findest.
Dazu fällt mir ein Zitat von Andre Kostolany ein:
„Ich kann Ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird; ich kann Ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird: indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden.“ - Andre Kostolany
mrhanky01 schrieb:
3. Denke nicht das eine Tätigkeit dich 60 Jahre Glücklich macht. =>
Das Leben ist wie eine Geschichte und du schreibst deine eigene, wichtig dabei ist wie du schon richtig erkannt hast: Es sollte dir egal sein wie andere deine Geschichte finden.
Das erinnert mich an einen Artikel auf Wait but why von Tim Urban:
„Life is a Picture, But You Live in a Pixel“
waitbutwhy. com/2013/11/life-is-picture-but-you-live-in-pixel.html
Der Artikel handelt davon, dass man immer in der Gegenwart lebt, also bei einem Bild immer in einem einzigen Pixel. Doch das große Bild ergibt sich erst aus der Summe der Pixel.
mrhanky01 schrieb:
Lektion => Mach was du willst zu dem Zeitpunkt den du möchtest.
Auf der einen Seite kann ich das durchaus nachvollziehen.
Auf der anderen Seite erreicht man auch keine großen Ziele, indem man ständig sein Ziel bzw. seine Tätigkeit ändert. Dazu zwei Zitate:
„No great thing is created suddenly, any more than a bunch of grapes or a fig. If you tell me that you desire a fig, I answer you that there must be time. Let it first blossom, then bear fruit, then ripen.“ - Epiktet
„Men give me credit for some genius. All the genius I have lies in this; when I have a subject in hand, I study it profoundly. Day and night it is before me. My mind becomes pervaded with it. Then the effort that I have made is what people are pleased to call the fruit of genius. It is the fruit of labor and thought.“ - Alexander Hamilton
→ Große Ziele werden durch harte Arbeit über lange Zeit erreicht
mrhanky01 schrieb:
4. Anderen Menschen helfen
Oft wird Menschen wie dir geraten anderen Menschen zu helfen, was an sich eine in der Basis gute Idee ist.
Wie kann ich den effektiv anderen Menschen helfen? Ich möchte irgendwas machen, das viele Menschen positiv beeinflusst.
mrhanky01 schrieb:
5. Ultimative Aufgabe um die Menschheit weiterzubringen
Wenn du die Möglichkeit schaffen würdest die Menschheit von der Konsum Geilheit zu erlösen, dann wirst du die Welt verändern.
Das wird meiner Meinung nach unmöglich sein.
Im Physikunterricht in der Schule habe ich folgendes gelernt (beim Thema Kräfte):
actio = reactio
Mit jedem Menschen, den man von der Konsumgeilheit erlöst, schafft man auf der anderen Seite jemanden, der umso mehr auf Konsum ausgerichtet ist.
Dieser Effekt wird zum Teil in diesem Video behandelt:
https://www.youtube.com/watch?v=rE3j_RHkqJc
Vielleicht sollte ich, anstatt aktiv nach Glück zu suchen, probieren, aktiv das Unglück zu vermeiden. Dazu ist dieses Video interessant:
https://www.youtube.com/watch?v=LO1mTELoj6o
Danke für den Link zum Video von Dieter Lange. Es ist ausgesprochen gut! Hast Du noch mehr von solchen Videos?