Wehrdienst/Zivildienst Pflicht zurück?

Da ging es eher um die damals fast grenzenlose atomare Aufrüstung im kalten Krieg. Weniger um konkrete Schauplätze. Was soll man zudem für Frieden und Abrüstung demonstrieren, wenn der Krieg gerade direkt vor der Haustür tobt? Soll man Rosen in die Gewehrläufe der russischen Soldaten stecken?
 
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Der Artikel wirft schon einige grundsätzlich interessante Sätze in den Raum. Wenn er nur ein bisschen neutraler geschrieben wäre, wäre er vielleicht auch einer inhaltlichen Diskussion wert. Aus meiner Sicht präsentiert der Autor seine Sicht jedoch so plakativ, dass man an den dann vorgebrachten Argumenten keine Diskussion aufhängen kann ohne nicht wenigstens eine gegenseitige Meinung mit in den Diskurs einzubeziehen. Aber das erwarte ich von der Zeit einfach auch nicht …
 
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areiland schrieb:
@Chrissssss
Eben, wenn Du Frieden willst - rüste für den Krieg! Nur wer sich nicht sicher sein kann, dass ein Angriff auf sein Gegenüber von Erfolg gekrönt sein könnte, der wird sich jeden Angriff zweimal überlegen. Genau dahin müssen wir wieder kommen.

Realstisch gesehen, geht es eher darum, das die Bw vermutlich nur zum Aufahlten da ist, bis die USA und weitere Nato Staaten Kräfte nachführen.
Gibt ne interessante Doku dazu auf YT (finde ich nicht mehr) das setzt das alle gegenüber aus den 80er Jahren. Da war der WP teilwiese 5 bis 6 fach überlegen und man hat auch Lebenszeiten von Soldaten berechnet. Je nach Verwendung von wenigen Stunden bis zu 21 Tagen.

Wobei es die Fulda GAP heute nicht mehr gibt. Ein direkter Angriff von RU auf D ist heute schon schwieriger ohne vorher bereits Polen, Estland usw. anzugreifen.

Es wird vermutlich dann Richtung Bündnisfall gehen.

Generell sind wir eigentlich schon lange mit RU im Krieg und zwar in Sachen hybrider Kriegsführung


Ich fand meine Dienstzeit damals ganz ok. AGA war schon hart, wir waren zwar "nur" eine Logistikeinheit, aber die Ausbilder kamen fast alle von der Kampftruppe. Und da sich im Heer jeder Truppenteil selbst sichert, wurden wir da auch entsprechend ausgebildet.

Es waren auch die Jahre kurz nach der Doku "Feldtagebuch" da gab es dann entweder Ausbilder die genauso waren wie Oberstabsfeldwebel Fortenbacher oder eben welche die zu locker waren.

Beste Zeit war dann nach der AGA. Da haben wir fast nur US Kasernen z.b. in Mannheim bewacht. Immer ca. 6 Wochen am Stück. Unterkunft in einer Art Appartment für 4 leute. War schon eine gute Unterunkt. Aber auch heftig, immer unter Aufsicht der USA und immer mit dem Hintergrund das ein Anschlag erfolgen könnte.
Von der Ausrüstung her ausgestattet wie im Auslandeinsatz und Waffe auch tagsüber immer fertig geladen.
Das war schon für eine W9 recht spannend.

Mitgenommen habe ich sonst so persönlich nichts aber das wollte ich auch gar nicht. Für das Berufsleben hat es auch nichts gebracht weil das schon die Zeit war wo ma sich relativ leicht ausmustern konnte und es somit dei wenigsten Arbeitgeber interessiert hat ob man GWD gemacht hat oder nciht.

Die geplante Freiwilligkeit wird nicht funktionieren, ein Zwangsdienst ebensowenig, da sind wir mittlerweile nicht mehr die Gesellschaft dzu. Solange in D. alles was Uniform trägt bespuckt, bedroht und angegriffen wird, ziehen das auch die wenigsten frewillig an.

In den USA wäre sowas vermutlich kein Problem, die hatten ja auch mal ein Losverfahren im Vietnamkrieg (wobei sich die Reichen da rausgekauft haben oder wie Bush junior den Dienst in der National Guard abgeleistet haben)

Mein Ansatz wäre ein anderer.

Eine richtige Berufsarmee in der:

  • jeder Berufssoldat wird (heute ist die Zahl begrenzt und an bestimmte Sachen gebunden9
  • es mehr Kasernen gibt, sodaß man nicht pendeln muss
  • es Unterkünffte gibt in denen man problemlos wohnen kann zur Miete ähnlich Housing wie bei den USA
(auch das hatte die Bw früher als Offz und Fw Wohnheime)

Heute hat man nämlich das Problem das man Ü25 nicht mehr in der Kaserne wohnen darf, hat man keine anerkannte Wohnung in der Heimat muss man umziehen. Mit Wohnung gibt es zumidnest TG für einen gewissen Zeitraum.
 
Löschknecht schrieb:
Realstisch gesehen, geht es eher darum, das die Bw vermutlich nur zum Aufahlten da ist, bis die USA und weitere Nato Staaten Kräfte nachführen.
Das war auch in den neunzehnachtzigern der Fall und in der NATO Doktrin genauso vorgesehen. Bloss braucht man auch dafür eine sehr starke Truppe, die diese Fähigkeiten besitzt und einem Angriff entsprechend entgegnen kann. Das beschränkt sich auch nicht bloss auf die Bundeswehr, sondern auf sämtliche nationalen Armeen der NATO. Die nationalen Kräfte sind die Speerspitze und kämpfen hinhaltend, bis ausreichend Kräfte nachgeführt sind. Zu meiner Zeit war rund zwanzig Kilometer hinter der DDR Grenze die erste Auffanglinie vorgesehen und wir hätten alles dafür tun müssen, um den Vormarsch eines Angreifers so lange als irgend möglich zu verzögern, damit diese Auffanglinie auf- und ausgebaut werden kann.

Eine reine Berufsarmee würde bei uns nicht funktionieren, wie man eindrucksvoll schon am jetzigen Personalnotstand sehen kann. Denn es fehlen bei der Bundeswehr jetzt schon rund 30.000 Soldaten. Das liegt auch daran, dass man die Bundeswehr vor allem von mehreren immer sehr interessierten Seiten systematisch schlecht macht und ein grosser Teil der jüngeren dieser Propaganda nur sehr willig folgt, weil sie sich dadurch in ihrer unendlichen Bequemlichkeit bestätigt sehen. So ist das halt, wenn man immer nur zu nehmen gewohnt ist und sich an allen Ecken und Enden völlig unkritisch mit peinlichster Propaganda überziehen lässt.

Nö, die zusätzlichen 80.000 Soldaten müssen zwangsläufig über eine Wehrpflicht gewonnen werden, weil eine die gesellschaftlichen Grundlagen für reine Freiwilligenarmee über Jahrzehnte mit systematischen Lügen seitens der Friedensbewegten und der Kremlhörigen zerstört wurden.

Jeder zukünftig gemusterte und gezogene Grundwehrdienstleistende darf sich also dafür bei den Friedensbesoffenen und den ewig gestrigen Kremlfreunden bedanken. Denn die haben das möglich gemacht!

Löschknecht schrieb:
Beste Zeit war dann nach der AGA. Da haben wir fast nur US Kasernen z.b. in Mannheim bewacht.
Ich hab meine gesamte Dienstzeit in neun Kilometern Entfernung in Nähe zur Grenze zur ehemaligen DDR verbracht. Wir waren auch keine Unterstützungseinheit, sondern eine Kampfeinheit. Und wir wären eine der allerersten Einheiten gewesen, die direkt aus der Kaserne in ihren Verfügungsraum geht und dann direkt in den Einsatz geht. Statistisch gesehen hätten unsere Chancen bei unter zwei Stunden gelegen, aber das waren auch immer statistische Werte, die mit der Realität nix zu tun hatten und nicht selten auch von den interessierten Seiten kolportiert wurden um Angst zu schüren.
 
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areiland schrieb:
Eine reine Berufsarmee würde bei uns nicht funktionieren, wie man eindrucksvoll schon am jetzigen Personalnotstand sehen kann. Denn es fehlen bei der Bundeswehr jetzt schon rund 30.000 Soldaten. Das liegt auch daran, dass man die Bundeswehr vor allem von mehreren immer sehr interessierten Seiten systematisch schlecht macht und ein grosser Teil der jüngeren dieser Propaganda nur sehr willig folgt, weil sie sich dadurch in ihrer unendlichen Bequemlichkeit bestätigt sehen. So ist das halt, wenn man immer nur zu nehmen gewohnt ist und sich an allen Ecken und Enden völlig unkritisch mit peinlichster Propaganda überziehen lässt.

Ich bin mir dennoch sicher wenn man mehr Standorte schafft und die Möglichkeit das jeder BS wird der es auch werden kann, das dann deutlich mehr Leute kommen.

Das sind so die meisten Punkte die im Bericht des WDB immer bemängelt werden, Pendeln und die Unsicherheit im Zivilleben.

13 Jahre Jäger-Fw sind zwar gut bringen aber zivil mal gar nix. Also geht man dann eher in den Fachdienst wo man immerhin Meister/Techniker bekommt.

Und die Pendelei. Zu deiner Zeit musst man in den meisten Regionen vllt 45 Minuten fahren und hatte eine Kaserne. Heute muss z.B. bei mir schon 1,5 H fahren, und bis 1996 hatten wir hier 5 Kasernen in der Nähe.


Und zu "unseren" Zeiten hat man die Wehrpflichtigen halt auch oft irgendwo eingesetzt. Bei mir W9 war dann nicht viel mit Ausbildung und Kämpfer konnte nicht jeder werden, und ob heute die Jugend noch Lust hat, eine Kellerwart zu werden ist fraglich.

Der viel bewoberne Führerschein lässt sich in dem Modell mit Minium 6 Monate auch nicht möglich.

Nö, die zusätzlichen 80.000 Soldaten müssen zwangsläufig über eine Wehrpflicht gewonnen werden,

Die Wehrpflicht hat aber genug Hintertürchen, die dann auch diese nutzen die das System nicht mögen:

  • KDV (Grundrecht), ist quasi problemlos möglich mit einem 3 Zeiler
  • Ausmustern (lassen), da gab es zu Zeiten des GWD Seiten und Bücher und sogar Ärzte für ominöse Gutachten

Wir hatten in der AGA damals 3 Züge zu ca. 110 Soldaten inkl. Funktioner. Nach ca. 3 Wochen waren alle 3 Züge durch ausmustern, KDV, oder KZH bis DZE soweit "ausgedünnt", das man 2 Züge machen konnte und umverteilt hat..
Es haben also von ca. 300 Rektruteneigentlich fast 100 die Bw schon in den ersten 3 Wochen verlassen, 90% davon bewusst und gewollt.

Die Bw ist seit mind. 40 Jahren aus den Köpfen verschwunden und wurde mit freundlichen Desinteresse behandelt, oder notwendiges Übel.
Daran ändern auch erst mla bunte Bilder und YT Dokus nicht. Die ukrainische Armee hat vor dem Krieg sehr gute Werbefilme, die auch Tot und Verwundung gezeigt haben.


Abschließnd gesagt:
Wer soll die ganzen Jugendlichen den Mustern bzw. zur Musterung einladen und später zur Losung und zum Dienst einberufen?

Früher hatte man in fast jeder großen Stadt ein KWEA mit der entsprechenden Strutkur aus Ärzten und Sachbearbeitern, das ist nun alles Weg.

Verblieben sind wenige Karrierecenter ohne AC (dort erfolgt nur Beratung) und die "KC mit AC", z.B. in München, Stuttgart, oder Köln für die Offiziere und WHV für die Marine. Die schaffen es an guten Tagen ca. 12 Leute durch das Verfahren für SaZ zu bringen insgesamt dauert das bis zu 3 Tage, wobie das medizinische und die Tauglichkeit das meiste in Anspruch nimmt.

Dazu kommen ja noch Reisezeiten und Unterkünfte, und die KC müssen ja so noch die Verfahren für die SaZ durchführen.
 
Ich finde wenn man schon mustert, sollte man wie früher die tauglichsten einziehen und nicht aus dem gesamten Pool losen.

Dass man wieder mustert finde ich grundsätzlich richtig, dass es bei Frauen freiwillig bleibt ist ein harter Schlag gegen die Gleichberechtigung. Ich hoffe jemand klagt dagegen bis vor den BGH.

Ich selbst war gar nicht gar nicht bei der Musterung, ich habe damals geantwortet, dass ich eine Ausbildung begonnen habe und die nächsten 3 Jahre nicht zur Verfügung stehe. Danach nie wieder was gehört, obwohl man mich nach der Ausbildung noch hätte einziehen können.

Ob ich zur Bundeswehr gegangen wäre, wäre wohl davon abhängig gewesen, ob ich einen lässigen Zivi Job unmittelbar in der Nähe gefunden hätte. Also lieber Bund als mittelmäßige Zivi Stelle.

Diese "Alte Leute sollen nicht über mich entscheiden" Mentalität geht mir richtig gegen den Strich. Fast alle Väter dieser Kinder mussten noch Dienst leisten, damit diese Kinder in Freiheit aufwachsen können, damit sie als Kind bei Hochwasser nicht abgesoffen sind, weil genug Soldaten Sandsäcke geschleppt haben.

Dieses Kindergeschwätz ist ein hervorragendes Beispiel, warum man unter 18 nicht wählen sollte.


Andererseits könnte man, statt den teuren Musterungsapparat und Sonstiges wiederzubeleben, auch einfach Soldatengehälter drastisch erhöhen und versuchen den Job monetär attraktiv zu machen. Wenn du nach 8 Jahren SAZ mit einem abgeschlossenen Studium, 4 Jahre BFD und 200.000€ auf der hohen Kante rauskommst, wäre das doch sicherlich attraktiver.
 
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h00bi schrieb:
Dass man wieder mustert finde ich grundsätzlich richtig, dass es bei Frauen freiwillig bleibt ist ein harter Schlag gegen die Gleichberechtigung. Ich hoffe jemand klagt dagegen bis vor den BGH.
Das bringt auch nichts, das GG gibt das nicht her.
 
Dafür braucht mann aber ander Mehrheitsverhätlnisse...
 
Nein, du verstehst den Ansatz nicht. Die Mehrheitsverhältnisse brauchst du, wenn du das GG ändern WILLST.
Wenn du es ändern MUSST, ist das nicht zwingend erforderlich.

Ich verstehe bis heute nicht, warum man damals, als Frauen bei der Bundeswehr "wegen Gleichberechtigung" zugelassen wurden, nicht direkt gesagt hat: Ihr wollt zur Bundeswehr, kein Problem, aber nur mit echter Gleichberechtigung = Wehrpflicht für alle.
 
h00bi schrieb:
Ich verstehe bis heute nicht, warum man damals, als Frauen bei der Bundeswehr "wegen Gleichberechtigung" zugelassen wurden, nicht direkt gesagt hat: Ihr wollt zur Bundeswehr, kein Problem, aber nur mit echter Gleichberechtigung = Wehrpflicht für alle.
Naja, Frauen sind auch erst 4 Jahre nach dem Ende der straffreien Vergewaltigung in der Ehe zum Bund zugelassen worden. Da war der Zeitgeist wohl noch nicht so weit und vermutlich ging damals auch keiner davon aus, dass das in Europa nochmal relevant werden könnte.
https://www.bundeswehr.de/de/selbst...gkeit-bundeswehr/frauen-bundeswehr-geschichte
https://www.bundestag.de/resource/b...537fa85e9ccce444dc95/wd-7-307-07-pdf-data.pdf
 
Als jetzt älterer Teilnehmer hab ich damals als W15 den Wehrdienst absolviert.
Bock darauf hatte ich nicht viel, und den ersten Abend in einer total fremden Umgebung innen wie außen mit 7 mir völlig fremden Gleichaltrigen in der Stube musste man erstmal annehmen.
Geschadet hat es mir nicht, hab tolle Typen kennengelernt, den Dienst nachher als Fahrer absolviert und dadurch noch einiges gesehen.

Wie ich es verstanden habe wird erstmal der Jahrgang 2008 angeschrieben.

Die davor geborenen werden nicht berücksichtigt oder erst dann, wenn zu wenige Freiwillige ihre Unterschrift setzen?
 
Reglohln schrieb:
Ich glaube, du verstehst das Thema Gleichberechtigung nicht. Es geht nicht darum, dass alle Geschlechter Identisches leisten müssen sollen.
Fasznierender Satz, welcher leider vor der tatsächlich interessanten Stelle endet. Mich würde der Rest dieser These reizen, am besten mit einer Fortsetzung alá "sondern, dass..."
 
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MAYvonBlei schrieb:
Das bringt auch nichts, das GG gibt das nicht her.

Frauen sind bereits im V-Fall vorgesehen.

4) Kann im Verteidigungsfalle der Bedarf an zivilen Dienstleistungen im zivilen Sanitäts- und Heilwesen sowie in der ortsfesten militärischen Lazarettorganisation nicht auf freiwilliger Grundlage gedeckt werden, so können Frauen vom vollendeten achtzehnten bis zum vollendeten fünfundfünfzigsten Lebensjahr durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes zu derartigen Dienstleistungen herangezogen werden. Sie dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.

Halt "nur" ohne Waffe.

Nachdem Frauen ja bereits regluär Dienst als Saz/FWDL leisten dürfen, könnte man das vermutlich schon nomieren wenn es so weit wäre.

SonyFriend schrieb:
Die davor geborenen werden nicht berücksichtigt oder erst dann, wenn zu wenige Freiwillige ihre Unterschrift setzen?

Es gibt quasi eine GAP bis 1993/94. Das waren die letzten die zum GWD eingezogen wurden. Die kommen aktuell bis 45 im Spiel im V-Fall dann eben bis 60.

Für alle anderen 1993 und älter gilt das gleiche. Reservist ist jeder der einen Tag in der Bw gedient hat, erst mal per Defintion.
Das hat erst mal auch nichts mit Beorderung usw. zu tun.

Die Jahrgänge 1993 bis 2008 sind quasi "weiß" es sei den, sie waren in der Zeit FWDL oder SaZ und unterliegen ncoh der Wehrüberwachung.


Man würde im VFall vermutlich natürlich erst die kürzlich ausgeschiedenen wieder einziehen, und dann aus der Truppen bzw. TerrRes.

Alle anderen "gedienten" Reservisten gehören zur allgemeinen Reserve das wäre dann eher für was längerfristiges gedacht, da diese in der Regel länger nicht mehr gemustert worden sind usw.

2008 hat man halt erst mal als Grenze gesetzt, die werden sowieso um die 20/21 sein wenn sie dann gelost werden oder antreten können.

Die älteren sind da erst mal raus auch wenn nur 1 Jahr ist. Zu Zeiten des GWD konnte das auch bis 28 gehen.
(Wobei es den älteren natürlich offen steht freiwllig Wehrdienst zu leisten, den kann man tatsächlcih immer wieder machen, man darf nur nciht den Dienstgrad Hauptgefreiter überschreiten, also könnte man das locker 4 Jahre oder länger machen immer wieder für 23 Monate.
 
Frage nicht was dein Land für dich tut,
sondern was du für dein Land tun kannst.

Solange Gefahr von irgend einer Seite droht ist die Wehrpflicht erforderlich.
Man muss sie nicht mögen.
 
Habe nicht alle Beiträge gelesen, aber grundsätzlich für : Soziales Jahr, alternativ Wehrpflicht, egal ob M/W/Divers.
Meinen habe ich vor gute 35 Jahren abgeleistet inkl. MobResi- Das zu Zeiten des 2. Golfkrieges (wo Anfangs keiner so genau wusste, wer wann wo ausrückt) Und Heimatnah! - Also gute 350km hin/zurück 🤣
Rumgammeln? Saufen bis der Dienst vorbei war? Willen brechen bis man strunzdoof durchs Gelände getrottet ist?
Blödsinnige Schauergeschichten. Und nichts weiter. Wie im richtigen Leben gibt es immer wieder Leute die Ärger suchen, Alkohol auf Schießstand, oder Iltis mit gefälschten Fahrbefehl aus Kaserne und Unfall.
Die fahren auch richtig ein.
Du bist wie jeder in Grundausbildung, dann spezialisierte Ausbildung und Lehrgänge+Waffensysteme - dazwischen ist der Dienst, wozu man ausgebildet wurde, inkl. Streife, Wache, UvD, Biwak, Nato-Übung usw.
Ich persönlich war Ausbildung Panzersoldat (kämpfende Einheit), später zum (Feld) Nachschub.
LKW+Gefahrengut, die ich umschreiben konnte.
Angesichts Ukraine Krieg und mögliche zukünftige Spannung finde ich die BW richtig und wichtig.
Und um das mal loszuwerden. Die Ukraine holt grade für uns mit ihrem Blut und Leben die Kastanien aus dem Feuer. Ich glaube nicht so Recht an die friedlichen Absichten eines Putins- wir stecken doch längst mitten im hybriden Krieg. Die Putins, Xi Jinpings und Trumps werden auch in Zukunft beliebig wechseln. Mal schlimmer, Mal unkalkulierbarer. Vielleicht auch Mal besser. Wird Zeit, dass Europa sich selber hilft.
PS: Mein Junior wird 16...dessen bin ich mir bewusst.
 
h00bi schrieb:
Dass man wieder mustert finde ich grundsätzlich richtig, dass es bei Frauen freiwillig bleibt ist ein harter Schlag gegen die Gleichberechtigung. Ich hoffe jemand klagt dagegen bis vor den BGH.
Wenn man größer denkt, ist das schon richtig so.

Als Staat muss man auch an die Zeit nach einem Krieg denken.
In einem großen Krieg sterben richtig viele Menschen.
Nach dem Krieg muss man die Bevölkerung wieder aufbauen.
Bevölkerungswachstum geht besser, wenn man viele Frauen im alter von 20-30 hat.
Wenn da ein großer Teil stirbt, oder verkrüppelt ist, dann hat man 20-40 Jahre später erst recht richtig große Probleme.
 
Ich habe in den 1990ern Zivildienst geleistet gehörte also zu denen, die Aufgrund der damaligen Dauer des Ersatzdienstes 2 Jahre Pause in ihrer Bildungskatrriere in Kauf zu nehmen hatten ... ich war in einem Altenpflegeheim ... auf einer Station mit 30 Betten, 2 Pflegern und einem Zivi ... und 50% Bettlägrigkeit.

Ich fühlte mich als Leibeigener des deutschen Staates, die christlich-fundamentalistischen Indoktrinationsversuche der Heimleitung (leider katholisch) waren extrem nervig, und da es im ganzen Heim nur ein Exemplar des Leitfadens für den Zivildienstleistenden gab, welches seit Jahren kein Zivi mehr gesehen hatte, wusste auch kein Zivi um seine Rechte ... oder überhaupt um die Möglichkeit, sich gegen dienstliche Anweisungen (du machst jetzt noch den 12. Tag in Folge Schaukelschicht) zu wehren. Mit Glück konnte man sich noch an ein paar Details aus dem Zivi-Lehrgang erinnern. Ohne meine Mutter (RAin) wäre ich denen komplett ausgeliefert gewesen.
Mein größtes Glück war noch, dass ich Gitarre spielte und daher sofort vom Sozialdienst in Beschlag genommen wurde ... wenigstens nur 50-75% Pipikellner.

Nächstes Bonbon war die Besoldung ... das, was ich nach 11 Monaten (da konnte ich schon lange eingesetzt werden, wie eine normale Pflegekraft) am Tag bekam, entsprach exakt dem Stundenlohn, den man Aushilfen in den Sommerferien zahlte. Ich bekam 16DM (mit Zuschlägen knapp 20DM) am Tag.

Der damalige Zivildienst hatte nur eine einzige Funktion ... die Pflegeeinrichtungen mit superbilligen Hilfsarbeitern zu versorgen, und so die Gewinne dieser zu erhöhen, ohne dem deutschen Michel für die Verwahrung der Oma zu tief in die Tasche greifen zu müssen.

Eine Neuauflage dieses Systems ist mMn mit allen Kräften zu verhindern.

Wenn die Eltern ihren Kindern keine Disziplin beigebracht bekommen, dann ist das Problem NICHT der fehlende Wehrdienst. Dann muss man den Eltern einfach wieder beibringen, dass Erziehungsberechtigte nunmal keine Freunde sind und sich selbst keinen Gefallen damit tun, wenn sie das zu sein versuchen.

Mein Vater hat gedient (Bodenpersonal, Heeresflieger, SaZ2 ... im Tausch gegen w24).
Als er dann wieder zuhause war, hat es eine ganze Weile gedauert, bis er nicht mehr gezittert hat, wenn er abernds um 20:00 noch kein "Herrengedeck" gehabt hatte.
Tut mir Leid, aber die Saufgeschichten aus der BW hört und liest man so unglaublich häufig, dass man sie mMn nicht als "traurige Ausnahme" ansehen kann. Für viele ist das primär eine Saufschule gewesen ... das fällt nur einigen nicht auf, weil ihr ganzes Leben zu der Zeit eigentlich nur aus Schule und Saufen bestand.
 
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DerOlf schrieb:
...im Tausch gegen w24...
Es gab halt bloss nie einen W24. Das Maximum, das man als Wehrpflichtiger leisten konnte, waren 21 Monate und die auch nur dann, wenn freiwillig länger dienen wollte ohne SaZ zu werden. Und das ging immer nur auf Antrag, die normale Wehrpflicht überschritt nämlich nie mehr als achtzehn Monate.
 
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