News Western Digital: SweRV ist ein SSD-Controller mit RISC-V-Architektur

MBrain

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#1
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#4
Passend dazu hat WD auch eine Videoserie die sich mit RISC-V Assembler beschäftigt:
https://www.youtube.com/playlist?list=PL6noQ0vZDAdh_aGvqKvxd0brXImHXMuLY

@Prianha771
Welchen alten Müll meinst du denn? Vor allem welche Nachteile (außer etwas Chipfläche) soll der denn haben?
Mal ganz abgesehen davon werden sich bei RISC-V über Zeit auch Erweiterungen einfinden, die aus besagten Kompatibilitätsgründen mitgeschleppt werden müssen.
OpenSource ist auch nur die ISA, die Implementierungen sind oft propritär und die offenen Projekte die mir bekannt sind, sind meist nicht sonderlich performant.
 

Schnitz

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#5
Das Sicherheitsbedürfnis in der Enterprise Branche ist mittlerweile dermaßen hoch das nach OSS jetzt OSH die logische Konsequenz ist - der wer will schon chinesische Spionagechips oder SpectreXX?

RISC-V gehört daher somit die Zukunft, wobei sicher auch noch andere OSH-Blüten aufgehen werden.
 

mahik

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#6
@Schnitz
Also ich kann "chinesische Spionagechips" nicht mehr hören.
USA, Australien u.a. beschuldigen, für mich ohne Nachweis. Canada fügt sich dem Willen der USA, es stehen 30 Jahre Gefängnis wegen Geschäften mit dem Iran im Raum.
Die Methoden der NSA wurden Dank Snowden offengelegt.
Beschweren sich jetzt wohl, dass sie nicht mehr in erster Reihe schnüffeln dürfen.
 

Piranha771

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#7
@Prianha771
Welchen alten Müll meinst du denn? Vor allem welche Nachteile (außer etwas Chipfläche) soll der denn haben?
Ich meine die weit über tausend Instruktionen, die x86 hat. Das Teil ist quasi ein Museum der gesamten Chip-Entwicklungsgeschichte.
Nachteil: Wie du schon sagst: Chipfläche. Jeder Quadratmillimeter ist kostbar, da ein kleinerer Chip die Ausbeute erhöht. Dann das gesamte Design eines Prozessors wird damit komplexer, schwieriger und fehleranfälliger.
 

Holt

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#9
Leute, es geht nur um den Controller der SSD, was soll der Ausspionieren, die Daten passieren ihn sowieso immer wenn gelesen oder geschrieben wird und mal eben nach Hause telefonieren kann er auch nicht. Einzig die HW Verschlüsselung ist vielleicht unsicher, aber dies dürfte sie bei jedem Controller sein, schon damals beim Sandforce wurde sie untersucht und für unsicher befunden, danke Snowden wissen wir ja alle wieso dem so ist.

Nur eines verstehe ich nicht ganz:
Ein konkreter Zeitplan für die Einführung der ersten SSD-Controller auf Basis der RISC-V-Architektur gibt es noch nicht.
Demnach gibt es noch keine SSD damit, was steckt dann aber in dem:
mit der Einführung der WD Black NVMe Anfang des aktuellen Jahres hat der Hersteller den sogenannten Spectrum-Controller mit drei Kernen und der LDPC-Engine eingeführt.
Das ist doch angeblich auch ein eigener SSD Controller, ist der denn nicht auf Basis der RISC-V-Architektur?
 
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#10
@Piranha771
Die Komplexität der Designs wird durch andere Faktoren dominiert. Ein paar APUs/ FPUs mit 256 Bit oder gar 512 Bit Breite und schon geht die Komplexität, die alte Erweiterungen mitbringen im Rauschen unter. Zudem die x86 Befehle intern sowieso zu µOps übersetzt werden. Es ist also nicht notwendigerweise so, dass die restlichen Komponenten der CPUs die Komplexität der älteren Befehle Abbilden muss.

@Simanova
Wie meinen?

@Holt
Wahrscheinlich nicht, da werden wie bei vielen SSD Controllern auch ARM Cortex Rx drinnen stecken.
 
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Schnitz

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#11
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#12
@Schnitz
Entweder gibt es konkrete Nachweise, oder aber es ist nur Gebrabbel von Leuten, die keine Ahnung haben und / oder von Verschwörungstheorien profitieren. Beim Klimawandel und dem menschlichem Einfluss ist die Faktenlage ausreichend sicher*. Bei dem Gefasel um Spionage Chips gibt es jedoch nur eine dünne Faktenlage und Hacks gibt es meist weil es grobe Fehler bei der Absicherung der eigenen IT gab. Wobei es mittlerweile üblich ist Prozessoren mit Fuzzing auf undokumentierte Befehle abzuklopfen. Ebenso wie sich die Konkurrenz fröhlich Chips voneinander beschafft um sie reverse Engeneering zu unterziehen. Da würde keiner hinterm Berg halten, wenn man Wettbewerbern nachweisen kann, dass sie Mist bauen.


* Man befrage das Internet nach "wissenschaftliche Theorie"
 

Schnitz

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#15
@Schnitz
Entweder gibt es konkrete Nachweise, oder aber es ist nur Gebrabbel von Leuten, die keine Ahnung haben und / oder von Verschwörungstheorien profitieren. Beim Klimawandel und dem menschlichem Einfluss ist die Faktenlage ausreichend sicher*. Bei dem Gefasel um Spionage Chips gibt es jedoch nur eine dünne Faktenlage und Hacks gibt es meist weil es grobe Fehler bei der Absicherung der eigenen IT gab. Wobei es mittlerweile üblich ist Prozessoren mit Fuzzing auf undokumentierte Befehle abzuklopfen. Ebenso wie sich die Konkurrenz fröhlich Chips voneinander beschafft um sie reverse Engeneering zu unterziehen. Da würde keiner hinterm Berg halten, wenn man Wettbewerbern nachweisen kann, dass sie Mist bauen.


* Man befrage das Internet nach "wissenschaftliche Theorie"
Grundsätzlich gebe ich dir recht, dass man eben nur anhand der Faktenlage argumentieren kann, und diese ist, was Chinesische Chips angeht, doch eher dünn.

Es geht aber darum nicht nur zu warten, bis es aufgetreten ist, sondern eben auch nicht in die gefahr zu laufen.

Schon vor vielen Jahren habe ich mich politisch gegen die Überwachung des Internets eingesetzt, und wurde lange Zeit als jemand abgetan, welcher doch bitte mit den Fakten argumentieren sollte - und diese besagten nun mal, dass die USA kein Überwachungsprogramm für jeden Datenverkehr hat.
Durch die Dokumente, welche Ed Snowden veröffentlichte, fühlten sich sehr viele bestätigt.

Wenn es also die möglichkeit der Hardware Hacks, zur Überwachung gibt, und es Staaten oder Unternehmen gibt, welche ein interesse daran haben an Daten zu kommen, dann gibt es die Gefahr, dass diese Hacks auch implementiert werden.
Und diese Gefahr möchte man eben aus dem Weg gehen.
 
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#16
Feststellung am Rande, die Adressierung des (Fest-)Speichers muss ja mindestens über 64bit große Adressen erfolgen, aber die CPUs sollen 32bittig sein. Ich finde es recht interessant, dass es sich an dieser Stelle anscheinend nicht lohnt die Architektur entsprechend auch auf 64bit auszulegen.
Ergänzung ()

@rony12
Aber vor Snowden gab es bereits Fakten. Groß durch die Medien gingen sie u.a. 2011 rund um Palantier:
https://www.theguardian.com/commentisfree/cifamerica/2011/jun/22/hacking-anonymous

Es war also durchaus belegbar, dass es Möglichkeiten zu Überwachung gab und das sie genutzt wurden. Soetwas fehlt bei den Grüchten um Chinesischer Chips schlicht und ergreifend. Die letzte Behauptung rund um Chips auf SuperMicro Boards hat sich als nicht belastbar selbst zerlegt...
Was also bleibt ist großes, nicht belegtes "Mimimi".
 
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#18
Nachteil: Wie du schon sagst: Chipfläche. Jeder Quadratmillimeter ist kostbar, da ein kleinerer Chip die Ausbeute erhöht.
AMDs Bobcat lieferte ein recht starkes Indiz dafür, dass die Chipfläche für die Altlasten (= ein Teil des ohnehin winzig kleinen Bobcat) verschwindend gering ist. Intels atomarer Sondermüll der ersten Generation dürfte auch nicht wirklich groß in Sachen Fläche gewesen sein.
 
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#19
Es war also durchaus belegbar, dass es Möglichkeiten zu Überwachung gab ...
Und genau um den Part geht es.
Die Fähigkeiten der Überwachung hat China (oder sonst wer) - durch eigene Chipfabriken, Knowhow.
Das China auch schon in der Vergangenheit (klassische) Spionage betrieben hat ist auch kein Geheimnis. - China hat also auch eine Motivation (wie viele).

Daher sagt die USA (unter Trump - von dem ich wirklich kein Freund bin), dass sie keine Hardware von Chinesischen Firmen entgegen nehmen wird und davon sogar abraten wird. Es gibt durchaus noch viele andere geopolitische Interessen.
Denn darauf zu warten, bis der erste Chip, in einem Gerät verbaut wurde, welcher dort nicht hingehört, wäre zu spät.
Denn das Eigene Knowhow ist auch im eigenen Staat - warum sollte man es dann extern einkaufen, wenn man diesen nicht vertraut?
 

Justuz

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#20
@rony12 Trump geht es aber auch darum Souverän zu bleiben. Bei den russen ist es ähnlich der harte kern ihrer IT ist auch selfmade. Und die möchten in der Zukunft alles aus eigener Hand haben.
Im grunde genommen geht es nur darum im kriegsfall nicht aufgeschmisssen zu sein, wär ja ziemlich doof wenn man sich seine ganze IT infrastruktur aus dem Ausland holt, und wenn es streit gibt ziehen die dir einfach den stecker. Oder die lauschen einfach nur immer fleißig mit, klauen ideen und schädigen damit die wirtschaft eines anderen landes.
 
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