Wie erreicht man CCleaner?

@Luftgucker, das ist Quatsch! Das macht das Beerdigungsinstitut, das Rentenkasse und Krankenkasse informiert. Alles andere obliegt den Hinterbliebenen.
 
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@.one
Ist aber nicht das selbe.
Der Totenschein wird vom Arzt ausgestellt.
Die Sterbeurkunde wird vom Amt/Gemeinde ausgestellt.
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
 
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So siehts aus! Und den Totenschein bekommen auch nicht die Hinterbliebenen, sondern der geht ans Standesamt und bildet die Grundlage für die Ausstellung der Sterbeurkunde.
 
Als mein Vater damals gestorben ist, haben wir alle Verträge mit Hilfe der Sterbeurkunde zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt. Meistens wurden die Verträge dann zum Todeszeitpunkt aufgehoben. Wichtige Versicherungen, wie Wohngebäude, Hausratversicherung konnten wir als Nachlass übernehmen.

Das Konto läuft nach dem Todesfall in der Regel eine Gewisse Zeit weiter, sodass man anhand der Kontobewegungen nachvollziehen kann, was da alles abgebucht wird. Wichtig ist, dass man Zugang dazu hat. Das konnten wir damals anhand eines Testaments realisieren.
 
areiland schrieb:
Was willste denn machen, wenn Du nicht mal weißt welche Verträge der Verstorbene am laufen hatte?
Das ist ein valider Punkt.

0815burner schrieb:
Jetzt habe ich selbiges Problem noch mit Avira. Die haben zwar im Impressum eine Info@.. E-Mailadresse angegeben, da kommt dann aber eine Antwort: "Diese Adresse wird nicht überwacht".
Da hätte ich dann auch tatsächlich keine Hemmungen den Dauerauftrag (oder wie auch immer das da läuft) zu stoppen.
 
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Eletron schrieb:
Das Konto läuft nach dem Todesfall in der Regel eine Gewisse Zeit weiter, sodass man anhand der Kontobewegungen nachvollziehen kann, was da alles abgebucht wird.
Hier haben wir gerade das Problem, dass er eine Forderung der Stadtverwaltung nicht gezahlt hatte und die deshalb einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss erwirkt hat, der nun erst mal auf dem Konto liegt. Da die Widerspruchsfrist noch läuft, geht der geforderte Betrag erst in ca. einer Woche vom Konto ab, erst dann wird der Beschluss wieder aufgehoben.

Und weil wir keine PINs und nichts haben, können wir auch keine Kontoauszüge einsehen, damit wir regelmässige Zahlungen nachverfolgen um darüber dann die entsprechenden Vertragspartner zu identifizieren und zu benachrichtigen. Ist eine recht wilde Sache, die ich mir da aufgehalst hab, aber es geht um das Erbe unserer Jungs, denn der Verstorbene war der Ex-Mann meiner Frau. Und der hat rund vierzehn Tage vor seinem plötzlichen Ableben, das wir erst fünf Tage später erst bemerkten und die Wohnung öffnen liessen - eine äusserst üble Angelegenheit, ein kleines Erbe erhalten, das wir nun möglichst vollständig für die Jungs sichern müssen.

Was ich kündigen und beenden konnte, hab ich alles schon abgewickelt, Wohnung geräumt, Beitragsservice informiert und Versorger informiert. Krankenkasse und Rentenkasse hat der Bestatter übernommen. Aber alles andere, bis ich da was in der Hand habe, das kann Monate dauern.
 
Luftgucker schrieb:
Die kriegen ja von der Bank und vom Amt Bescheid.
Ich kann dir versichern, dass da gar nichts weitergegeben wird. Behörden kommunizieren nicht einmal intern. Als Beispiel: Auch wenn das Standesamt der Stadt A den Tod beurkundet, weil die Person X in Stadt A gestorben ist, heißt das nicht, dass die Zulassungsstelle der Stadt A von dem Todesfall Kenntnis erlangt und das Kfz von X automatisch abmeldet.
Das wird nicht passieren. Das obliegt alles den Angehörigen. U.U. hilft der Bestatter bei den "wichtigsten" Stellen noch mit (wie bspw. Krankenversicherung). Aber auch das passiert nicht automatisch.
Ne ne... So toll sind die Prozesse nicht. Datenschutz und so.
 
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areiland schrieb:
Aber alles andere, bis ich da was in der Hand habe, das kann Monate dauern.
Ja, da hängt ein großer Aufwand dahinter. Uns wurde damals der Kontozugang nach Vorlage des Testaments freigegeben, sodass wir auf das Onlinebanking meines verstorbenen Vaters zugreifen konnten. Das hat sehr geholfen, weil wir sehen konnten, wer alles abbucht.

kachiri schrieb:
. Das obliegt alles den Angehörigen. U.U. hilft der Bestatter bei den "wichtigsten" Stellen noch mit (wie bspw. Krankenversicherung). Aber auch das passiert nicht automatisch.
Ich empfehle auch, den Bestatter zu beauftragen, sich mit den Behörden auseinander zu setzen.
 
@Eletron
Ihr Glücklichen. Der hier hat aber kein Testament und auch keine Vollmachten hinterlassen. Also gehts nur mit dem Erbschein und laut Notar kann es mehrere Monate dauern bis der ausgestellt ist. Solange können unter Umständen Verträge nicht beendet werden und eventuell auflaufende Kosten gehen zu unseren Lasten, weil wir dafür in Vorlage gehen müssen.
 
areiland schrieb:
Also gehts nur mit dem Erbschein und laut Notar kann es mehrere Monate dauern bis der ausgestellt ist.
Oh, das tut mir Leid zu hören. Ein Erbschein kann lange dauern und kostet meines Wissens auch Geld. Ich drücke euch die Daumen, dass sich das schnell aufklärt. Mein herzliches Beileid und viel Kraft in dieser schweren Zeit.
 
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0815burner schrieb:
Ihr Mann ist gestorben und hat alle Passwörter mit ins Jenseits genommen, ebenso wie den Zugang zum Rechner und den E-Mail Accounts.
Ich bin keine Rechtsberatung um könnte auch mindestens Grauzone sein. Aber kommt man an die Zugänge nicht doch irgendwie dran? Sind Rechner, Laptops, Smartphones vorhanden? Hat die Witwe irgendeine Idee, wie der Mann da reingekommen ist? Muss man den Rechner überhaupt "knacken"?
Ich hatte auch schonmal die Aufgabe, in so einem Fall einen Rechner zu entsperren und alle Zugänge zu extrahieren. Die Leute kannte ich allerdings gut.

Eigentlich müsste ich selbst schonmal meine Passwortdatenbank ausdrucken oder brennen und in einen Umschlag verstecken.
 
@Eletron
Uns gehts gut, meine Frau konnte auch mit der Beerdigung endgültig abschliessen. Grossen Kontakt hatte sie ja nicht mehr zu ihm, obwohl er direkt unter uns wohnte. Die Jungs (beides erwachsene Mittdreissiger) hats stärker mitgenommen. Mich hat halt die Auffindesituation etwas gebeutelt, denn ich kam in eine Messi Wohnung, in der seit fünf bis sechs Tagen eine Leiche lag. Und das gerade zu der Zeit, als unsere Tagestemperaturen langsam gen 40° kletterten. Diese Situation hat mich etwas schockiert, auch weil unsere Jungs seine Wohnsituation immer etwas beschönigt hatten. Ich war dann auch der, der den Bestattern später die Wohnung öffnete und ihnen den Weg zur Leiche zeigte und bahnte. Das war eben keine besonders angenehme Aufgabe, weil man den Verwesungsgeruch nicht mehr ignorieren konnte und ich bis direkt zur Leiche musste.
 
areiland schrieb:
Diese Situation hat mich etwas schockiert, auch weil unsere Jungs seine Wohnsituation immer etwas beschönigt hatten.
Das tut mir sehr leid, das zu hören. Ich spreche aus Erfahrung. In der Trauer gibt es kein Richtig und kein Falsch. Nimm dir die Zeit zu trauern, wenn du möchtest. Und spreche über die Situation, wenn du das willst. Ich habe damals eine Trauerbegleitung in Anspruch genommen, was mir geholfen hat. Ich wünsche den beiden Jungs alles erdenklich Gute. Das ist keine leichte Situation. Mir hat Reden geholfen. Sprecht mit dem Bestatter, er kann euch Institutionen nennen, an die man sich bei Fragen und Hilfe zur Trauer wenden kann.
 
0815burner schrieb:
Ihr Mann ist gestorben und hat alle Passwörter mit ins Jenseits genommen, ebenso wie den Zugang zum Rechner
Als Idee noch, falls es ein Windows Rechner ist weil Microsoft noch immer eine Lücke offen hält wenn man Zugriff auf das Gerät hat:


Wenn du vom Account das Passwort resettest kommst du vermutlich auch an seine Emails und/oder gespeicherte Passwörter ran. In allen Browsern mal den Passworttresor checken, ob was drin ist...
 
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Eletron schrieb:
Das ist keine leichte Situation.
Es ist alles gut, mich hat es nur etwas schockiert, als ich sehen musste unter welch schlimmen Zuständen er hauste und letztlich starb. Wir waren ja später noch mehrmals in der Wohnung, weil wir alles an Unterlagen zusammensuchen mussten, die zu finden waren. Und das war alles andere als angenehm, weil ja ständig dieser Geruch in der Luft lag - den wir dann auch mit den Unterlagen und unseren Klamotten mit in unsere Wohnung trugen.

Inzwischen ist das aber auch erledigt, denn die Wohnung hab ich letzten Freitag räumen lassen. Mit der Beerdigung, die am Montag war, konnten dann auch meine Frau und die Jungs damit abschliessen. Ich selbst hatte ja nie eine engere Beziehung zu ihm, auch wenn wir immer wieder miteinander sprachen oder telefonierten. Das ergab sich halt zwangsläufig dadurch, dass ich seit langem mit seiner Ex-Frau verheiratet bin und er im gleichen Haus wohnte.

Das eigentlich tragische an dieser Geschichte ist ja, dass er vierzehn Tage vor seinem Tod ein kleines Erbe bekommen hatte, das eine recht stattliche Summe war und ihm für die nächsten zwanzig Jahre ein recht sorgenfreies Leben hätte garantieren können.
 
Rickmer schrieb:
Wenn du vom Account das Passwort resettest
Wenn die Festplatte nicht verschlüsselt ist, ausbauen, in USB Adapter und an anderen PC anschließen. Dann kann man sich als Administrator den Zugriff verschaffen.
 
Micha- schrieb:
Dann kann man sich als Administrator den Zugriff verschaffen.
Richtig, aber nicht Outlook (oder ein anderes Mail-Programm) als der User mit den gecachten Credentials starten.
 
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