News Wieder Brandgefahr: Anker ruft über eine Million Powerbanks zurück

Ranayna schrieb:
Wobei es schwierig ist den Ladezustand eines Lithiumakkus zu bestimmen, denn die Spannungskurve ist typischerweise sehr flach.
Aha, das ist mir neu. Die Entladekurve eines Li_Ionen Akkus sieht typischerweise so aus:

vapcell-u30.png


In "Fertiggeräten" wie Powerbank, Handy etc. kommt man aber typischerweise nicht so ohne weiteres an die Zelle heran um die Spannung zu messen.

Das Zellen Probleme machen, kann bei jedem Hersteller auftreten. Kürzlich hatte Hixon Akkus bestellt. 7 von 8 kamen mit 0V bei mir an (die Zelle hat nicht 0V, nur die äußeren Kontakte, zwischen Zelle und Akku sitzt ein BMS das abgeschaltet hat, deswegen 0V). Der Hersteller (Hixon) fand das ist kein Problem. Einer der akkus nach dem ersten Ladeversuch:

1749814689404.png

(das ist ein Li-Ionen Akku, kein NiMH Akku)

Bei Keeppower und Vapcell habe das gleiche auch schon erlebt. Das sind durchaus namhafte Hersteller. Wobei Hersteller ... ich glaube die produzieren nicht (alles) selbst, teilweise kaufen sie auch rohzellen ein. Und nichts anderes macht Anker auch. Welche Qualität Anker einkauft weiß ich nicht. Aber das BMS sollte eigentlich schlimmeres immer verhindern. Versagt das, macht der Akku dicke Backen (wie der Hixon). In sofern geht die Gefahr häufig gar nicht vom Akku selbst aus, sondern von anderen Komponenten.
 
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habla2k schrieb:
Wie lange wird das wohl dauern, bis so ein 10k mAh Akku von 60 auf 30% fällt? Zwei Monate? Drei? Ein halbes Jahr?
Hängt natürlich von vielen Faktoren ab, aber 1x pro Quartal würde ich auf jeden Fall prüfen und ggfs. nachladen.
 
habla2k schrieb:
Widerspricht sich das nicht? Wie soll man dauerhaft(!) lagernde Akkus denn ständig zwischen 50 und 60% Ladung lassen?
Das nennt man Akkupflege. Da Lithiumakkus kaum selbstentladung haben, reicht es, einmal im Monat den Ladestand zu checken. Wenn der Akku unter 50% hat, lädt man ihn auf 60% wieder auf. So kann man Akkus sehr lange sicher lagern.
 
Ranayna schrieb:
Vor einer Weile war ich extrem positiv vom Akku eines wenig benutzten Nintendo 2DS XL ueberrascht. Der hat, obwohl das Ding mit unbekanntem Ladezustand jahrelang in der Schublade lag, problemlos Ladung angenommen und auch mehrere Stunden durchgehalten.
Tatsächlich ist die Switch da auch sehr beeindrucken. Die habe ich eigentlich ständig im Dock und damit lädt sie ja auch immer. Trotzdem ist der Akku auch nach 5 Jahren noch kaum schlechter. Irgendwas macht Nintendo da richtig mit ihren Akkus.

Die neue Switch hat ja jetzt sogar die Funktion, dass sie nur bis 90% geladen wird im Dock.
 
habla2k schrieb:
Die habe ich eigentlich ständig im Dock und damit lädt sie ja auch immer.
Sicher, dass die dabei permanent geladen wird. Da sitzt ja zwischen Akku und Stromversorgung üblicherweise noch die Ladelektronik. Und wenn die durchdacht umgesetzt ist, unterbricht die die Stromversorgung zum Akku, wenn dieser einen bestimmten Ladestatus überschreitet und lädt immer nur mal mit kleinen Ladevorgängen nach, um den Stand zu halten.
 
Sie ist zumindest immer bei 100%, aber ob das wirklich 100% des Akkus sind wage ich mal zu bezweifeln, da wird es schon irgendwelche Schutzmechanismen geben.
 
mibbio schrieb:
Gibt es nicht auch Lagersysteme, in denen man die Akkus an eine Überwachung anschließen kann, die dann selbstsändig bei Bedarf wieder etwas nachlädt?
So etwas dürfte sehr teuer sein (in der Anschaffung und im laufenden Betrieb durch dauerhafte Stromkosten).
 
Relict schrieb:
Deshalb lade und entlade ich Akkus und Powerbanks nie unbeaufsichtigt, sprich nicht über Nacht im Schlaf oder während längerer Abwesenheit wie Arbeitstag.
Gelagert werden die in diesen silbernen feuerfesten Taschen für Li-Akkus
Nur doof, dass das Problem nicht nur während dem Laden auftritt.
Du müsstest die Geräte also NIE unbeufsichtigt und dauerhaft in diesen Taschen lassen.
 
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mibbio schrieb:
Sicher, dass die dabei permanent geladen wird. Da sitzt ja zwischen Akku und Stromversorgung üblicherweise noch die Ladelektronik. Und wenn die durchdacht umgesetzt ist, unterbricht die die Stromversorgung zum Akku, wenn dieser einen bestimmten Ladestatus überschreitet und lädt immer nur mal mit kleinen Ladevorgängen nach, um den Stand zu halten.
Ist bei Laptops genauso, die ständig in der Dockingstation hängen. Da wird vielleicht bis 90 oder 95 % geladen und dann erst mal wieder ein paar % entladen, bevor wieder nachgeladen wird.
 
Azeron schrieb:
Ok, danke. Das ist ja geil. 300€ ist ja geschenkt im Vergleich zu dem was man an finanzieller Belastung hat wenn dir die Wohnung abbrennt. Glaube das werde ich mir gönnen.
alternativ - ne blechdose mit sand drin. kostet 3,50€. dank mir später.
 
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Syrato schrieb:
Stand Anker nicht mal für Qualität?
Wann soll das der Fall gewesen sein? Anker ist wie Medion, Massenhersteller der immer auf Kosteneffizient geschaut hat. Nichts dolles, nichts wirklich gutes. Inline ist auch so eine Marke. Schwebt alles kurz über No-Name. Was jetzt negativer klingt als es sein soll. Ist ein bisschen überspitzt formuliert.
 
h00bi schrieb:
Nur doof, dass das Problem nicht nur während dem Laden auftritt.
Du müsstest die Geräte also NIE unbeufsichtigt und dauerhaft in diesen Taschen lassen.
Ok, das hätte ich jetzt nicht derart problematisch eingeschätzt. Gleich mal KI dazu befragt. Besonders Punkt 1 und 2.

Warum kann eine Powerbank im Ruhezustand gefährlich werden?

  1. Defekte Lithium-Ionen-Zellen
    Die meisten Powerbanks enthalten Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus. Diese können bei internen Schäden (z. B. Mikrorisse, Herstellungsfehler) thermisch durchgehen – also plötzlich überhitzen und Feuer fangen.
  2. Überalterung oder schlechte Qualität
    Billige oder alte Powerbanks mit schlechter Schutzschaltung oder beschädigtem Gehäuse sind besonders anfällig.
  3. Wärme oder falsche Lagerung
    Lagerung an heißen Orten (z. B. in der Sonne, über Heizungen) oder in feuchter Umgebung kann die Powerbank beschädigen und das Risiko erhöhen.
  4. Restladung und Tiefentladung
    Eine lange Lagerung ohne gelegentliches Nachladen kann zu Tiefentladung führen – manche Akkus reagieren darauf instabil, besonders beim späteren Wiederaufladen.
 
Habe ebenfalls genau das Modell seit Jahren im Einsatz (meistens zum Laden der Di2 am Rennrad, selten für's Smartphone oder die Watch).

Serialnummer ist kaum noch zu lesen, aber alle Varianten die ich bei Anker eingebe sind auf deren Liste den Rückruf. Also definitiv auch außerhalb der USA verkauft. Habe die von Amazon 2017 gekauft.
 

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DerMond schrieb:
Würde mal behaupten dass andere Hersteller ähnliche Probleme haben, dies aber nicht so öffentlich angehen und auch nichts offiziell zurückrufen.

Wenn ich allein an den ganzen gefährlichen Müll denke der da bei Aliexpress verkauft wird. Ist natürlich leichter etwas zu verkaufen wenn keiner weiß woher etwas stammt und wenn mal etwas passiert, ist der Verkäufer und Hersteller unerreichbar.
AliExpress und vorallem Temu. Es ist erschreckend, wieviele Leute sich dort den ganzen Elektroschrott kaufen und sich keine Gedanken um Produktsicherheit machen. Dabei ist es egal, ob es um Brandgefahr bei z.B. Akkus geht oder um toxische Stoffe in z.B. Kinderspielzeug. Es ist günstig, also wird blind gekauft.

Rückrufaktionen sind für Hersteller immer ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist es absolut richtig, dass sie es zurückrufen, aber hier in den Kommentaren kann man schön sehen, dass das auch durchaus einen negativen Eindruck bei vielen hinterlässt. Das traurige daran ist, dass arschige Hersteller, die nichts zurückrufen, diesem negativen Image komplett aus dem Weg gehen, obwohl ihre Produkte ggf. noch viel schlechter sind.

Wenn ich also sehe, dass ein Hersteller regelmäßig Produkte zurückruft, dann kann ich mir halbwegs sicher sein, dass sie ihre Produkte wenigstens prüfen und Probleme ernst nehmen. Klar, das sollte nicht ständig vorkommen, aber wie viele Billighersteller gibt es auf dieser Welt, die Schrott auf den Markt schmeißen und sich danach nicht darum scheren...
 
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Also ich bin schon erstaunt, wieviel Unwissen hier über LiPo Akkus herrscht, und dass dazu sogar eine KI befragt werden muss.
Eigentlich steht das alles auch in den Anleitungen und Beipackzetteln der Geräte - nur liest die kaum jemand, dabei haben diese Hinweise dort durchaus ihre Berechtigungen.
Klar, die meisten Akkubrände passieren im Zusammenhang mit Ladevorgängen. Sei es Überhitzung, oder ungeeignete Ladegeräte, oder defekte Kabel. Aber es kann eben auch der (zugegeben sehr seltene) Fall eintreten, dass ein interner Fabrikationsfehler oder interner Defekt vorliegt.
 
Syrato schrieb:
Stand Anker nicht mal für Qualität?
Zum Glück gibt es auch andere Marken. Ich dachte auch, dass sie qualitativ mal besser waren. Kann mich auch täuschen, aber es hat heute den Eindruck von Massenware zu hohen Preisen.
 
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