Windows 10 zum Mieten in absehbarer zukunft ?

Die Enterprise-Modelle kommen doch genau ohne Telemetrie und als lts-Modell daher, zumindest optional war das immer so kommuniziert. Große Firmen und auch Banken setzen auch immer mehr auf Citrix-Systeme und erst die Tage würde bekannt, dass MSFT die eigenen Dienste zu Gunsten von Citrix einstampft, da haben sie also wohl mehr als einen Fuß in der Tür. Zudem rechnen Unternehmen anderes als Otto-Normalbürger.
 
@ Lost73:

Kurzfassung:

Nein, an dem "Gerücht" ist nicht wirklich was dran!

Im Details:

Die Spekulationen im Vorfeld der Veröffentlichung von Windows 10 beruhten, wie bisy schon anführt, auf das "erfolgreiche" Abo-Modell von Office 365, das neben der Kaufversion auch vertrieben wird und der Kaufversion im Kern voraus hat, dem Nutzer stets die aktuellste Version der Office-Suite ohne zusätzliche Kosten anbieten zu können.

Und genau dieser Punkt wurde aufgegriffen, als MS "mißverständlich" erklärte unter Windows 10 nicht mehr nur als simples OS sondern als Service ("Windows as a service") verstehen zu wollen, der dem Endnutzer die aktuellste OS-Version ohne jegliche Zeitbegrenzung zur Verfügung stellt, da Windows 10 eh das letzte OS von Microsoft sein solle.

Daraufhin wurde auf vielen bekannten Blogs, Technikseiten alle möglichen Varianten der Monetänisierung von Windows 10 vorgestellt, bei denen die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwanden, weil es zu dem Zeitpunkt (2014) eben natürlicherwiese noch keine Fakten gab, die man an die Leserschaft weitergeben konnte.

Vom kostenlosen Basis-Modell ,das um kostenpflichtige Serviceprodukte erweiterbar gewesen wäre bis hin zu einer Bezahlmethode, das monatliche Beiträge vorgesehen hätte, wurden alle möglichen Spielarten eines Abo-Modells vorgestellt, weil sich kein Medium vorstellen konnte, das MS mit dem OS "kein" Geld mehr verdienen wollte und deshalb versuchen zunächst die Nuzter des kostenlosen Upgrades in diese Art von Abo-Modell locken zu wollen bzw. an ein solches zu gewöhnen.

Letztlich hat MS ja das kostenlose Upgrade rausgehauen und bislang keine Pläne verlautbaren lassen ein Abo-Modell ähnlich dem von Office 365 in naher Zukunft umsetzen zu wollen, sondern setzt immer noch auf die Kombination aus Kauf - und OEM-Lizenz. Allerdings befinden wir uns auch erst am Beginn der Phase nach dem kostenlosen Upgrade. Trotzdem spricht momentan zumindest so ziemlich alles gegen ein solches Abo-Modell. Aber you never know....die Zukunft wird es zeigen.

Die entscheidende Frage in dem Punkt hat zeromaster schon aufgeworfen: Wie viel verdient denn MS eigentlich mit den Kauf-Lizenzen von Windows? Da dank der vorinstallierten OEM-Lizenzen ist das OS auf den meisten Kaufgeräten (PC, Laptop, Tablet) von Haus aus weit verbreitet ist und die Nutzerschaft, die ihre Rechner selbst zusammenbastelt und somit in der Regel auf eine Kaufversion (Retail/OEM) zurückgreifen muss, nicht die Mehrheit bildet, verdient MS nicht mehr wirklich im Privatkundengeschäft, sondern verbuchte dort sogar ein Minus. Das Hauptaugenmerk liegt also wohl eindeutig im Business.

Und dort hat MS neben den Enterprise-Volumenlizenzen eben bald auch ein Abo-Modell, das mit 7 $ / Monat zu Buche schlagen soll. Das kann sich für Geschäftskunden, die sich eine Volumen-Lizenz vorerst sparen wollen, durchaus rechnen. Auch ein Grund warum MS die Pro Version wohl ein klein wenig beschnitten hat (Stichwort: Gruppenrichtlinien) um dieses Angebot noch attraktiver zu machen.

Auf welche Weise will man aber einem Privatkunden, der für nur ca. 100 -150 € eine lebenslange Lizenz erwirbt, ein OS schmackhaft machen, dass jährliche Kosten von fast 90 € auf für Ihn bereithält, nur um im wesentlichen das selbe Produkt nutzen zu können? Das ergäbe überhaupt keine Sinn. Zumindest wenn wir von der OEM-Version sprechen. Bei den Preisen der Retail-Version und den damit verbundenem Support wäre das natürlich schon wesentlich praxisnäher. Nur wer kauft (zumindest in Deutschland) denn wirklich noch die Retail-Version?

Das ausgerechnet Linux-User ihre Vorbehalte gegen MS/Windows haben, bzw. eventuell sogar erst wegen Windows 10 zu Linux "geflüchtet" sind, mag ja verständlich sein, ironischerweise hat MS die Scheuklappen ihrerseits ja längst abgelegt und bekundet sogar lauthals Linux lieben zu wollen. Dem haben sie in Kooperation mit Ubuntu ja auch unlängst Taten folgen lassen, seit sie Windows 10 als Subsystem ein Ubuntu samt Bash zur Seite gestellt haben ;)

Wobei man fairerweise zugestehen muss, das Canonical (Ubuntu) von Haus auch gern mal als Linux-Pendant zu MS gesehen werden kann ^^

Und selbst wenn ein Abo-Modell in der Pipeline läge, käme es, wie Yuuri ja schon treffend anführt hat, ja auf die Ausgestaltung des selbigen an. Sollte sich die monatliche Pauschale so gestalten, dass man im Endeffekt für 2-3 Jahre Nutzung nicht mehr sondern vergleichsweise weniger als für eine entsprechende Kauf-Lizenz (Retail oder OEM) bezahlen müsste dann wäre das für so manchen Nutzer sicher sogar vorteilhaft. Aber die Masse wird nach wie vor die Geräte mit vorinstalliertem Windows kaufen und nutzen, wo will MS da denn ein Abo-Modell implentieren, das von den Kunden angenommen werden würde?

Gruß St. Clair


@ U-L-T-R-A:

Genau deshalb nutzen Firmen Windows 10 Enterprise wo Telemetrie "Zwangsupdates" per Gruppenrichtlinie komplett abschaltbar sind.

Und das bald eingeführte Abo-Modell für Enterprise mag ja nicht interessant für Großunternehmen sein, die bereits hervoragende Konditionen für eine Einzelplatz-Lizenz besitzen, aber für alle anderen, die eine Enterprise-Lizenz benötigen und sich Lizenzkosten sparen wollen, bietet sich dank Abo-Modell zumindest ein lukratives Angebot, welches sie in Bälde nutzen können.

Vielleicht willst Du auch gar nicht wissen mit welchem OS dein Geldinstitut intern noch arbeitet, da sind Telemetriedaten eventuell sogar noch das geringste Problem. Gespart wird all zu oft am falschen Ende wie hopon ja leider nur all zu plastisch schildert. XP ist trotz bezahtler Security-Updates eben nicht mehr wirklich eine Alternative. Aber erzähl das mal deinem Geldautomaten ^^

Gruß St. Clair


@ hopon:

Dieselbe Standardantwort: Enterprise ist nicht vergleichbar für die Versionen für private Endnutzer. Apfel - Birnen Vergleich.
Diese vermeintlichen "Zwangsupdates" dienen dem Zweck, dein System sicherer zu gestalten und die Fragmentierung von Windows-Systemen zu minimieren. Feature-Updates wie das Upgrade auf 1607 sind in der Pro-Version zürückstellbar. Wo genau siehst Du da jetzt Gängelung seitens MS? Welche extremst persönlichen Daten verwandelt MS denn in Geld? Kannst Du da konkrete Daten und Zahlen nennen oder beruht das allein auf dein Bauchgefühl?

Und wie AdoK schon erwähnt: ein Abo-Modell für die Enterprise-Version ist bereits angekündigt worden und kann ab Oktober 2016 für Firmen genutzt werden.

Und die Enterprise-Version braucht nicht in Ruhe gelassen zu werden, weil das im Service-Paket bereits enthalten ist: Systemupdates auf Wunsch und Abschaltung der Telemetrie. Das ist ein Business-Produkt, das Administration erfordert und eben auch ermöglicht.

Deinen Optimismus in Ehren aber 30+ X Jahre ist das eine Anspielung auf das Anniversary Update oder warum glaubst Du, dass eine solche Software in dem Zeitabstand überhaupt noch extieren oder notwendig sein wird?
Das Unternehmen den Posten Software möglichst gering mit Ausgaben belasten wollen ist nur all zu verständlich, vor allem wenn der Wechsel der Software einen Wechsel der Hardware nach sich zieht, der unnötig oder zu kostspielig ist. W10 hat aber auch etwas mehr auf dem Kasten als nur als Spielemaschine dank DX12 zu funigieren.

Gruß St. Clair


@ThomasK_7

Ähm, der Grund für das kostenlose Angebot des W10-Upgrade war ja unter anderen gerade der Punkt das MS schon mit Windows 8/8.1 keine schwarzen Zahlen geschrieben hat. Das Privatkundengeschäft ist auch schon lange nicht mehr die entscheidende Einnahmequelle von MS. OEM-Lizenzen von Fertig-PC/-Laptops nehmen sowieso den größten Posten in der Verteilung bei den Konsumenten ein. Der Markt für Einzelverkäufe ist im Grunde obsolet geworden, weil die große Masse eben mit einem vorinstallieren OEM-Windows arbeiten wird. Die Nutzer von PCs der Marke Eigenbau sind zwar nicht komplett irrelevant, machen aber im Kern den Kohl auch nicht fett.

Und auch an Dich die Frage, welche Daten persönlichster Art, explizit von MS zu Geld gemacht werden? Und ja MS kann tatsächlich nicht allein von eingeblendeter Werbung leben, weshalb sie wohl auch ein komplett anderes Geschäftsmodell als Google haben. Gerade weil MS gar nicht von Werbeeinahmen leben kann, sollte klar sein, dass sie auch gar nicht er darauf aus sind Werbeeinnahmen generieren müssen, und deshalb auch kein wesentlicher Teil der Firmenstrategie sein kann. Dieser argumentative Widerspruch vermag dir nicht aufzuifallen? Was nicht heißen soll das zumindest in bestimmten MS-Apps keine Werbung geschaltet werden würde. Dass das nervig sein kann, kann ich nachvollziehen.

Und "M$" ist sowas von 2000. MS hat ganz sicher keinen Heiligenschwein, aber viele Entwicklungen der jüngsten Zeit bei MS wären damals pure Blasphemie gewesen. MS ist transparenter geworden, öffnet sich Linux, OS-Bestandteile wie Power-Shell werden Open-Source. MS streitet vor Gericht um Datenschutzrechte. Das hat nicht mehr viel mit den immer noch verwendeten Klischees gemein, die man aktuell immer noch überall antrifft. Wie gesagt man muss MS nicht mögen, aber alles zu verteufeln was aus Redmonton kommt, hat uns Google beschert. Klingt für mich eher nach Lose-Lose als Win-Win.

Und nach dem Ablauf des kostenlosen Upgrades gilt mehr denn je -> Wer nicht auf W10 wechseln will kann sein altes Windows-System weiterhin nutzen. Darf sich aber auch nicht wundern dass MS, das Update-Prinzip der kumulativen Updates bald auch für Windows 7/8 einführen wird. Sind das dann eigentlich auch Zwangsupdates?

Gruß St. Clair


@ zeromaster:

Dito. Genauso siehts aus.

Gruß St. Clair
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast Du irgendwelche konkrete Zahlen, dass M$ mit Windows 8./8.1 im Privatkundengeschäft Verluste gemacht hat?
 
Naja win8/8.1 kann nie weit über die 20% Marke der genutzten Betriebssystem hinaus, kann mir nicht vorstellen, das damit große Gewinne gemacht wurden.
 
Modin666 schrieb:
Tja, das hast du Recht. Je nachdem, wie die Lizenzvereinbarung aussieht, und die ich auch nicht lese. Aber dazu gab es ja auch ein Gerichtsurteil, das verkündet hat, dass es dem Kunden nicht zuzumuten ist, jede Lizenzvereinbarung zu lesen bei Produkten, die man ohne Bestätigung garnicht nutzen kann, man die Lizenztexte aber erst zu lesen bekommt, nachdem man schon gekauft hat. Im Umkehrschluss heißt das, dass wenn es den Anschein hat, dass ich das Produkt, wie zum Beispiel ein OS oder Spiel, mit dem Kauf besitze - ich bekomme ja ein Paket sammt CD/DVD mit Software etc - dann gehört das mir und die Lizenzen sehen zwar alle schön und gut aus, aber haben in letzter Instanz nur beschränkten Einfluss.

Ja, du bist Besitzer der Software, nicht Eigentümer. Der Lizenzgeber kann dir die Lizenz auch wieder entziehen. Dann besitzt du die CD und die Software immer noch, darfst die Software aber nicht mehr nutzen (rein Rechtlich selbstverständlich). Die mittlerweile allgegenwärtigen DRM Systeme (z.B. Steam oder Origin) setzen genau dies um. Sie zwingen dich die Software so einzusetzen wie es der Lizenzgeber vorgesehen hat und nicht so wie du es willst.
Das einzige Gerichtsurteil das bei mir in dem Zusammenhang hängengeblieben ist, ist dass du Software zurückgeben darfst wenn du mit den Lizenzvereinbarungen nicht einverstanden bist und sie erst nach dem Kauf zu Gesicht bekommen hast.
 
bisy schrieb:
Naja win8/8.1 kann nie weit über die 20% Marke der genutzten Betriebssystem hinaus, kann mir nicht vorstellen, das damit große Gewinne gemacht wurden.

Ein Thema nebenbei.
Win95/98-WinME-XP-Vista-Win7-Win8.x-Win10
irgendwie ist jede 2. OS-Generation eine Art Beta.

XP und Windows7 waren/sind gigantische Einnahmequellen, Windows10 zielt privat eher auf den app-Markt und auf mobile Geräte, der sehr lukrativ ist. Ich denke es fängt hier ein neuer OS-Krieg an oder ist schon entschieden?
Zudem verdient MS an Unternehmen, die teilweise immer noch XP und vor allem Win7 einsetzen, und an vielen vielen Nebengeschäften.
Private Kunden, die sich in mrd-Größen bewegen, sind aber trotzdem nicht zu vernachlässigen.

Win7 könnte MS zum Verhängnis werden, daher auch das kostenlose Upgrade-Angebot.
 
Zuletzt bearbeitet:
DocWindows schrieb:

Die bekanntesten Urteile dazu sind das Half Life 2 Urteil des BGH:

http://juris.bundesgerichtshof.de/c...tum=Aktuell&Sort=12288&nr=52877&pos=4&anz=634

Der urheberrechtliche Grundsatz der Erschöpfung des Verbreitungsrechts wird nicht berührt, wenn der Berechtigte das von ihm geschaffene, auf DVD vertrie-bene Computerspiel so programmiert, dass es erst nach der online erfolgten Zuweisung einer individuellen Kennung genutzt werden kann, und wenn er sich vertraglich ausbedingt, dass diese Kennung nicht an Dritte weitergegeben wer-den darf. Dies gilt auch dann, wenn die DVD mit dem Computerspiel wegen der ohne Kennung eingeschränkten Spielmöglichkeiten vom Ersterwerber praktisch nicht mehr weiterveräußert werden kann.

Und das Green-IT Urteil des EuGH:

https://openjur.de/u/856406.html

a) Verfolgt der in erster Instanz erfolgreiche Kläger mit einem erstmals im Berufungsrechtszug gestellten Hilfsantrag dasselbe Klageziel wie mit dem erstinstanzlich erfolgreichen Hauptantrag, stellt dies keine Klageerweiterung dar, die mit der Anschlussberufung geltend gemacht werden muss (Fortführung von BGH, Urteil vom 22. Januar 2015 - I ZR 127/13, NJW 2015, 1608).

b) Räumt der Inhaber des Urheberrechts an einem Computerprogramm dem Erwerber einer Programmkopie das Recht zur Nutzung für die gesamte Zeit der Funktionsfähigkeit des Computerprogramms ein, liegt eine Veräußerung im Sinne von § 69c Nr. 3 Satz 2 UrhG vor, die zur Erschöpfung des Verbreitungsrechts an der Programmkopie führen kann.

c) Die Erschöpfung des Verbreitungsrechts an der Kopie eines Computerprogramms gemäß § 69c Nr. 3 Satz 2 UrhG erstreckt sich auf das Recht zum Weiterverbreiten der Programmkopie sowohl durch Weitergabe eines die Programmkopie enthaltenden Datenträgers als auch durch Bekanntgabe eines zum Herunterladen des Programms erforderlichen Produktschlüssels. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Weiterverkäufer die „erschöpfte“ Kopie des Computerprogramms seinerseits von dem Verkäufer durch Übergabe eines Datenträgers oder durch Bekanntgabe des Produktschlüssels erhalten hat.

d) Wird die „erschöpfte“ Kopie eines Computerprogramms durch Bekanntgabe des Produktschlüssels weiterverkauft, setzt die Berechtigung des Nacherwerbers zum Herunterladen und damit Vervielfältigen des Computerprogramms nach § 69d Abs. 1 UrhG voraus, dass der Vorerwerber seine Kopien dieses Programms zum Zeitpunkt des Weiterverkaufs unbrauchbar gemacht hat.

e) Der Markeninhaber muss es nach Art. 13 Abs. 2 GMV nicht hinnehmen, dass seine Marke für den weiteren Vertrieb der von ihm oder mit seiner Zustimmung unter dieser Marke in Verkehr gebrachten Kopie eines Computerprogramms verwendet wird, wenn die ernstliche Gefahr besteht, dass der Erwerber der Kopie das Urheberrecht am Computerprogramm verletzt (Anschluss an BGH, Urteil vom 6. Oktober 2011 - I ZR 6/10, GRUR 2012, 392 = WRP 2012, 469 - Echtheitszertifikat).
 
@St. Clair
Gerne habe ich Deine nachvollziehbare verteidigende und begründete Haltung zu W10 gelesen und möchte Dir auch kurz antworten.

Vorweg: Auch wenn ich Windows schon lange nutze (ab W95), so bin ich dennoch eher nur ein einfacher MS-Office Anwender und abgesehen von kleinen Pannen (die wir alle irgendwie erleiden mussten) bisher mit Windows immer gut klargekommen. Je weniger ich in die „Innereien von Windows“ vordringen musste und ich MS irgendwie vertrauen konnte, desto willkommener. Vertrauenserweckend klasse fand ich es auch, dass MS mich wenige Tage vor dem Wechsel zur Jahrtausendwende per Tel anrief, ob ich die paar wenigen vorbeugenden Einstellungen erfolgreich geschafft hätte.


Als ich zu meinem täglichen XP mein zudem seit Jahren parallel existierendes W7 (inkl Office) upgradete, traf mich jedoch der Schock, als ich mit W10 aufgrund von „dualboot“ auf meiner weiteren Datenfestplatte plötzlich Dateiverlust erlitt (ich schrieb dazu hier https://www.computerbase.de/forum/t...-laufwerke-dateien-betriebssystem-xp.1605020/ ), wenn auch ohne großen Schaden - danke meiner Sicherungen. Mein Vertrauen zu MS lag am Boden. Ein unter W10 Ausschalten des PC, war als Grundeinstellung neuerdings lediglich ein standby und verursachte mir diese Probleme und bezeichne es als Frechheit und Dummheit seitens MS.


Zwangsupdates / Einstellungen
Wenn es sinnvoll ist, „kumulative Updates“ pflichtweise vorzunehmen, um das Betriebssystem zu gewährleisten, hätte ich ja gar keinen Einwand, wenn ich MS vertrauen könnte. Wenn seitens MS jedoch individuelle und insbesondere relevante Einstellungen (meine Abschaltung Hybridstart/W10) eventuell plötzlich einfach wieder geändert würden und ich fortan immer alles überprüfen müsste, dann geht das zu weit.

Ausspionieren seitens MS
Datensammeln / Nutzungsgewohnheiten ist ein weites Feld und gar nicht immer personenverifiziert. Lediglich die genutzte IP Ad ermöglicht meines Wissens noch keine Zuordnung / Personen ID, sondern läßt automatische Rückschlüsse lediglich auf die Region zu. Kann die Nutzung eines PC`s jedoch immer auch einer verifizierten Person zugeordnet werden, sähe dies ganz anders aus. Diese Problematik wird in Zukunft auch anderweitig deutlich an Relevanz gewinnen und wäre mal ein ganz eigner Diskussionsfaden wert.

Um weiterhin existieren zu können, wird MS natürlich Geld verdienen müssen. Sofern MS sich jedoch ungefragt herausnimmt relevant Personenbezogens auch noch zu Geld zu machen, dann ist für mich auch gerne Schluß mit MS. Für heute noch junge Menschen kann die ungehemmte Verkommerzialisierung „Mensch“ vereinzelt durchaus zum Verhängnis werden und dann wiederum auch für weitere unter uns von erheblicher Bedeutung sein.
 
hopon schrieb:
Ein unter W10 Ausschalten des PC, war als Grundeinstellung neuerdings lediglich ein standby und verursachte mir diese Probleme und bezeichne es als Frechheit und Dummheit seitens MS.
Die anderen 99% der Nutzer, die keine solche Konstellation nutzen, würden es auch blöd finden, wenn der Rechner 3x so lange zum Booten benötigt...
 
rille schrieb:
Die anderen 99% der Nutzer, die keine solche Konstellation nutzen, würden es auch blöd finden, wenn der Rechner 3x so lange zum Booten benötigt...

Hä, was redest du da ?
Die seit immer bekannte Funktion Standby wurde/würde doch nicht abgeschafft.
Auch viele, die ihre Stromleiste wie gewohnt (nachts / dachten ja den PC ausgeschaltet zu haben) abschalteten, bekamen plötzlich Probleme (das Forum steht voll davon, ist in diesem Faden aber nicht das Thema) .
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht um den Schnellstart. Damit gibt es auch beim kompletten Trennen vom Stromnetz kein Problem. Wenn man natürlich den Rechner in den Standby schickt und dann vom Strom trennt...
 
Zumindest brauche ich mich nicht dumm anmachen zu lassen. Wieder mal einer für die Ignorierliste.
 
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