Windows müllt langsam zu

kali-hi schrieb:
Eben, und nur der Trim ... ist halt nicht effektiv.
Dir fehlt einfach der Einblick über das gesamte Optimierungsverfahren und wie komplex es ist.

Die Windows Laufwerkspflege orientiert sich an dem DiskType und wird über verschiedene Tasks automatisiert getriggert (Laufzeit des PCs, ob im IDLE, letzte Laufzeit etc.):
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Um das zu verstehen musst du also schon mal die Trigger in der Aufgabenplanung kennen und verstehen.

Der Disktype selber ist schnell über eine Powershell abgefragt:
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HDD und SSD sind für den Consumer die bekanntesten, es gibt durchaus noch mehr Types und Parameter die Windows abfragt, z.B. optische Laufwerke oder Storage Pools (Windows internes Block Raid). Werden Block-Raids genutzt fragt Windows Intern auch diese ab, in etwa so:
1765016831655.png

Ein Device in einem Storage Pool z.B. läuft in eine ganz andere Art der Optimierung, wieder zu finden in der Aufgabenplanung:
1765016861778.png


Natürlich kannst du diese Optimierungen auch händisch starten:
1765017125181.png

1765017133117.png

Notwendig ist das aber nicht. Vergiss also alle Schlangenöl – Software. Lass Windows seine Arbeit machen.
 
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kali-hi schrieb:
Ich habe jetzt mal Visual Studio und einige Spiele deinstalliert, und siehe da:
Loriot: Ach! 🤷‍♂️
BFF schrieb:
Ist aber immer noch nicht das Windows was Deinen Datentraeger "vollmuellt".
Die 90er haben gerade angerufen und wollen ihre Windows-Versionen zurück. 😂
Baltimore schrieb:
Das erklärt auch, weshalb die Leute so selten ein Backup anlegen. :D
Bei mir dauert das keine 5 Minuten.
Wenn man es logisch anlegt, dann braucht auch ein Backup von einer 2 TByte und 4 TByte HDD zusammen keine halbe Stunde für differentielle und/oder inkrementelle Versionen. (Über einen SuperSpeed USB 10Gbps-Anschluss, den die Zielfestplatte nicht mal ansatzweise ausreizen kann)

Man muss sich halt für sich selbst im Klaren sein, welche Daten man sichern möchte und welchen Aufwand an Zeit und Arbeit man beim Recovern selbst investieren möchte.
Wer sein BS fast im Ausgangszustand betreibt, der hat dieses natürlich auch schnell wieder aufgesetzt. Gilt aber nicht für pauschal für alle User.
kali-hi schrieb:
Admin-Konsole: powercfg -h off
Bedeutet im Klartext: Kein Ruhezustand = Wenn im Standby sind alle Daten, die nicht gespeichert wurden weg.
Man muss halt selbst abwägen, ob die wenigen Gigabyte das Risiko wert sind.
Ja_Ge schrieb:
Nein, und es hat einen Grund warum Windows schon lange eine Defragmentierung von SSDs ausschließt.
Kleine Ergänzung: Und die Windows-Defragmentierung reicht für HDDs der heutigen Größe mehr als aus. Diese Spezialprogamme - z. B. O&O Defrag - betreiben einen sehr hohen (Zeit)Aufwand um Daten auf einer HDD hin und herzuschieben, der nicht mehr im Relation zum Nutzen steht. - not only jm2c
Ab und an grob mit der Windows-Funktion aufräumen reicht vollkommen.
Ja_Ge schrieb:
Dir fehlt einfach der Einblick über das gesamte Optimierungsverfahren und wie komplex es ist.
Streng genommen fehlt das allen Usern, die die innere Logik des SSD-Controler nicht kennen.
Also so gut wie die Menge aller User. 😅
TRIM teilt dem Controller ja lediglich mit, was "weg kann". Das wissen wir.
Was dann der Controller im Anschluss genau anstellt, wissen wir nicht wirklich und hoffen das Beste bzw. dass die betreffenden Daten tatsächlich (nicht wiederherstellbar) gelöscht werden. 😉
 
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@mchawk777
Zwischen HDDs und SSDs muss man noch einmal differenzieren, aber mir drängt sich verstärkt der Eindruck auf, dass Windows Defragmentierung und Optimierung bei SSDs so gut ~ "nichts macht". Und ein Durchlauf von Auslogics Optimizer hat diesen Verdacht auch erhärtet. Heißt so viel wie, auch bei SSDs kann eine Optimierung/Defragmentierung (welche Daten stehen in welchen Sektoren, wie sind sie angeordnet...) gelegentlich(!), also zum Beispiel einmal im Monat oder wenn viel bewegt wurde... sinnvoll sein.

Und ja, leider habe ich vorher und nachher keine Startzeiten gemessen, ich habe aber den Eindruck, dass es jetzt schneller ist.

powercfg -h off halte ich auch für sinnvoll, wenn man a) etwas mehr Platz möchte und b) diese Funktion an sich gar nicht braucht. Ich zum Beispiel fahre entweder komplett runter oder sperre nur den Bildschirm.
 
kali-hi schrieb:
Zwischen HDDs und SSDs muss man noch einmal differenzieren, aber mir drängt sich verstärkt der Eindruck auf, dass Windows Defragmentierung und Optimierung bei SSDs so gut ~ "nichts macht". Und ein Durchlauf von Auslogics Optimizer hat diesen Verdacht auch erhärtet.
Wie kommst du darauf? Weil dir ein Produkt das genau so anzeigst wie du dir das wünscht / es erwartest und du damit potentieller, weil begeisterter Käufer werden könntest?

@cartridge_case hat es genau richtig beschrieben, lies noch mal alles in Ruhe und überdenke deine festgefixte Meinung.
 
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kali-hi schrieb:
Eben, und nur der Trim ... ist halt nicht effektiv.
Eieiei

Trim nicht effektiv, Windows müllt sich selber voll, dabei sitzt das Problem vor dem PC.

Wie schon so oft, es sind die anderen Schuld aber dafür gibt es ja "Verschlimmbesserungstools". Wenn es Dir hilft, dann ist ja alles gut, denk mal über einen Aluhut nach, hilft bestimmt auch..........nicht.

CU
redjack
 
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Nein, das ist nicht gemeint.
Du drückst die Windowstaste und gibt Indizierung ein. Im Bild 1)
Da öffnet sich das rechte Fenster im Bild 2) bei 2) klickst du ändern an.
Da öffnet sich das Fenster mit all deinen Laufwerken, und klickst alle an. Dann unten OK
Jetzt laufen lassen bis Indizierung beendet erscheint in Bild 2)
Indiziereungsoptionen.png


Wenn du den Link gelesen hättest, da steht es so drin.
Beschreibung.png
 
kali-hi schrieb:
dass Windows Defragmentierung und Optimierung bei SSDs so gut ~ "nichts macht".
Ich bin mir sehr sicher das die ausreichend macht mit dem TRIM. Den Rest macht der Controller der SSD mit seinem GC.
 
ab und an macht das Windows Ding auch ein richtiges Defragmentieren bei SSDs wenn VSS aktiviert ist, weil sonst die Performance in den Keller gehen kann:

Storage Optimizer will defrag an SSD once a month if volume snapshots are enabled. This is by design and necessary due to slow volsnap copy on write performance on fragmented SSD volumes. It’s also somewhat of a misconception that fragmentation is not a problem on SSDs. If an SSD gets too fragmented you can hit maximum file fragmentation (when the metadata can’t represent any more file fragments) which will result in errors when you try to write/extend a file. Furthermore, more file fragments means more metadata to process while reading/writing a file, which can lead to slower performance.
 
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IDontWantAName schrieb:
Schau ob du von dem langsamen Lesen alter Dateien betroffen bist.
Wobei er ja jetzt die "Defragmentierung" hat durchlaufen lassen, man das also jetzt im Nachhinein schlecht testen kann. Da müsste er in nem Jahr oder so nochmal prüfen. Und falls die SSD wirklich unter Read Speed Degradation leidet, nimmt man besser Diskfresh und kein Defragmentierungsprogramm, welches für HDDs gedacht ist.
 
@PonJoe58 Die Indizierung macht Windows doch wieder langsam(er).

@BFF Lass gut sein, beweisen kannst du nichts, da eben proprietär.
 
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