Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD?

extasy

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Wenn es der reaktionäre Koch tatsächlich schaffen sollte und sich wieder zum Ministerpräsidenten in Hessen kühren lässt, könnte ich mir vorstellen das sich Frau Ypsilanti sehr gut als Kanzlerkandidatin der SPD anbieten würde.

Was hat die SPD denn zur Zeit personell anderes anzubieten ? Frau Ypsilanti jedoch könnte durch ihre sehr erfrischende und sympatische Art punkten und auf ihren erfolgreichen Wahlkampf in Hessen verweisen. Als attraktives Gegenstück gegenüber der drögen Merkel währe sie doch geradezu geschaffen dafür.

Was meint ihr zu dieser Spakulation ? Lasst uns mal in die Kristallkugel schauen. Ach, währe Ypsi doch bei uns in der Partei :love:
 
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mosquito87

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

Wird wohl eher (meiner Meinung nach) auf Kurt Beck hinauslaufen.
Wenn wir mal ehrlich sind hat Ypsilanti die Wahl in Hessen doch nur so erfolgreich abgeschlossen, weil Koch sich mit seiner Wahlkampagne selbst ins Bein geschossen hat.
 

extasy

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

Nein, Ypsi hat mit ihrem schönen Lächeln, und natürlich mit ihren linken Inhalten gewonnen. :D Meiner Meinung nach :rolleyes:
 

th3o

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

Ich finde Frau Ypsilanti zwar recht sympathisch aber ich habe wenig Ahnung von ihrer konkreten Politik.
Denke auch, dass Beck der Kanzlerkanditat sein wird aber wenn es nach mir ginge würde ich lieber Steinmeier aufstellen. Macht auf mich den seriöseren Eindruck und überdies ist das auch nicht so eine Rampensau wie zb damals Schröder und auch Fischer.
 

keshkau

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

Wenn ich über potenzielle Sympathiewerte der Kandidaten spekulieren müsste, dann würde ich Frau Ypsilanti durchaus gute Werte ausstellen. Allerdings frage ich mich, ob sie in der Lage wäre, ihren persönlichen Kurs durchzuziehen, der ihr sowohl bei Wählern der Grünen als auch bei Wählern der Linken Stimmen bringen könnte. Man muss auch sehen, dass sie als eher links geltende Kandidatin den konservativen Flügel der SPD vergraulen könnte. Den Bonus als Frau schätze ich nicht allzu hoch ein. Sie mag im direkten Vergleich mit Angela Merkel besser wegkommen. Aber die Wähler, die einfach nur einmal eine Frau wählen wollten, haben sich bereits bei der letzten Wahl austoben können.

Und dann muss noch beachtet werden, dass Kurt Beck scheinbar ziemlich fest im Sattel sitzt. Auf mich macht er zwar nicht den Eindruck eines starken Leaders, aber wer weiß schon, was bei den Sitzungen hinter verschlossenen Türen abgeht.

Die Steinmeier-Alternative ist nicht zu unterschätzen. Der Mann hat sich einen guten Ruf erworben, der auch auf Wähler anderer Parteien ausstrahlt.
 

-oSi-

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

Wenn Herr Steinmeier bei seinen Reden mal auf den Punkt kommen würde, dann wäre er auch ein Kandidat.
Aber so ist er in meinen Augen ungeeignet.
Die Frau Ypsilanti kann aber nur dann Kanzlerkandidatin werden, wenn sie nicht Ministerpräsidentin wird/werden sollte.
Geeignet wäre sie aber.

Die SPD muss sich erstmal ordnen, dann kann es auch was werden.


@extasy:
Lass bitte deine offenen politischen Symathien aussen vor.
Wir wissen, für wen dein Herz schlägt. Das sollte reichen.
Danke
 
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Stormtrooper85

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

Ich denke Beck ist die deutlich bessere Alternative. Die SPD wir wohl kaum außerhalb einer großen Koalition an die Macht kommen 2009, und in diesem Fall wäre Beck der bessere Kandidat, da er ja momentan schon Erfahrung in einer großen Koalition sammelt.
Desweiteren wäre für eine weitere GroKo eine gemäßigte SPD-Spitze wünschenswert, sonst gibt es nur noch Krach und es geht nichts mehr voran.
Ypsilanti steht, soweit ich weiß, für den Ausbau alternativer Energien, Einführung der Gesamtschule und den Mindestlohn. Ich denke dies sind alles 3 Positionen, bei denen es in einer schwarz-roten Koalition ordentlich Streit geben würde, wie man ja momentan schon beim Thema Mindestlohn sieht.
In einem rot-rot-grünen Bündnis würde Frau Ypsilanti vllt. eine Chance haben, aber dieses Bündnis wird garantiert nicht 2009 zu Stande kommen.

Ich würde entweder Beck oder Steinmeier bevorzugen, aber ich gehe davon aus, dass, egal wer es am Ende wird, derjenige bestenfalls Juniorpartner in einer GroKo wird oder Oppositionschef. ;)
 

th3o

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

ich möchte mal etwas grundsätzliches loswerden:

in gewisser weise stößt mich diese etikettierung "links" deshalb ab, weil ich meine, dass dadurch die grundgedanken, die dahinter stehen, unnötig herabgesettz werden.

das werden diese gedanken deshalb, weil schon allein in ihrer abgrenzung zum sog. rechten spektrum immernoch das moment der abhängigkeit von eben diesem rechten spektrum ist.

gedanken und politische ideen sollten, sofern sie den anspruch haben für alle menschen gut und richtig zu sein, nicht sich selbst auf die etiketten reduzieren lassen.

aus diesem grund auch, lieber extasy, mag ich die linke nicht.
nicht weil ich ihre ideen schlecht finde (das gegenteil ist doch wohl eher bei mir der fall) sondern weil ich ihre art und weise diese ideen zu propagieren und umzusetzen für äußerst schlecht erachte und meine, dass sie "der sache" um die es sogenannten "linken" gehen sollte, schaden.
 

keshkau

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

"Links" und "Rechts" sind in der Tat unzulässige Verkürzungen. Aber wer hat schon immer Lust, seinen Standpunkt im Detail darzustellen? Ich persönlich verbinde mit "rechts" am ehesten das Wort Konservatismus und mit "links", nun ja, gar nicht so einfach: Das kann auf das "grün-alternative" Spektrum zutreffen, auf Sozialdemokraten, auf beinharte Sozialisten.

Aber in der "politischen Mitte", da wo sich Teile der CDU, der SPD, der Grünen und der FDP tummeln, kommt man mit dieser Abgrenzung nicht wirklich weiter. Am besten gelingt es der FDP, sich klar von der Konkurrenz abzugrenzen. Ihr klares wirtschaftsliberales Profil macht sie zum Platzhirsch auf ihrem Gebiet. Davon können andere Parteien nur träumen.
 

willi42

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

Meiner Meinung nach wird die Dame zur Zeit völlig überbewertet.
Die lässt sich die Reden von ihrem Mann am Küchentisch schreiben.
 

-oSi-

Fleet Admiral
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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

Und ?
Jeder Politiker hat Redenschreiber.

Sie ist nicht die Einzige.
 

Adam_Smith

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

Wieder einmal eine Threaderöffnung in der gleich verbal auf einen Vertreter des "gegnerischen" politischen Lagers eingedroschen wird.

Worum geht es hier? Ist Frau Ypsilanti als Bundeskanzlerin geeignet? Natürlich nicht. Ihre Popularität verdankt sie lediglich dem Fehltritt Koch's bei der Debatte um Jugendkriminalität. Mehr hat sie in ihrem Wahlkampf nicht geschafft als auf die offensichtlichen Versäumnisse der Regierung Koch im Bezug auf die Bekämpfung der Jugendkriminalität hin zu weisen.

Der Rest der Wahlkampfthemen war wohl eher der populistischen Natur.

Dazu kommt ihr Verhalten nach der Wahl ... einen SPD Politiker, der das Wählervotum nicht anerkennen wollte hatten wir bereits bei der letzten Bundestagswahl. Oder wie sonst soll der Wähler das Verhalten Ypsilantis beurteilen? Schließlich sah sie sich selbst Tage nach der Wahl noch immer als Siegerin...
 

extasy

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

Sie ist die Siegerin in der Hessenwahl, neben uns natürlich !! Was heist hier Wählervotum ? Es gibt eine ganz klare linke Mehrheit. Bloß musste sich ja Ypsi aufgrund der Parteiräson von der Linken distanzieren weil die SPD Großfürsten sie ja damals zurückgepfiffen hatten als sie sich vor einiger Zeit äußerte eventuell auch mit der Linken zu koalieren. Diese Distanzierung entspricht nicht ihrem ureigenten Willen, sondern wurde ihr ganz klar vorgegeben. Nun steht sie vor dem Problem von den Konservativen an diese Distanzierung erinnert zu werden.

Auch stimmt es nicht, wie immer so getan wird, als ob ein rot-rot/grünes Bündniss so abgelehnt würde vom Wähler. Eine Umfrage bei Phönix zeigt das die Meisten für so eine Koalition waren.
 
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keshkau

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

Wenn ich mit einem Mann von Schlage eines Carl Lewis die 100 m um die Wette laufe, dann braucht er dafür in seiner besten Form knapp 10 Sekunden und ich vielleicht 12,5 Sekunden (nur um mal eine Zahl zu nennen).

Nun stehen wir beide eines Tages in den Startblöcken und Carl Lewis kommt nicht so richtig in die Gänge. Er braucht 10,8 Sekunden. Ich dagegen sprinte wie ein junger Gott und schaffe die Strecke in sensationellen 11,0 Sekunden. - Welchem Sprinter wird anschließend die Medaille umgehängt?

Eine vergleichbare Situation haben wir in Hessen. Frau Ypsilanti hat sich zum Ende hin stark gesteigert und Roland Koch musste Federn lassen. Trotzdem gilt immer noch: The winner takes it all.
 

Adam_Smith

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

Ich bin auch für Rot-Rot Grün in Hessen. Mich betrifft es nicht und ich wäre froh wenn dieser Praxisversuch dann zeigt wie man mit Rot-Rot Grün den Karren erfolgreich vor die Wand fährt. Das finanzielle Desaster in Berlin scheint ja nicht zu reichen ...

Bis dahin aber gilt noch immer, dass der Sieger einer Wahl der ist, der die meisten Stimmen einheimst. In Hessen ist somit die CDU mit Koch als Spitzenkandidaten Wahlsieger. Selbst überzeugte Sozialisten sollten nicht versuchen über diesen demokratischen Grundsatz zu erheben.

Gibt es denn tatsächlich die eindeutige linke Mehrheit? Dir, lieber Extasy, scheint entangen zu sein, dass die SPD zu einem großen Teil eben nicht "links" (zumindest wenn wir unter Links das verstehen was "Die Linke" darunter versteht) ist. Ferner ist die SPD mit dem Versprechen in den Wahlkampf gegangen nicht mit der Linken zu koalieren.

Von einer Linken Mehrheit kann also gar keine Rede sein. Diese kann man nur dann erkennen, wenn man alles was etwas sozialer ist als CDU und FDP als "links" bezeichnet und somit suggeriert, dass all diese Parteien dann ähnliche Ziele hätten. Aber diese Vereinfachung ist absolut unzulässig.
 

extasy

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AW: Ypsilanti, die kommende Kanzlerkandidatin der SPD ?

@Adam_Smith
wer hier "vereinfacht" sieht man ja. Man kann wohl kaum der rot-roten Regierung in Berlin die Verschuldung in der Stadt ankreiden. Selbst dir müsste bekannt sein das diese exorbitante Verschuldungssituation den Vorgängerregierungen, gerade unter der CDU, zuzuschreiben ist. Die CDU hat mit windigen Investitionen und und garantierten Traumrendieten für betuchte Anleger, für die die Berliner nun heute geradestehen müssen, die fananzielle Lage Berlins zu verantworten. Das jetzt uns in die Schuhe zu schieben ist entweder böswillig, oder aber einem sehr eigentümlichen Ralitätsbewusstsein zuzuschreiben.

Genau so ist es sehr realitätsfremd Koch zum Wahlsieger zu stelisieren wegen ein paar tausend Stimmen Mehrheit. Hier sind ja wohl die hohen Stimmenverlusste viel schwerwiegender und die offensichtliche Tatsache das die Wähler mehrheitlich Links gewählt haben. Dass das für Konservative unerträglich ist ist mir schon klar, ändert aber nichts an den Verhältnissen. Selbst wenn neu gewählt würde bin ich überzeugt das wir nochmehr Stimmen bekommen würden und dann über 7 % bekämen. Nur zu kann ich da sagen. :cool_alt:
 
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123peter

Gast
da ich total anders poltisch eingestellt bin wie diese frau werde ich wohl klar dagegen sein und hoffe das es nicht so weit kommt ;)
ich finde es sehr schade das sich zurzeit alles so links entwickelt...
 

ToNkA23

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Bei Neuwahlen würde auch kein Koch mehr antreten, und die CDU dadurch Stimmen gewinnen ;)
 

Adam_Smith

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Oh man ich hatte vermutet, dass wenigstens die Gesetze der Mathematik und die Grundlagen unseres Wahlrechtes den Vertretern der Linken bekannt sind. Mir scheint, als habe ich mich getäuscht.

Koch hat die relative Mehrheit der Stimmen auf seine Partei vereint. Damit ist er Wahlsieger. Ganz einfach.
 
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