News : Dual-channel DDR-Chipsatz von Intel schon im Oktober?

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Überraschenderweise ist es wohl doch Intel, die zuerst mit einem dual-channel DDR-Chipsatz für den Pentium4 auf den Markt kommen werden. Erste Mainboards mit dem neuen Chipsatz sollen schon Anfang Oktober in die Massenproduktion gehen.

Bei dem besagten dual-channel DDR-Chipsatz handelt es sich um den ehemals als Granite Bay bekannten Chipsatz, der jetzt den Namen E7205 trägt. Ursprünglich war dieser Chipsatz nur für den Server- und Workstation-Markt geplant, soll nun angeblich aber auch auf Desktop-Mainboards zum Einsatz kommen. Der Grantie Bay (E7205) kommt demnach wohl sogar noch vor dem SiS655 und VIAs P4X600 auf den Markt, die beide ebenfalls über dual-channel DDR-RAM-Support verfügen, aber erst für das 4. Quartal geplant sind. Der Granite Bay (E7205) wird anders als diese beiden Konkurrenten allerdings nur über DDR266-Unterstützung verfügen. SiS und VIA setzen hier bereits auf DDR333. Außerdem müssen beim Granite Bay zwei identische Speichermodule mit derselben Speichergröße verwendet werden; SiS erlaubt hier wohl auch den Betrieb unterschiedlich großer Module. Wie dies von SiS technisch gelöst wurde, ist allerdings noch unklar. Angeblich hat sich SiS nun übrigens auch dazu entschlossen, den SiS648DX nicht zu veröffentlichen, der im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem SiS648, eigentlich offizielle DDR400-Unterstützung liefern sollte. Offenbar ist man von DDR400 wegen der unklaren Markt-Situation jedoch wieder abgekommen und konzentriert sich nun auf dual-channel Chipsätze.

Der Granite Bay (E7205) bietet neben AGP8x somit ein zweikanaliges DDR266-Speicherinterface, Hyper-Threading- und FSB533-Unterstützung. Erste Mainboards mit diesem Chipsatz sollen das P4G8X von ASUS, das EP-4GBA von EPoX, das GA-8INXP von Gigabyte, das GB7-ULTRA von Abit und das GB533 von Iwill sein. Ein Manko hat der neue Chipsatz allerdings - sein Preis. Dieser dürfte am oberen Ende der Pentium4 Chipsätze liegen und sogar den i850E übertreffen. x86-secret.com hat eine Preisliste über Intels Chipsätze zusammengestellt und hier zeigt sich schnell, dass der einst für Server und Workstation geplante Chipsatz weit über den Preisen einer Desktop-Lösung anzusiedeln ist.

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