Sapphire Radeon9500 im Test : Ein erster Blick auf das neue Modell

, 17 Kommentare
Sapphire Radeon9500 im Test: Ein erster Blick auf das neue Modell

Nicht jeder kann oder will, bei aller Bewunderung für die erreichten Leistungen der High-End Beschleuniger, alle Jahre wieder 400-500€ für eine neue Grafikkarte der obersten Leistungsklasse ausgeben.

Genau das ist der Grund, warum kurz nach dem medienwirksamen Release des Topmodells Karten wie die Sapphire Radeon9500 für um die 200€ nachfolgen: Man will für jeden Geldbeutel etwas bieten.

Ob halber Preis auch halbe Performance bedeutet, darauf wollen wir heute einen kurzen Blick werfen. Der ausführliche Test folgt ein wenig später.

Karte und Specs

Rein äußerlich präsentiert sich die Sapphire wie auch schon unsere Karte von Connect3D in tiefstem ATi-Rot und sieht dieser auch ansonsten nicht ganz unänhlich. Der Kühler ist jedoch weitaus dezenter in der Optik, wenn auch nicht in der subjektiven Lautstärke. Allein die Frequenz ist beim sapphire'schen Propeller deutlich höher, so dass sie viel eher von einem umgebenden Gehäuse und der Entfernung zwischen Computer-unter-dem-Tisch und dem meist weit oberhalb der Schreibtischoberfläche positionierten menschlichen Ohr besser geschluckt werden dürfte. Wirklich störend ist der Lüfter jedoch nicht im concerto grosso der übrigen Lüfter eines normalen PCs.

Sapphire Radeon9500 Vorderseite
Sapphire Radeon9500 Vorderseite
Sapphire Radeon9500 Rückseite
Sapphire Radeon9500 Rückseite

Außer dem Kühler fallen nur noch kleinere Unterschiede zwischen den Platinen (PCBs) auf. So sind bei der mit 64MB bestückten Sapphire Radeon 9500 Atlantis/64 nur die beiden "oberen" Memory-silk-screens bestückt, aber die weitaus meisten Bauteile sitzen, wie auch der beim gegenwärtigen PCB-Design nötige Floppy-Stecker, an derselben Stelle.

Revisionsnummer II
Revisionsnummer II
Revisionsnummer
Revisionsnummer

Die Board-Revision, nunmehr 3.0, ist jedenfalls schon deutlich weiter fortgeschritten, als diejenige der frühen Radeon9700-Baureihen, was minimale Unterschiede in der Positionierung einzelner SMD-Bauteile erklären dürfte.

Wie wir gleich noch in den Spezifikationen sehen werden, schein die Radeon9500 in nahezu jeder Design-Beziehung eine halbierte Radeon9700pro zu sein, weswegen es uns eigentlich sehr überraschte, auch hier auf den Floppy-Connector angewiesen zu sein, den Sapphire allerdings mitlieferte. Uns drängt sich der Verdacht auf, das das komplette Board-Design darauf ausgelegt zu sein scheint, den Strombedarf nur zum absolut nötigen Minimum (also um das Grafik-BIOS zu laden) aus dem AGP-Port zu ziehen, denn wenn auch die niedriger getaktete Radeon9500 die AGP-Spezifikation nicht mehr einhalten könnte, würde das für die Radeon9700pro eine Leistungsaufnahme von deutlich mehr als 75W bedeuten, was sehr sehr unrealistisch klingt.

Eckdaten der Sapphire Radeon 9500 Atlantis/64
Radeon9700pro Radeon9500/64 GeForce4 Ti4200/64
Transistorzahl ~107Mio ~70-80Mio* ~63Mio
Chiptakt 325MHz 275MHz 250MHz
Rendering-Pipelines 8 4 4
TMU pro Pipeline 1 1 2
Füllrate (Mrd. Pixel/s 2,6 GPix/s 1,1 GPix/s 1,2GPix/s
Füllrate (Mrd. Texel/s) 2,6 GTex/s 1,1 GTex/s 2,4 GTex/s
Füllrate (Mrd. AA-Samples/s) 15,6 GSamp/s 6,6 GSamp/s 4,8 GSamp/s
max. Texturen pro Pass 8 8 4
max. Texturzugriffe pro Pass 16 16 4
Speichertakt 310MHz 270MHz 256MHz
RAM-Busbreite 256Bit DDR 128Bit DDR 128Bit DDR
RAM-Bandbreite (Mrd. Byte/s) 19,84GB/s 8,64GB/s 8,19GB/s
Vertexshader / TnL-Einheiten 4 4 2

* geschätzte Größe

In diesem Zusammenhang wollen wir kurz noch einmal die wichtigsten Unterschiede der neuen Serie basierend auf dem R300-Kern zusammenfassen, da es mittlerweile doch ein wenig unübersichtlich geworden ist.

Unterschiede der R300-Radeons
  R9700pro R9700 R9500pro R9500
Chiptakt 325 275 275 275
Speichertakt 310 270 270 270
Speicherbus 256Bit DDR 256Bit DDR 128Bit 128Bit
Renderpipelines 8 8 8 4

Unschwer zu erkennen ist die Budget-Ausrichtung dieser immer noch voll DirectX-9 kompatiblen Karte. An den sonstigen Spezifikationen hat sich nichts im Vergleich zur grossen Schwester geändert, die 2.0-Shader sind nach wie vor in vollem Umfange enthalten, ebenso gammakorrektes Anti Aliasing, performanceoptimierte anisotrope Filterung, Videoshader und Dual-Monitor Fähigkeit.

Wir möchten an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Karte unserer Ansicht nach nicht um die endgültige Version handelt, dafür sind für ein Budget-Produkt einfach noch zu viele Ähnlichkeiten mit der deutlich kostspieligeren Radeon9700pro vorhanden, insofern sind sämtliche nun folgenden Leistungsangaben mit ein wenig Vorsicht zu geniessen.

Auf der nächsten Seite: Erste Benchmarks