News : ATis Antwort auf die GeForce 6800 GT...

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... ließ bislang auf sich warten. Doch nun scheint man mit einer Produktankündigung seitens Sapphire endlich ein adäquates Mittel gegen nVidias Übermacht im 400-bis-450-Euro-Segment gefunden zu haben. Mit der Radeon X800 XT sollte also alles besser werden.

Wie wir bereits berichtet haben, ist Sapphire neueste Grafikkarte nun endlich auch für den altgedienten AGP-Bus verfügbar und nicht mehr nur exklusiv für Besitzer einer PCI-Express-Mainboard zugänglich - zumindest in Japan. Dort wechselt sie für einen Preis von ca. 400 bis 450 Euro den Besitzer und platziert sich somit in etwa auf dem Niveau von nVidias GeForce 6800 GT, die in ähnlichen Gefilden wildert.

Radeon X800 XT schön und gut, doch wo lag bis jetzt ATis Dilemma? Ganz einfach: Man hatte quasi ein Loch im Portfolio, denn unter der X800 XT in der Platinum Edition kam lange Zeit nichts, bis plötzlich die X800 Pro mit nur zwölf Pipelines und gesenkten Taktfrequenzen auftauchte. Diese sollte indirekt gegen nVidias GeForce 6800 GT antreten, die bis heute zu einem ähnlichen Preis in den Regalen steht. Allerdings hatte diese Sachen für ATi einen gewaltigen Haken, denn für die 6800 GT sah nVidia keinen beschnittenen NV40-Chip mit nur zwölf Pipes vor. Man stattete diese Grafikkarte gleich mit vollen Features aus, so dass diese rein leistungstechnisch nur ganz knapp hinter dem Ultra-Modell liegt. ATis X800 Pro konnte schon rein in der Theorie nicht mit nVidias Pendant mithalten; die Wirklichkeit sprach dann eine eindeutige Sprache.

Performancerating 1280x1024
Angaben in Prozent
    • ATi Radeon X800 XT "PE"
      96,1
    • nVidia GeForce 6800 Ultra
      92,4
    • ATi Radeon X800 XT (PCIx)
      87,1
    • nVidia GeForce 6800 GT
      85,8
    • ATi Radeon X800 Pro
      78,8
    • nVidia GeForce 6800
      69,4

Quelle: siehe hier

Mit der neu vorgestellten Radeon X800 XT, die mit 500 MHz Chip- und 500 MHz RAM-Takt zum Kunden kommt, könnte sich dieses Dilemma nun endlich für ATi zum Guten wenden. Schließlich kann ein R420-Chip mit 16 Pipelines und den eben angesprochenen Taktraten eine GeForce 6800 GT durchaus locker in Schach halten. Wenn sich dann auch noch der Preis auf gleichem Niveau einpendelt, wird ATi wohl diesen Kampf der zweitbesten High-End-Karten wohl für sich entscheiden können. Interessant ist hingegen, dass Sapphire auch bei der X800 XT Samsung-Speicher mit einer minimalen Zugriffszeit von 1,6 ns verbaut. Dieser Speicher kommt auch auf der Platinum Edition zum Einsatz und ist für einen Betrieb mit bis zu 600 MHz (1200 MHz DDR) zertifiziert. Ein normale XT dürfte also in der Herstellung Sapphire keine Kosten gegenüber einer schnelleren Platinum Edition sparen lassen. Speicher mit 2,0 ns wäre für die XT vollkommen ausreichend, da dieser genau mit den 500 MHz betrieben werden kann. Den Übertakter wird es dennoch wohl freuen, kann er doch mit ziemlicher Sicherheit eine günstigere XT mit den Taktraten des teureren Modells betreiben. Fraglich ist allerdings, ob andere Hersteller auch diesen Speicher verbauen werden.

Sapphire Radeon X800 XT
Sapphire Radeon X800 XT
Samsung GDDR3 1,6 ns
Samsung GDDR3 1,6 ns

Allerdings hängt dieser potentielle Erfolg - wie so oft - am seidenen Faden. So müssen sowohl nVidia als auch ATi endlich beide High-End-Karten in nicht mehr nur homöopathischen Dosen ausliefern. Bis zum heutigen Tage gelangten nur sehr wenige Radeon X800 und GeForce 6800 in den Retail-Handel, der mittlerweile förmlich nach diesen Karten lechzt. Kein Wunder, macht die internationale Journaille die Käufer doch jeden Tag mit neuen Testberichten immer heißer. Mit der Radeon X800 XT für AGP wäre also die passende Faust für das Auge gefunden, die zusätzlich noch für eine Preissenkung bei der Radeon X800 Pro sorgen sollte