News : Gothic 3: Bug- & Goldmaster-Chaos

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Es sollte eines der Highlights in diesem Herbst auf dem Spielemarkt werden – das Rollenspiel Gothic 3. Ob es die hohen Erwartungen erfüllen kann, wurde insbesondere seit der Games Convention im August in Frage gestellt, da in Leipzig lediglich eine sehr fehlerhafte und unfertig wirkende Version des Spiels gezeigt wurde.

Nun, wenige Wochen vor der Veröffentlichung und bereits nach der Goldmeldung, bekommen die Zweifel neuen Nährboden. Die Spielezeitschrift PC PowerPlay hat in ihrer aktuellen Ausgabe Gothic 3 als erste Zeitschrift getestet, allerdings aufgrund der hohen Anzahl an Bugs keine Wertung vergeben.

Gothic 3

Der Entwickler Piranha Bytes geht auf der Gothic-3-Webseite mittlerweile auf die des Tests der PC PowerPlay folgenden, negativen Reaktionen ein. So soll zwar wie offiziell angekündigt am 12. September das Goldmaster ans Presswerk geschickt worden sein, jedoch sei man darauf noch auf mehrere Fehler im Spiel gestoßen. Dadurch sahen sich die Entwickler dazu veranlasst, weiter am Spiel zu arbeiten, sodass das finale Goldmaster erst in einigen Tagen ans Presswerk gehen wird. Der 13. Oktober als Veröffentlichungstermin soll nicht gefährdet sein. Wie es um den ersten Patch steht, der in den vergangen Tagen ebenfalls für den 13. Oktober angekündigt wurde, ist unklar. Die verlängerte Entwicklungszeit könnte jedoch dazu führen, dass dieser nun nicht mehr von Nöten ist. Man darf gespannt sein, in welchem Zustand das Spiel in die Läden gelangen wird.

Ein weiteres Problem für die Entwickler ist, dass die Redaktionen der Spielepublikationen die unfertige Goldmaster oder eine noch älteren Version des Spiels erhalten haben. Dementsprechend werden wohl auch die einzelnen Tests ausfallen, wobei Redakteure der Zeitschrift GameStar sich bereits positiv über die Anzahl der Bugs ihrer Testversion gegenüber den Alpha-Versionen äußerten.

Dennoch hinterlässt all' das Chaos einen nicht allzu professionellen Eindruck. Bedenkt man, wie viel Geld in die Entwicklung eines solchen Titels fließt, stellt man sich die Abläufe – vor allem kurz vor der Veröffentlichung, wenn die Marketing-Maschinerie auf Hochtouren laufen sollte – irgendwie anders vor.