3/5 TimeShift im Test : In diesem Ego-Shooter ist die Zeit greifbar

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Waffen

Das Waffenarsenal von TimeShift fällt, wie im Überblick bereits erwähnt, relativ konventionell aus. Unter den neun verschiedenen Arten von „Schusswaffen“ fallen das Bolzenschussgerät sowie der Flammenwerfer neben der Standardausrüstung an Maschinengewehren und Schrotflinten am meisten auf. Die Gesundheit des Spielers wird übrigens wie so häufig über eine Schildfunktion geregelt: Wer sich lange gegnerischem Feuer ausgesetzt sah, muss einige Zeit in Deckung bleiben und warten, bis die Energie des Schildes sich wieder aufgeladen hat. Das lästige Suchen nach Healthpacks gehört also auch bei TimeShift der Vergangenheit an.

KI

Die KI weiß in TimeShift durchaus zu überzeugen. Zwar zeigen die Gegner des Chronauten keinerlei Team-Verhalten, sondern erweisen sich mehr als Einzelkämpfer. Als solche taugen sie aber recht gut, fast schon zu gut. Neben einem relativ ausgewogenen Zielverhalten, das nicht nur Kopfschüsse, aber auch nicht nur Nieten verursacht, verstehen sich alle Non-Player-Character (also auch die verbündeten Freiheitskämpfer) vorzüglich darauf, Deckung zu nehmen und ihre jeweiligen Waffengattungen sinnvoll einzusetzen. Ein lobenswerter Zustand, der nicht nur zum Spielspaß sondern auch zu einer authentischeren Atmosphäre beiträgt. Insgesamt scheinen aber vor allem die Gegner – selbst im leichtesten Modus „normal“ – an so mancher Stelle etwas zu stark zu sein, was sich in einer inflationär häufigen Nutzung des Quickload-Buttons auf der Tastatur niederschlägt. Was für Genre-Anfänger sicher frustrierend sein dürfte, sollte erfahrenere Spieler aber nicht abschrecken, sondern vielleicht sogar eher fordern.

Grafik

Die visuelle Umsetzung von TimeShift verspricht mit Sicherheit keinen Genre-Thron oder gar die Schaffung neuer Realitäten. Aber sie muss sich auch nicht verstecken. Sehenswerte Licht-Schatten-Effekte, realistische Explosionen und gelungene Wettergeschehnisse sorgen für angemessene Authentizität, auch wenn man sich über die Plastizität der NPCs gerade im Gesichtsbereich sicher streiten könnte.

Auf unserem Testsystem lief TimeShift in einer Auflösung von 1280x1024 Pixel (4xAA, höchste Qualitätsstufe) mit stabilen Werten von 40- im unteren und 60 Bildern pro Sekunde im oberen Bereich.

Atmosphäre

Die Atmosphäre in TimeShift ist gut gelungen. Neben der annehmbaren KI und der angemessenen Grafik trägt hierzu prinzipiell auch das Zeit-Feature bei. Es legt nicht nur im Rahmen der allgemeinen Handlung, sondern auch im Geschehen selber den Fokus darauf, dass es sich beim TimeShift-Helden nicht um Shooter-Gott X-Y-Z handelt (auch wenn eine gewisse Parallele zu Gordon Freeman definitiv nicht zu leugnen ist), sondern um einen Chronauten, der den Verlauf der Zeit kontrollieren kann. Und genau dies geschieht realistisch: Fallender Regen und Geschosse bleiben in der Luft stehen oder spulen gegebenenfalls zurück; Sprache und andere Geräusche werden im Zeitlupenmodus entsprechend verzerrt und zerstörte Infrastruktur bildet sich zurück. Dadurch und durch eine Physik, die Einstürze, Abbrüche, Einschläge und Querschläger realistisch abbildet, wird eine hervorragende Atmosphäre geschaffen, die den Spielspass im Prinzip maßgeblich erhöht.

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