25/28 GeForce GTX 9800 GTX im Test : Nvidia vergisst bei neuer Serie die Neuerungen

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Übertaktbarkeit

Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakten. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark06, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von Company of Heroes, Stalker und World in Conflict. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.

Übertaktbarkeit
  • Company of Heroes:
    • Asus 9800 GTX – Übertaktet (800/2000/1200)
      55,1
    • POV 9800 GTX – Übertaktet (777/1890/1200)
      53,8
    • 9800 GTX – Standard (675/1688/1100)
      47,2
  • Jericho:
    • Asus 9800 GTX – Übertaktet (800/2000/1200)
      27,9
    • POV 9800 GTX – Übertaktet (777/1890/1200)
      27,2
    • 9800 GTX – Standard (675/1688/1100)
      25,8
  • World in Conflict:
    • Asus 9800 GTX – Übertaktet (800/2000/1200)
      46,8
    • POV 9800 GTX – Übertaktet (777/1890/1200)
      45,6
    • 9800 GTX – Standard (675/1688/1100)
      41,4

Wir staunten wahrlich nicht schlecht, als wir das Taktmaximum der GeForce 9800 GTX von Point of View ausloteten. Anscheinend hat Nvidia den 3D-Beschleuniger absichtlich recht moderat getaktet und überlässt so den Boardpartnern die Möglichkeit, teils deutlich höher getaktete Versionen auf den Markt zu bringen. Die TMU-Domäne der GeForce 9800 GTX konnten wir auf maximal 777 MHz übertakten, was einem Plus von guten 100 MHz entspricht. Auch die ALUs hatten eine Menge Spielraum nach oben. Erst bei einer Frequenzsteigerung von mehr als 200 MHz gab es erste Probleme, während die G92-GPU mit 1890 MHz noch ohne Schwierigkeiten die Probeläufe absolvierte.

Der Speicher ließ sich zwar nicht ganz so beeindruckend übertakten, aber auch dieses Ergebnis kann sich sehen lassen. 1200 MHz und somit ein Plus von 100 MHz waren ohne Abstürze und Bildfehler möglich. Dadurch konnten wir die Performance der GeForce 9800 GTX um bis zu 14 Prozent erhöhen – ein sehr guter Wert. Je nach Spiel skaliert die Grafikkarte jedoch unterschiedlich. In Clive Barker's Jericho zum Beispiel beträgt die Geschwindigkeitssteigerung der übertakteten GeForce 9800 GTX nur noch fünf Prozent.

Die Asus EN9800GTX lässt sich im Falle unserer Teststellungen mit 800, 2000 und 1200 MHz nochmals leicht besser übertakten als das Exemplar von Point of View. An der Stelle gilt jedoch noch einmal der Hinweis, dass sich diese Ergebnisse nicht auf jedes Modell auch vom ein und demselben Hersteller übertragen lassen.

VC-1-/H.264-Wiedergabe

Noch vor einigen Jahren standen sämtliche PCs vor der damals komplizierten Aufgabe, ein DVD-Video zu decodieren. Nachdem damals zuerst die CPU alleine ackern musste, und diese des Öfteren damit überfordert war, kam es bei den Grafikchipspezialisten in die Mode, ihre 3D-Beschleuniger mit speziellen Funktionen auszustatten, um dem Prozessor die Hauptarbeit des Dekodierens abzunehmen. Ein netter Nebeneffekt war, dass die Grafikkarten mit speziellen Algorithmen arbeiten konnten, der die Bildqualität ohne einen großen Leistungsaufwand verbessern konnte. DVDs sind mittlerweile schon längst keine Herausforderung mehr. Ein moderner PC steht mittlerweile vor deutlich schwereren Aufgaben: Das Decodieren von im VC-1- oder H.264-Codec befindlichen HD-Videos, die auf einer Blu-ray oder einer HD DVD aufgenommen worden sind (HD-Trailer haben zwar dieselben Codecs sowie eine identische Bildqualität, allerdings sind diese nicht verschlüsselt, weswegen die CPU-Auslastung um einiges geringer ausfällt). Wir haben uns als Film für „Children of Men“ auf einer HD DVD (1024p, 24 Bilder pro Sekunde) entschieden, der im VC-1-Codec auf einer HD DVD vorliegt. Wir messen sekündlich die CPU-Auslastung der ersten zweieinhalb Minuten des Films und bilden jede fünfte Sekunde in einem Verlaufsdiagramm ab. Als Vertreter der Blu-ray-Fraktion muss der Actionfilm „X-Men 3“ herhalten, der im H.264-Format vorliegt (1024p, 24 Bilder pro Sekunde). Für die Messungen haben wir die CPU auf 2,4 GHz heruntergetaktet sowie nur einen einzelnen CPU-Kern aktiv gelassen.

H.264-Wiedergabe
Angaben in Prozent
  • Maximal:
    • ATi Radeon HD 3870 X2
      89
    • Nvidia GeForce 8800 GTS 512
      62
    • Nvidia GeForce 9800 GTX
      71
  • Durchschnitt:
    • ATi Radeon HD 3870 X2
      41
    • Nvidia GeForce 8800 GTS 512
      43
    • Nvidia GeForce 9800 GTX
      43
  • Minimal:
    • ATi Radeon HD 3870 X2
      26
    • Nvidia GeForce 8800 GTS 512
      31
    • Nvidia GeForce 9800 GTX
      31

Da der Videoprozessor auf der GeForce 9800 GTX identisch mit dem auf der GeForce 8800 GTS 512 ist, liegen die Ergebnisse der beiden Testprobanden sehr nahe beieinander – einzig die Treiber können größere Unterschiede ausmachen. Und die Praxis bestätigt dies auch, denn in der Prozessorauslastung während des Abspielens eines H.264-HD-Films gibt es nur minimale Unterschiede. Bei der höheren Maximal-CPU-Auslastung der GeForce 9800 GTX vermuten wir eher eine Messungenauigkeit. Dasselbe Bild, aber deutlich stärker ausgeprägt, zeigt sich bei einem HD-Film im VC-1-Format. Im Durchschnitt liegt ein unspürbares Prozent zwischen den Grafikkarten aus Kalifornien.

In dieser Disziplin kann die ATi Radeon HD 3870 X2 ihre Stärken ausspielen und platziert sich fast durchgängig vor der GeForce 9800 GTX. Während die Differenzen beim H.264-Codec noch recht gering sind, werden sie beim VC-1-Film ziemlich groß, da aktuelle Nvidia-GPUs den Codec nicht voll beschleunigen können. Probleme gibt es auf den GeForce-Produkten trotzdem keine.

VC-1-Wiedergabe
Angaben in Prozent
  • Maximal:
    • ATi Radeon HD 3870 X2
      54
    • Nvidia GeForce 8800 GTS 512
      69
    • Nvidia GeForce 9800 GTX
      68
  • Durchschnitt:
    • ATi Radeon HD 3870 X2
      28
    • Nvidia GeForce 8800 GTS 512
      51
    • Nvidia GeForce 9800 GTX
      50
  • Minimal:
    • ATi Radeon HD 3870 X2
      11
    • Nvidia GeForce 8800 GTS 512
      31
    • Nvidia GeForce 9800 GTX
      32

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