News : Intel veröffentlicht Spezifikationen für USB 3.0

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Nachdem vor gut zwei Wochen der neue FireWire-Standard „S3200“ mit theoretischen Transferraten von bis zu 3,2 Gb/s verabschiedet wurde, hat Intel gestern endlich den Spezifikationsentwurf für das Extensible Host Controller Interface (xHCI) in der Revision 0.9 veröffentlicht.

Der Entwurf unterstützt das auch als „SuperSpeed USB“ bekannte USB 3.0 (USB und USB 2.0 heißen entsprechend auch „Full-Speed USB“ und „High-Speed USB“) mit Datentransferraten bis zu 4,8 Gb/s. Der Spezifikationsentwurf für das xHCI bietet für USB 3.0 eine standardisierte Methode zur Kommunikation zwischen dem Host-Controller und dem Host-Stack (Software) und soll so für Kompatibilität zwischen verschiedenen USB-Anwendungen sorgen und die Unterstützung durch Software vereinfachen.

Er beschreibt die Register und Datenstrukturen die dazu verwendet werden um Systemsoftware und Hardware aneinander zu koppeln und soll mit der USB-3.0-Spezifikation kompatibel sein, die von der USB 3.0 Promoter Group entwickelt wird. Der Entwurf ist unter RAND-Z-Lizenz kostenfrei für alle Firmen der USB 3.0 Promoter Group und unterstützende Firmen zugänglich, sofern sie ein „xHCI contributor agreement“ unterzeichnen. Nähere Informationen dazu gibt es bei Intel. Revision 0.95 des Entwurfs soll im vierten Quartal ebenfalls unter RAND-Z erscheinen.

60 Kommentare
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Ergänzungen aus der Community

  • Kamikatze 14.08.2008 19:30
    Also die Kommentare hier sind z.T. echt unterirdisch... -_-

    Vielleicht braucht es jetzt noch kein Gerät, aber denkt vllt. auch jemand an die Zukunft? Oder soll man eine solche Schnittstelle etwa nur nach den momentanen Bedürfnissen entwerfen? USB 3.0 soll ja sicher auch wieder für sehr lange halten und da benötigt man auch gewaltige Leistungsreserven um auch zukunftstauglich zu sein, da erscheinen mir die 4,8 Gb/s nicht besonders viel. Man will ja auch nicht jedes Jahr auf eine neue USB-Schnittstelle aufrüsten müssen...

    Ihr glaubt doch nicht, dass das nie genützt werden wird? Früher dachte man auch, eine CD wird man nie mit Daten vollkriegen.

    Sind die technischen Möglichkeiten vorhanden, finden sich auch automatisch sehr schnell entsprechende Anwendungen. Beispielsweise war der Computer früher auch kein Multimedia-Gerät und so wären hohe Speicherkapazitäten wohl auch unnötig gewesen. Durch diese hat er sich aber zu einem solchen entwickelt.

    Das wird immer so sein oder glaubt ihr, dass man irgendwann sagen wird - jetzt brauchen wir nicht mehr mehr Leistung und stellen die Entwicklung ein? Die Geräte werden uns nie zu viel Leistung bieten können.
  • mumpel 14.08.2008 20:52
    Von den 480 MBit/s bei USB 2.0 kommen ja effektiv auch nur 30 MB/s und weniger an. Der Rest ist Overhead und Kram. Also wird von den 4,8 GBit/s auch nur rund 300-400 MB/s übrig bleiben.

    Davon mal abgesehen, kann ich hier einige nicht verstehen, die USB 2.0 für ausreichend halten. Ich stoße doch jetzt schon an die Grenzen: Meine externe HDD macht über USB rund 20-30 MB/s. Bei eSATA komme ich mit dem gleichen System auf 80 MB/s. Aber eSATA ist ja an sich nicht wirklich cool (kein Plug&Play, keine Stromversorgung, nur HDD). Wie soll das denn bei mehreren Geräten laufen? Oder in zwei Jahren? Wie lange meinen diejenigen denn, besteht so ein Standard? Schaut euch mal die SSDs mit 250 MB/s und mehr an, die bald rauskommen. Was meint ihr, wo wir in 3-5 Jahren sind?

    Mir persönlich ist es total egal, ob ihr das braucht, aber ich will es - eher früher als später. Und ich will Wireless-USB oder ein anderes breitbandiges WLAN. Und ich möchte endlich Übertragungsraten, die sich mit den Werbeversprechen halbwegs decken. Fuck 54 MBit-WLAN! Fuck 480 MBit USB 2.0! :mad
  • ScoutX 14.08.2008 23:41
    Können wir die Diskussion nicht einfach dabei belassen, dass wir 4,8 Gigabit im Thread stehen haben, gleichgültig ob dies SI konform ist. Um dies hoffentlich zum Abschluss zu bringen:

    @ Lord_Sethur und @ Mumpel: Ebenso falsch wie richtig.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Byte Siehe Tabelle JEDEC vs. IEC.
    Dieser Streit ist mittlerweile alt genug.
    Als Naturwissenschaftler bevozuge ich eindeutige Aussagen deswegen sehe ich die IEC Schreibweise eigentlich als die einzig richtige an.
    Wenn man dann schon SI Einheiten nimmt. Dann sollte man dabei konsequent bleiben.
    Deswegen ist Mumpels Beispiel
    Ohne jetzt deinem Link zu folgen ...
    4,8 Gigabit/s : 8 = 0,6 Gigabyte/s
    0,6 Gigabyte/s * 1024 = 614,4 MB/s
    sowohl inhaltlich falsch, als auch dazu noch verkehrt gerechnet.
    4800000000 Bit = 600000000 Byte = 600,0 Megabyte = 572,2 Mebibyte
    Sollten es aus irgendeinem Grund 4,8 Gigibit sein ( was aber nicht gemeint ist), dann gilt
    644,2 Megabyte oder 614,4 Mebibyte

    @Don Carlo: Der Overhead ist aber nicht so groß; er besteht aus einem großen Anteil an einfachen IO Commands, die im einfachen Bitgrößenbereich abgehandelt werden. Die effektive Bandbreite wird vor allem von der Leistung der Kontroller des USB Gerätes und des Mainboards oder Karte bestimmt. Dazu kommt die IO Performance bzw. vor allem der IO Scheduler des Betriebssystems zum Tragen. Zuguterletzt ist auch die Kabelqualität ausschlaggebend. Ein Übersprechen billiger USB Kabel sorgt für Bandbreitenverlust.
  • bensen 15.08.2008 12:37
    so sieht es aus. ich kann nicht verstehen wie man usb 3.0 für unnötig halten kann.
    es geht ja nicht darum das jetzige geräte die schnittstelle auslasten müssen, sondern dass usb 2.0 einfach am ende ist.
    festplatten werden ja von usb2.0 schon lange ausgebremst und selbst usb-sticks mit billigem mlc-nand stoßen beim lesen schon an das limit von usb 2.0.

    usb 3.0 muss ja wohl ein paar jährchen halten. und in 5 jahren sind 600mb/s lächerlich
    über usb 3.0 kann man dann wenigstens die 2,5" festplatten mit nur einem kabel ohne geschwindigkeitseinbußen betreiben.
    power over esata soll zwar kommen, aber usb ist einfach verbreiteter.
    und in ein paar jahren werden wohl auch externe ssd mode. die werden wohl schneller an die 600mb/s kratzen als uns lieb ist.