5/5 Ikonik Zaria A20 SIM im Test : Interessanter Midi-Tower mit Lüftersteuerung

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Fazit

Mit dem Zaria A20 als Teil der ersten Produktgeneration ist dem neu gegründeten Hersteller Ikonik aus Taiwan auf dem Papier ein durchaus respektabler Einstand gelungen, wobei das getestete Vorserienexemplar in der Praxis allerdings mit einigen ärgerlichen Kinderkrankheiten zu kämpfen hat. Die meisten davon betreffen die SIM-Software, von der der Hersteller uns innerhalb des Testzeitraums immerhin zwei neue zur Verfügung gestellt und hinsichtlich der Probleme mit stillstehenden Lüftern Besserung gelobt hat. Ein paar andere Merkwürdigkeiten betreffen den Lieferumfang und die Verarbeitung des Mainboardträgers, auch hier wurde Abhilfe in Aussicht gestellt. Zu guter Letzt leidet das Gehäuse an den für unseren Geschmack zu stark ausgelegten Lüftern, die einen richtig leisen Betrieb nicht ohne Weiteres ermöglichen – auch nicht auf 7 Volt herunter geregelt. Es wird auch eine Variante des Zaria A20 ohne SIM-Regelung geben, in der dann weniger schnell drehende Lüfter eingesetzt werden sollen. Für Freunde leiser Systeme dürfte diese Variante dann vorzuziehen sein, zumal wir auch bei der SIM-Version keinerlei Vibrationen durch Netzteil oder Festplatten feststellen konnten. Das Potential zu einer Silent-Lösung ist also vorhanden.

Kommen wir aber auch zu den positiven Aspekten des Zaria A20: Es ist ein insgesamt solides und weitgehend sehr gut verarbeitetes Gehäuse mit einigen Besonderheiten, die man bei anderen Herstellern so nicht findet. Dazu zählen unter anderem die Ausstattung mit zwei Power-Tastern sowie die Auslieferung mit Gitter und Acrylglasscheibe für die Seitenwand. Die Kühlleistung ist, zu Lasten des Geräuschpegels, sehr gut – sowohl bei voller Drehzahl als auch herunter geregelt. Wer es wirklich leise mag, sollte allerdings den Austausch der Lüfter oder die voraussichtlich leisere Version ohne SIM-Platine in Betracht ziehen.

Das Ikonik Zaria A20 soll nach Herstellerangaben noch im November auf den Markt kommen und rund 160 US-Dollar mit beziehungsweise 130 US-Dollar ohne SIM kosten. Dann hoffentlich ohne die beschriebenen Schwächen. Die Endkundenpreise für den deutschen Markt stehen noch nicht fest, dürften sich aber in einem betragsmäßig ähnlichen Bereich in Euro bewegen.

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