2/4 Nintendo DSi im Test : Hardware und Software im Einklang

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Was ist neu?

Der wichtigste Punkt in der Betrachtung ist also der Grad der Innovation, mit welchem die DSi-Konsole auch und gerade im Vergleich zum Vorgänger aufwartet. Um diesem Aspekt gezielt nachzuspüren, soll unser Test systematisch die inneren und äußeren Werte des DSi untersuchen, um alle Neuerungen hervorzuheben.

Ausstattung & Äußeres

Der Nintendo DSi kommt in einer ansehnlichen rechteckig-kompakten Verpackung daher, die mit jeder Menge Anleitungen, dem Gerät samt Netzteil sowie einem Ersatz-Stylus keinerlei Überraschungen bereithält und etwas größer ausfällt, als beim Vorgänger. Einmal ausgepackt macht sich im Vergleich zum Vorgänger-Modell ein erster nennenswerter Unterschied bemerkbar. Die Verarbeitung des DSi scheint auf den ersten Blick hochwertiger, vor allem liegt das Gerät dank eines matten, robusten Gehäuses wunderbar in der Hand und ist deutlich weniger anfällig für Schmutz, Kratzer und Fingerabdrücke. In Sachen Abmessung fällt im direkten Vergleich auf, dass der DSi zum einen etwas flacher, zum anderen etwas breiter ausfällt. Letzteres ist auf die um circa 1,25 cm gewachsenen zwei Displays zurückzuführen, die dank der vergrößerten Dimension das Spielen und Stöbern merklich aufwerten.

Nintendo DSi Frontansicht
Nintendo DSi Frontansicht

Auch im aufgeklappten Zustand offenbaren sich einige Unterschiede. Zwar hat sich an der grundlegenden Verteilung der Steuerknöpfe nichts geändert, sodass sich D-Pad und Buchstaben-Tasten weiterhin links bzw. rechts vom Touch-Display und letztere über „Start“ und „Select“ befinden; dafür hat aber der Power-Knopf den Weg ins Innere gefunden und prangt nicht mehr an der Seite, wodurch Nintendo einen der Kritikpunkte an der Aufmachung der Konsole behoben hat. Dafür findet sich der Lautstärke-Regler nunmehr an der linken Seite und bietet mit einer Auf- und Ab-Funktion etwas mehr Komfort. Während sich an der Beschaffenheit der Rückseite – neben „R“ und „L“ findet sich hier der Spiele- sowie Netzteil-Slot – nichts verändert hat, führt ein kleiner Schacht an der rechten Seite des DSi zu einer weiteren Neuerung: Hier kann eine SD-Karte (SDHC wird unterstützt) eingesteckt werden, wobei Nintendo dem DSi-Paket allerdings nichts beilegt, was aufgrund der günstigen Preise aktuell allerdings nicht allzu schwer wiegt. Das Speicherupgrade tut dem System aufgrund neuer Funktionalitäten insgesamt sehr gut (siehe nächster Abschnitt). Das Positive an der Integration eines SD-Karten-Steckplatzes dürfte sich für manchen DS-Veteranen allerdings eher als negativ entpuppen, da dafür kein GBA-Slot mehr vorhanden ist, was für Retro-Spielertypen unter Umständen ein Argument gegen den DSi ist, für den Mainstream aber keine große Rolle spielt. Da der DSi Shop (siehe nächster Abschnitt) mittelfristig unter anderem alte GBA-Spiele bieten soll, könnte dieser Negativpunkt allerdings zeitnah entfallen.

NDSi SD-Kartenslot
NDSi SD-Kartenslot
NDSi Seitenansicht links
NDSi Seitenansicht links
NDSi Frontseite
NDSi Frontseite
NDSi Oberseite
NDSi Oberseite

Eine weitere, wichtige Neuerung ist in den zwei verbauten Kameras zu finden, die es einem erlauben, sowohl nach hinten heraus wie auch nach vorne zu fotografieren. Wer an dieser Stelle hohe Qualität erwartet, wird allerdings nicht zuletzt wegen der 0,3 Megapixel enttäuscht. Statt hochauflösende, stechend scharfe Bilder zu liefern sind die Kameras eher für diverse, zumindest anfänglich auch tatsächlich spaßige Spielereien ausgelegt, die vor allem bei jüngeren DSi-Spielern größeren Anklang finden dürften und die Wertigkeit des Systems insgesamt erhöhen. Auch in puncto Konnektivität hat Nintendo nachgebessert. Musste der NDS bis dato recht aufwändig über ein veraltetes WEP-WLAN mit dem Internet verbunden werden, so unterstützt der DSi endlich auch aktuelle Verschlüsslungstechnologien wie WPA2-PSK und Co. Die Einrichtung erfolgt gleich zu Beginn binnen weniger Minuten und funktionierte im Rahmen unseres Testes tadellos. Spiele, die auf diese neue Funktionalität zurückgreifen, sind allerdings bisher noch nicht verfügbar.

Alles in allem wirkt der DSi im Vergleich zur Vorgänger-Generation aufgeräumter und robuster. Ein gutes Beispiel hierfür ist auch in der dezenteren Platzierung der qualitativ hochwertigeren Lautsprecher zu finden. Prinzipiell hat Nintendo zudem auch an der Performance gefeilt, sodass der DSi laut offiziellen Angaben gut und gerne über die doppelte Leistung des Vorgängers verfügen soll. Konkrete Belege hierzu ließen sich im Rahmen dieses Tests allerdings nicht finden, da die Spiele zumindest bisher nicht zu profitieren scheinen und auch der Bootvorgang auf dem DSi nur minimal schneller verläuft.

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